In unserem Entsafter Update haben wir uns vier Modelle, darunter drei Zentrifugalentsafter und einen Slow Juicer, angeschaut. Keins der Modelle stiehlt dabei dem Testsieger „Kenwood JE850“ die Show. Aber drei Modelle sind dem Sieger dicht auf den Fersen. Darunter auch der „Nutri Juicer Cold XL“ von Sage. Er trumpft mit seinem großzügigen Fassungsvermögen und der guten Verarbeitung auf. Mehr zu dem Modell erfährst du in diesem Einzeltestbericht.

Vor- und NachteileSage SJE830 the Nutri Juicer Cold XL Entsafter

+ hochwertige Verarbeitung
+ großer Saft- und Tresterbehälter
+ leistungsstark

- Preis
- Tropfstopp fehlt
- Schaumtrenner erschwert das Umschütten

Sage Zentrifugalentsafter hat ordentlich Kraft

Wenn du nicht lange auf deinen frischen Saft aus Obst und Gemüse warten willst, bist du mit dem Sage the Nutri Juicer gut beraten. Der presst in unserem Test den Apfel, die zwei Karotten und das Stückchen Ingwer in gerade einmal einer Minute in den geräumigen 1,2 Liter Saftbehälter. Auch der Tresterbehälter kann sich mit 3 Liter Fassungsvermögen sehen lassen. Schade, dass der Saftbehälter keinen Griff hat, sondern nur Einkerbungen zum Festhalten. Der Einfüllschacht ist, wie bei den meisten Modellen aus unserem Update, 75 Millimeter breit. Je nachdem wie groß dein Pressgut ist, passt es sogar ganz hinein – ohne Schnibbeln. Besonders gut gefällt uns der hochwertige titanverstärkte Edelstahl-Siebkorb. Das Sieb lässt sich einfach einsetzen und wirkt wie alle Bestandteile sehr wertig. Das Gehäuse besteht zum Teil aus gebürstetem Edelstahl.

Der Sage Entsafter hat einen hochwertigen titanverstärkten Edelstahl-Siebkorb

Der Sage im Praxistest

Das Auspacken des Sage gestaltet sich etwas schwierig, da die Innenverpackung sehr instabil ist und wir beim Herausholen diese erstmal in Fetzen reißen. Einmal aufgestellt steht der 50 x 25 x 53 Zentimeter große Entsafter dank Saugfüßen sicher auf der Arbeitsfläche. Das ein Meter lange Kabel kannst du einfach im Kabelfach unterbringen. Wenn du alle Einzelteile zusammengesetzt hast, sichert ein Metallbügel das Gerät während des Betriebs. So bleibt alles an Ort und Stelle. Es gibt zwei Geschwindigkeitsstufen beim Sage Entsafter: high und low. Uns irritiert, dass die schnellere Stufe unten und die langsamere oben angebracht ist. Die passende Geschwindigkeitsstufe je nach Obst oder Gemüse findest du in der Anleitung.

Für unseren Test haben wir fünf Gramm Ingwer, 174 Gramm entkernten Apfel und 188 Gramm geschälte Möhren verwendet. Die Saftausbeute liegt in unserem Test bei 190 Milliliter. Das können andere Zentrifugalentsafter besser. Dabei erzeugt er eine Geräuschkulisse von etwa 79 Dezibel. Der Saftkrug wird rückwärts an den Auslauf ohne Tropfstopp gestellt. Nach jedem Betrieb sollte das Gerät mindestens eine Minute ruhen. Nach der Saftherstellung musst du den Deckel der Kanne abnehmen, um ihn umschütten zu können. Leider ist die Öffnung des Schaumtrenners recht klein, sodass der Schaum das Ausgießen erschwert. Wenn du zu schnell schüttest, entsteht ein Stau. In unserem Test finden wir Fasern im Saft und können nicht alles aus der Kanne schütten. Der feine Trester wird größtenteils in den Tresterbehälter geschleudert und lässt sich später einfach entnehmen. Denn der Boden des Behälters ist rund. Wir finden den Trester trockener als bei den Modellen von WMF und Philips im Test.

Einfache Reinigung

Praktisch finden wir, dass bis auf den Entsafterdeckel und den Stopfer alle Einzelteile in die Spülmaschine dürfen. Trotzdem empfehlen wir dir, die Teile unter klarem Wasser vorzureinigen. Vor allem das Sieb, da sonst nach dem Waschgang Tresterreste an deinem restlichen Geschirr hängen könnten. Dafür liegt eine Reinigungsbürste bei. Wenn sich Teile des Entsafters verfärben, kannst du sie in 10 prozentigem verdünnten Zitronenwasser einweichen.

Darum finden wir den Sage the Nutri Juicer Entsafter empfehlenswert

Zugegeben der Preis des Sage Entsafters hat sich mit etwa 370 Euro* ganz schön gewaschen. Dafür bekommst du aber auch einen top verarbeiteten Saftlieferanten, der seine Arbeit schnell und zuverlässig verrichtet. Die Saftausbeute könnte zwar noch etwas üppiger sein, aber der einfache Aufbau und die 1.200 Watt Leistung überzeugen. Wir vermissen allerdings einen Tropfstopp, den wir bei diesem Preis schon erwartet hätten. Die Behälter sind schön groß, wenn du mal frischen Saft zum Brunch oder für deine Großfamilie herstellen möchtest. Beim Schaumtrenner sehen wir allerdings noch Luft nach oben, der verstopft schnell.

Saft für alle! Diese Entsafter liefern ebenfalls ordentlich Ausbeute

Gut ist dir nicht gut genug? Dann greif zu unserem Testsieger dem "Kenwood JE850". Der hat einen noch größeren Saftbehälter und sogar einen Tropfstopp. Zudem ist er mit 30 Sekunden Saftherstellung doppelt so schnell wie der Sage Entsafter, hat eine 85 Millimeter breiten Einfüllschacht und ist erstklassig verarbeitet. 

Du magst es lieber gemütlich? Dann ist ein Slow Juicer etwas für dich. Der entsaftet deine Früchte schonender, sodass mehr Nährstoffe und somit auch Vitamine im Saft verbleiben. Unser Preis-Leistungs-Sieger "Severin ES3571" kostet gerade einmal 90 Euro* ist sehr leise im Betrieb und kommt mit einem Aufsatz für gefrorene Früchte. Alle Infos zu den beiden Geräten findest du in unserem Entsafter Test.

Du bist Fan von WMF und suchst einen soliden Entsafter? Dann ist der Zweitplatzierte „WMF Kult X“ genau der Richtige für dich. Er überzeugt mit einer guten Verarbeitung und schnellen Entsaftung. Was das Gerät dir sonst noch so zu bieten hat und wie es sich im Test schlägt, verraten wir dir im detaillierten Einzeltest

* Alle Preise Stand August 2020