Der Philips HD9260/90 Airfryer XL hat sich unserem Test mit neun weiteren Heißluftfritteusen gestellt. Dabei landet er auf einem guten vierten Platz. Er liegt gleichauf mit dem Philips HD9652/90 Airfryer XXL, den wir 2019 bereits getestet haben. Gut gefallen uns beim HD9260 die Verarbeitung, der großzügige Frittierkorb und die Ergebnisse. Alle Details zu dem Modell erfährst du in diesem Einzeltest. 

Vor- und NachteilePhilips HD9260/90 Airfryer XL

Philips Heißluftfritteuse Airfryer XL von vorne
Philips Heißluftfritteuse Airfryer XL von vorne

+ Verarbeitung
+ großer Frittierkorb
+ Frittier-Ergebnis 
 
- Gewicht 

Überzeugende Qualität mit gutem Ergebnis

Optisch fällt die Philips Heißluftfritteuse nicht aus dem Rahmen. Sie ist in schlichtem Schwarz gehalten und hat eine ähnlich klobige Bauart wie die anderen Modelle aus unserem Test. Denn eins muss dir bewusst sein: So eine Heißluftfritteuse braucht schon ihren Platz. Wenn sie häufig im Einsatz ist, solltest du ihr also vielleicht sogar einen festen Standort in deiner Küche geben. Ansonsten brauchst du etwas Platz in der Abstellkammer oder in einer großen Schublade. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses gefällt uns ausgesprochen gut. Es wirkt solide und alle Teile passen gut zusammen. Die Haptik der Knöpfe rund um das LED-Display ist ebenfalls sehr angenehm. Die Pfanne inklusive Frittierkorb lässt sich gut rausziehen und wieder reinschieben. Per Knopfdruck kannst du den Korb separat entnehmen. Die Pfanne ist matt beschichtet und verfügt über eine Max-Markierung. 

Eine Heißluftfritteuse für mehr als nur Pommes

Doch wozu brauche ich eigentlich eine Heißluftfritteuse? Mit diesem unkomplizierten Gerät kannst du schnell und ohne viel Fett leckere Speisen zubereiten oder Gerichte schonend aufwärmen. Denn die Heißluftfritteuse ist schneller als ein Backofen und arbeitet gesünder als eine herkömmliche Fritteuse. Mit dem Philips Airfryer kannst du neben Frittieren auch Backen, Grillen, Braten und natürlich Aufwärmen.  

Durch die Rapid Air Technologie und das patentierte Seestern Bodendesign wird eine schnelle Luftzirkulation erreicht, diese sorgt für ein besonders gleichmäßiges Frittier-Ergebnis. Dieses gefällt uns neben dem von Tefal am besten. Die Pommes werden schön gebräunt, könnten allerdings noch etwas krosser sein. Aber das trifft auf alle Modelle in unserem Test zu. Mit einer Verlängerung der Zubereitungszeit kannst du das Ergebnis aber leicht auf deine Wünsche anpassen.

Die Verarbeitung der Philips Airfryer XL gefällt uns sehr gut. Alle Bestandteile sind sauber gearbeitet und der Garkorb lässt sich gut reinschieben und rausziehen

Einfache Bedienung und großzügiges Fassungsvermögen

Das LED-Display lässt sich leider nicht aus jedem Winkel gut ablesen. Frontal ist das kein Problem, wenn du allerdings von oben darauf hinabschaust, lässt sich die Zahl nur erraten. Rund um das Display sind sieben verschiedene Tasten angebracht. Rechts unten befindet sich der Powerknopf. Darüber liegen zwei Pfeiltasten, mit denen du die Zeit und Temperatur einstellen kannst. Links oben switchst du zwischen Zeit und Temperatureinstellung. Darunter liegen zwei Tasten, wo du deine Favoriten speichern kannst. Unten in der Mitte kannst du den Garvorgang starten oder pausieren.  

Das Fach für das 77 Zentimeter lange Kabel befindet sich auf der Rückseite. Obwohl der Philips Airfryer laut Hersteller nur ein Fassungsvermögen von 1,2 Kilogramm hat, finden wir die Maße des Frittierkorbs sehr großzügig. Hier kannst du bequem vier bis fünf Brötchen drin aufbacken. Angetan sind wir auch von der sehr guten Standfestigkeit der Philips Heißluftfritteuse. Nach 30 Minuten Inaktivität schaltet sich das Gerät von selbst aus.  

Frontal lässt sich das Display der Philips Heißluftfritteuse gut ablesen. Wenn du allerdings von oben oder etwas seitlich daraufschaust, ist die Anzeige nur schwer lesbar

Philips Airfryer XL im Praxistest 

In unserem Test packen wir die 300 Gramm Karotten für 10 Minuten bei 200 Grad in den Frittierkorb. Die Pommes bereiten wir 18 Minuten bei 180 Grad zu. Schade, dass es keine automatischen Programme gibt. Wenn die eingestellte Zeit abgelaufen ist, ertönt ein Signal, das sich wie eine Sirene anhört. Nach dreimaligem Piepsen ist dann aber auch Ruhe. Während des Betriebs liegt die Lautstärke etwa bei 60 dB(A). Die Karottensticks werden beim ersten Anlauf leicht gebräunt, schmecken lecker, sind aber noch bissfest. Auch die Pommes gelingen uns sehr gut und können mit denen aus dem Tefal Gerät mithalten. Beim zweiten Durchgang haben wir die Pommes auf 20 Minuten und die Gemüsesticks 15 Minuten drin gelassen. Also einfach etwas herumprobieren, dann findest du die richtige Garzeit schnell heraus.

Damit das Ergebnis möglichst gleichmäßig wird, solltest du das Gargut zwei bis drei Mal während der Laufzeit schütteln. Also die Schublade herausnehmen und die Pommes oder Karottensticks im Frittierkorb wenden. 
Falls du Inspiration für die Zubereitung der Lebensmittel in der Heißluftfritteuse suchst, findest du einige Rezepte in der Anleitung und Hunderte weitere in der NutriU App.

Reinigung ist relativ simpel

Nach dem Essen geht´s dann ans Schrubben. Hier brauchst du allerdings nicht viel Zeit einzuplanen. Alle abnehmbaren Teile dürfen in die Spülmaschine und lassen sich auch einfach von Hand reinigen. Beim Abtrocknen haben wir allerdings mit der Pfanne ein paar Schwierigkeiten: Weil diese so verwinkelt ist, lässt sie sich nicht so einfach abtrocknen.

Wie viel Öl brauche ich für die Philips Heißluftfritteuse und wo kommt es rein? 

Da Heißluftfritteusen mit wenig bis gar keinem Öl auskommen, brauchst du hier nur ganz wenig. Bei frischen Pommes zum Beispiel ein Esslöffel auf 500 Gramm. Die Ölzugabe hängt jedoch vom Gericht ab, das du zubereiten möchtest. Bei Kartoffelecken, Hähnchensticks oder Fischfilet wird eine Ölzugabe empfohlen. Dabei wird das Frittiergut vor dem Einlegen in den Korb eingeölt, also bitte kein Öl in die Pfanne einfüllen.

Darum belegt der Philips Airfryer XL einen der vorderen Plätze 

Die Heißluftfritteuse von Philips wiegt zwar stolze 7,6 Kilogramm, liefert dir dafür aber auch leckere Pommes und Karottensticks. Der Airfryer eignet sich für drei bis vier Personen und hat ein Frittiervolumen von 1,2 Kilo. Das finden wir rein optisch ziemlich großzügig. Die Temperatur lässt sich zwischen 60 und 200 Grad einstellen. Die Verarbeitung gefällt uns bei diesem Modell besonders gut. Die Bedienung und die Reinigung sind einfach, lediglich ein paar Automatikprogramme wären wünschenswert. Für den Preis können wir das aber gut verschmerzen. Wenn du etwas mehr ausgeben kannst, ist der Philips Airfryer XXL für 250* eine gute Alternative, dieses Modell hat 5 Automatikprogramme.

Bei diesen Heißluftfritteusen geht es ebenfalls heiß her 

Unser Testsieger, die De’Longhi Extra Chef ist eine Heißluftfritteuse mit Trommel. Sie hat für ihre 1.400 Watt ordentlich Power und liefert dir ein tolles Frittier-Ergebnis. Sie eignet sich für bis zu acht Personen und kann mit sieben Automatikprogrammen überzeugen. Mehr zur De’Longhi erfährst du in unserem Vergleichstest.

Den zweiten Platz im Heißluftfritteusen Test belegt die Tefal YV9708 ActiFry Genius XL. Mit fast sieben Kilo ist sie zwar ebenfalls recht schwer, macht aber richtig leckere Pommes und ist sehr hochwertig verarbeitet. Nur ihr Preis hat sich ganz schön gewaschen. Alle Infos zur Tefal YV9708 bekommst du im Einzeltest