Gemüseschneider Test – Welcher Schnippler ist der beste

Die zehn von uns getesteten Pommes- und Gemüseschneider haben wir in zwei Kategorien aufgeteilt: Einmal die Gemüseschneider mit Klappe, bei denen das Gemüse von oben herab mit einer Klappe durch das Klingengitter in einen Auffangbehälter gedrückt wird. Aus dieser Kategorie haben wir sechs Geräte getestet.

Zum anderen die Gemüseschneider mit Hebel, bei denen du das Gemüse mithilfe eines Hebels in horizontaler Richtung durch ein Klingengitter schiebst. Dabei hat sich herausgestellt, dass die „Hebler“ deutlich mehr Schub entwickeln, weswegen die Pommes und Gemüsesticks mit diesen Geräten kochseitig mit deutlich weniger Kraftaufwand gelingen. Entsprechend lässt sich damit mehr Gemüse zerkleinern. Am Ende des Tests führen die vier Gemüseschneider mit Hebel das Testranking deutlich an.

Diese Kriterien sind im Gemüseschneider Test ausschlaggebend

  • Verarbeitungsqualität und Ausstattung: Da uns das Gerät dauerhaft und immer wieder die Zubereitung von Gemüsestiften erleichtern soll, spielt die Verarbeitungsqualität eine große Rolle. Außerdem: Welches Zubehör legen die Hersteller dem Gemüseschneider bei? Gibt es weitere Klingengitter für unterschiedlich dicke Pommes? Oder kleine Helferlein für die Reinigung der jeweiligen Schneider?
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Wird das Stifteln zur Schufterei oder macht es sogar Spaß, einen Gemüserohling nach dem anderen durch die Klingen zu jagen? 
  • Rohkost-Schnitt bzw. Klingenqualität: Wie schlagen sich die Klingen beim Zerkleinern von festkochenden Kartoffeln? Und wie bei festerem Gemüse wie zum Beispiel Karotten und Sellerie?

Zehn Gemüseschneider haben wir für dich getestet. Vier mit Hebelmechanismus, die restlichen sechs mit Klappmechanismus

Schick und schnell – der Testsieger von Westmark

Der Westmark ist vor allem aus einem Grund unser Testsieger – er macht Spaß. Und wer hätte gedacht, sich das mal übers Gemüseschneiden sagen zu hören. Von Saugfüßen auf der Arbeitsplatte gehalten, steht der Gemüseschneider sicher und wartet nur darauf, wieder und wieder gefüttert zu werden. Dabei schiebt der Hebel das Gemüse so unwiderstehlich durch das Klingengitter, dass du dich fast schon in einen Rausch schnippeln kannst. Am Ende wartet ein ganzer Pommeshaufen nur darauf, endlich frittiert zu werden. Karotten und Sellerie machen ähnlich viel Spaß, allerdings ist dafür ein etwas höherer Kraftaufwand nötig. Der Materialmix aus Metallhebel und Kunststoffgehäuse erweist sich als absolut unproblematisch, zu keiner Zeit gibt das Material nach oder weckt Zweifel an der Langlebigkeit des Gemüseschneiders. Zum Lieferumfang gehören drei unterschiedlich starke Klingengitter, die sich einfach arretieren, ausbauen und reinigen lassen. Den Westmark Gemüseschneider bekommst du zum Hammerpreis von 18 Euro (Stand Juli 2019).

 

Großer Schnippler für kleine Kohle: Der Leifheit wird Preis-Leistungs-Sieger

Im Ruhezustand erinnert der Gemüseschneider auf den ersten Blick an einen Delfinkopf, weswegen wir den Pommes-Frites-Schneider von Leifheit sofort ins Herz schließen. Verglichen mit allen anderen Testgeräten ist er jedoch recht groß geraten, weswegen es Abzüge gibt, wenn es ans Aufräumen geht. Das wars dann aber auch schon mit den Nachteilen. Denn auch der Leifheit Gemüseschneider begeistert, wenn du gerne Frittenberge aufhäufst. Dafür einfach die Kartoffeln in eine spezielle Mulde legen, den ergonomisch geformten Riesenhebel drücken, schon rauscht die Knolle durch eines von zwei möglichen Gittern. Und auch wenn es sich ausdrücklich „nur“ um einen Kartoffelschneider handelt, schlucken die Gitter auch Karotten ohne mit der Wimper zu zucken. Die Verarbeitungsqualität sämtlicher Komponenten ist top. Zudem steht der schwere Gemüseschneider rutschfest, weswegen die Pommesproduktion sogar im Akkord gelingt. Weil der ganze Spaß nur 15 Euro (Stand Juli 2019) kostet, küren wir den Leifheit zum Preis-Leistungs-Sieger.

Alle weiteren Gemüseschneider im Test

Wir haben noch mit weiteren acht Gemüseschneidern geschnippelt. Dabei stellt sich abermals heraus: Die horizontal schneidenden Hebler vereinen Masse und Klasse, da freut man sich, wenn sich eine ganze Kinderschar zum Pommes-Essen angekündigt hat. Die Gemüseschneider mit Hebelmechanismus erweisen sich in unserem Gemüseschneider Test als die effizienteren: Die vier Hebler machen die ersten vier Plätze nahezu konkurrenzlos unter sich aus. Andere Gemüseschneider verabschieden sich schon nach dem ersten Gebrauch.

Tefal Pommes- und Gemüseschneider – Solider Arbeiter für den Dauerbetrieb

Was ein Euro ausmacht: Der „Tefal-Horizontalschneider K03154" ist gewissermaßen der zweite Preis-Leistungs-Sieger in unserem Test, im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Leifheit Gemüseschneider trennen ihn nur der eine Euro in der Anschaffung und eine gefühlt nicht ganz so wertige Verarbeitung vom Topplatz. Dass auch nur ein einziges Klingengitter zum eher dürftigen Lieferumfang gehört, sorgt ebenfalls nicht für die entscheidenden Pluspunkte. Weitere Klingen sind aber separat erhältlich. Ansonsten macht der Gemüseschneider, was er soll – nämlich Kartoffeln, Karotten und Sellerie flott und ohne Mucken in saubere Streifen schneiden. Für die Reinigung in der Spülmaschine lässt sich der Schneider sauber zerlegen. Zu haben ist der Tefal Pommes- und Gemüseschneider für 16 Euro (Stand Juli 2019).

Gefu Stifteschneider – Stabil und mit hohem Anpressdruck

Der „Gefu Gemüseschneider 13750" hat sich die Standfestigkeit zur Hauptaufgabe gemacht, wofür hinten am Gerät ein leistungsstarker Saugnapf installiert ist. Ist er mal auf diese Weise arretiert, flutscht das Gemüse nur so durch das scharfe Klingengitter, das zur späteren Reinigung einfach herausgenommen werden kann. Die wertige Ausführung der gesamten Apparatur aus Metall sorgt dafür, dass selbst größere Gemüsemengen zügig und ohne größeren Kraftaufwand weggeschnippelt werden. Und du den Gemüseschneider am Ende noch an deine Enkel vererben kannst. Das Vergnügen hat jedoch seinen Preis: Der Kostenpunkt für den Gefu Gemüseschneider liegt bei knapp 34 Euro (Stand Juli 2019).

Alligator Chopper – Metaller mit kräftiger Klappe und Schnappatmungspreis

Aus dem inoffiziellen Testrennen der Klappschneider geht der „Alligator Chopper 3093“ eindeutig als Sieger hervor. Seine Edelstahlkonstruktion, das Materialgewicht und die Verarbeitungsqualität sorgen sortenübergreifend für saubere Gemüsesticks. Dabei kommt dem Gemüseschneider zugute, dass sich das Klingengitter in der oberen Klappeinheit befindet, die von oben runter auf Kartoffel, Karotte und Sellerie gedrückt wird. Ebenfalls durchdacht: Das unter dem Gemüse liegende Sieb vereinfacht das Entfernen von kleinen Gemüseresten, die bei anderen Geräten mühsam herausgekämmt oder -gefummelt werden müssen. Leider hat der gute Gemüseschneider auch seine Schattenseiten, der Stahlpreis schlägt voll durch: Fast 90 Euro (Stand Juli 2019) für einen Klappschneider, da fällt einem am Ende leider nicht mehr viel ein, was die Kaufentscheidung begünstigen kann.

Lurch Würfel- und Stifteschneider – Beinahe ein Hoffnungsschimmer am Klapper-Horizont

Verglichen mit dem „Sedhoom“ Gemüseschneider und dem „Culinario“ präsentiert sich dieser Schneider aus Plastik in der Verarbeitungsqualität deutlich besser. Die Klingengitter liegen fest arretiert auf der Auffangbox, das Klappen weckt auch nach mehreren Versuchen den Verdacht, dass die Konstruktion von Dauer sein könnte. Die Schnittergebnisse aller drei Gemüsesorten bestätigen die Vermutung selbst nach mehrmaligem Durchdrücken - rekordverdächtig schnell gelingt das aber auch diesmal nicht. Krass: 33 Euro (Stand Juli 2019) für die Anschaffung werfen selbst den solideren Gemüseschneider ruckzuck aus dem Rennen.

Nicer Dicer Smart – Schleppende Zubereitung mit Vollausstattung

Schon beim Öffnen des Pakets zeigt sich die umfangreiche Ausstattung des „Nicer Dicer Smart“ Schnipplers von Genius. Verschieden strake Klingengitter, ein Gemüsehobel und sogar ein Spargelschäler sind bei diesem Gemüseschneider mit an Bord. „Geklappert“ wird in eine verschließbare Frischebox unter den Klingen. Soweit so gut. Doch bis du dann deine Kartoffel auf die Klingen gesetzt (sie darf ja nicht umfallen!) und mit dem oberen Verschluss fixiert hast, bist du mit deiner Geduld auch fast schon am Ende. Das Durchdrücken der Kartoffel gelingt dann aber ordentlich.

Allerdings erweckt der ganze Apparat nicht den Eindruck, als würde er mehrere Schnitte bei höherem Kraftaufwand überleben. Schon gar nicht, wenn du Karotten oder rohen Sellerie in den Gemüseschneider einlegst. Da musst du soviel Kraft aufwenden, dass die Kunststoffscharniere sichtlich und hörbar Versagensängste plagen. Für den Nicer Dicer Smart Gemüseschneider musst du 30 Euro (Stand Juli 2019) hinblättern.

Nicer Dicer Quick – Vor allem schnell wieder zur Seite gelegt

Der Schnippler „Genius Nicer Dicer Quick“ für Kleinstmengen wirkt beinahe wie ein Scherzartikel. Oder wie eine Pastazange mit Mini-Container am unteren Ausgang. Mehr als eine kleine Knolle passt in den kleinen Behälter unter der zangenartigen Klappe nicht rein. Das heißt, du musst die Kartoffel entweder vorschneiden oder nur kleine Knollen verwenden. Denn nur eine Mini-Kartoffel schneiden, wenn du die die Fritteuse schon mal anschmeißt? Eher nicht. Das gibt deutlichen Abzug! Kartoffeln zersägt der Quick Gemüseschneider anschließend passabel, die ganze Konstruktion gibt sich aber keine Mühe, Hoffnungen auf Langlebigkeit zu wecken: alles Kunststoff, alles wackelig.

Am Ende bleiben die rohen Karotten im Klingengitter hängen, die Klingen machen buchstäblich die Biege. Dass dafür fast 25 Euro (Stand Juli 2019) aufgerufen werden, bestätigt den Verdacht, dass es sich um einen Scherzartikel handeln muss. Immerhin darf der Gemüseschneider in die Spülmaschine.

Sedhoom Gemüseschneider – Einmal gedrückt, gleich ein Sprung in der Schüssel

Der Gemüseschneider von „Sedhoom“ krankt an der gleichen Stelle wie alle Klappschneider. Der Klappenwinkel ist bei größeren Kartoffeln einfach so ungünstig, dass wir sie gar nicht erst „einspannen“ möchten, weil es so ein Gefummel ist. Da macht die Ergonomie die Zubereitung zu einer zähen Angelegenheit. Da hilft es auch nicht, dass der Sedhoom Gemüseschneider mit umfangreicher Ausstattung aus dem Karton hüpft. Sogar ein Kamm ist dabei, um Gemüsereste aus den Klingengittern zu entfernen. Als dann aber beim Durchdrücken der ersten Karotten (die Kartoffeln hat er gerade noch so gepackt) der Auffangbehälter bricht, ist unser Test ruckzuck vorbei. Preislich liegt der enttäuschende Sedhoom Gemüseschneider bei 18 Euro (Stand Juli 2019).

Culinario Universalschneider – fragwürdige Verarbeitung

Das Manko der „Klapper“ setzt sich beim „Culinario“ Gemüseschneider fort, in diesem Fall begleitet die ungünstige Ergonomie ein abermals schwächelndes Material: Die obere Verschlusseinheit des Universalschneiders wird schon verzogen geliefert. Jedes Durchdrücken von Kartoffeln, Karotten und Sellerie wirkt so, als würde die Konstruktion gleich beim nächsten Schnitt zur Retoure werden. Was zum Glück aber nicht geschieht. Währenddessen gehen die Kartoffeln ordentlich durch, Karotten sind da schon eher ein Abenteuer, das den Culinario in den Überlebenskampf zwingt. Der Gemüseschneider kostet mit knapp 18 Euro (Stand Juli 2019) fast genauso viel wie der Testsieger, schnibbelt aber bei weitem nicht so gut.  Da lässt uns auch die wacklig-weiche Ausstattungsoffensive in Form von Hobel und Reinigungskamm kalt. Weiteres Manko: Selbst nach intensivem Schrubben des Gemüseschneiders von Hand lässt sich die Einfärbung nach dem Karottenschneiden nicht entfernen. Ein gut sichtbarer Orangestich bleibt erhalten.

Wie haben wir die Gemüseschneider getestet?

Wir haben jeden Gemüseschneider auf Ausstattung und Verarbeitungsqualität überprüft. Wichtigstes Kriterium in unserem Gemüseschneider Test ist jedoch das Schnittergebnis von rohen Kartoffeln, Karotten und Sellerie, die wir kiloweise durch die Gemüseschneider gedrückt haben. Dabei haben wir auf ergonomische Vor- und Nachteile ebenso geachtet, wie auf die Gleichmäßigkeit des Schnittguts, also die Pommes und Gemüsesticks. Die Verarbeitungsqualität haben wir dabei abermals gut untersucht.

Welcher Gemüseschneider-Typ ist empfehlenswert?

Nach unserem Test empfehlen wir eindeutig einen Gemüseschneider mit Hebel. Schon der Mechanismus überzeugt in allen Bereichen von der Ergonomie über Verarbeitungsqualität bis hin zum Preis. Die Nase vorn haben da ganz klar der Testsieger Westmark und der Preis-Leistungs-Sieger von LeifheitBeim Kauf eines Gemüseschneiders kannst du übrigens ordentlich Geld versenken. Das haben wir deutlich in unserem Test zu Spüren bekommen: Der Preis sagt, wie so oft rein gar nichts über die jeweilige Produktqualität aus. 

Wichtige Fragen zu Gemüseschneidern