Kurz und klein – 11 Zerkleinerer im Praxistest

Zerkleinerer, hin und wieder auch als Multi-Zerkleinerer bezeichnet, sind praktische Küchenhelfer, die dir lästige Schneidearbeit von Obst, Gemüse und anderen Zutaten abnehmen. Die Geräte sind natürlich kein vollwertiger Ersatz für eine Küchenmaschine. Dafür sind sie jedoch in der Regel kompakter, schneller aufgebaut und gereinigt sowie deutlich günstiger in der Anschaffung. Im Test haben wir überprüft: Wie sind die Geräte verarbeitet, wie schnell einsatzbereit und wie einfach sind sie zu reinigen. Wichtige Kriterien sind außerdem die Motorleistung der Antriebseinheit und die Qualität der Klingen.

Bei der Küchenarbeit mit einem elektrischen Zerkleinerer hast du, unabhängig vom Modell, zwei Möglichkeiten Zutaten zu zerkleinern. Mit kurzen Intervallen häckselst du Zwiebeln & Co. in gröbere Stücke. Dieses Intervall-Häckseln bezeichnet man auch als „pulsen“. Soll es richtig fein werden, bleibst du einfach länger auf dem Auslöser des Gerätes, dann „powerst“ du. Letztendlich haben wir im GuteWahl.de Test natürlich einen Blick auf das Preisschild geworfen. Die von uns getestet Zerkleinerer bewegen sich in einem Preisrahmen zwischen 25 und 70 Euro.

In diesen Kategorien haben wir getestet:

  • Handhabung: Wie sind die Zerkleinerer verarbeitet? Wie schnell sind die Geräte zusammengebaut? Wie groß sind die Behälter der jeweiligen Blitzhacker
  • Leistung von Motor und Klingen: Wie erledigen die Zerkleinerer ihre Hauptaufgabe, das Zerkleinern? Dafür haben wir Zutaten mit vier unterschiedlichen Härtegraden zerkleinert: Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Blockschokolade.
  • Reinigung: Wie gut lassen sich die Geräte reinigen? Setzt sich etwas an den Messern oder in den Rillen des Deckels fest?

In unserem Video siehst du, wie wir die Zerkleinerer getestet haben

Unser Testsieger: Der Kenwood CH580

 

Der Zerkleinerer „CH580“ von Kenwood wirft in Sachen Motorleistung mächtige 500 Watt in die Waagschale. Das merkt man auch beim Häckseln: Kein anderes Gerät im GuteWahl.de Test zerkleinert die Zutaten schneller und gleichmäßiger als unser Testsieger. Der Kenwood verfügt über zwei Geschwindigkeitsstufen, die du über einen Druckschalter stufenlos bedienen kannst. Bereits die erste Stufe des CH580 zerkleinert harte Blockschokolade innerhalb weniger Sekunden in gleichmäßig große Stückchen. Bei stärkerem Druck auf den Schalter wirft das Gerät den Turbo an und das Zerkleinerungsergebnis fällt deutlich feiner aus.

Dank hochwertiger Verarbeitung sogar zum Eis crushen geeignet

Während einige Hersteller explizit darauf hinweisen, möglichst keine Eiswürfel mit dem Küchengerät zu zerkleinern, um die Klingen zu schonen, kannst du mit dem Kenwood dank seines leistungsstarken Motors auch problemlos Eis crushen. Ausgerüstet ist der CH580 mit insgesamt vier Edelstahl-Messern, bestehend aus zwei sichelförmigen Doppelklingen. Der Hersteller nennt das „Quad Blade System“. Zum gröberen Zerkleinern reichen zwei Messer. Soll es etwas feiner werden, wird einfach die zweite Doppelklinge hinzugefügt.

Die Antriebseinheit des Kenwood ist ebenso aus robustem Kunststoff gefertigt wie der 0,5-Liter-Behälter. Beides ist sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand, obwohl der CH580 nicht das kompakteste Gerät im Test ist. Komfortabel ist die Kabelhalterung an der Antriebseinheit. Damit lässt sich das Gerät nach dem Betrieb mit aufgewickeltem Kabel platzsparend verstauen.

Steht wie ein Fels in der Brandung, ist jedoch leider nicht ganz dicht

Hilfreich ist die praktische Skala am Behälter. Erstaunlicherweise verfügen nicht alle Geräte im Vergleich über eine solche Markierung. Auf der Arbeitsplatte oder dem Küchentisch steht der Testsieger wie festgeschraubt: Dank des gummierten Schüsselsockels rutscht und ruckelt auch auf glattem Untergrund nichts. Kleiner Wermutstropfen: Trotz des Bajonettverschlusses sitzt die Antriebseinheit während des Zerkleinerns nicht vollständig dicht auf dem Behälter. Deshalb solltest du bei der Zubereitung von Soßen oder Dips nur mit geringen Mengen arbeiten und die Schüssel nie bis zur 500-Milliliter-Markierung mit Flüssigkeiten befüllen! Da lässt selbst der Kenwood ein paar Federn.

Einfache Reinigung in der Spülmaschine und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Erfreulich einfach gestaltet sich die Reinigung – wie bei fast allen getesteten Geräten. Nachdem du alles kurz und klein geraspelt hast, packst du alle Teile des CH580 lässig in die Spülmaschine - abgesehen von der Antriebseinheit natürlich. Wenn du die Messer schonen willst, spül diese ebenfalls von Hand. Aber vorsichtig, die Klingen sind mördermäßig scharf. Zum Lieferumfang des Küchengerätes gehören ein Mini-Spatel sowie eine praktische Emulgierscheibe zum Mayonnaise und Sahne schlagen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns mehr als überzeugt: Für relativ kleines Geld bekommst du einen leistungsstarken und unkomplizierten Zerkleinerer.

Die günstige Alternative: Der Preis-Leistungs-Sieger Bosch MMR08A1 Universalzerkleinerer

Mit einer Leistung von 400 Watt erreicht der „Bosch MMR08A1 Universalzerkleinerer“ nicht ganz die Power des Testsiegers. Dennoch setzt er seine Leistung formidabel um und zerkleinert die Zutaten mit sehr guten Ergebnissen. Startschwierigkeiten macht dem Bosch harte Schokolade: Der Motor hat etwas zu kämpfen und das Zerkleinern dauert insgesamt etwas länger. Etwas zu groß finden wir den Abstand der beiden Edelstahlmesser zur Schüsselwand. Dieser hat zur Folge, dass das Zerkleinerungsergebnis bisweilen von größeren Stücken durchsetzt ist. Verarbeitung und Konstruktion des Universalzerkleinerers sind tadellos, das Gerät ist schnell zusammengesetzt.

Großer mikrowellengeeigneter Behälter inklusive

Die Bedienung ist unkompliziert und intuitiv: Durch einen Druck auf die charakteristische Kuppel der Antriebseinheit wird die Rotation der Messer ausgelöst. Zerkleinert wird mit einer Geschwindigkeitsstufe. Gut gefallen hat uns der 800 Milliliter große Kunststoffbehälter. Er hat eine übersichtliche Skala und ist darüber hinaus für Spülmaschine und Mikrowelle geeignet. Dank einer Gummidichtung ist der Mischbehälter auch im Betrieb mit Flüssigkeiten vollständig dicht. Störend finden wir allerdings, dass der Boden des Behälters über keine Antirutschbeschichtung verfügt. Auch eine Gummiunterlage fehlt. Das gibt Abzüge, denn auf glatten Oberflächen gerät der Bosch während des Zerkleinerns hin und wieder ins Rutschen.

Ein Pluspunkt hingegen ist die praktische Kabelaufwicklung. Damit verstaust du das Gerät platzsparend und ohne Kabelsalat. Das mitgelieferte Zubehör besteht aus einer Schlagscheibe für Sahne und Eiweiß. Auch wenn der Bosch seine kleineren Mängel mit einem günstigen Preis weitestgehend wett macht, hat es nicht ganz zum Testsieg gereicht.

Die weiteren getesteten Zerkleinerer im Überblick

Im Rennen um den Testsieg lieferten sich die Konkurrenten einen harten Schlagabtausch. So haben sich die übrigen Zerkleinerer in unserem Vergleichstest geschlagen.

 

WMF Kult X Edition – Eleganz mit Glas und Edelstahl

Klare Linien, edles Design: Der WMF Zerkleinerer spielt in Sachen Verarbeitung und Materialqualität in der obersten Liga: Die Antriebseinheit aus mattem Cromargan-Stahl ist ebenso hochwertig, wie die große 1 Liter fassende Glasschüssel. In Sachen Design und Verarbeitung beeindruckt der WMF im GuteWahl.de Test am meisten. Zusammengesetzt ist der Zerkleinerer unkompliziert und sehr schnell.

Zerkleinert werden kann mit zwei Geschwindigkeiten, die Motorleistung fällt aber mit 320 Watt vergleichsweise gering aus. Dafür ziehen wir ein Paar Punkte ab. Der Multizerkleinerer macht bei Zwiebeln und Karotten einen guten Job. Hin und wieder setzen sich jedoch größere Karotten- oder Zwiebelstücke unter der rotierenden Doppelklinge fest. Das schlägt negativ zu Buche. Nüsse und Blockschokolade zerkleinert der WMF zu grobem Granulat. Während des Zerkleinerns der Schokolade macht sich unangenehm bemerkbar, dass die Glasschale nicht gummiert ist. Das Gerät ruckt deutlich auf der glatten Küchenplatte, deshalb Vorsicht beim Einhandbetrieb. Ebenfalls ein kleines Manko ist der Kunststoffdeckel des Glasbehälters: In den Deckelmulden setzen sich immer wieder Stückchen der zerkleinerten Zutaten fest.
Fazit: Hervorragend verarbeitet aber etwas schwach auf der Brust und vergleichsweise teuer.

Moulinex AT712G Multi Moulinette – Auf der Zielgeraden abgehängt

Die kompakte „Moulinette“ liefert sich im Praxis-Vergleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Testsieger. Die Verarbeitung der Antriebseinheit und des 500 Milliliter-Behälters ist gut, wenn auch nicht erstklassig. Die zwei Geschwindigkeiten regulierst du über zwei separate Schalter an der Oberseite des Gerätes. Ausgestattet ist der Küchenhelfer mit vier Messern, die werden aber nicht gleichzeitig verwendet, sondern separat: Eine Doppelklinge für Obst, Kräuter oder Gemüse, die zweite Doppelklinge für härtere Zutaten. Cleveres Gimmick: Der Standfuß aus Gummi des Mischbehälters dient auch als dessen Deckel.

Wie der Testsieger schickt die Moulinette 500 Watt ins Rennen. Das Zerkleinerungsergebnis ist bei Zwiebeln und Karotten ausgezeichnet. Sowohl beim „pulsen“ als auch beim „powern“ erhalten wir innerhalb weniger Sekunden das gewünschte Ergebnis. Bei den Nüssen liefert die Moulinette ebenfalls ein zufriedenstellendes Ergebnis. Auf der Zielgeraden jagt der Testsieger an der Moulinette allerdings vorbei: Bei der harten Blockschokolade geht dem Moulinex Gerät die Puste aus. Der Zerkleinerer häckselt die Schokolade zwar, hat aber deutlich Schwierigkeiten auf Touren zu kommen. Da holt das Gerät nicht alles aus seinem 500 Watt Motor heraus. Das kostet ihn gemeinsam mit seinem vergleichsweise hohen Preis letztlich einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Kealive Food Chopper LB7004A – Wenn’s mal mehr sein muss

Mit seiner fast schon überdimensionierten 1,5 Liter Glasschüssel zerkleinert der „Kealive“ auch größere Mengen in einem Arbeitsgang. Das ist überaus praktisch, geht aber zu Lasten der Kompaktheit: Das Gerät benötigt deutlich mehr Platz im Küchenschrank als seine Konkurrenten im Test. Motor, Glasschüssel, Rotationsachse und Behälterdeckel sind ordentlich verarbeitet.

Die Antriebseinheit erinnert in ihrem Design und der Haptik stark an den WMF Zerkleinerer. Auch die Steuerung der beiden Geschwindigkeitsstufen gestaltet sich ähnlich. Verbaut sind vier Edelstahlmesser. Zwei Klingen wären bei dem großen Glasbehälter wohl auch einfach zu wenig. Solide 300 Watt treiben die Messer an. Die weichen Zwiebeln und Karotten zerkleinert der Kealive ordentlich. Bisweilen finden sich größere Stücke zwischen den geschnittenen Zutaten. Haselnüsse und Blockschokolade hingegen häckselt der Messerkreisel von Kealive trotz seiner vier Klingen nicht gleichmäßig. Bei den härteren Zutaten braucht das Gerät zudem einige Sekunden, um auf Touren zu kommen. Fazit: Solide, günstig, aber deutlich Luft nach oben.

LINKchef Mini Chopper FC-5140 – Der Sanftmütige mit den vier Klingen

Schick sieht er aus der „LINKchef Mini Chopper FC-5140“. Sowohl die Antriebseinheit als auch der 1 Liter große Behälter sind aus Edelstahl gefertigt. Die Verarbeitung überzeugt, einzig der Schalter zur Regelung der Geschwindigkeit, wirkt etwas „billig“. Der Küchenhelfer ist fix zusammengesetzt und sofort einsatzbereit. Laut Herstellerangaben treibt der Motor die insgesamt vier Messer mit mächtigen 600 Watt an. Im Praxistest zeigt sich aber, dass der LINKchef sein 600-Watt-Versprechen nicht ganz halten kann. Während er Zwiebeln und Karotten ohne viel Federlesens zerkleinert, liefert er bei den Nüssen und insbesondere der Schokolade eines der schlechtesten, sprich gröbsten und unregelmäßigsten Ergebnisse im GuteWahl.de Test. Der LINKchef bockt außerdem bei der Blockschokolade wie ein störrisches Wildpferd. Das gibt deutliche Abzüge – nicht nur in der B-Note.

Das Gerät zerkleinert mit vier Edelstahlmessern, die fest auf der Rotationsachse verbaut sind. Dabei ist eine der Doppelklingen horizontal, die andere diagonal angeordnet. Auf das Schnittergebnis hat diese ungewöhnliche Anordnung der Klingen jedoch keine augenscheinliche Auswirkung. Mit Blick auf Material, Verarbeitung, angegebener Leistung und seinem günstigen Preis war der LINKchef so etwas wie der Geheimfavorit unseres Tests. Allerdings konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Zum Zerkleinern von Obst, Gemüse und Kräutern eignet er sich, sobald es jedoch härter zur Sache geht, enttäuscht der LINKchef.

Grundig CH6280 White Sense – Klein und Fein

Der bemerkenswert kompakte „Grundig CH6280“ zerkleinert mit seinen vier Edelstahlmessern auf sehr hohem Niveau. Den Vergleich mit dem Testsieger muss der Hobbit unter den Mini-Zerkleinerern nicht scheuen. Wenn du nicht viel Platz im Schrank hast, kannst du bedenkenlos zum Grundig greifen. Mit seiner 450 Watt Antriebseinheit häckselt der Messerheld Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Schokolade in Sekunden. Geschreddert wird wahlweise mit zwei beziehungsweise vier Messern.

Das hochwertig verarbeitete Gehäuse ist dank vier deutlicher Markierungsmulden schnell zusammengesetzt. Bedienen lässt sich der Grundig auch einhändig. Die gummierte Unterseite des 500 Milliliter Behälters verhindert dabei Rutschpartien über den Küchentisch. Vorsicht mit Flüssigkeiten, denn das Gerät kann das Wasser nicht ganz halten. Hin und wieder setzen sich während des Zerkleinerns Zutatenstücke zwischen dem Behälter und der Antriebseinheit fest. Das und der etwas höhere Preis verhinderten letztendlich den Testsieg.

Aicok MD-8103D – Bis die Fetzen fliegen

Keine Frage, der „Aicok“ ist qualitativ gut bis sehr gut verarbeitet. Einsatzbereit ist er ebenfalls sehr schnell. Seine 1,2 Liter Schüssel aus Glas fasst bequem auch größere Mengen fürs Zerkleinern. Probleme treten da eher auf, wenn weniger gehäckselt werden soll. Eine Handvoll Nüsse flitzt schon mal länger durch den großen Behälter, ohne dass die vier rotierenden Messer sie erwischen. Ähnliches gilt für die Blockschokolade. Zwiebeln und Karotten zerkleinert der Aicok mit seinen 300 Watt mühelos, allerdings sehr unregelmäßig. Das liegt mitunter daran, dass der Abstand der Messer zur Schüsselwand deutlich zu groß ist. Nach und nach haften die Zutaten an der Glaswand und sind für die Klingen nicht mehr zu erreichen. So bleiben vermehrt große Stücke und Fetzen übrig. Der große Behälter und der günstige Anschaffungspreis reißen das Ruder für den Aicok nicht herum.

Russell Hobbs Desire Mini-Zerkleinerer – Auch für einarmige Banditen

Zutaten zerkleinern, wenn nur eine Hand frei ist? Kein Problem mit dem Russell Hobbs. Der Mini-Zerkleinerer ist explizit für den Einhandbetrieb konzipiert. Das funktioniert auch soweit ganz gut, allerdings muss der Blitzhacker sicher stehen, denn die massive halbe Liter Glasschüssel ist am Boden nicht gummiert und kann wegrutschen. Bisweilen ist das Aufsetzen der Antriebseinheit auf den Behälter etwas hakelig. Beides kostet den Russell Hobbs einige Punkte.

Der 200 Watt Motor zerkleinert die Zutaten ordentlich. Die etwas härteren Haselnüsse und die Schokolade häckselt der Küchenhelfer allerdings nicht ganz so fein. Das mag jedoch weniger an der Leistung der Antriebseinheit liegen, als am Abstand der Doppelklinge zur Schüsselwand und Schüsselboden, der ist nämlich recht großzügig bemessen. Mit seiner guten Verarbeitung macht der Russell Hobbs wiederum Punkte gut. Der Motor könnte für den verlangten Preis allerdings mehr Power haben. Für die Zwischenlagerung im Kühlschrank oder die Zubereitung in der Mikrowelle ausgesprochen nützlich: Der mitgelieferte Deckel für die Glasschüssel.

KitchenAid – Vintage-Zerkleinerer mit Schwächen

Optisch macht der KitchenAid mit seinem Retrodesign einiges her. Allerdings müht sich der 240 Watt Antrieb bei härteren Zutaten ganz schön ab. Blockschokolade zu häckseln, gelingt erst mit der höheren der beiden verfügbaren Geschwindigkeitsstufen – und auch dann stottert der Zerkleinerer gelegentlich. Zwiebeln und Karotten zerkleinert das Küchengerät jedoch ohne Probleme und ist dabei zudem angenehm leise. Dafür gibt es Pluspunkte.

Nicht gut klar kommen wir mit dem Deckel des Behälters: Die filigrane Konstruktion wirkt zerbrechlich, das Öffnen und Schließen gestaltet sich sehr fummelig. Der Schalter zum Regulieren der beiden Geschwindigkeitsstufen wirkt arg grobschlächtig. Das ist sicherlich Geschmacksache aber elegant ist anders.

Der großzügige Kunststoffbehälter ist mit 830 Milliliter Füllmenge, Ausgießer und Griff durchaus komfortabel. Allerdings lassen sich Soßen und Dressings nur bedingt zubereiten, da der KitchenAid nicht dicht ist. Durch den Ausgießer können beim Mischen von Soßen oder Salatdressing Flüssigkeiten auslaufen. Sehr praktisch ist die Kabelaufwicklung des Gerätes, auch wenn uns das Kabel insgesamt etwas zu kurz ist. Schlucken mussten wir beim Preis: Der KitchenAid ist deutlich zu teuer - Vintage-Design hin oder her.

Philips HR7605/10 Comfort – Die Miniküchenmaschine

Dass ein elektrischer Multizerkleinerer kein vollwertiger Ersatz für eine Küchenmaschine ist, ändert auch der „Philips HR7605“ nicht. Die „Miniküchenmaschine“ benötigt mit ihrem 2,1 Liter Kunststoffbehälter mehr Platz als die meisten Konkurrenten im GuteWahl.de Test. Die Verarbeitung der Bauteile überzeugt. Auch die 350 Watt Leistung des Motors setzt das Gerät hervorragend um und kann mit den leistungsstärkeren Maschinen locker mithalten.

Sehr gut gefällt uns die Steuerung über den Drehregler auf der Antriebseinheit. Das Zerkleinerungsergebnis von Zwiebeln und Karotten ist gut. Während des Zerkleinerns von Nüssen zeigt sich erneut, dass bei kleineren Mengen große Behälter weniger effizient sind: Es dauert dann länger, bis die Klingen die Nüsse erwischen. Mit der harten Blockschokolade kommt das Küchengerät nicht so souverän wie seine Konkurrenten zurecht. Der Antrieb stottert deutlich.

Punktabzug gibt es für das umständliche Aufsetzen der Motoreinheit auf den Behälter und das Schließen des Behälters. Das mag zwar mit der Zeit in Fleisch und Blut übergehen, aber für gelegentliche Arbeiten birgt das hohes Frustpotenzial. Positiv ist das umfangreiche Zubehör. Neben Aufsätzen zum Reiben und Hobeln liegt dem Küchengerät eine Emulgierscheibe zur Zubereitung von Schlagsahne und Mayonnaise bei. Abschließend halten wir fest: Der Philips kann viel, überzeugt aber nicht bei allem und ist uns zu teuer.

So haben wir die Zerkleinerer getestet

Um die Leistung der elektrischen Zerkleinerer zu beurteilen, haben wir mit jedem der 11 Messerhelden jeweils die gleiche Menge Zutaten mit unterschiedlichen Härtegraden gehäckselt: Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Blockschokolade. Die Zutaten haben wir vorher, wie von den Herstellern empfohlen, in etwa zwei mal zwei Zentimeter große Stücke geschnitten und die Zwiebeln geviertelt. Zerkleinert haben wir zum einen mit der „Pulse“-Funktion, also in kurzen Intervallen, um die Zutaten nur grob zu raspeln. Außerdem verwendeten wir die Geräte mehrere Sekunden lang im Dauerbetrieb („Powern“), um ein feineres Ergebnis zu erzielen.

Gereinigt haben wir jedes Gerät sowohl von Hand als auch in der Spülmaschine. Die Qualität von Verarbeitung und Material haben wir durch wiederholten Einsatz jedes Zerkleinerers im alltäglichen Küchengebrauch begutachtet.

Um die Dichtigkeit zu prüfen, befüllten wir die Behälter bis zur angegebenen Maximal-Füllmenge mit Wasser. Zwar weisen mehrere Hersteller in der Gebrauchsanweisung explizit daraufhin, die Behälter nicht vollständig zu füllen. Rebellen, die wir sind, haben wir aber genau das getan. Denn wer weiß, ob wir nicht irgendwann mal ein Salatdressing, ein Glas Bananenmilch oder eine Soße mit dem Zerkleinerer zaubern möchten?

Die Klingen deines Zerkleinerers solltest du unter klarem Wasser vorsichtig abspülen

Darauf solltest du beim Kauf eines Zerkleinerers achten

Zunächst solltest du dich fragen, wozu genau du den Zerkleinerer verwenden möchtest. Planst du zum Beispiel, Pesto oder Babybrei selber zu machen, dann benötigst du ein besonders feines Zerkleinerungsergebnis. Das erreichst du am besten mit einem leistungsstarken Motor. Ein 500-Watt-Antrieb sollte dir gute Dienste leisten. Je höher die Leistung des Antriebs, desto besser kommt das Gerät meist auch mit härteren Zutaten zurecht. Aber bei weitem nicht alle selbsternannten Powerpakete eignen sich auch zum Eis-Crushen - wie unser Test zeigt.

Die Anzahl der Messer ist gar nicht mal so entscheidend. Oft wird einem Zerkleinerer mit vier rotierenden Klingen ein gleichmäßigeres Schnittbild zugeschrieben. Das können wir im Test nicht bestätigen. Im Gegenteil: Einige Küchenhelfer mit vier Messern schnibbelten unregelmäßiger als Konkurrenten mit nur zwei Klingen. Auch die Anordnung der Klingen ist zu vernachlässigen. Das Material der Messer allerdings nicht! Edelstahl ist das Nonplusultra.

Bei der Größe des Behälters kann weniger durchaus mehr sein. Im Test kommen wir mit Schüsseln im Bereich zwischen 500 und 800 Milliliter prima zurecht. Das ist für den Küchenalltag vollkommen ausreichend. Wenn es mal mehr Zutaten sind, musst du eben mehrere Durchgänge machen. Es hat sich sogar gezeigt, dass die Zutaten in großen Behältern länger herumschleudern, bis sie von den Edelstahlklingen getroffen werden. Zudem ist das Ergebnis des Zerkleinerns in großen Schüsseln ungleichmäßiger.

Wichtiger als die Behältergröße ist da schon ein geringer Abstand der rotierenden Messer zur Behälterwand. So erreichen die Klingen die Zutaten auch dann noch, wenn sich das zerkleinerte Material mal außen festsetzt. Auch der Abstand zwischen Messern und dem Boden der Zerkleinerer-Schüssel sollte nicht zu groß sein.

Häufige Fragen zu Zerkleinerern