Entsafter– für einen leckeren und gesunden Start in den Tag

Was gibt es schöneres als morgens beim Frühstück neben dem Kaffee oder Tee einen frisch gepressten Saft zu genießen? Mit einem elektrischen Entsafter kannst du einfach und schnell deinen eigenen Vitamindrink herstellen. Dabei musst du keine Angst vor bedenklichen Zusatzstoffen oder Geschmacksverstärkern, beziehungsweise zusätzlichem Zucker, haben.

Generell unterscheidet man zwischen Entsaftern mit Zentrifugen, Slow Juicern, Dampfentsaftern und klassischen Zitruspressen mit Presskegel. Letztere haben wir bereits für dich getestet. Wir haben uns in unserem Entsafter Vergleich sowohl Zentrifugenentsafter als auch Slow Juicer von unterschiedlichen Marken angeschaut.

Die Slow Juicer zeichnen sich durch eine besonders schonende Entsaftung von Obst und Gemüse aus. Mittels einer Pressschnecke wird die Flüssigkeit langsam den Zutaten „entlockt“. Mit den Zentrifugenentsaftern kannst du hingegen innerhalb kürzester Zeit deinen selbstgemachten Saft genießen. Hierfür werden eine Reibescheibe und ein Sieb genutzt, um das Obst oder Gemüse in Windeseile zu zerkleinern und durch das Sieb zu drücken. Zurück bleibt ein Saft, der jedoch ein paar Vitamine einbüßt. Denn durch die Erwärmung der Scheibe, und die damit verbundene Reibung mit den Zutaten, gehen wertvolle Vitamine und Nährstoffe verloren. Beim Entsaften werden die flüssigen von den festen Bestandteilen (Trester) getrennt und separat aufgefangen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Entsafter– für einen leckeren und gesunden Start in den Tag
  2. Wir fühlen 14 Entsaftern auf den Zahn – Wer kann im Vergleich überzeugen?
    1. In diesen Kategorien haben wir getestet
  3. Testsieger: Kenwood JE850 – Eleganz pur und ein super schnelles Ergebnis
  4. Der Preis-Leistungs-Sieger Severin ES3571 – Für extra viel Saft und leise Geräuschkulisse
  5. Die übrigen 12 Entsafter – das ein oder andere Highlight ist dabei
    1. Moulinex ZU420G – Vielfältig, farbenfroh und teuer
    2. Sage the Nutri Juicer Classic SJE95: 4. Platz für den Kraftprotz
    3. WMF Kult X landet mit guter Bedienung auf Platz 5
    4. Panasonic MJ-L700: Leise und schonend
    5. Moulinex ZU550A – Sicherer Stand und minimalistisches Design
    6. Bosch VitaJuice 2 – Wenig Saft, dafür sicher und hochwertig
    7. Braun J700 Multiquick 7 – Innovativer Tropfstopp und gute Saftausbeute
    8. Philips HR1856/70: Plastik-Ei mit Vorspülfunktion
    9. Russell Hobbs 24741-56 Horizon – Umständliche Reinigung und Lautstärke überzeugen nicht
    10. Monzana DBES001 – Günstiger Preis, dafür aber leider nur durchschnittliche Ergebnisse
    11. Aobosi AMR520 – Low-Budget Slow Juicer mit kleiner Einfüllöffnung
    12. Efbe-Schott Malina E 2 – Schnell aber nicht gerade ungefährlich
  6. Wie haben wir die Entsafter getestet?
    1. Saftausbeute und Konsistenz – hier weiß nicht jeder Entsafter zu überzeugen
    2. Reinigung – Bei den Sieben heißt es ordentlich schrubben
  7. Was muss ich beim Kauf eines Entsafters beachten
    1. Entsafter Rezept – Zaubere dir deinen grünen, gesunden Saft
  8. Was es noch alles über Entsafter zu wissen gibt

Wir fühlen 14 Entsaftern auf den Zahn – Wer kann im Vergleich überzeugen?

Im Entsafter Test haben wir uns zunächst mit dem Aufbau und der Bedienung der Geräte beschäftigt. Die Verarbeitung soll gut und die Verriegelung der Geräte sicher sein, damit du bei der Bedienung keine Angst haben musst. Ebenfalls wichtig: Auch wenn der Betrieb in der Regel nur kurz ist, ist eine angenehme Lautstärke wünschenswert. Eine einfache Reinigung der oft zahlreichen Einzelteile erleichtert dir das Arbeiten mit dem Entsafter.

Ein weiterer Punkt ist die Saftausbeute, welche je nach Produkttyp unterschiedlich ausfällt. Dabei kommt es uns auch auf die Saftqualität an. Also wie die Konsistenz ausfällt und ob er Fruchtfleisch enthält. 

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Bedienung: Ist die Saftherstellung intuitiv oder brauchst du eine Bedienungsanleitung? Gibt es mehrere Stufen oder nur eine? Ist die Entsaftung laut und wie sind die Behälter aufgebaut?
  • Konsistenz: Wie viel Saft produzieren die Entsafter und ist das Ergebnis mit oder ohne Fruchtfleisch?
  • Reinigung: Kann ich die Teile in die Spülmaschine packen? Gibt es Reinigungszubehör?
  • Qualität: Wir wollen wissen, wie hochwertig das Gehäuse und Zubehör verarbeitet ist. Kommt der Motor leistungsfähig daher und wie sieht es mit der Standsicherheit aus?

Testsieger: Kenwood JE850 – Eleganz pur und ein super schnelles Ergebnis

Mit seinen mächtigen 1.500 Watt Motorleistung und seinem hochwertigen Edelstahlgehäuse weiß der Kenwood JE850 Zentrifugenentsafter zu überzeugen. Hier bekommst du einen großen Saftkrug mit Deckel, der 1,5 Liter fasst und aus stabilem Kunststoff gefertigt ist. Der Auffangbehälter kann sich mit seinen 3 Liter Fassungsvermögen aber auch sehen lassen. Zwei Geschwindigkeitsstufen stehen dir zur Auswahl. In der Bedienungsanleitung findest du eine Empfehlung, welche Stufe sich für welches Obst und Gemüse eignet.

Trotz der 81 bis 82 Dezibel ist die Lautstärke nicht unangenehm und das Gerät wirkt sicher in der Bedienung. Innerhalb von 30 Sekunden haben wir mit dem Rezept circa 190 Milliliter leckeren Saft hergestellt. Von der Qualität der verwendeten Materialien und der Sicherheit kann uns kein anderer Entsafter mehr überzeugen als der Kenwood. Trotz seiner etwas sperrigen Maße (36 x 21 x 40 Zentimeter) und des vergleichsweise hohen Gewichts ist er ein Blickfang in der Küche.

Fazit: Wir empfehlen dir den Kenwood JE850 wenn du schnell viel Saft herstellen möchtest und dir eine hochwertige Verarbeitung und einfache Bedienung wichtig ist. Der Entsafter überzeugt uns in allen Testkriterien. Nur die Saftausbeute könnte etwas üppiger ausfallen.

Der Preis-Leistungs-Sieger Severin ES3571 – Für extra viel Saft und leise Geräuschkulisse

Der Severin ES 3571 hat einen extra Entsafter-Aufsatz für gefrorene Früchte, womit du sowohl Sorbet als auch Marmelade herstellen kannst. Er verfügt über die typische Slow Juicer Leistung von 150 Watt. Der Saftbehälter ohne BPA hat ein Fassungsvermögen von 0,8 Litern. Das Edelstahlgehäuse ist hochwertig und generell wirkt die Verarbeitung solide und vertrauenswürdig. Die übrigen Bestandteile sind aus Kunststoff gefertigt. Rutschfeste Füße sorgen dabei für einen sicheren Stand. Die Zubereitungszeit ist mit etwa fünf Minuten im Test zwar nicht die schnellste, dafür ist die Saftausbeute mit 280 Milliliter reichlich. Der Trester ist verhältnismäßig trocken und der Saft hat eine gute Konsistenz. Mit etwa 66 Dezibel ist der Severin auch der leiseste im Vergleich. Für einen Slow Juicer ist er zudem recht günstig.

Kleine Defizite kosten den Severin den Sieg

Die Zerkleinerung der Karotten hat dem Severin allerdings etwas Schwierigkeiten bereitet. Wenn sich dann doch mal etwas in der Pressschnecke verheddert, kannst du die Rücklauffunktion benutzen. Leider ist der Schalter etwas unglücklich auf der Rückseite angebracht. Auf einen Schaumtrenner musst du leider verzichten. Was uns gut gefällt: Ein feines und ein grobes Sieb werden mitgeliefert. Diese lassen sich einfach aus dem Behälter mit der Schnecke herausnehmen. Die Pressschnecke besteht aus Metall und ist mit Kunststoff ummantelt. Als Tropfstopp dient eine Klappe, die nach der Saftherstellung einfach geschlossen wird. Wie bei den anderen Slow Juicern ist auch hier der Einfüllschacht recht schmal. Nett finden wir auch den QR-Code auf dem Stopfer, womit Rezepte für den Entsafter aufrufbar sind. Wir vergeben für den Preis-Leistungs-Sieger mit sehr angenehmer Lautstärke den zweiten Platz.

Fazit: Der Severin ES3571 Entsafter eignet sich für dich, wenn du etwas länger auf seinen Saft warten kannst und auch mal Sorbet mit deinem Gerät herstellen möchtest. Zudem liefert er die größte Saftausbeute im Test.

Die übrigen 12 Entsafter – das ein oder andere Highlight ist dabei

Wenn du denkst, die anderen Entsafter können nicht mithalten – weit gefehlt. Unter den verbleibenden Kandidaten gibt es durchaus interessante Geräte, die wir dir im Folgenden einmal vorstellen möchten.

Moulinex ZU420G – Vielfältig, farbenfroh und teuer

Der „Moulinex ZU420G“ Slow Juicer ist der große Bruder des ZU550A. Er kann neben Saft und Marmelade sogar Eis herstellen. Vor der Benutzung kannst du einstellen, ob du weiche oder harte Früchte beziehungsweise Gemüse entsaften möchtest. Der Clou: Nach der Entsaftung kannst du etwas Wasser in den Einfüllschacht gießen und das Reinigungsprogramm starten. Dieses spült das Sieb so lange, bis du den Entsafter ausschaltest. Wir finden das eine super Idee, dennoch ersetzt es nicht eine gründliche Reinigung per Hand oder in der Spülmaschine. Beim ZU420G haben wir einen Schaumtrenner vermisst. In knapp vier Minuten liefert das Gerät etwa 260 Milliliter Saft, jedoch mit etwas Mus drin. Der Trester ist trocken und die Lautstärke beträgt circa 70 Dezibel während des Betriebs. 

Fazit: Der Slow Juicer ZU420G von Moulinex liefert nicht nur viel Saft, sondern verfügt auch über ein Reinigungsprogramm und steht sehr sicher. Du kannst verschiedene Modi einstellen und sogar Eis damit machen. 

Sage the Nutri Juicer Classic SJE95: 4. Platz für den Kraftprotz

Ein top verarbeitetes Modell mit Zentrifuge in der gehobenen Preisklasse ist der „Sage the Nutri Juicer“. Mit ihm kannst du in kürzester Zeit 1 Liter Saft herstellen. Dafür sorgt der 1.200 Watt starke Motor. In die 75 Millimeter große Einfüllöffnung bekommst du auch ganze Früchte hinein. Auf einen Tropfstopp wurde beim Sage Modell aber leider verzichtet. Wenn du mehr zu dem leistungsstarken Entsafter der australischen Marke wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Einzeltest.

WMF Kult X landet mit guter Bedienung auf Platz 5

Mit seinen 500 Watt macht der WMF Entsafter aus der Kult X Serie einen guten Job. Er entsaftet schnell und lässt sich einfach zusammensetzen. Dir stehen zwei Geschwindigkeitsstufen zur Auswahl. In die Saftkanne bekommst du 1,2 Liter hinein. Außerdem kostet er nur ein Drittel des Sage Modells. Mehr zum WMF Kult X Entsafter erfährst du im Einzeltest.

Panasonic MJ-L700: Leise und schonend

Der einzige Slow Juicer aus unserem Entsafter Update, der „Panasonic MJ-L700“, hat standardmäßig 150 Watt und glänzt mit einem extra Einsatz für gefrorene Früchte. Damit kannst du ein leckeres Sorbet zaubern. Die Einfüllöffnung lässt sich durch Anheben des Deckels vergrößern, dann stoppt allerdings aus Sicherheitsgründen der Motor. Der Panasonic hat lediglich eine Geschwindigkeitsstufe und einen Rückwärtsgang, falls mal etwas im Gerät hängen bleibt. Rezepte findest du in der Anleitung. Der Saftbehälter mit Skala fast knapp 800 Milliliter und der Auffangbehälter für den Trester etwa 1 Liter. Leider hat der Saftbehälter weder einen Deckel noch einen Schaumtrenner. Dadurch erhalten wir im Test Saft mit Mus. Die Verarbeitung aller Teile finden wir hochwertig. Die Standfestigkeit ist allerdings aufgrund der Höhe nicht ganz so gut. Das Kabel ist mit 1,1 Meter das längste in unserem Entsafter Update.

Im Test haben wir fünf Gramm Ingwer, 156 Gramm geschälte Möhren und 176 Gramm entkernten Apfel entsaftet und 200 Milliliter Saft erhalten. Damit liefert der Panasonic so viel Saft wie der Aobosi. Die Saftausbeute ist abhängig von der Sorte des Obstes und Gemüses und der Jahreszeit. Deshalb kann das Ergebnis variieren. Slow Juicer arbeiten leiser und langsamer als Zentrifugalentsafter. Wir messen beim Panasonic eine Maximallautstärke von 75 Dezibel. Für den Saft braucht er etwa 3,5 Minuten. Geschmacklich kommt hier der Ingwer am meisten raus. Die Konsistenz ist nicht so fein wie bei den Zentrifugalentsaftern. Es befinden sich noch kleine Schalenstücke im Saft.

In die Spülmaschine dürfen die Einsätze für Saft und gefrorene Früchte sowie der Saft- und Tresterbehälter und die Reinigungsbürste. Von Hand lässt sich der Entsafter aber auch gut reinigen. Nur das Abtrocknen des Entsaftungsaufsatzes ist schwierig.

Fazit: Der Panasonic MJ-L700 ist ein gut verarbeiteter Entsafter mit großer Öffnung. Die Verarbeitung überzeug uns genauso, wie die leise Betriebslautstärke.

Moulinex ZU550A – Sicherer Stand und minimalistisches Design

Mit seinem grauen Gehäuse macht der „Moulinex ZU550A“ einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Die Auffangbehälter für Saft und Trester sind recht einfach konzipiert und haben jeweils ein Fassungsvermögen von 0,8 Liter. Den Aufbau und die Bedienung finden wir sehr intuitiv. Neben Saft kannst du auch mit einem separaten Aufsatz Marmelade herstellen. Die hochwertige Pressschnecke aus Metall erledigt ihren Job gut und entlockt dem Apfel, den Karotten und dem Ingwer 250 Milliliter Flüssigkeit in etwa 3,5 Minuten. Dabei entsteht eine Lautstärke von ungefähr 72 Dezibel.

Die Saftqualität gefällt uns gut, es entsteht wenig Schaum. Auffällig ist, dass der Saft mehr schwallartig in den Saftbehälter fließt. Er wird sozusagen von der Metallschnecke rausgeschwemmt. Der Moulinex ZU550A verfügt im Gegensatz zu vielen Konkurrenzen nur über einen Knopf, der gleichzeitig auch der An/Aus-Schalter ist. Mit seiner etwa 40 Millimeter kleinen Einfüllöffnung kann er allerdings nur kleingeschnittenes Pressgut „schlucken“. 

Fazit: Der Slow Juicer Moulinex ZU550A ist gut verarbeitet, steht sicher und eignet sich auch zur Herstellung von Marmelade. Die Saftausbeute finden wir gut

Bosch VitaJuice 2 – Wenig Saft, dafür sicher und hochwertig

Sicherheit wird beim Zentrifugenentsafter "VitaJuice 2" von Bosch großgeschrieben, deshalb verfügt er neben der standardmäßigen Sicherheitsverriegelung und Saugnäpfen auch über einen Motorstopp, wenn der Entsafter nicht richtig geschlossen ist. Durch die große Einfüllöffnung passt selbst unzerkleinertes Obst und Gemüse. Was uns beim Bosch besonders gut gefällt: Die Saftkanne hat einen Deckel und ein Fassungsvermögen von 1,25 Litern. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet, lassen sich aber auch von Hand relativ leicht reinigen.

Innerhalb von etwa 30 Sekunden liefert der Bosch allerdings nur circa 170 Milliliter Saft und hat damit die niedrigste Saftausbeute im Vergleich. Während des Betriebs erreicht er eine Lautstärke von ungefähr 82 Dezibel, was etwas unangenehm für unsere Ohren ist. Der Stopfer lässt sich bei diesem Zentrifugenentsafter sehr schwer herausziehen und „saugtsich sozusagen fest. Das Kunststoffgehäuse wirkt hochwertig und auch die Verarbeitung der Saftkanne überzeugt uns. 

Fazit: Der Bosch Entsafter ist sehr standsicher, gut verarbeitet und recht günstig. Nur die geringe Saftausbeute finden wir schade.

Braun J700 Multiquick 7 – Innovativer Tropfstopp und gute Saftausbeute

Leistungsstarke 1.000 Watt Motorleistung bietet der "J700 Multiquick 7" von Braun. Von den Zentrifugalentsaftern im Test liefert er mit 245 Millilitern in 1,5 Minuten die größte Saftausbeute. Der großzügige, kaffeekannenähnliche Saftbehälter fasst 1,25 Liter und verfügt über eine Skala und einen Deckel. Nachteil: Der Schaumtrenner kann erst nach dem Betrieb eingesetzt werden, da er sonst den Safteinlauf verhindert. Beim Entsaften erreicht der Braun eine Spitzenlautstärke von 90 Dezibel, im Leerlauf sind es circa 80 Dezibel.  

Das 4-Wege Sicherheitssystem soll dich vor Anwendungsfehlern schützen. Die Umsetzung des Tropfstopps gefällt uns bei diesem Modell besonders gut. Hinderlich sind jedoch die sperrigen Maße und das vergleichsweise hohe Gewicht. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das Gerät besteht zu großen Teilen aus Edelstahl. Das Kabel ist, wie auch beim Bosch, recht knapp bemessen. Die Einfüllöffnung ist mit 75 Millimetern ziemlich groß, der Einfüllschacht jedoch etwas kurz geraten.

Fazit: Der Braun Multiquick 7 hat einen smarten Tropfstopp, eine sehr gute Saftausbeute und klasse Verarbeitung. Nur der Einfüllschacht könnte hier etwas länger sein. 

Philips HR1856/70: Plastik-Ei mit Vorspülfunktion

Zugegeben das schwarze Kunststoffgehäuse des „Philips HR1856/70“ gewinnt nicht unbedingt einen Designaward, kommt aber recht solide rüber. Der Entsafter beschränkt sich auf eine Geschwindigkeitsstufe und liefert dir in 1:17 Minuten etwa 220 Milliliter leckeren Saft. Den Saftauslauf kannst du nach oben drehen und somit ein Volltropfen der Arbeitsplatte vermeiden. In die Saftkanne mit Skala und Deckel passen 800 Milliliter hinein. Der Stopfer ist transparent und hat einen abnehmbaren Deckel. Er eignet sich zum Einfüllen von Flüssigkeiten, da er einen Boden mit Löchern hat. Die Standfestigkeit gefällt uns trotz Saugfüßen nicht besonders. Mit dem Gerät wird leider keine richtige Bedienungsanleitung mitgeliefert. Der Philips Zentrifugenentsafter hat mit 80 Zentimetern ein vergleichsweise kurzes Kabel.

Im Test entsaften wir vier Gramm Ingwer, 157 Gramm Karotten und 174 Gramm Apfel. Dabei arbeitet der Philips mit 81 Dezibel. Der Trester landet teilweise in Kugelform im Behälter. Auch Schalenreste sind noch vorhanden. Beim Einlaufen des Saftes spritzt es schon mal etwas. Der Tresterbehälter lässt sich nicht so einfach entleeren, da er recht verwinkelt ist. Nach dem Entsaften kannst du etwas Wasser in den Stopfer mit Sieb einfüllen. So wird das Sieb und der Saftbehälter etwas vorgespült. Falls du den Trester weiterverarbeiten möchtet, solltest du diesen vorher entnehmen. Dazu musst du leider das Gerät auseinanderbauen, da der Tresterbehälter in das Gerät integriert ist. Der Vorteil: Du kannst alle Einzelteile in die Spülmaschine geben. Die Reinigung des Siebeinsatzes von Hand gestaltet sich schwierig, weil keine Reinigungsbürste mitgeliefert wird.

Fazit: Der Philips Entsafter HR1856/70 arbeitet schnell und liefert in unserem Test eine gute Ausbeute.

Russell Hobbs 24741-56 Horizon – Umständliche Reinigung und Lautstärke überzeugen nicht

Die Saftausbeute beträgt, wie bei fast allen Zentrifugalentsaftern auch hier 200 Milliliter. Für seine 550 Watt Motorleistung gibt er ganz schön Gas und schleudert während des Betriebs viel Trester umher. Dabei erreicht der Horizon eine Lautstärke von über 90 Dezibel. Mit dem 0,75 Liter „kleinen“ Saftbehälter hat Russell Hobbs etwas gespart. Die Kunststoffteile, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen, sind BPA-frei. Die Saugnäpfe auf der Unterseite sorgen für einen festen Stand während der Benutzung. Nach dem Stillstand des Motors lässt sich der Fruchtfleischbehälter nur schwer entnehmen. Zudem sind die festen Frucht- und Gemüsereste noch recht nass. Die Reinigung gestaltet sich etwas fummelig und das weiße Kunststoffteil hat sich im Test verfärbt. Die Verarbeitung ist für den Preis in Ordnung.

Fazit: Der Russell Hobbs Horizon Entsafter kann mit seinem günstigen Preis und dem sicheren Stand punkten. Bei der Reinigung sehen wir aber noch Luft nach oben. 

Monzana DBES001 – Günstiger Preis, dafür aber leider nur durchschnittliche Ergebnisse

Das günstigste Modell im Test ist der „Monzana DBE S001“, dementsprechend wirkt auch das Äußere. Das Edelstahlgehäuse soll dem Modell zwar eine edle Optik verleihen, bei näherem Hinschauen sieht man jedoch, dass die Qualität nicht so hochwertig ist. Der Motor macht mit seinen 850 Watt eine ordentliche Arbeit und die etwa 40 Sekunden Zubereitungszeit überzeugen ebenfalls. Mit 88 Dezibel ist der Monzana verhältnismäßig laut, schafft dafür aber in kürzester Zeit 190 Milliliter Saft.

Seine Standfestigkeit wird durch Saugnäpfe an der Unterseite gewährleistet. Hier findest du zwei Geschwindigkeitsstufen und eine Pulsfunktion, die für eine bessere Vermischung des Saftes sorgen soll. Laut Hersteller passen zwei Liter in den Tresterbehälter und ein Liter in den Saftbehälter, der uns aber dafür etwas klein vorkommt. Beim Kauf erhältst du ein Rezeptbuch per Mail. 

Fazit: Der Monzana Entsafter arbeitet schnell, dafür erhalten wir aber auch nicht ganz so viel Saft im Test. Ihr sicherer Stand kann uns hingegen überzeugen. Bei der Verarbeitung und Lautstärke ist aber noch Nachbesserung nötig. 

Aobosi AMR520 – Low-Budget Slow Juicer mit kleiner Einfüllöffnung

Der Slow Juicer von Aobosi kommt in einer interessanten Optik daher. Er ähnelt etwas einem Fleischwolf. Beim Aufbau ist zu beachten, dass direkt am Gerät der Saftbehälter und davor der Tresterbehälter aufgestellt werden muss. Anders als bei anderen Entsaftern wird der Trester in kleinen „Würstchen“ ausgeworfen. Diese sehen fast aus wie Erdnussflips. Laut Hersteller soll die Lautstärke des Geräts unter 60 Dezibel liegen, wir haben allerdings circa 72 Dezibel gemessen. Auffällig ist, dass beim Betrieb der „Arm“, in dem die Pressschnecke sitzt, sehr wackelt und ausgesprochen instabil wirkt.

Praktisch: Das Gerät verfügt über einen „Rückwärtsgang“, der hilft Blockierungen aufzulösen.
Die abnehmbaren Teile bestehen aus BPA-freiem Tritan und dürfen in die Spülmaschine. Mit lediglich 200 Milliliter Saft liefert er eine vergleichsweise geringe Ausbeute. Die Verarbeitung kann uns auch nicht wirklich beeindrucken.

Fazit: Der Aobosi Entsafter hat uns im Test nicht wirklich überzeugt. Die Verarbeitung ist ausbaufähig und auch die Saftausbeute könnte besser ausfallen. 

Efbe-Schott Malina E 2 – Schnell aber nicht gerade ungefährlich

Mit nur 350 Watt Motorleistung ist der Zentrifugalentsafter von efbe-Schott in seiner Kategorie der Schwächste, im Betrieb sieht das jedoch ganz anders aus. Kaum ist das Gerät eingeschaltet, gibt die Reibscheibe mit 27.000 Umdrehungen in der Minute Vollgas. Durch die vergleichsweise kleine Einfüllöffnung passt nur kleingeschnittenes Obst und Gemüse – das gibt Abzüge in der Konstruktion.

Achtung: Die Länge des Einfüllschachts ist sehr kurz, daher kommt dir, wenn du den Stopfer nicht schnell genug wieder aufsetzt, auch gerne mal ein Apfel oder eine Karotte entgegen. Hier heißt es also schnell sein und keinesfalls mit dem Finger etwas in die Öffnung schieben.

Eine Überraschung stellt der Entsafter von efbe-Schott dar. Trotz geringer Leistung hat er ordentlich Power. Aber Vorsicht beim Befüllen, der Einfüllschacht ist knapp bemessen

Gut gefallen hat uns bei diesem Modell, dass man mit dem groben Filterstreifen auch Kartoffeln für Kloßteig reiben kann. Im Lieferumfang befindet sich ein feiner und ein grober Filterstreifen aus Kunststoff, worin sich bei der Benutzung der Trester sammelt. Der Zusammenbau ist leicht, wenn du beachtest, dass die Plastikabdeckung, die zunächst wie Verpackungsmaterial aussieht, den Motor vor Flüssigkeiten schützen soll.

Nachteil: Ist der Filterstreifen voll, wird der Entsafter unruhig, dreht sich und springt fast von der Tischplatte. Ein durchsichtiges Gehäuse oder eine Stoppfunktion wären bei diesem Modell von Vorteil. Die Lautstärke erreicht zu Bestzeiten über 90 Dezibel und verursacht somit einen ohrenbetäubenden Krach. Die Reinigung konnte uns leider auch nicht überzeugen.

Fazit: Mit dem Efbe-Schott kannst du sogar Kloßteig herstellen. Der Motor hat richtig viel Power und bereitet dir mit viel Lärm deinen Saft zu. Den Filterstreifen solltest du zwischendurch säubern, sonst läuft der Entsafter unruhig. 

Wie haben wir die Entsafter getestet?

Als erstes haben wir alle Entsafter ausgepackt und aufgestellt. Der Aufbau und die Inbetriebnahme gehen fast immer problemlos von der Hand. Hier und da lässt sich das Sieb nicht so leicht einsetzen oder ein Verschluss klemmt etwas, aber nichts, was sich nicht mit einem Handgriff lösen lässt. Alle Entsafter verfügen über einen Sicherheitsverschluss, der verhindert, dass sich der Deckel während des Betriebs löst. Der Braun zum Beispiel lässt sich gar nicht erst einschalten, wenn er nicht richtig zusammengesetzt ist. Für den sicheren Stand haben Marken wie Philips oder Russell Hobbs Saugnäpfe unter den Geräten angebracht. Die Kabellänge fällt bei Philips, Bosch und Braun recht kurz aus. Hier ist ein Verlängerungskabel von Vorteil.

Nach dem Aufbau geht es an die Bedienung. Stecker rein, fertig! Wir schalten den Entsafter an und werfen als erstes den Apfel, dann die Möhren und zum Schluss den Ingwer rein. Der Apfel geht fast immer problemlos, bei den Möhren geraten vor allem die Slow Juicer hier und da etwas ins Stocken. Doch selbst wenn nicht sofort viel Saft in den Behälter fließt, einfach weiter Lebensmittel einfüllen. Eine Blockade ist bei keinem Modell aufgetreten.

Der Preis-Leistungs-Sieger Severin während dem Test

Saftausbeute und Konsistenz – hier weiß nicht jeder Entsafter zu überzeugen

In puncto Geschwindigkeitsstufen hat der Monzana die Nase vorn. Er verfügt über insgesamt drei Stufen. Mit lediglich einer Stufe ist hingegen der Moulinex ZU550A ausgestattet. Die Saftausbeute variiert von 170 Milliliter beim Bosch bis hin zu 280 Milliliter beim Severin. Braun und Philips sind die einzigen Zentrifugalentsafter die es über die 200 Milliliter-Schwelle hinaus schaffen. Nun zur Konsistenz: Lediglich beim Moulinex ZU420 und Panasonic MJ-L700 bekommen wir keinen klaren Saft. Die Schaummenge unterscheidet sich je nach Entsafter. Mithilfe eines Schaumtrenners kann dieser aber abgeschöpft werden.

Reinigung – Bei den Sieben heißt es ordentlich schrubben

Fast immer wird eine Reinigungsbürste bei den Produkten mitgeliefert. Die Reinigung der Siebe gestaltet sich dabei fast immer am aufwendigsten. Bei hellen Kunststoffteilen treten schnell Verfärbungen auf, die sich jedoch einfach mit etwas Pflanzenöl entfernen lassen. Bei Geräten, wo die Einzelteile auch in die Spülmaschine dürfen, hast du es noch einfacher. Der Trester ist bei den Entsaftern mit Zentrifugen, wie zum Beispiel dem Braun, deutlich nasser als bei den Slow Juicern. Das macht auch die Reinigung schwieriger, da das Mus in allen Ecken hängen bleibt und nicht immer den Weg in den Auffangbehälter findet.

Reinigung des Entsaftersiebs

Was muss ich beim Kauf eines Entsafters beachten

Vor dem Kauf gibt es einige Aspekte zu beachten, hier erfährst du worauf es ankommt:

  •  Preis: Wenn du ein preisgünstiges Gerät suchst, sind die Zentrifugalentsafter (zum Beispiel von Monzana oder Russell Hobbs) oft günstiger in der Anschaffung. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis setzt sich im Entsafter Test allerdings der Severin Slow Juicer gegen die Konkurrenz durch.
     
  • Die Leistung auf dem Datenblatt sagt wenig über die tatsächlich auf die Reibscheibe übertragene Power aus. Der efbe-Schott zum Beispiel gibt für seine 350 Watt ordentlich Gas. Aber auch unser Testsieger, der Kenwood, hat ziemlich viel Power.
     
  • Lautstärke: Hier kommt es nicht nur auf die Dezibelzahl an, wir haben uns auch angeschaut, wie angenehm oder nervtötend die Betriebsgeräusche sind. Dabei arbeiten die Slow Juicer deutlich leiser. Unangenehm finden wir den Russell Hobbs, efbe-Schott und Braun Entsafter.
     
  • Gewicht und Maße: Wenn du den Entsafter im Schrank verstauen möchtest, sollte er nicht zu sperrig und schwer sein. Hier kann vor allem der Severin punkten.
     
  • Zubehör: Saft- und Tresterbehälter sowie eine Reinigungsbürste sind das Minimum. Wünschenswert finden wir austauschbare Siebe oder ein Extra-Aufsatz für Eis oder Marmelade.

Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Doch nicht jeder ist bereit drei bis fünf Minuten auf seinen Saft zu warten, auch wenn es das Ergebnis durchaus Wert ist. Für die schnelle aber oft auch laute Entsaftung eignen sich die oftmals wuchtigen Zentrifugalentsafter gut. Sie verfügen meist über eine große Einfüllöffnung. Da passen auch problemlos ganze Äpfel rein.

Die Slow Juicer brauchen zwar für die Saftgewinnung länger, liefern dafür aber auch mehr Saft und machen weniger Lärm. 

Achtung: Die Zentrifugalentsafter haben nicht selten richtig viel Power und dürfen laut Hersteller oftmals nicht länger als 1 Minute am Stück betrieben werden.

Entsafter Rezept – Zaubere dir deinen grünen, gesunden Saft

Neben dem Rezept mit einem Apfel, zwei Karotten und etwas Ingwer haben wir noch ein zweites Gemüse-Tonic Rezept ausprobiert. Dieses lautet wie folgt:

  • 1 Hand voll Spinat
  • 4 Stiele Petersilie
  • 4-6 Möhren

Neben dem Apfel-Karotten-Ingwer Saft haben wir noch einen grünen Powerdrink für dich ausprobiert

Was es noch alles über Entsafter zu wissen gibt