10 Pürierstäbe im Vergleich

Ein Stabmixer muss gut pürieren und mixen können, das ist das Allerwichtigste. In der Regel liefern Geräte mit höherer Wattzahl bessere Ergebnisse. Aber nicht immer, wie ihr in der Tabelle sehen könnt. Unterschiede gibt es auch in der Ergonomie. Nicht jeder Pürierstab liegt angenehm und sicher in der Hand, das gab Punktabzug. Gut bewertet haben wir, wenn sich die Geschwindigkeit mit einer Hand regeln lässt und wenn der Mixfuß leicht mit dem Motorblock zu verbinden ist. Bei welchem Modell das besonders gut geklappt hat, siehst du in unserem Testvideo.

Wir stellen dir die Top 10 Pürierstäbe im Testvideo vor

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Pürierleistung: Wie fein die Stabmixer pürieren, haben wir anhand von Bananenmilchmix, Gemüsesuppe und grünem Smoothie ausprobiert.
  • Geschwindigkeitsstufen: Gibt es nur eine einzige Geschwindigkeit oder lassen sich verschiedene Stufen einstellen?
  • Bedienkomfort: Wir wollten wissen, bei welchen Geräten sich die Geschwindigkeit leicht mit einer Hand regeln lässt. Und ob sie einen praktischen Klickverschluss oder einen etwas umständlicheren Drehverschluss haben.
  • Ergonomie: Wie gut liegt das Gerät in der Hand? Hat es einen rutschsicheren Soft-Touch-Griff?

Unser Testsieger: Braun Multiquick 9 - Das Allroundtalent

Wow! Dieses Gerät hat uns rundum begeistert! Mit seinen 1.000 Watt püriert der „Multiquick 9“ von Braun nicht nur grüne Smoothies und Gemüsesuppe sehr schnell und sehr fein. Er kann, im Gegensatz zu anderen Stabmixern, auch Hartes zerkleinern. Zum Beispiel Nüsse für den Kuchenteig oder gefrorene Beeren für ein schnelles Sorbet. Du musst nicht viel Kraft einsetzen, denn der Mixfuß ist flexibel. Bei leichtem Druck bewegen sich die Messerklingen von allein ein Stück nach unten. Dabei erwischen sie auch kleine Stücke am Boden des Püriergefäßes.

Die Geschwindigkeitsregelung finden wir äußerst praktisch, sie ist bei Pürierstäben recht neu: Je stärker du die Taste vorne betätigst, desto größer ist die Power. Die Ergonomie ist top: Der mit Silikon ummantelte Motorblock liegt perfekt in der Hand, und die stufenlose Geschwindigkeitstaste befindet sich dabei bequem unten dem Zeigefinger. Der Mixfuß lässt sich bequem aufstecken oder per Knopfdruck abziehen. Wenn du mal Sahne oder Eischnee schlagen willst - kein Problem – ein Schneebesenaufsatz ist dabei. Du hast damit noch nicht genug Zubehör? Ein Zerkleinerer oder Kartoffelstampfer-Aufsatz lassen sich als Erweiterungszubehör nachkaufen.

Braun Multiquick 9 mit Zubehör

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Aicok HB 2230 B – Stark für wenig Geld

Nur halb so teuer wie unser Testsieger ist der Stabmixer von Aicok, einer Firma mit Hauptsitz in China. Er püriert zwar nicht so schnell und nicht ganz so fein wie der Braun, aber wir sind äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Die Pürierleistung ist schließlich das Wichtigste beim Stabmixer. Weniger überzeugt hat uns die Handhabung: Die beiden Tasten für Normalbetrieb und Turbo sind etwas schwierig zu betätigen und das Geschwindigkeitsrad oben am Griff kann man unmöglich mit einer Hand bedienen. Das Gerät gibt es nur im Set mit Schneebesen-Aufsatz, Mixbecher und Zerkleinerer für Nüsse, Kräuter et cetera zu kaufen. Bei so viel Zubehör ist der Preis wirklich günstig.

Die weiteren getesteten Pürierstäbe im Überblick

Wir haben außer dem Testsieger und dem Preissieger noch acht weitere Pürierstäbe getestet. Auch hier sind interessante Mixstäbe dabei.

Philips HR 1670/90 Speed Touch – Power durch Intuition

Es ist eine Freude den „Speed Touch“ anzufassen - er liegt super in der Hand. Wie unser Testsieger hat dieser Pürierstab von Philips eine einzige Taste zur Geschwindigkeitsregelung, die sich beim Pürieren perfekt unter dem Zeigefinger befindet: Je stärker du darauf drückst, desto kraftvoller mixt er – ganz intuitiv. Allerdings „knirscht“ der Schalter leicht. Auch der eigentlich praktische Steckverschluss zwischen Motorblock und Mixfuß funktioniert etwas holprig. Und die Pürierleistung? Na ja! Bei grünen Smoothies werden die Blattfasern vom Spinat nicht gut zerkleinert, aber Suppe geht ganz gut. Die Gebrauchsanweisung ist übrigens mühsamer zu lesen, als die von alle anderen Testmodellen. Man muss sie auseinanderfalten, wie eine große Landkarte.

Kenwood kMix HDX 750 WH – Schnell und lebt auf großem Fuß

Ein großer Topf voll Suppe ist für den „kMix“ von Kenwood kein Problem. Er hat einen größeren Mixfuß als seine Konkurrenten und damit zerkleinert er auch größere Mengen im Nu. Cremesuppe gerät damit schön sämig. In den Kategorien Ergonomie und Handhabung hat er uns nicht so überzeugt. Um den Drehverschluss zwischen Mixfuß und Motorblock zu öffnen und zu schließen braucht man richtig Kraft. Bei feuchten oder gar fettigen Händen wird es noch schwieriger.

Schade auch, dass er hat keine Turbotaste hat. Denn das Rad oben, um die Geschwindigkeitsstufen einzustellen, lässt sich mit den Fingern der Arbeitshand schlecht erreichen. Und noch eins solltest du wissen, falls du dir dieses Gerät kaufen möchtest: Es ist mit 950 Gramm das schwerste Modell in unserem Test. Einerseits ist das unhandlich, aber beim Pürieren hat Gewicht auch einen Vorteil. Es drückt naturgemäß nach unten, so musst du selbst weniger Kraft anwenden.

Siemens MQ5B150N - Preiswert für begrenzten Einsatz

Wenn du nur ab und an mal einen Pürierstab benutzt und nicht viel Geld ausgeben willst, liegst du mit dem „Siemens MQ5B150N“ genau richtig. Er hat nur eine einzige Geschwindigkeitsstufe, mit der du gleich die gesamte verfügbare Power von 300 Watt aktivierst. Das ist nicht viel, aber es reicht, um Saucen und Milkshakes zu pürieren. Auch Suppen aus weich gekochtem Gemüse und Babynahrung gelingen, allerdings nur in kleinen Mengen. Für ein befriedigendes Ergebnis, muss etwas länger püriert werden. Der Mixfuß besteht aus Kunststoff, deshalb sollte er keinen kochend heißen Topfboden berühren. Saucen und Suppe also vorher umfüllen. Der Siemens Stabmixer ist das Leichtgewicht unter unseren Testgeräten, denn er wiegt nur 500 Gramm. Das macht ihn sehr handlich.

Siemens MQ5B150N Stabmixer mit Mixbecher

Klingen des Siemens Stabmixers

Schön griffig: Der Bosch MSM 66110

Er hat ganz unkompliziert nur zwei Stufen, die sich bequem bedienen lassen: Normal und Turbo. Mit seinen 600 Watt gelingen dem Bosch Stabmixer Gemüsesuppe gut. Auch Smoothies kann er – allerdings besser ohne Grünzeug wie Spinat und Salat. Aber das mag ja auch nicht jeder. Insgesamt ein solides Gerät in der mittleren Preisklasse, mit dem sich gut arbeiten lässt. Uns haben der ergonomisch geformte, Soft-Touch-Griff und der auf Knopfdruck schnell abnehmbare Mixfuß gut gefallen.

Moulinex Infiniy Force Deluxe – Überraschender Spritzschutz

Die meisten Pürierstäbe spritzen, vor allem, wenn sie Schlitze im Mixfuß haben. Nicht so dieser Pürierstab von Moulinex. Seine Schlitze sind so konzipiert, dass die Flüssigkeit beim Pürieren schräg nach unten in den Behälter strömt statt seitlich raus. Auch sonst können wir gut mit ihm arbeiten: Angenehmer Griff, selbst das Geschwindigkeitsrädchen oben lässt sich mit der Arbeitshand drehen – vorausgesetzt man hat bewegliche Finger. Auch mit der Pürierleistung sind wir sehr zufrieden. Das Gerät gibt es ausschließlich im Set mit zwei Mixbechern, Schneebesen- und Mayonnaisenaufsatz sowie Zerkleinerer.

ESGE G 200 Gastro - Zauberstab für große Töpfe

Obwohl der „ESGE Zauberstab“ nur 200 Watt hat, ist er ein wahres Suppentalent. Das liegt an seiner enorm hohen Umdrehungszahl von 17.000 Umdrehungen pro Minute. Der Klassiker aus der Schweiz arbeitet auch in großen Töpfen gut und püriert bis zu 20 Liter. Einfach eintauchen und rühren! Dabei kannst du bis zu 29 Zentimeter tief gehen. Denn Mixfuß und Motorblock sind fest miteinander verbunden, es kann also keine Flüssigkeit eindringen. Durch diese kompakte Konstruktion wird der ESGE Zauberstab allerdings auch etwas unhandlich. Er lässt sich nicht bequem halten und zum Reinigen muss der ganze Stabmixer zum Wasserhahn gebracht werden. Äußerst praktisch finden wir hingegen das Spiralkabel, das sonst keiner der Pürierstäbe aufweist. Es erlaubt 150 Zentimeter Spielraum bei der Arbeit, schnurrt danach wieder auf 60 Zentimeter zusammen. Als Zubehör sind eine Schlag- und eine Quirlscheibe für Sahne, Eischnee, Cremes und Saucen dabei.

Aigostar Speedy 30 JIL - Power für wenige Sekunden

Als maximale Betriebsdauer ist in der Gebrauchsanweisung „weniger als 30 Sekunden“ angegeben. Dann braucht der Motor laut Hersteller 3 Minuten Ruhe, da er ansonsten wohl überhitzt. Das haben wir jedoch lieber nicht ausprobiert. In dieser kurzen Zeit kann man natürlich nur kleine Mengen pürieren oder schnell mal zwei Portionen Bananen-Milkshake mixen. Der Mixfuß sieht identisch aus wie der von unserem WMF-Gerät. Der Stab selbst ist aber unhandlicher und nicht ergonomisch geformt.

WMF Kult S - Schlicht und solide

Der „Kult S“ von WMF ist ein alltagstauglicher Stabmixer, der Suppe zwar nicht sehr cremig püriert, aber vielleicht stören dich ja die kleinen Stückchen nicht. Der Mixfuß samt Messern ist identisch mit dem von Aigostar, jedoch wirkt der WMF insgesamt wesentlich solider, lässt sich besser anfassen, bedienen und zusammenschrauben. Hier ist kein Mixbecher mit im Karton, das macht jedoch gar nichts. Denn in der Regel sind die Küchenschränke schon voll von Bechern und Schüsseln. 

WMF Kult S Stabmixer

So haben wir die Stabmixer getestet

  • Die Pürierleistung unserer 10 Stabmixer haben wir an Bananenmilchmix, gekochter Gemüsesuppe und grünem Smoothie ausprobiert. Bananenmilch klappte bei allen Geräten wunderbar. Die Suppe aus Kartoffeln, Möhren, Lauch und Sellerie konnten immerhin einige Geräte sehr gut cremig pürieren. Große Unterschiede gab es beim grünen Smoothie aus Apfel-, Birnen, Kiwi-, Bananenstücken, Spinat und Apfelsaft. Nur dem Multiquick 9 von Braun, unserem Testsieger, ist er hervorragend fein und cremig gelungen.
     
  • Die Ergonomie haben wir anhand des Motorblocks beurteilt. Ist er griffig geformt und schmiegt sich bei der Arbeit richtig schön in die Hand, gab es Pluspunkte. Ideal ist eine Silikonoberfläche. Dann rutschst du selbst mit feuchten oder fettigen Händen nicht ab. Braun, Bosch, Moulinex und Philips ragen da heraus.
     
  • Mit einer Hand sollte ein Pürierstab zu bedienen sein. Aber bei dem Versuch haben wir uns manchmal die Finger verrenkt. Nämlich dann, wenn es oben ein schwer zu erreichendes Drehrad für die Geschwindigkeitsstufen gibt, wie zum Beispiel bei den Geräten von Aicok und Kenwood. Es geht auch bequemer: Gut bewertet haben wir die intuitive, stufenlose Regelung über eine einzige Geschwindigkeitstaste beim Braun Multiquick 9 und Philips Speed Touch.
     
  • Zusammenbau: Auch im Verschluss unterscheiden sich Stabmixer. Praktisch, wenn du den Mixfuß einfach auf den Motorblock klicken kannst, wie beim Bosch oder Braun. Per Knopfdruck lässt er sich genauso einfach wieder lösen. Ungünstiger finden wir Drehverschlüsse, da musst du immer etwas rumprobieren. Besonders schwierig war das beim kMix von Kenwood, wie du in unserem Testvideo siehst.
     
  • Für die Reinigung haben wir uns natürlich auch interessiert, diese gestaltet sich bei allen Geräten einfach: Spülbürste und Wasser reichen eigentlich aus. Pluspunkte gab es dennoch für einen spülmaschinenfesten Mixfuß.

Was du beim Kauf eines Pürierstabes beachten solltest

Leistung: Geräte ab 800 Watt aufwärts haben mehr Power und pürieren in der Regel feiner als schwächere Modelle mit nur 300 oder 500 Watt. Für den häufigeren Einsatz sind die Kraftvollen besser geeignet.

Metall oder Kunststoff? Möchtest du oft Cremesuppe zubereiten? Dann nimm auf jeden Fall einen Pürierstab mit einem Mixfuß aus Metall. Der darf ruhig den heißen Topfboden berühren – im Gegensatz zu Kunststoff.

Zubehör: Überlege dir vor dem Kauf, ob du Zubehörteile brauchst. Wenn ja, nimm gleich ein komplettes Set mit Zerkleinerer und Schneebesen. Das ist preiswerter, als wenn du später Zubehörteile einzeln nachkaufst, was grundsätzlich bei vielen Geräten möglich ist.

Wenn du aber wirklich nur einen Pürierstab brauchst, verschwendest du mit einem Set unnötig Geld und Platz im Küchenschrank.

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