Der Unold Brotbackautomat „Backmeister Edel 68456“ muss sich dem Testsieger knapp geschlagen geben. Das liegt vor allem am nicht ganz perfekten Backergebnis. Dafür punktet die Maschine mit einem sehr edlen Edelstahl Design, einer kinderleichten Bedienung und der besten Beschichtung der Backform im Vergleich.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Unold Backautomaten

Der Brotbackautomat von Unold in der Gesamtansicht
Der Brotbackautomat von Unold in der Gesamtansicht

+ Design
+ Qualität
+ Bedienung
+ Beschichtung der Backform

- Backergebnis
- Zubehör

Unold Backmeister Edel – Verarbeitung und Design top

Der Name „Backmeister Edel“ ist beim Unold Brotbackautomaten tatsächlich Programm. Das Design finden wir sehr schick. Edelstahl kommt nicht nur beim Basisgerät, sondern fast überall außen zum Einsatz – auch bei Deckel, Griff und Schaltern.

Zudem erscheint uns die Verarbeitung sehr hochwertig. Das macht sich besonders bei der Backform bemerkbar. Die ist mit dem Keramik-Gemisch „FUSION Sol-Gel“ des Unternehmens Whitford beschichtet. Die Antihaft-Versiegelung ist kratzfest und lässt sich sehr leicht reinigen.

Die Keramikbeschichtung der Backform ist ausgezeichnet

16 verschiedene Programme

Beim Unold Brotbackautomaten stehen dir 16 verschiedene Programme zur Verfügung. Damit kann das Gerät zwar nicht mit dem Testsieger von Panasonic mithalten, belegt bei der Programmanzahl aber immerhin den 3. Platz.

Als Brotsorten stehen dir „Basis“ für normales Brot, glutenfreies Brot und Vollkornbrot zur Verfügung. Außerdem gibt es für normales und Vollkornbrot die Geschwindigkeiten „schnell“ und „superschnell“. Des weiteren gibt es verschiedene Teigprogramme, etwa für Nudelteig und ein Programm zum Zubereiten von Konfitüre.

Eine Beonderheit beim Unold Brotbackautomaten ist, dass du zwei Programme individuell gestalten kannst. Dabei legst du die Dauer der einzelnen Arbeitsschritte fest. Hast du irgendwann dein Lieblingsbrot gefunden, aber es wird beim Backen mit den Standardprogrammen zu wenig fest oder wenig durch? Dann kannst du die Backzeit oder das Gären verlängern. Deine Einstellungen werden gespeichert, sodass du dein bewährtes Programm immer wieder verwenden kannst.

Mit dem Unold Backautomaten lässt sich gut arbeiten

Ausstattung und Zubehör beim Unold Brotbackautomat

Der Unold Brotbackautomat lässt dich zwei Brotgrößen auswählen: 750 Gramm oder 1.000 Gramm Brotgewicht. Außerdem kannst du dich zwischen drei Bräunungsstufen entscheiden. Zum Vergleich der Geräte wählen wir immer die mittlere Stufe aus. Beim Backergebnis des Unold Brotbackautomaten fällt uns auf, dass das Brot im Vergleich zu anderen Modellen dunkler wird.

Der Unold Brotbackautomat punktet mit einem Sichtfenster. Dadurch kannst du das Brot beim Kneten, Gären und Backen schön beobachten – auch wenn das Fenster gerne beschlägt. Leider fehlt eine Innenraumbeleuchtung.

Ein Feature, das du ebenfalls vermissen könntest, ist ein Rosinenfach. Zutaten, die du erst später hinzufügen möchtest, musst du also manuell hinzufügen. Den geeigneten Zeitpunkt meldet dir der Backautomat mit einem Piepsen.

Im Lieferumfang enthalten sind ein Messbecher, ein Messlöffel und Hakenspieß. Mit letzterem entfernst du den eingebackenen Knethaken, was uns im Test gut gelingt. Außerdem hat Unold dem Zubehör eine gute Bedienungsanleitung hinzugefügt, mit hilfreichen Erklärungen und einigen Rezepten

So wird das Brot mit dem Unold Brotbackautomat

Mit dem Unold Backautomaten probieren wir als erstes das vorgeschlagene Grundrezept aus: ein einfaches Weizenmischbrot. Doch leider ist das Ergebnis etwas fad. Die Kruste wird sehr fest und hart. Die Krume bleibt jedoch hell. Möglicherweise ist die Temperatur zu Beginn des Backens so hoch, dass die Kruste schnell fest wird und die Hitze das Innere des Laibs nicht mehr so gut erreicht. Je nach Rezept empfiehlt sich also die hellste Stufe beim Bräunungsgrad. Außerdem geht der Teig nicht so schön auf, das Brot ist sehr flach.

Bei späteren Versuchen mit Vollkornbrot wird das Brot weniger dunkel. Der Teig geht auch besser auf und das Brot wird schön fluffig. Jedoch ist das Brot schief. Die eine Seite ist flacher als die andere. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Teig nach dem Kneten keine runde Form erhält. Das Problem eines schiefen Brots hat der Unold Backautomat übrigens mit zwei anderen Maschinen im Test gemeinsam: Ähnlich wird das Brot bei den Brotbackautomaten von Kenwood und Morphy Richards.

Das beste Brotergebnis erreichen wir mit einer Backmischung. Die gelingt mit dem Unold Brotbackautomaten richtig gut.

Die ersten Backversuche gelingen weniger gut - die Kruste ist zu hart und dunkel

Fazit zum Unold Backmeister: Guter und günstiger Brotbackautomat

Der Brotbackautomat von Unold überzeugt besonders durch die gute Qualität und Verarbeitung. Auch das Design und die leichte Bedienung finden wir top. Die Programme sind zwar nicht für viele unterschiedliche Brotsorten gemacht, doch die wichtigsten Funktionen sind beim Unold Backmeister Edel abgedeckt. Leider finden wir das Backergebnis im Vergleich zu anderen Maschinen nicht so schön. Dafür punktet der Backmeister mit einem verhältnismäßig günstigen Preis: Etwa 100 Euro* kostet der Unold Brotbackautomat.

Alternativen zur Unold Brotbackmaschine

Du suchst einen Automaten, der mehr kann? Unser Testsieger von Panasonic bietet dir 33 verschiedene Programme, etwa für Sauerteig, Brioche oder Dinkelbrot. Ausführliche Informationen bekommst du im Einzeltest zum Panasonic SD-ZB2512.

Die Unold Maschine gefällt dir schon ganz gut, aber ein paar mehr Extras wie eine Innenraumbeleuchtung und ein Rosinenfach sind dir wichtig? Dann schau dir den Kenwood Rapid Bake an. Die Testergebnisse findest du im Brotbackautomat Vergleich.

* Alle Preise Stand Oktober 2019