Wenn du einen guten Espresso oder Kaffee mit deiner Siebträgermaschine zubereiten möchtest, brauchst du neben hochwertigen Kaffeebohnen auch eine leistungsfähige Kaffeemühle. Wir haben zehn elektrische Kaffeemühlen mit Kegelmahlwerk zwischen 70 und 250 Euro* getestet. Auf dem zweiten Platz knapp hinter dem Testsieger landet die „Graef Kaffeemühle CM 800“. Was die schlanke Mühle alles zu bieten hat, erfährst du hier im Detail.

ÜbersichtVor- und Nachteile der Graef CM 800 Kaffeemühle

Die Kaffemühle von Graef in der Gesamtansicht
Die Kaffemühle von Graef in der Gesamtansicht

+ Design
+ Verarbeitung
+ Mahlergebnis
+ Standfestigkeit
+ einfache Mahlgradeinstellung

- Lautstärke

Verarbeitung und Funktionalität der Graef Espressomühle überzeugen

Die Graef CM 800 Kaffeemühle ist solide verarbeitet und ermöglicht dir durch ihre 40 Mahlgrade eine individuelle Einstellung. Die Standfestigkeit der Graef und die Verarbeitung des Kippschalters haben uns ebenfalls überzeugt. Das fast 40 Zentimeter hohe Gehäuse der Mühle besteht aus Aluminium. Im Lieferumfang befindet sich ein kleiner Behälter für gemahlenen Kaffee, der sich mit einem Deckel verschließen lässt. Der Bohnenbehälter fasst 350 Gramm und hat ebenfalls einen Deckel. Der schließt jedoch nicht sonderlich fest.

Die Behälter der Maschine sind ansonsten gut verarbeitet. Der Bohnenbehälter ist abnehmbar und du kannst ihn einfach auf das Mahlwerk setzen. Über einen Hebel am Behälter fallen die Kaffeebohnen in das Mahlwerk. Das ist besonders bequem, wenn du erst die Bohnen einfüllst und danach erst den Mahlgrad einstellen möchtest. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich keine Bohnen mehr im Mahlwerk befinden. In diesem Fall solltest du die Graef Kaffeemühle erst anlaufen lassen, bevor du den Mahlgrad veränderst. Das verhindert eine Abnutzung des Mahlwerks.

Lautstärke und Gewicht sind sehr hoch

Mit 2,6 Kilogramm ist die Graef CM 800 eine der schwereren Modelle im elektrischen Kaffeemühlen Test. Die Lautstärke beträgt 85 Dezibel (dbA) und ist die höchste von uns gemessene. Dabei macht die Graef auch ein recht unangenehmes Geräusch.

Damit der Siebträger, den du in die Mühle einspannen kannst, auch sicher sitzt, sind ein Siebträgerhalter für 60 und für 70 Millimeter im Lieferumfang enthalten. Auf dem Sockel der Espressomühle lässt sich eine Gummimatte anbringen, auf der der Mehlbehälter Platz findet und die du einfach abwischen kannst. 

Dank Siebträgerhalterung lassen sich zwei verschiedene Durchmesser an der Mühle befestigen. Die Gummimatte unter dem Auswurf ist leicht abwaschbar

Der passende Mahlgrad ist von vielen Faktoren abhängig

Im Gegensatz zu den anderen Herstellern macht Graef in seiner Bedienungsanleitung keine Angabe zu den Mahlgraden. Das finden wir auch gut so, da die empfehlenswerten Mahlgrade von mehreren Faktoren abhängen. Je nachdem wie viele Mahlgrade die Mühle bietet und welche Bohnen du verwendest, machen selbst kleine Veränderungen schon einen Unterschied. Auch die Kaffeesorte, die Raumtemperatur und der persönliche Geschmack sind Faktoren, die mit in die Entscheidung des passenden Mahlgrads einfließen müssen. Da heißt es ausprobieren, bis du deine optimale Einstellung findest.
Generell gilt aber: Je feiner der Mahlgrad, desto länger braucht die Mühle, bis sie die Bohnen zerkleinert hat. 

Homogene Mahlergebnisse und eine einfache Bedienung

Die Mahlergebnisse der Graef CM 800 fallen sehr gleichmäßig aus, um genau zu sein, sind es sogar die homogensten im Test. Falls dir die 40 Mahlgrade noch nicht ausreichen, kannst du noch zusätzlich am oberen Mahlwerk eine Feinjustierung vornehmen. Die Graef CM 800 lässt sich intuitiv über einen Kippschalter an der rechten Seite bedienen. Wenn du diesen nach oben kippst, mahlt die Kaffeemühle so lange, bis du den Schalter wieder umlegst. Möchtest du hingegen direkt in einen Siebträger mahlen, kannst du das Automatikprogramm nutzen. Wenn du den Siebträger in den mitgelieferten Halter einhängst und gegen den Kontaktschalter drückst, mahlt die Maschine direkt in das Sieb. Sie stoppt, sobald du ihn vom Schalter wegnimmst.

Du entscheidest, ob du lieber nonstop in den Behälter oder per Automatikprogramm in einen Siebträger mahlen möchtest

Eine regelmäßige Reinigung ist ratsam

Zur besseren Reinigung lassen sich der Mahlkranz und das obere Mahlwerk entnehmen. Mit dem beiliegenden Pinsel kannst du dann das Espresso-Kaffeemehl oder Bohnenreste gut rausbürsten. Noch einfacher gelingt es mit den bauschigen Bürstchen beispielsweise von WMF. Es empfiehlt sich, die Espressomühle einmal wöchentlich zu säubern, damit kein altes Kaffeemehl in deinem Siebträger landet. Leichtes Klopfen gegen das Gehäuse hilft das Kaffeepulver, das sich zwischen Mahlwerk und Ausgabe festsetzt, zu entfernen.

Warum wir die Graef CM 800 Kaffeemühle guten Gewissens empfehlen können

Die Graef Kaffeemühle CM 800 ist eine grundsolide und leistungsfähige Espressomühle mit vielen Mahlgradeinstellungen. Ihr schlankes und hohes Gehäuse passt allerdings nicht unter jeden Küchenschrank. Nach obenhin brauchst du also etwas Platz. Uns gefällt besonders die einfache Mahlgradeinstellung über den Mahlring aber auch das direkte Mahlen in den Siebträger. Wenn du eine zuverlässige elektrische Kaffeemühle mit sehr homogenen Mahlergebnissen suchst, bist du mit der Graef CM 800 gut beraten. Einziges Manko ist und bleibt die Geräuschkulisse beim Mahlen.

Mahlen leicht gemacht – diese elektrischen Kaffeemühlen eignen sich ebenfalls gut

Wenn du eine Espressomühle suchst, bei der du die Tassenanzahl einstellen kannst und die preislich im unteren Bereich liegt, empfehlen wir dir unseren Preis-Leistungs-Sieger Rommelsbacher EKM 300. Diese Kaffeemühle glänzt vor allem durch ihre Bedienung und die guten Mahlergebnisse bei feinem und mittlerem Mahlgut.

Du suchst eine gut verarbeitete und schicke Mühle mit verschließbarem Kaffeemehlbehälter? Dann ist die De’Longhi KG 520.M eine gute Wahl. Bei ihr lässt sich ebenfalls ein Siebträger einhängen. Auch beim Bedienkomfort weiß die De’Longhi zu überzeugen. Unser Testsieger die Sage the Smart Grinder kann da ebenfalls mithalten und glänzt mit einem LCD-Display.