4 Speiseeismaschinen für den Hausgebrauch

Eine Eismaschine ohne Kompressor kann nicht selbst kühlen. Damit sie Speiseeis herstellt, musst du den Eisbehälter vorher in der Tiefkühltruhe oder im Eisfach bei -18 Grad einfrieren. Sobald sich der Behälter im Betrieb zu sehr aufgewärmt hat, musst du ihn erneut einfrieren. Wenn du also mit einer Eismaschine ohne Kompressor Eis selber machen möchtest, musst du das planen und kannst weniger Eis am Stück herstellen.

Anders ist das bei Eismaschinen mit Kompressor. Die können das Eis selbst kühlen und ständig weiterarbeiten. Solche Geräte sind allerdings größer und teuerer. Überlege dir also, was am besten zu dir passt. Ist dir Flexibilität wichtig, dann schau dir unseren Test für Eismaschinen mit Kompressor an. Möchtest du weniger Geld ausgeben und nicht so viel Eis auf einmal herstellen, dann reichen einfache Eismaschinen ohne Kompressor völlig aus.

In diesen Kategorien testen wir die Eismaschinen

  • Qualität: In dieser Kategorie prüfen wir die Verarbeitung der Eismaschinen und des Zubehörs.
  • Bedienkomfort: Bei der Funktionsweise unterscheiden sich die Eismaschinen kaum. Bei der höchstmöglichen Einfüllmenge und der Reinigung gibt es jedoch Unterschiede.
  • Ergonomie: Hier bewerten wir zum Beispiel, wie gut sich die Eismasse einfüllen lässt und wie einfach der Zusammenbau der Eismaschine gelingt.
  • Schnelligkeit: Das ist mit der wichtigste Punkt: Wie schnell ist das selbst gemachte Eis fertig?

Wir haben vier Eismaschinen ohne Kompressor als Alternativen zu den großen Geräten mit Kompressor getestet

Testsieger Krups Eismaschine GVS241 Perfect Mix 9000

Der umständliche Zusammenbau der Krups Eismaschine GVS1 hat uns etwas Mühe bereitet. Du montierst die Rühreinheit direkt auf den Eisbehälter. Dadurch wirst du etwas Kondenswasser auf der Arbeitsplatte verschmerzen müssen. Ist die Krups Eismaschine aber erst mal aufgebaut, sammelt sie durchweg Pluspunkte.

Am besten gefällt uns, dass viel Eismasse in die Krups Eismaschine hineinpasst. 1 Liter darfst du einfüllen. Das ergibt etwa 1,6 Liter Eiscreme. Davon bekommst du viele Schleckermäuler satt. Das Einfüllen durch die Öffnung geht einfach, da diese im Gegensatz zu den Konkurrenten groß genug ist. Der transparente Deckel ist praktisch, da du der Eiscreme beim Zubereiten schön zugucken kannst. Falls du etwa merkst, dass zu wenig Flüssigkeit im Behälter ist oder du erst später bestimmte Zutaten zugeben möchtest, dann ist das problemlos möglich.

Der Eisbehälter, den du in der Tiefkühltruhe vorkühlst, ist dicker und schwerer als bei den anderen Kandidaten im Eismaschinen Test. Er muss auch länger im Eisfach bleiben, nämlich 24 Stunden statt 12. Dafür hält er beim Eismachen länger durch.

Wir probieren mit der Krups Eismaschine Honigmeloneneis aus. Nach 20 Minuten ist das Speiseeis fertig, nur die WMF Eismaschine ist in unserem Test schneller. Das Eis ist köstlich und sehr schön gleichmäßig durchgerührt.

Pluspunkte sammelt die Krups Eismaschine außerdem mit der guten Verarbeitungsqualität und der leichten Reinigung.

Preis-Leistungs-Sieger WMF KÜCHENminis Eismaschine 3in1

Die WMF Eismaschine ist zwar nicht die mit dem günstigsten Preis im Test. Jedoch überzeugen uns die kompakte Größe und die Schnelligkeit so sehr, dass wir gerne die etwa 10 Euro mehr als bei der ProfiCook in die Hand nehmen.

Die WMF Eismaschine 3in1 aus der Reihe der „KÜCHENminis“ hat mit 300 Millilitern das kleinste Fassungsvermögen im Test. Das reicht gut für zwei Portionen. Wenn du das Eis zum Beispiel nur für dich und deinen Liebsten oder deine Liebste zubereitest, brauchst du keine größere Eismaschine. Das kleine Fassungsvermögen hat auch Vorteile. Die Maschine nimmt einfach kaum Platz weg und der Eisbehälter passt in jedes Eisfach.

Das Einfüllen der Eismasse geht durch die Öffnung oben an der Eismaschine sehr einfach, der Timer lässt sich leicht einstellen. Bei der WMF Eismaschine ist es ganz wichtig, die Eismasse erst einzufüllen, wenn sich der Behälter schon dreht. Sonst friert sofort alles fest und der Rührer blockiert.

Die WMF Eismaschine hat ihr Eis am schnellsten fertiggestellt. Bereits nach 15 Minuten können wir die erste Kugel selbstgemachtes Eis genießen. Die Schnelligkeit bei der Eisherstellung ist ein weiterer Vorteil, der sich aus dem kleinen Fassungsvermögen ergibt.

Gut finden wir auch den hochwertigen Eisportionierer und den praktischen Deckel für den Eisbehälter. Auch die Edelstahl-Oberfläche des Eisbehälters gefällt uns sehr gut, da sich dieser damit sehr leicht reinigen lässt.

Ebenfalls getestet

Auch wenn uns die Eismaschinen von Rommelsbacher und die ProfiCook nicht ganz so gut gefallen wie die Kandidaten von Krups und WMF, können sie durchaus für dich infrage kommen. Hier erfährst du warum.

ProfiCook Eiscreme-Maker PC-ICM 1140

Der „Eiscreme-Maker PC-ICM 1140“ von ProfiCook überzeugt mit einem recht großen Fassungsvermögen. 900 Milliliter Eismasse kannst du einfüllen. Leider geht das nicht so komfortabel, denn die Öffnung ist sehr klein. Bei der Eisherstellung ist die ProfiCook Eismaschine recht flott, sie braucht etwa 20 Minuten. Wir haben Frozen Yoghurt getestet und finden das Ergebnis zufriedenstellend.

Nicht so gut finden wir die Verarbeitungsqualität von Gehäuse und Eisbehälter. Auch wird die Rühreinheit recht warm. Der Timer nervt beim Einstellen, weil du viel darauf rumdrücken musst. Allerdings lockt die Eismaschine mit dem im Vergleich günstigsten Preis im Test von circa 40 Euro (Stand Juni 2019).

In die ProdiCook Eismaschine passt viel rein

Rommelsbacher Eismaschine Kurt 4-in-1 IM 12

Der „Kurt“ von Rommelsbacher glänzt besonders beim Zubehör. Es gibt einen durchdachten Eisportionierer dazu und einen Deckel für den Eisbehälter. Damit du noch mehr Eis selber machen kannst, sind zusätzliche Gefrierbehälter separat erhältlich.

In einen Behälter darfst du bis zu 500 Milliliter Eismasse einfüllen. Das finden wir etwas wenig. Ein zweiter Eisbehälter ergibt da also durchaus Sinn.

Wir haben zu Beginn der Eisherstellung den Fehler gemacht, zu wenig Masse einzufüllen. Damit hat der Kurt Probleme, da nicht die gesamte Masse vom Rührer erfasst wird und dann festfriert. Mit der Geschwindigkeit sind wir ebenfalls nicht ganz zufrieden. Nach circa 30 Minuten ist bei der Rommelsbacher Eismaschine die Eiscreme fertig. Die Reinigung gelingt problemlos. Der Preis ist mit circa 50 Euro (Stand Juni 2019) auch zu verschmerzen.

Die Einfüllöffnung finden wir in der Bedienung etwas umstäbdlich

So haben wir getestet

Bei allen Eismaschinen ohne Kompressor im Test lassen wir zunächst die Eisbehälter gut durchfrieren. Wir testen, wie intuitiv sich die Geräte aufbauen und in Betrieb nehmen lassen.

Dann stellen wir die Maschinen an und füllen die vorbereitete Eismasse ein. Wir probieren Frozen Joghurt und eine klassische Milcheismischung mit Melonengeschmack aus.

Wir stellen alle Timer auf 20 Minuten ein, da dies die häufigste Empfehlung der Hersteller ist. Wir kontrollieren laufend, ob das Eis schon verzehrfertig ist. Die WMF ist bereits nach 15 Minuten soweit. Zum Schluss bewerten wir die Qualität des Eises und testen die Reinigung.

Eis selber machen - das geht mit einer Eismaschine ohne Kompressor ziemlich einfach

Worauf du bei einer Eismaschine ohne Kompressor achten solltest

Wenn du dich für eine Eismaschine ohne Kompressor entscheidest, musst du daran denken, die Eisbehälter frühzeitig einzufrieren. In den Bedienungsanleitungen der Geräte steht, wie lange und bei welcher Temperatur die Behälter in der Tiefkühltruhe bleiben müssen. Unsere Erfahrung zeigt, dass 12 Stunden oft nicht ausreichen. Mit 24 Stunden bist du auf der sicheren Seite.

Wichtig: Das Eisfach muss vier Sterne haben, also mindestens auf -18 Grad kühlen. Das ist bei modernen Kühlschränken jedoch meistens der Fall.

Nicht alle Kühlbehälter unserer Testkandidaten passen in kleine Gefrierkombi-Eisfächer. Beim sehr kompakten Behälter von WMF wirst du da keine Probleme haben.

Anders als bei selbstkühlenden Eismaschinen ist der Behälter bei Geräten ohne Kompressor sofort kalt. Du musst also aufpassen, dass die Maschine sofort mit dem Rühren beginnt. Andernfalls friert die Masse sofort fest und der Rührer kann sich nicht mehr bewegen.

Am besten schaltest du die Eismaschine an und füllst dann die Eismasse ein, damit nichts festfriert

Wichtige Fragen zu Eismaschinen ohne Kompressor