Werde zum Barkeeper - 6 Cocktail-Shaker im Test

Keine Lust mehr auf klassische Longdrinks? Aber Cocktails sind in der Herstellung viel zu schwierig? Nicht wenn du den passenden Cocktail-Shaker gefunden hast. Denn der ist neben einem Barmaß oder einem Barlöffel, das absolut wichtigste. Doch das ist bei der großen Auswahl manchmal gar nicht so einfach. Wo liegen die Unterschiede und auf was muss ich achten? Für uns muss der perfekte Shaker gut in der Hand liegen, zu 100 Prozent dicht sein und uns schnell und einfach leckere Cocktails zaubern. Wir haben sechs Cocktail-Shaker im Bereich von 12 bis 50 Euro* miteinander verglichen.

Lohnt es sich ein bisschen mehr Geld zu investieren oder tut es auch ein kostengünstigeres Modell? Diese Frage wollen wir in unserem Cocktail-Shaker Test beantworten. Dazu haben wir uns folgende Kriterien angeschaut.

In diesen Kategorien testen wir

  • Qualität: Wie ist der Cocktail-Shaker von und innen verarbeitet?
  • Bedienkomfort: Hält der Coktail-Shaker dicht? Lässt er sich einfach öffnen und schließen?
  • Ergonomie: Liegt der Cocktail-Shaker gut in der Hand? Hat er einen rutschfesten Griff?
  • Design: Kann er nicht nur leckere Cocktails mixen, sondern sieht auch noch schick aus?

Unser Testsieger: WMF Boston Shaker 2-teilig

Der Cocktail-Shaker „WMF Boston Shaker 2-teilig 0613556030“ kann sich knapp den Teststieg sichern. Wie der Name schon sagt, besteht er aus zwei Teilen. Einem Cromargan-Edelstahlbecher und einem Mixglas. Besonders hervor stechen seine hochwertige Verarbeitung und sein edles Design. Der Cocktail-Shaker wird in jeder Hausbar zum optischen Highlight. Außerdem sind die Skalierungen auf dem Mixglas sehr praktisch, sodass weiteres Zubehör nicht mehr unbedingt notwendig ist. Der Cocktail-Shaker hat ein Volumen von 500 Milliliter und eine Höhe von 28 Zentimeter. Sobald der Edelstahlbecher fest auf dem Glas sitzt, ist er zu 100 Prozent dicht. Die zwei Bestandteile sind leicht zu reinigen und zudem spülmaschinengeeignet.

Der Cocktail-Shaker passt zu dir, wenn du häufig leckere Cocktails mischst. Aber auch ein Testsieger ist nicht perfekt. Der WMF Boston Shaker zählt von seinem Gewicht her nicht zu den Leichtesten und ist dadurch etwas schwieriger zu handhaben. Außerdem musst du erst lernen, wie du mit einem Boston Shaker umgehst. Doch spätestens nach ein paar Durchläufen, ist die Benutzung überhaupt kein Problem mehr.

Fazit: Ein wirklich eleganter Cocktail-Shaker, der hochwertig verarbeitet ist. Insbesondere für Cocktail-Liebhaber und Profi-Barkeeper geeignet.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Xavax Cocktail-Shaker

Unser klarer Preis-Leistungs-Sieger ist der „Xavax Cocktail-Shaker 00111550“. Für knapp 13 Euro* bekommst du einen stylischen und solide funktionierenden Cocktail-Shaker mit einem Volumen von 400 Millilitern. Er besteht aus einem Mixglas, einem integrierten Sieb, einer Verschlusskappe und einem Silikon-Ring, um kein Auslaufen zu garantieren. Der Cocktail-Shaker sieht nicht unbedingt hochwertig aus, aber überzeugt mit seiner integrierten Skalierung und Cocktailrezepten auf dem Mixglas.

Er eignet sich zur schnellen und einfachen Zubereitung von diversen Mixgetränken, ohne Vorkenntnisse. Manko bei diesem Cocktail-Shaker sind die mittelmäßige Verarbeitung und der Silikon-Ring, da er sich beim wiederholten Öffnen und Schließen löst. Dadurch hält er nicht mehr optimal dicht. Zudem liegt das Glas beim Schütteln nicht ganz rutschfest in der Hand.

Fazit: Wer kurzfristig ein paar Cocktails auf seiner Party anbieten möchte, ohne viel Geld ausgeben zu müssen, kann sich mit gutem Gewissen auf den Xavax Cocktail-Shaker 00111550 einlassen.

Alle weiteren Cocktail-Shaker im Test

Neben dem Testsieger und dem Preis-Leistungs-Sieger haben wir noch vier weitere Cocktail-Shaker getestet. Auch die restlichen Produkte haben sich im Vergleichstest gut geschlagen. Negativ mussten wir kein einziges beurteilen. Letztendlich kommt es auf deinen Design-Geschmack an und ob du regelmäßig oder nur gelegentlich ein paar Cocktails schüttelst. In welchen Punkten sich die Shaker noch unterscheiden, das verraten wir dir im weiteren Testbericht.

WMF Baric Shaker 600406610: Der Hingucker

Der „WMF Baric Shaker 600406610“ spielt sich vor allem mit seinem stylischen, schwarzen Design in den Vordergrund. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und hebt sich äußerlich am meisten von allen Cocktail-Shakern ab. Er überzeugt ebenfalls mit seiner Dichtigkeit.

Dadurch, dass das Modell sehr breit ist, kann es kaum in einer Hand gehalten werden. Zudem klemmt die Verschlusskappe ein wenig nach dem Schütteln und erschwert das Öffnen. Nach der Benutzung zeichnen sich die Fingerabdrücke stark ab.

Fazit: Der WMF Baric Shaker wird zum absoluten Hingucker auf jedem Servierwagen. Doch durch das breite Gehäuse liegt er nicht optimal in der Hand und erschwert dadurch das Shaken.

Carl Mertens 7127 1061 - Boston Shaker: Mehr Schein als Sein

Der „Carl Mertens 7127 1061 - Boston Shaker“ ist der teuerste Cocktail-Shaker im Test. Er punktet vor allem mit seiner Skala und seinen sieben Cocktail-Rezepten auf dem Glas. Auch die Qualität der Materialien des Edelstahlbechers und des Rührglases sind gut. Im Vergleich zum Boston Shaker von WMF ist er mit einem Volumen von 500 Millilitern etwas kleiner und lässt sich deutlich schwerer zusammensetzen.

Trotz mehrerer Versuche, hält der Cocktail-Shaker nicht ganz dicht und verliert Flüssigkeit. Zudem liegt er relativ schwer in der Hand und ist nicht ganz rutschfest. Im Vergleich zu den anderen Cocktail-Shakers ist hier der hohe Preis nicht gerechtfertigt.

Fazit: Der Carl Mertens Cocktail-Shaker erfüllt leider bei dem hohen Preis nicht ganz unsere Erwartungen. Immer wieder verliert er beim Schütteln trotz starkem Zusammendrücken beider Becher etwas Flüssigkeit.

Westmark Cocktail-Shaker 62832260 – Der Klassiker

Der „Westmark Cocktail-Shaker 62832260“ erinnert von seiner Optik her am meisten an einen klassischen Cocktail-Shaker. Er zählt zu den Cobbler Shakern und besteht aus einem integrierten Sieb, einer abnehmbaren Verschlusskappe und einem Becher aus rostfreiem Edelstahl. Der Cocktail-Shaker ist super einfach in der Handhabung, hält dicht und ist mit seinen knapp 300 Gramm der Leichteste unter den getesteten Cocktail-Shakern.

Durch das große Volumen von 750 Millilitern reicht er sogar für zwei Mixgetränke auf einmal. Die Verarbeitung des Gehäuses hingegen wirkt billig und nicht gut verarbeitet. Außerdem ist der Innenraum sehr rau und kratzig.

Fazit: Der Westmark Cocktail-Shaker 62832260 erfüllt seinen Zweck, lässt sich einfach bedienen und ist ein solider Cocktail-Shaker für zwischendurch. Qualitativ darfst du hier allerdings keine Wunder bei der Verarbeitung erwarten.

Zack 20120 Contas Cocktail-Shaker: Gut festhalten bitte

Bei diesem Modell überzeugt uns auf den ersten Blick seine kompakte Größe. Der Cocktail-Shaker liegt gut in der Hand, zählt ebenfalls zu den Cobbler Shakern und besteht demnach aus drei Teilen. Das Gehäuse ist aus matt gebürstetem Edelstahl und von innen und außen hochwertig und glatt verarbeitet. Nur das integrierte Sieb wirkt ein wenig billig.

Das größte Problem ergibt sich beim Shaken des Cocktails. Schon zu Beginn haben wir das Gefühl, dass sowohl das obere Gehäuse als auch die Verschlusskappe nicht richtig sitzen. Spätestens kurze Zeit bewahrheitet sich unser Verdacht und der Cocktail-Shaker geht auf. Hier gilt also zu beachten, beim Schütteln beide Teile festzuhalten.

Fazit: Eigentlich ein hochwertig verarbeiteter Cocktail-Shaker, aber leider überzeugt er nicht ganz in seiner Funktionalität. Er muss mit beiden Händen gut festgehalten werden, damit er nicht aufgeht.

So haben wir den Cocktail-Shaker getestet

Als erstes haben wir die sechs Cocktail-Shaker ausgepackt und nebeneinandergestellt. Danach haben wir die Modelle zunächst nach Design und Verarbeitung sowohl von innen als auch außen beurteilt. Hier sind uns besonders die beiden Modelle von WMF aufgefallen, da beide mit edler Optik und hochwertigem Material überzeugen.

Dann wurde jeder Cocktail-Shaker einzeln unter die Lupe genommen und dessen Funktionalität überprüft. Nachdem wir unsere Zutaten in die jeweiligen Cocktail-Shaker geschüttet haben, haben wir zuerst getestet, wie einfach sich das jeweilige Modell öffnen und schließen lässt. Dabei sind uns besonders der „Westmark Cocktail-Shaker 62832260“ und der „Zack 20120 Contas Cocktail-Shaker“ aufgefallen. Beide zählen zu den Cobbler Shakern und sind dadurch einfacher in der Handhabung. Wie der Cocktail-Shaker beim Schütteln in der Hand liegt, haben wir uns ebenfalls genau angeschaut. Hier spielten das Gewicht, die Größe, das Volumen und die Rutschfestigkeit eine Rolle. Am wichtigsten war dabei natürlich, ob der Cocktail-Shaker zu 100 Prozent dicht hält.

In den letzten Schritten haben wir unseren Cocktail-Shaker wieder geöffnet, das Mixergebnis unseren Cocktails begutachtet und die Reinigung in Angriff genommen. Eins hatten alle Cocktail-Shaker gemeinsam: Unser alkoholfreier Cocktail „Dreams of Haiti“ hat jedes Mal gleich gut geschmeckt. Alle Behälter sind zudem auch spülmaschinengeeignet.

Im Praxistest haben wir mit allen sechs Cocktail-Shaker den alkoholfreien Cocktail „Dreams of Haiti“ gemixt

RezeptAlkoholfreier Cocktail Dream of Haiti

Bei unserem Cocktail-Shaker Test haben wir uns für das alkoholfreie und fruchtige Cocktail-Rezept „Dreams of Haiti“ entschieden. Hierfür benötigst du folgende Zutaten:

 

  • 2 cl Maracujasirup
  • 1 cl Kokossirup
  • 6 cl Orangensaft
  • 6 cl Ananassaft
  • 4 cl Pfirsichnektar
  • Eiswürfel

Welche Cocktail-Shaker Form passt zu mir?

Bevor du dich für einen Cocktail-Shaker entscheidest, solltest du überlegen, ob du lieber einen Boston Shaker oder einen Cobbler Shaker bevorzugst. Der Boston Shaker besteht aus einem Glasteil und einem Metallbecher. Die Spirituosen, Säfte und Eiswürfel kommen in das Glas. Danach wird der etwas größere Becher über das Glas gestülpt. Wenn alles festsitzt, kann um die Wette geschüttelt werden. Es bedarf aber etwas Übung, damit richtig umzugehen. Der Cobbler Shaker ist aus einer typischen Hausbar kaum wegzudenken. Er besteht aus einem Metallbecher, einem integrierten Barsieb und einer Verschlusskappe. Er ist leichter zu handhaben, erlaubt zudem einhändiges Shaken und auch das Einschenken gestaltet sich durch das Sieb deutlich einfacher. Er ist für Cocktail-Anfänger geeignet. Hier besteht keine Gefahr, dass etwas ausläuft, da der Shaker leichter zu verschließen ist.

Was muss ich beim Kauf eines Cocktail-Shakers beachten?

In erster Linie muss der Cocktail-Shaker deinen Ansprüchen genügen. Bist du ein Anfänger in Sachen Cocktails oder möchtest nur selten, ohne großen Aufwand, ein paar einfache Drinks mixen, dann reicht ein preiswerter Cobbler Shaker durchaus aus. Sie sind leicht zu benutzen und halten zum Großteil dicht.

Wenn du aber Wert auf Design und Material legst und ein kleiner Profi bist beziehungsweise werden willst, dann lohnt es sich ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich vorzugsweise für einen Boston Shaker zu entscheiden. Hier ist es wichtig, dass du dich nicht davon abschrecken lässt, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert. Es bedarf einfach etwas Übung. Danach sind auch diese Modelle einfach zu bedienen und halten super dicht. Durch die Kälte saugt sich das Metall beim Schütteln an das dazugehörige Rührglas und haftet fest an diesem. Achte darauf, dass die jeweiligen Metallbecher wirklich aus Edelstahl bestehen.

Wichtige Fragen zum Thema Cocktail-Shaker

* Alle Preise Stand August 2020