Einkochen, Einwecken, Einkochautomat, Einwecktopf, Einweckautomat – wie heißt das eigentlich richtig? Alles geht! Denn die Firma Weck hat das Haltbarmachen durch Einkochen zwar nicht erfunden, aber stark geprägt. Wer kennt nicht die berühmten Weckgläser? Der Name der Firma wurde sogar im Verb „einwecken“ im Duden verewigt. Kein Wunder, dass die Modelle von Weck wahre Majestäten unter den Einkochautomaten sind. In unserem großen Einkochautomaten Vergleichstest haben wir auch zwei Modelle der Kultfirma getestet. Testsieger ist der Weck „WAT 15“. Kein anderer Einkochautomat in unserem Test mit sieben Geräten bietet eine einfachere Bedienung. Doch auch der neuere WAT 24 A hat es aufs Treppchen geschafft. Doch welcher ist für dich besser? Finde es in unserem Vergleich heraus!

Vor- und NachteileWeck WAT 15 Einkochautomat

+ Retrochick
+ Zeitschaltuhr
+ automatisches Kochen
+ hochwertige Verarbeitung

- recht schwer

- kein Auslaufhahn
- Einlegerost aus Plastik

Unser Testsieger Weck WAT 15 – Retro-Charme mit moderner Power

Als wir den WAT 15 auspacken, fallen uns sofort mehrere Dinge positiv auf: Zum einen ist er mit seinem cremeweißen Topf, dem braunen Deckel und der großen roten Erdbeere genau das, was wir uns unter einem Einkochautomaten vorstellen – Omas Küche lässt schön grüßen. Alle Teile sind hochwertig verarbeitet. Da ruckelt und wackelt nichts. Mit einem Fassungsvermögen von 29 Litern haben 14 ein-Liter-Gläser locker Platz, bei kleineren Gläsern entsprechend mehr.

Einfach zu bedienen und traumhaftes Eingekochtes

Der Hauptgrund, warum uns der WAT 15 so überzeugt hat: Er ist wahnsinnig einfach zu bedienen. Vorne findest du zwei Drehschalter. Mit dem Einen kannst du die Wunschtemperatur einstellen – stufenlos zwischen 30 und 110 Grad. Zusätzlich gibt es ein Entsafter-Programm. Mit dem Anderen wählst du die Einkochzeit zwischen 20 und 120 Minuten aus. Den Rest erledigt das Gerät. Ein Thermostat hält die Temperatur. Die Einkochzeit startet der Automat, sobald das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat. Nach Ablauf der Zeit schaltet der Timer das Gerät von alleine ab. So kannst du sicher gehen, dass du die für den Glasinhalt notwendige Temperatur und Einkochzeit garantiert einhältst. Außerdem gibt es einen Modus für den Dauerbetrieb, der es ermöglicht auch länger als 120 Minuten Suppen, Eintöpfe oder Würstchen warmzuhalten.

Die Temperatur des Thermostats weicht bei diesem Modell von der von uns gemessenen ab. Während der Kocher angezeigt hat, dass das Wasser 80 Grad heiß ist, haben wir mit dem Infrarot-Thermometer nur 75 Grad gemessen. Geklappt hat das Einkochen trotzdem. Zusammen mit dem Weck WAT 24 und dem Modell von Rommelsbacher war das Einkochergebnis am besten. Knackige Gurken, bissfeste Birnen – und beides sogar aromatischer, als bei den anderen Geräten im Test. Lecker!

Schwer und voller Kraft

Zugegeben, er ist kein Leichtgewicht. Mit sieben Kilogramm ist er sogar das schwerste Modell im Test – ständig hin und her tragen mag man ihn also nicht. Auch das Säubern fällt dadurch etwas schwer, zumal du das Wasser je nachdem noch mittragen musst. Denn dem Weck WAT 15 fehlt ein Auslaufhahn. Das heißt, wenn du mal entsaften willst, brauchst du einen speziellen Entsafteraufsatz, den du zukaufen kannst.

Dafür hat er jede Menge Power. Mit seinen 2.000 Watt erhitzt er das Wasser schneller als alle anderen Geräte im Test innerhalb von 15 Minuten auf 80 Grad. Dabei ist er auch mit maximal 59 Dezibel einer der leiseren. Jedoch solltest du während des Erhitzens – wie auch bei den anderen Geräten aus Emaille – nicht an den Topf kommen, unser Infrarot-Thermometer misst bis zu 63 Grad, es wird also heiß. Dagegen bleiben die Griffe kühl.

Vor-und NachteileWeck WAT 24 A

+ moderner Look
+ hochwertige Verarbeitung

+ großer Funktionsumfang

- keine Zeitschaltuhr
- Einlegerost aus Plastik

Weck WAT 24 A: Elegant und funktionsfähig

Pflegeleichter, gebürsteter Edelstahl, eine große schwarze Erdbeere in der Mitte – der WAT 24 A ist ein Klassiker in schickem Gewand. Gerade in die moderne Küche passt er deshalb super und ist auch auf einem Buffet zum Warmhalten von Suppen oder Getränken ein Hingucker. Du stellst ihn einfach auf die gewünschte Temperatur ein und das war‘s. Ein Thermostat regelt den Rest und stellt sicher, dass nichts überkocht.

Beim Einkochen von Speisen ist er etwas mühsamer als der WAT 15. Auch hier stellst du die Temperatur ein und wartest bis die Kontrollleuchte das erste Mal erlischt. In unserem Test hat er für 80 Grad etwa 16 Minuten gebraucht. Eine Zeitschaltuhr ist hier leider nicht verbaut, daher stellst du dir einen separaten Timer. Einen kleinen Minuspunkt gibt es dafür, dass die Betriebsanleitung auch bei diesem Modell keine Einkochtabelle enthält. Das Ergebnis hat uns trotzdem überzeugt: Die Gurken hatten noch eine knackige Schale, die Birnen waren bissfest und nicht zu weich.

Beim Kochen raten wir Abstand zum Topf zu bewahren, dieser hat sich im Test nämlich auf bis zu 70 Grad erhitzt. Überrascht haben uns die Griffe aus Edelstahl, sie bleiben kalt. Du kannst den Einkochautomaten also direkt nach Gebrauch hochheben. Wenn dir das etwas schwerfällt, liegt das vermutlich daran, dass er wie auch sein Bruder, der WAT 15, ein echtes Schwergewicht ist – etwa 6,7 Kilogramm bringt er auf die Waage.

Fazit: Der Klassiker oder doch moderner Chic?

Der Retro-Einkochautomat Weck WAT 15 oder der modernere Weck WAT 24 A? Design ist natürlich Geschmackssache. Letztendlich kommt es darauf an, was du mit dem Teil anstellen möchtest. Denn die zwei Automaten unterscheiden sich in den zwei essentiellen Zubehörteilen: Das Modell WAT 15 hat keinen Auslaufhahn, dem WAT 24 A fehlt leider die Zeitschaltuhr. Beide eignen sich neben dem Einkochen auch fürs Warmhalten von Suppen und Eintöpfen. Entsaften ist ebenfalls mit beiden möglich, jedoch benötigt der ältere WAT 15 dafür extra Zubehör. Jedoch punktet dieser im Test mit der besseren Performance – dank Zeitschaltuhr kann quasi nichts schiefgehen. Wenn du nur selten Getränke warmhalten und abzapfen möchtest, dann tut es auch eine Suppenkelle. Beiden Einweckautomaten fehlt leider in der Betriebsanleitung eine Einkochtabelle mit Rezepten.

Diese Einkochautomaten können wir ebenfalls empfehlen

Du kannst die große Erdbeere auf den Töpfen der Weck-Einkochautomaten gar nicht ausstehen oder dir sind die Geräte zu teuer? In unserem Einkochautomaten Test haben wir sieben Modelle genauer geprüft. Während der Einkocher „KA 1804“ von Rommelsbacher leicht zu bedienen ist, hat Steba mit seinem Modell „ER 2“ ein modernes Leichtgewicht auf den Markt gebracht. Alle Ergebnisse kannst du in unserem Vergleichstest nachlesen. Außerdem verraten wir dir dort, ob du zum Einkochen tatsächlich Weck Einmachgläser brauchst.