Eis selber machen – mit diesen 6 Maschinen klappt’s

Du möchtest eine Eismaschine kaufen, fühlst dich aber beim Angebot überfordert und bist dir nicht sicher, auf was es dir beim Kauf ankommt? In unserem Eismaschinen Test haben wir sechs beliebte Geräte im Bereich von 160 bis 800 Euro unter die Lupe genommen. Dabei werden alle sechs Modelle mit einem Kompressor betrieben. Die Eismaschinen mit selbstkühlendem Kompressor sind sofort einsatzbereit, kühlen bis -37 Grad und liefern nach circa 20 bis 40 Minuten schon cremiges Eis zum sofortigen Genuss.

Für den kleinen Geldbeutel sind sie allerdings nichts. Eismaschinen ohne Kompressor sind da eine günstige Alternative. Sie bestehen aus einem Kühl- und Mischbehälter, wobei der Mischbehälter vor der Benutzung mehrere Stunden lang eingefroren werden muss. Eismaschinen ohne Kompressor haben wir ebenfalls getestetSpontanes Eismachen ist mit diesen allerdings nicht möglich. Ob sich die Anschaffung einer Eismaschine wirklich lohnt und ob das selbstgemachte Eis mit dem von der Eisdiele wirklich mithalten kann, erfährst du in unserem Test.

In diesen Kategorien testen wir

  • Konsistenz des Speiseeises: Je gleichmäßiger, cremiger und fester, desto besser bewerten wir das Eis. 
  • Schnelligkeit: Die Geschwindigkeit der Maschinen bei der Eisproduktion ist ein wichtiges Kriterium im Eismaschinen mit Kompressor Test. Denn schließlich willst du schnell dein Eis genießen.
  • Bedienkomfort: Die Maschinen sollten sich intuitiv bedienen lassen. Wichtig ist uns auch, wie gut sich die Eisbehälter reinigen lassen.
  • Funktionalität: Wir bewerten den Funktionsumfang, das Gewicht der Maschinen, die Größe der Eisbehälter und Extras wie ein Display mit Timer.
  • Qualität: Hier schauen wir uns die Verarbeitung und die Materialqualität der Maschinen an.

Testsieger: Gino Gelati punktet mit seiner Schnelligkeit

Unser Testsieger ist die Gino Gelati IC-250W Eismaschine mit Kompressor. Sie hat uns vor allem in den Kategorien Schnelligkeit und Konsistenz des Eises überzeugt, auch wenn sie nicht gerade leise arbeitet. Außerdem hat sie ein großes Fassungsvermögen und ist in der Bedienung sehr intuitiv. Was dir das Gerät alles bietet, erfährst du im ausführlichen Einzeltest zur Gino Gelati Eismaschine.

Preis-Leistungs-Sieger von H.Koenig – gute Eismaschine für Einsteiger

Für nur 160 € (Stand Juni 2019) erhältst du die Eismaschine von H.Koenig. Vielleicht ist sie nicht gerade die Schönste, aber die Leistung des Motors, das Gewicht und die Zubereitungszeit von etwa 40 Minuten überzeugen. Praktisch: Der Deckel mit durchsichtiger Öffnung, durch die du während der Herstellung Zutaten hinzufügen kannst. Auch gefallen uns der klassische Eisportionierer und die mitgelieferten Rezepte. Hinzu kommt, dass diese Eismaschine mit Abstand die leiseste ist. Wenn du also nebenbei Musikhören oder Telefonieren möchtest, kannst du das problemlos machen. Die H.Koenig lässt sich leicht reinigen und steht sehr sicher auf der Arbeitsfläche. Damit liefert dir die H.Koenig HF250 eine bezahlbare Alternative zu Eis aus dem Supermarkt oder der Eisdiele.

Profi-Tipp Musso Mini 4080: Der Porsche unter den Eismaschinen

Cremiger geht es nicht: Die Eismaschine von Musso liefert in nur 19 Minuten Eis, das den Vergleich mit Spitzeneisdielen nicht scheuen muss. Die Geschwindigkeit, in der das Eis zubereitet wird, fällt überdurchschnittlich schnell aus. Der starke Motor ist deshalb auch für große Belastungen und somit auch für den Dauerbetrieb geeignet. Mit 20 Kilo ist die Musso jedoch ein Schwergewicht, obwohl in den Eisbehälter mit 750 Milliliter vergleichsweise wenig Eismasse reinpasst. Etwa vier ordentliche Portionen lassen sich damit herstellen.

Klasse Verarbeitung und intuitive Bedienung

Die Bedienung ist hingegen kinderleicht: Die gewünschte Arbeitsdauer der Eismaschine wird per mechanischem Timer voreingestellt. Daneben hat die Musso nur zwei weitere Knöpfe: Einen zum Ein- und Ausschalten des Rührwerks, den anderen für die Kühlung. Unseres Erachtens nach wäre allerdings für den Preis ein Display mit Timeranzeige und Gradzahl wünschenswert. Gehäuse, Rührschüssel und Rührwerk bestehen aus hochwertigem Edelstahl. Nur der Deckel und der beigelegte Löffel sind aus Kunststoff.

Als Nachteil ist der fest eingebaute Behälter zu nennen, das ist bei der Reinigung hinderlich. Da sich das Rührwerk allerdings leicht abschrauben lässt, funktioniert die Reinigung aber auch so. Der größte Wermutstropfen ist der Preis: Eismacher müssen für die herausragende Qualität circa 800 Euro (Stand Juni 2019) in Kauf nehmen. Dennoch finden wir, dass passionierte Eisliebhaber mit höchsten Ansprüchen kaum an der Musso vorbeikommen.

Drei weitere Eismaschinen – es geht noch schneller und einfacher

Unsere Testsieger haben sich als Allrounder bewährt. Wenn du aber auf ganz bestimmte Kriterien Wert legst, wie etwa eine besonders schnelle Eisproduktion oder eine kinderleichte Bedienung, dann haben wir noch ein paar weitere Kandidaten für dich.  

Mit vielen Extras: Die Emma von Springlane

Die Eismaschine „Emma“ von Springlane überzeugt schon beim Auspacken: Neben der Maschine befindet sich in der Verpackung ein tolles Eis-Rezeptbuch mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Sorten, sowie einem praktischen Eisportionierer aus Metall. Außerdem ist ein Messbecher enthalten, mit dem sich die Zutaten schnell und einfach abmessen lassen. Auch äußerlich macht die Eismaschine Emma mit ihrem schicken Edelstahlgehäuse und dem transparenten Deckel mit Nachfüllöffnung einen guten Eindruck.

Die Bedienung der Emma Eismaschine ist total intuitiv. Das beleuchtete Display sorgt für eine übersichtliche Bedienung. Über einen Power-Knopf wird die Maschine eingeschaltet - über zwei Tasten lässt sich die Kühlzeit individuell einstellen. Das Gerät stoppt, sobald der Timer abgelaufen ist. Trotz der vergleichsweise geringen Leistung von 150 Watt, hat das Eis nur 36 Minuten gebraucht, bis es die perfekte Konsistenz hatte.

Viele Vorzüge aber ungeschickte Kabelposition

Zur komfortablen Reinigung der Eismaschine lassen sich sowohl der Rührarm, als auch der gesamte Eisbehälter entnehmen. Als Nachteil ist die unpraktische Anbringung des Kabels an der Vorderseite der Maschine zu nennen. Dabei kommt es aber natürlich drauf an, wie genau die Maschine in der Küche positioniert wird.

Die Springlane Eismaschine hat zwar keine Besonderheit, dafür kann sie aber insgesamt viele kleine Pluspunkte sammeln. Sie ist in vielerlei Hinsicht eine klasse und absolut empfehlenswerte Eismaschine.

De‘Longhi: Robust und unkompliziert

Wer es gerne schlicht und einfach mag, ist mit der Eismaschine mit Kompressor „De‘Longhi ICK 6000“ gut beraten. Die Maschine wirkt robust und lässt sich ganz einfach manuell mit einem Drehknopf bedienen. Ein optisches Highlight ist sie nicht, dazu fehlt ihr eine Außenhülle aus Edelstahl und ein Display, das viele Konkurrenten bieten. Außerdem zählt sie zu den lauteren Maschinen. Da die De’Longhi mit 13,5 Kilogramm recht groß und schwer ist, empfehlen wir einen festen Stellplatz in der Küche. Die Bedienungsanleitung ist wie der Aufbau der Maschine simpel. Ein ausführliches Rezeptheft mit 50 Eis- und Sorbetrezepten, ein Messbecher und ein Spatel sind schöne Extras, die die Eisproduktion sehr erleichtern.

Produktion dauert länger als gedacht

Obwohl die Maschine mit einer Kompressorleistung von 230 Watt ausgestattet ist und damit die zweithöchste Leistung der getesteten Maschinen hat, dauert die Herstellung des Speiseeises nicht wie angegeben 30 Minuten, sondern 46 Minuten und damit überdurchschnittlich lange. Das Eis hat dafür aber eine tolle cremige Konsistenz. Der Behälter ist herausnehmbar und leicht zu reinigen, da er spülmaschinenfest ist. Jedoch fehlt ein Henkel, der das Herausnehmen des Behälters erleichtert. Die Eismaschine ist besonders für Familien geeignet, die leckeres, cremiges Eis aus einer Maschine mögen, die robust und unkompliziert in der Bedienung ist.

Unold 48845 Eismaschine: Langsamer Durchschnitt

Mit 2 Litern hat die „Unold 48845“ das mit Abstand größte Fassungsvermögen. Im Aussehen unterscheidet sich dieses Gerät mit der schwarzen Oberfläche eindeutig von der Konkurrenz. Das größte Manko: Trotz einer Wattzahl von 180 liefert die Maschine erst nach 48 Minuten fertiges Speiseeis. Wir vermuten die große Masse als Grund für die lange Laufzeit. Zudem ist kein Spatel oder Eisportionierer im Lieferumfang enthalten, lediglich ein paar Rezepte finden wir in der Bedienungsanleitung. Die Qualität des Eises ist letztendlich durchschnittlich.

So haben wir die Profi-Eismaschinen getestet

Als erstes schließen wir die Eismaschinen an und machen uns mit den Funktionen vertraut. Wir nehmen die Produktdaten auf und vergleichen die technischen Merkmale wie die Wattanzahl oder das Fassungsvermögen der Tanks. Wir machen für jede Eismaschine die exakt selbe Eismasse (Milcheis), damit die Ergebnisse vergleichbar sind. Wir füllen die Eismasse in den Tank und starten den Produktionsprozess. Dabei stoppen wir die Zeit und schauen wie lange die Maschinen für eine Portion Speiseeis benötigen. Die schnellste Maschine war die Profi-Eismaschine von Musso – in nur 19 Minuten erhalten wir cremiges, perfekt temperiertes Eis.

Neben der Geschwindigkeit bewerten wir auch das Aussehen und die Konsistenz des Eises. Es sollte cremig aussehen, gleichmäßig gefroren und nicht flüssig sein. Am besten gefallen uns das Ergebnis der Eismaschinen von Musso und Gino Gelati.
Alle sechs Kandidaten dürfen ihre Leistung natürlich in der gleichen Testumgebung unter Beweis stellen. Deshalb ist die Temperatur der eingefüllten Eismasse und die Raumtemperatur immer gleich.

Kai füllt die Eismasse in die Unold Eismaschine

Welche Eismaschine ist zu empfehlen?

Alle getesteten Eismaschinen sind mit einem Kompressor ausgestattet, mit denen du innerhalb von maximal 50 Minuten ein cremiges Eis bekommst. Die Bedienung der Maschinen, ihr Preis und die Dauer unterscheiden sich jedoch enorm. Du bekommst mit der Eismaschine Musso Mini 4080 das mit Abstand beste Eisergebnis. Preislich musst du jedoch im Vergleich zu den anderen Maschinen mit fast dem dreifachen rechnen.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die H.Koenig HF250. Trotz des niedrigen Preises von 160 Euro (Stand Juni 2019) und der schwächsten Motorleistung, überzeugt sie in ihrer geringen Lautstärke, ihrem Gewicht und einer überraschend cremigen Konsistenz des Eises. Nur knapp hinter der Emma von Springlane, die als Sondersieger vom Platz geht. Sie schneidet nicht nur in der Kategorie Funktionalität am besten ab, sie ist zudem leicht, schnell in der Produktion und hat tolle Extras wie ein ausführliches Rezeptbuch, einen Eisportionierer und einen Messbecher mit dabei. Mit einem Preis von 219 Euro (Stand Juni 2019) auf jeden Fall eine gute Wahl.

Für jeden Anspruch die richtige Eismaschine

Die Maschine von Unold Gusto 48845 punktet in Sachen Lautstärke und in der Größe des Eisbehälters. Wenn du gerne größere Mengen gleichzeitig zubereiten möchtest, bist du mit dieser Eismaschine gut beraten. Wer weniger Wert auf ein schickes Äußeres legt und sich eine möglichst einfach und unkomplizierte Bedienung wünscht, der sollte zur De‘Longhi ICK 6000 greifen. Mit 265 Euro (Stand Juni 2019) liegt sie zwar preislich über dem Durchschnitt, hat aber auch ein extra Rezeptheft und einen Spatel zu bieten und mit 230 Watt eine vergleichsweise hohe Motorleistung, die zu schnell zum Eisgenuss führt. Unser absoluter Testsieger ist die Gino Gelati IC-250W. Sie ist qualitativ wahnsinnig hochwertig verarbeitet, hat mit 1,5 Litern ein hohes Fassungsvermögen, ist das leichteste Gerät unter den Konkurrenten und hat dazu die beste Motorleistung mit 250 Watt. Einziger Kritikpunkt ist hier die Lautstärke.

Wichtige Fragen zu Eismaschinen

Sechs Eismaschinen mit Kompressor treten in unserem Test gegeneinander an.