7 Wäscheschirme getestet

Gepflegte Wäsche dankt es dir durch gutes Aussehen und lange Lebensdauer. Dass man nicht nur beim Waschen sondern auch beim Trocknen etwas für die Umwelt tun kann, ist den meisten Menschen gar nicht bewusst. Denn wenn das Wetter es zulässt, kannst du Kleid, Bluse oder Bettwäsche auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten draußen mit der Wäschespinne sanft trocknen. Das spart den Strom für den Trockner und bringt so ganz nebenbei auch noch natürliche Frische in deine Wäsche. Auch das Bügeln mit dem Bügeleisen oder der Dampfbügelstation wird leichter.

Eine Wäschespinne – auch Wäscheschirm genannt - bietet dir Platz für viele Wäscheladungen und perfekte Bedingungen fürs Trocknen. Wir haben bei unserem Wäschespinnen Test darauf geachtet, dass die Wäsche sicher und frei im Wind flattern kann. Außerdem sollst du dich nicht unnötig bücken oder strecken müssen. Auch der Auf- und Abbau der Wäschespinne sollte komfortabel sein.

In diesen Kategorien testen wir die Wäschespinnen

  • Qualität: Wir überprüfen Bodenhülse, Standrohre, Teleskop-Verstellung, Tragarme und die Leinen der Wäschespinnen sowohl nach den technischen Angaben als auch händisch und durch Inaugenscheinnahme.
  • Bedienkomfort: Hier probieren wir aus, wie du als Nutzer die Wäschespinne aufbauen und die Leine spannen kannst. Pluspunkte gibt es, wenn sie höhenverstellbar ist.
  • Praktischer Einsatz: Wir hängen jede Menge Wäsche auf und lassen sie trocknen. Bis zu fünf Waschmaschinenladungen pro Wäschespinne. So überprüfen wir die Funktionen im praktischen Einsatz.

Alle Wäschespinnen im Test

Leifheit Linoprotect 400 – Testsieger Wäschespinne

Die wichtigste Besonderheit der Leifheit Wäschespinne „Linoprotect 400“ ist ihr ZeltdachÜber ein Bändchen kannst du mit leichtem Zug das Dach hochfahren und die Wäsche und Leinen sind vor Regen, bleichenden UV-StrahlenSchmutz und Staubgeschützt. Welche Vorteile dieses Modell noch zum Testsieger machen, erfährst du im Einzelbericht zur Leifheit Wäschespinne Linoprotect 400.

Brabantia Lift-O-Matic – Preis-Leistungs-Sieger

Die Brabantia Wäschespinne „Lift-O-Matic“ gefällt uns durch ihren einfachen und anwenderfreundlichen Aufbau. Hier stecken keine unnötigen Gimmicks drin, die Wäschespinne ist reduziert auf die Funktion. Dadurch erreicht Brabantia einen Preis, der erheblich unter dem der übrigen Wäschespinnen im Test liegt. Über das Liftomatic-System lässt sich diese Wäschespinne stufenlos auf ihre ideale Arbeitshöhe einstellen. In der tiefen Position lässt sich Wäsche, die nicht hängen soll, wie zum Beispiel Pullover und Kissenbequem ablegen

Durch die Befestigung der Tragarme an zwei Kunststoffringen, die frei um die Verstellmechanik positioniert sind, dreht sich die Wäsche völlig selbstständig im Wind oder lässt sich sehr leicht in die Sonnenrichtung drehen. Die Verstellmechanik zur Höhenverstellung durch einfachen Daumendruck dient ebenso zum Spannen der Leine. Weitere mechanische Funktionen sind bei dieser Wäschespinne nicht vorgesehen.

Der Schutz der Brabantia Wäschespinne Lift-O-Matic erfolgt durch eine schlichte grüne Kunststoffhülle, die sich dankenswerterweise komplett durch einen Reisverschluss öffnen und schließen lässt. Deshalb brauchst du dich nicht zu verrenken und kannst sie einfach über die Spitze zu legen und den Reißverschluss zu ziehen.

Zusammen mit dem im Vergleich günstigsten Preis in unserem Wäschespinnen Test holt sich die Brabantia souverän den Titel Preis-Leistungs-Sieger.

Die Wäschespinne von Brabantia im Test 

Juwel Novaplus Evolution Lift - Innovationssieger

Drei Alleinstellungsmerkmale sind ausschlaggebend für die Beurteilung der Juwel Wäschespinne „Novaplus Evolution Lift”: Die Gasfeder für den Handhebel, die Schutzhülle und die Eindrehbodenhülse. Besonders überzeugt uns die Gasfeder, die beim Aufspannen oder Schließen den Handhebel unterstützt. Aber auch die Bodenhülse und die beinahe automatische Schutzhülle finden wir genial. Alle Infos findest du im ausführlichen Testbericht zur Juwel Wäschespinne Novaplus Evolution Lift.

Vier weitere Wäschespinnen schlagen sich wacker im Test

Vielleicht kennst du das auch noch von früher? Bei Oma und Opa im Garten gab es drei dicke Eisenpfähle mit Kragarmen und gebogenen Haken. Und wenn die Wäsche feucht und schwer war, hingen die Seile schon nach kurzer Zeit wieder durch. Das passiert dir bei keiner der von uns getesteten Wäschespinnen. Gespannte Seile stehen dir, je nach Ausführung, in reichlicher Menge zur Verfügung. Bis zu 60 Meter sind möglich.

Leifheit Linomatic 600 Plus: Nahezu perfekt

Die Leifheit Wäschespinne „Linomatic 600 Plus“ ist ein Spitzenprodukt im Bereich der Wäschepflege. Höhenverstellung, Griffe, Hebel und die Art des Spannens der Leine gehören zum Besten, was der Markt bietet. Durch die integrierte Nachspann-Technik musst du einfach nur den Hebel am Gleitgelenk umlegen und schon sind die Leinen jederzeit straff gespannt. Außerdem sind die Leinen der Linomatic durch Abdeckungen an den Tragarmen komplett rundherum schmutzgeschützt.

Durch die Leinenautomatik zieht die Leifheit beim Schließen die Leinen automatisch ein. So liegen sie geschützt in den Tragarmen. Beim nächsten Gebrauch spannen sie sich automatisch wieder auf. Ein am Tragarm angebrachter Griff ermöglicht das einfache und bequeme Öffnen sowie Schließen des Wäscheschirms im Stehen und ohne Kraftanstrengung. Hier würden wir uns einen zweiten Griff wünschen, das wäre optimal.

Die Höhe der Leinen lässt sich bei der Leifheit Linomatic in zehn Stufen von 1,09 bis 1,75 Meter einstellen. Damit kannst du selbst die äußeren, hoch liegenden Leinen in eine angenehme und komfortable Arbeitshöhe bringen. Auch sehr gut: An jedem Tragarm der Leifheit Linomatic gibt es zwei Bügelhalter zum faltenfreien Trocknen von acht Hemden, Blusen oder Jacken auf Kleiderbügeln.

Die Wäschespinne Leifheit Linomatic beim Aufspannen

Juwel Novaplus 600 Lift – die Einhand-Spinne

Was die Juwel Wäschespinne „Novaplus 600 Lift“ besonders von Wettbewerbsprodukten unterscheidet, ist die revolutionäre Einhand-Automatik. Mit ihr kannst du ohne Kraftaufwand einfach über einen Hebel die Novaplus 600 Lift aufspannen oder schließen.

Patentierte Leinenklemmen sorgen dabei für stets gespannte Wäscheleinen. Die Wäschespinne lässt sich zusätzlich für eine optimale Arbeitshöhe stufenlos verstellen.

Hilfreich sind dabei auch die Doppelkasten-Profilarme und das stabile Alu-Standrohr, das steckt wackelfrei in einer Eindrehbodenhülse. Die Bodenhülse sieht aus wie eine große gelbe Schraube und lässt sich mit einer Einschraubhilfe in den Grasboden eindrehen. Dabei musst du aber aufpassen: Ist der Boden zu weich, geht das Eindrehen der Bodenhülse einfach. Dann kommt die Novaplus aber leicht ins Wackeln. Ist der Boden fest, geht das Eindrehen schwer. Hast du es geschafft, bleibt sie aber fest im Boden. Am sichersten ist auch hier das Einbetonieren.

Was wir zunächst als Gag angesehen haben, erweist sich im Einsatz als praktisches Detail: Die automatische Schutzhülle. Ist die Wäschespinne geöffnet, verbirgt sich die Schutzhülle am oberen Ende unter einem kleinen grünen Deckel. Wenn du an den beiden seitlich herabhängenden Perlenschnüren ziehst, stülpt sich die Schutzhülle sehr leicht über den zusammengeklappten Schirm. Am unteren Rand gibt es auf jeder Seite eine Nut, in der du die Schnüre einspannen kannst. Echt pfiffig.

Praktisch: An den Tragarmenden gibt es acht Kleiderbügelhalterungen für Hemden, Blusen oder Jacken.

Die Wäschespinne Juwel Novaplus Lift beim Aufbau 

Blome Duomatic 60M: Fahnenmast im Wind

Im geschlossenen Zustand wirkt die Wäschespinne „Blome Duomatic“ wie ein schicker Fahnenmast. Du ziehst an dem unten heraus hängenden roten Griff und behutsam zieht sie sich nach oben und öffnet die wetterfeste Schale. Aber aufgepasst: Einerseits sollst du die daran hängende Leine waagerecht herausziehen, andererseits verrenkst du dir in dieser Position den Rücken. Versuchst du es im Stehen und ziehst die Leine schräg nach oben, geht das Öffnen richtig schwer. Hast du es aber erst einmal über einen bestimmten Druckpunkt hinweg geschafft, steht die Blome Duomatic perfekt im Wind

Die Leinen zieht die Blome Wäschspinne auf Kunststoffgleitern ein, die in den vier Aluminium-Tragarmen laufen. Dadurch kann nichts rosten und die Automatik sollte auch nach Jahren einwandfrei funktionieren. 

Die Wäschespinne Blome Duomatic in geöffnetem Zustand

Blome Primera Servo: Schwer zu entriegeln

Die Blome Wäschespinne „Primera Servo“ hat nicht wie ihre Schwester einen komfortablen Kasten drum herum. Stattdessen muss sie, trotz ihres höheren Preises, mit einer billigen Plastikhülle auskommen. Deren Reißverschluss geht auch nur bis zur Mitte, wodurch du dich als normal gewachsener Mensch beim Überziehen immer auf die Zehenspitzen stellen und dabei verrenken musst. 

Die Primera Servo macht ihrem Namen alle Ehre. Hast du sie mit Hilfe des Zugseils und der Servo-Unterstützung aufgerichtet, sind die 60 Meter Leine gut nutzbar. Mithilfe der nicht unbedingt einfach zu erreichende Verriegelungshebel kannst du eine Reihe unterschiedlicher Arbeitshöhen einstellen. 

Die Wäschespinne Blome Primera Servo geöffnet

So testen wir die Wäschespinnen

Die Standrohre schieben wir in die jeweilige Bodenhülse und fixieren sie. Als erste Tat geht es darum, die Spinne schnell und einfach zu öffnen. Hier gibt es individuelle Unterschiede, die wir miteinander vergleichen und deren Vor- und Nachteile wir gegenüberstellen. Die Hebel-Technik bei Juwel finden wir beispielsweise besser als die Seilzugtechnik von Blome. Sind die Spinnen aufgespannt, gilt es, die Höhen-Verstellbereiche auszutesten. Dabei müssen wir den Verstell Mechanismus erreichen können, ohne dass wir mit dem Hals zwischen den Seilen hängen bleiben. 

Ist die Arbeitshöhe erreicht, hängen wir einige Wäscheladungen auf die Leinen. Dabei ist es nicht wichtig, wie sich die Wäschestücke aufhängen lassen. Denn das ist bei Hemden, Bettlaken, T-Shirts oder Pullovern jeweils unterschiedlich. Wir überprüfen im praktischen Einsatz jedoch, wie gut sich die Wäschespinnen bedienen lassen.

Wie viele Wäscheladungen auf eine Spinne passen, ist für uns nicht entscheidend. Die Testkandidaten im Vergleich haben unterschiedliche Leinenlängen. Meistens bieten die Hersteller ihre Modelle in mehreren Längen an. Du kannst also deine für dich passende Länge auswählen, sobald du das passende Modell für dich gefunden hast.

Was du bei Wäschespinnen beachten solltest

Die Bodenhülse der Wäschespinne braucht einen festen Stand. Den erreichst du mit einem Betonfundament. Und darin sollte die Hülse durch Krallen oder ähnliches fest verankert sein. In der Bodenhülse muss das Standrohr der Wäschespinne genügend tief eingebracht werden können. Das erhöht die Standfestigkeit. Das Befestigen funktioniert bei allen getesteten Wäschespinnen ähnlich gut.

Die Gesamthöhe des Standrohrs oder der Wäschespinne insgesamt sollte deiner Körpergröße entsprechen. Wähle lieber eine Nummer kleiner, sonst musst du immer auf Zehenspitzen arbeiten. Ebenso sieht es mit der Möglichkeit aus, die Wäschespinne tiefer einzustellen, wie zum Beispiel bei der Brabantia. Dadurch kannst du zum Beispiel Kissen oder Pullover einfach drauflegen

Achte darauf, dass sich die Tragarme frei drehen lassen. Nur so kann sich deine Wäsche schön im Wind bewegen. Das funktioniert bei allen Wäschespinnen in diesem Test. Pass die Leinenlänge auf deinen Bedarf an. Kleine Familien kommen mit 40 Metern aus, große brauchen sicherlich 60 Meter. Uns gefallen Wäschespinnen, die eine feste Hülle haben. Darunter sind Tragarme und Leine am besten geschützt. Allerdings sollten sich die Hüllen leicht öffnen und schließen lassen, so wie bei der Leifheit Linomatic 600 Plus.

Wichtige Fragen und Antworten