Mit Heißluft fast ohne Fett garen – 10 beliebte Modelle getestet

Unsere zehn Heißluftfritteusen im Test arbeiten bei der Zubereitung von Pommes fast alle bei maximal 180 Grad. Das schützt davor, dass sich der giftige Stoff Acrylamid bildet, was bei herkömmlich frittierten Pommes der Fall sein kann. Bei manchen Geräten wie der Tefal ActiFry hält ein Rührarm die Kartoffeln ständig in Bewegung, sodass sie gleichmäßig garen. Bei Schubladen-Geräten wie dem Philips Airfryer gart das Frittiergut im Korb für etwa 25 Minuten in der Heißluft. Hier musst du den Frittierkorb mit den Pommes nach 15 Minuten schütteln, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Die Fritteusen in unserem Vergleich arbeiten mit unterschiedlichen Wattzahlen und Umluftsystemen, darum können die Garergebnisse bei gleicher Temperatur und Zeit recht unterschiedlich ausfallen. Den Bräunungsgrad der Kartoffelstreifen solltest du daher immer gut im Auge behalten. Bei Schubladensystemen kannst du den Frittierkorb einfach herausziehen, die Maschine unterbricht so lange ihre Arbeit. Bei der Tefal ActiFry und dem Testsieger De’Longhi MultiFry erleichtert ein Sichtfenster den Kontrollblick.

Das sind unsere Testkriterien

  • Verarbeitungsqualität: Wie gut sind die Heißluftfritteusen verarbeitet, wie hochwertig die verbauten Materialien und wie durchdacht ist die Konstruktion?
  • Handhabung: Lässt sich die Fritteuse intuitiv bedienen? Kannst du das Gerät einfach reinigen und nach dem Gebrauch verstauen, ohne dass es viel Platz wegnimmt?
  • Lärm- und Geruchsentwicklung: Die Modelle sind rund 30 Minuten im Einsatz und sollten nicht durch Lärm oder unangenehmen Geruch auffallen.
  • Frittier-Ergebnis: Sind Pommes und Gemüsestreifen knusprig und lecker?

Update 20205 neue Modelle für dich getestet

Wir haben unseren Heißluftfritteusen Test für dich aktualisiert und fünf aktuelle Modelle nachgetestet. Fünf Geräte dir wir 2019 getestet haben, sind leider nicht mehr verfügbar und wurden deshalb durch die Heißluftfritteusen aus unserem Update abgelöst. Nachgetestet haben wir:
 

  • Severin FR 2430
  • Tefal YV9708 ActiFry Genius XL 2in1
  • Philips HD9260/90 Airfryer XL
  • GOURMETmaxx 1607853
  • Tristar Crispy Fryer XL FR-6990

Unser Testsieger: De’Longhi MultiFry

Der "De’Longhi MultiFry" ist Heißluftfritteuse und Multicooker in einem und hat eine großzügige Kapazität für 1,7 Kilogramm Gargut, das reicht für eine Großfamilie mit acht Personen. Diese Fritteuse ist eine gute Wahl für Hobbyköche, die gerne Gäste haben. Mit seinen 2.400 Watt ist er ein echtes Kraftpaket. Die Kartoffelstreifen brutzeln in kürzester Zeit leise vor sich hin. Das Design ist gut durchdacht. Mit seinem speziellen „Surround Heating System“ und dem Rührarm gelingen Pommes und Karottenstreifen richtig knusprig und rundum gut gebräunt. Durch den durchsichtigen Deckel kannst du den Bräunungsvorgang gut beobachten. Positiv aufgefallen ist uns auch, dass es im Vergleich zu vielen anderen Heißluftfritteusen aus unserem Test kaum Geruchsentwicklung gibt. Die Multifunktions-Fritteuse kann außerdem auch backen, braten, dünsten und grillen. Einziger Negativpunkt: einzelne Pommes bleiben gerne unter dem Rührarm hängen und sind im heißen Garbehälter schwierig zu entfernen.

Die De‘Longhi MultiFry ist unser Testsieger

Preis-Leistungs-Sieger: Tristar Crispy Fryer XL FR-6990

Ein richtiges Schnäppchen hingegen ist die Heißluftfritteuse „Crispy Fryer XL FR-6990“ von Tristar. Gerade einmal 55 Euro* kostet sie. Damit zählt sie zu den günstigsten Modellen in unserem Test. Die Lautstärke während des Frittierens hält sich mit 56 dB(A) in Grenzen. Die Temperatur und Laufzeit lassen sich wie bei der GOURMETmaxx über einen Drehregler einstellen. Die Temperatur ist von 80 bis 200 Grad stufenlos verstellbar. Der Timer geht bis 30 Minuten und hat einen Widerstand beim Einstellen. Unter dem Timer sind zwei Kontrollleuchten angebracht. Links ist die Betriebsanzeige und rechts befindet sich die Aufheizlampe. Die Schublade lässt sich recht schwer rausziehen und wieder reinschieben. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff mit ein paar silbernen Zierelementen. Von der Materialqualität sind wir allerdings nicht so angetan. Optisch sieht der Tristar Crispy Fryer aus wie ein Ei. 
 
Für die Zubereitung der Pommes halten wir uns an die Herstellerempfehlung und lassen sie 18 Minuten bei 200 Grad in der Fritteuse. Das Signal nach Ablauf des Timers klingt ähnlich wie eine Eieruhr. Die Fritten sind relativ gleichmäßig gebräunt, aber leider nicht so kross, wie erhofft. Die Karotten haben wir für 15 Minuten bei 160 Grad in die Heißluftfritteuse gegeben. Nach Ablauf der Zeit sind sie noch recht fest. Die Tristar Heißluftfritteuse eignet sich auch zum Backen, Grillen oder Rösten. Sie ist mit einem Überhitzungsschutz und hitzebeständigem Gehäuse ausgerüstet.

Auffällig ist, dass der Frittierkorb recht viel Spiel in der Pfanne hat. Von der Machart her ähneln der Korb und die Pfanne der von Severin. Nur, dass die Teile der Severin Heißluftfritteuse noch etwas hochwertiger sind. Der Korb und die Pfanne sind von innen matt beschichtet, doch leider bekommt die Beschichtung schnell Kratzer. Das Fassungsvermögen des Frittierkorbs finden wir großzügig. Der Hersteller gibt 3,2 Liter an. Nutzbar sind davon aber je nach Lebensmittel 800 Gramm. Praktisch finden wir hingegen den Tragegriff der Tristar. Auch gut ist die Standsicherheit. Da brauchst du dir keine Gedanken machen, dass du das Gerät versehentlich während des Betriebs verrückst. Die Kabellänge von 107 Zentimetern finden wir mehr als ausreichend. Das Kabel musst du allerdings von Hand aufwickeln. 
 
Mit der Bedienungsanleitung hatten wir etwas zu kämpfen. Es liegen drei Exemplare bei, auf denen überall dieselben Sprachen draufstehen. Aber in jeder Anleitung sind nur sechs Sprachen zu finden. Die Reinigung finden wir beim Tristar sehr leicht. Die Einzelteile dürfen aber leider nicht in die Spülmaschine.
 
Fazit: Die Tristar Crispy Fryer XL Heißluftfritteuse eignet sich für preisbewusste Einsteiger. Ihre einfache Bedienung macht ein Frittieren mit ihr sehr leicht. Abstriche musst du allerdings bei der Verarbeitung machen, die hat uns nicht so überzeugt wie bei der Konkurrenz im Test. Das Ergebnis ist in Ordnung. Mit etwas Experimentierfreude kannst du da sicherlich noch was rausholen.

Alle anderen Heißluftfritteusen im Test

Neben unseren beiden Siegern haben wir noch acht weitere Modelle getestet. Darunter Modelle von Tefal, Philips und Severin. Vielleicht ist hier der richtige Kandidat für dich dabei.

Tefal ActiFry 2in1 YV9601 Heißluftfritteuse für knusprige Ergebnisse

Durch einen rotierenden Rührarm macht die Tefal ActiFry Heißluftfritteuse die Pommes mit einem Minimum an Öl wirklich gut und knusprig. Eine aufgesteckte Grillplatte macht gleichzeitiges Braten und Frittieren auf zwei Ebenen möglich. Durch die schonende Gartemperatur von 150 Grad behalten die Zutaten ihren guten Eigengeschmack. Alles gelingt beinahe von selbst auf den Punkt, wenn du dich an die mitgelieferten Rezepte hältst und die 2in1-Technik verinnerlicht hast. Mit der Tefal ActiFry Heißluftfritteuse bleibt in jedem Fall genügend Zeit, um den Tisch zu decken oder schon einmal eine Flasche Wein zu entkorken. Negativpunkte: Die Fritteuse arbeitet mit einem hohen Pfeifton, den wir als störend empfinden. Außerdem ist die Temperatur bei dem Gerät von Tefal nicht regelbar.

Die Tefal ActiFry kommt mit sehr wenig Öl aus

Tefal ActiFry Genius XL 2in1 Heißluftfritteuse: noch genialer geht´s kaum

Tefal hat nochmal einen draufgelegt und mit der „YV9708 ActiFry Genius XL“ ein Modell mit neun Automatikprogrammen, einer ausgezeichneten Verarbeitung und dem bewährten 2in1-System auf den Markt gebracht. Mit dieser Heißluftfritteuse kannst du nicht nur Pommes, sondern gleichzeit auch Hähnchenschenkel oder Fischstäbchen zubereiten. Die Fritteuse eignet sich für Großfamilien mit bis zu 8 Personen. Wir haben uns die Heißluftfritteue mit Trommel einmal im Detail angeschaut. Mehr dazu erfährst du im Einzeltest zur Tefal ActiFry Genius XL.

Philips Airfryer XL Heißluftfritteuse: einfach und trotzdem überzeugend gut

Die „Philips HD9260/90 Airfryer XL“ Heißluftfritteuse kommt mit einer tollen Verarbeitung und einem sehr überzeugenden Frittier-Ergebnis daher. Trotz der fehlenden Automatikprogramme kann sie sich einen der vorderen Plätze sichern. Was uns noch so an dieser Heißluftfritteuse aufgefallen ist, verraten wir dir in unserem Einzeltestbericht.

Passt extra viel rein: Philips Airfryer XXL Heißluftfritteuse

Der „Philips Airfryer XXL“ ist groß genug, um ein ganzes Hähnchen zu braten. Wir haben festgestellt, dass er einen unangenehmen Frittierdunst verbreitet und daher am besten vor einem offenen Fenster oder unter der Dunstabzugshaube stehen sollte. Der hochpreisigen Fritteuse scheint ein wirksamer Filter zu fehlen, der für eine geruchsneutrale Abluft sorgt. Durch seine 2.225 Watt-Power ist die Heißluftfritteuse umgehend auf Betriebstemperatur, kann jedoch recht laut werden. Beeindruckend ihre Heißluft-Technologie, die in Zusammenarbeit mit dem Fettabscheider überschüssiges Fett aus den Speisen entfernt und sie schneller gart als andere Fritteusen. Die Bedienung des Philips Airfryer XXL mit dem Drehrad zur Temperatureinstellung und einem 60-Minuten-Timer ist zudem sehr einfach.

Schicke Prinzessin: Princess Aerofryer XL 182020

Die hochwertig wirkende Heißluftfritteuse „Princess Aerofryer XL 182020“ kommt mit einem Grillrost und macht Lust auf saftig gegrillte Steaks. Bei den Voreinstellungen reicht ein Knopfdruck, um verschiedene Speisen perfekt ohne viel Fett zuzubereiten. Mit dem Farbdisplay informiert dich die Princess Aerofryer XL über den aktuellen Zustand deiner Speisen. Die Temperatur lässt sich intuitiv von 80 bis 200 Grad regeln, die Zeit von 0 bis 60 Minuten. Der Garraum bietet Platz für fünf Portionen. Die 1.500 Watt starke Maschine erledigt ihre Arbeit mit Highspeed-Konvektionstechnologie tadellos. Auf Knopfdruck lässt sich der Behälter entnehmen und einfach reinigen.

Das Bedienfeld bei der Princess XL ist intuitiv

Severin FR 2430 – für höchsten Bedienkomfort

Bevor du mit der „Severin FR 2430“ Heißluftfritteuse starten kannst, muss sie zunächst 15 Minuten aufheizen. Dabei nehmen wir einen unangenehmen Geruch wahr, der sich jedoch recht schnell wieder legt. Die Temperatur und Zeit werden über die Plus- und Minustaste am rechten Rand des Bedienfelds eingestellt. Um zwischen den beiden Einstellungen zu wechseln und manuelle Eingaben zu machen, musst du den Knopf oberhalb der Menüstaste drücken. Die Temperatur geht von 80 bis 200 Grad und der Timer von 15 bis 60 Minuten. Mit der Menütaste kannst du zwischen den Automatikprogrammen wechseln. Es stehen dir insgesamt sechs zur Auswahl: Pommes, Hähnchenschenkel, Shrimps, Fleisch, Kuchen oder Gemüse. Diese sind am oberen Rand durch Symbole gekennzeichnet und leuchten auf, wenn sie ausgewählt sind. Das Einstellen der gewünschten Parameter per LCD Touchdisplay geht einfach von der Hand. Was uns bei der Bedienung stört: Die Fritteuse piepst bei jedem Tastendruck und auch der Signalton nach Ablauf des Timers ist ziemlich nervig. In der Bedienungsanleitung finden wir keinen Hinweis, wie wir das Gerät auf lautlos stellen.

Der Korbeinsatz und Korbträger haben eine Keramikbeschichtung, diese ist allerdings ziemlich anfällig für Kratzer. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Qualität ist in Ordnung. Die Haptik der Tasten finden wir gut. Achtung: Ohne Korbträger lässt sich die Severin Heißluftfritteuse nicht einschalten. Beide Teile, Pfanne und Korb, sind im eingerasteten Zustand fest miteinander verbunden. Allerdings wirkt das Ganze doch etwas klapprig. Den Frittierkorb kannst du herausnehmen. Dazu schiebst du die transparente Plastikabdeckung nach vorne und drückst den darunterliegenden Knopf. Der Korb besitzt eine Max-Markierung und darf nur bis dahin befüllt werden.

Im Gegensatz zu den anderen Modellen in unserem Test haben wir hier kein Fett hinzugefügt, weil in der Bedienungsanleitung steht, dass das Gerät nicht für den Betrieb mit Öl gedacht ist. Wir haben das Pommes-Programm verwendet, das die selbstgemachten Fritten bei 180 Grad 20 Minuten in der Heißluft zubereitet. Während der Laufzeit haben wir den Inhalt des Korbs zwei Mal geschüttelt. Der Frittierkorb hat ein Fassungsvermögen von 600 Gramm Pommes. Das Nutzvolumen wird mit 3,2 Liter vom Hersteller angegeben.  

Die Pommes sind nach der Zubereitung nicht so gleichmäßig gebräunt, wie erhofft. Beim ersten Durchgang werden sie auch nicht wirklich kross. In der zweiten Runde sind sie nach der Backzeit schon so braun, dass man sie fast nicht mehr essen kann. Leider aber immer noch nicht gleichmäßig. Wir haben zum Vergleich vorfrittierte Pommes aus dem Supermarkt ebenfalls in dem Gerät zubereitet. Diese sind etwas gleichmäßiger gebräunt, aber fast schon zu kross. Bei den Karottensticks haben wir für unseren Test das Automatikprogramm für Gemüse benutzt. Wir warten 15 Minuten bis wir die wenig gebräunten, etwas weißlich angelaufenen Karotten aus dem Frittierkorb holen können. Das Gemüse wird bei 160 Grad frittiert. Naja, wobei hier nicht wirklich von Frittieren die Rede sein kann, weil kein Öl hinzugegeben wird. Hier handelt es sich eher um Garen in Heißluft. Mit 53 dB(A) arbeitet der Severin sehr leise. Bei der Außentemperatur des Gehäuses messen wir 71 Grad am Garkorb und 51 Grad unter dem Bedienfeld. 
 
Schade finden wir, dass die Einzelteile nicht wie bei anderen Herstellern in die Spülmaschine dürfen. Die Reinigung von Hand geht aber recht gut. Nur bei den seitlichen Metallschlitzen des Frittierkorbs musst du etwas aufpassen, diese sind scharfkantig. Das 78 Zentimeter kurze Kabel lässt sich ausziehen, es gibt aber keinen automatischen Einzug. Das Verhältnis von Gewicht zu Abmessungen finden wir hier gut, sie ist nicht so wuchtig, wie die Modelle von Tefal oder Philips aus unserem Test.  
 
Fazit: Die Severin Heißluftfritteuse ist ein anständiges Gerät mit einfacher Bedienung. Sie eignet sich eher für 2-Personen-Haushalte, da das Fassungsvermögen des Frittierkorbs nicht allzu groß ist. Die sechs Automatikprogramme gefallen uns besonders gut. 

GOURMETmaxx 1607853 Heißluftfritteuse: dreht am Rad

Auf Automatikprogramme verzichten musst du leider bei der Heißluftfritteuse „1607853“ von GOURMETmaxx. Bei dem Modell stellst du die Temperatur und Zeit über jeweils ein Drehrad ein. Das Temperaturrad befindet sich oben und ist von 80 bis 200 Grad stufenlos einstellbar. Darunter ist das Drehrad für den Timer angebracht. Dieser geht von 1 bis 60 Minuten und knackt beim Einstellen. Die Markierung erfolgt in Zehnerschritten. Über den Drehreglern befinden sich zwei Kontrollleuchten. Die obere ist die Betriebsleuchte und die untere die Temperaturkontrollleuchte. Das Modell hat 1.500 Watt und ein Fassungsvermögen von 2,6 Liter. Das Kunststoffgehäuse wirkt nicht hochwertig und die Schublade lässt sich nur schwer ins Gehäuse schieben. Um den Frittierkorb aus der Pfanne herauszunehmen, musst du zunächst die Abdeckung des Knopfes zur Entriegelung des Korbs zurückschieben. Wenn beide Teile miteinander verbunden sind, wirken sie trotzdem klapprig.
 
Vor dem ersten Betrieb muss das Gerät aber zunächst 15 Minuten auf maximaler Temperatur vorheizen. Dabei entsteht ein unangenehmer Geruch. Danach ist ein Vorheizen nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen, um den Garzeitpunkt besser bestimmen zu können. Der GOURMETmaxx eignet sich zum Grillen, Auftauen und Aufwärmen.
 
Die Pommes bereiten wir bei 180 Grad 10 Minuten in der Heißluftfritteuse zu. Danach schütteln wir sie und stellen den Timer auf 15 Minuten. Der Timer ist immer auf Null zu stellen, wenn du die Schublade herausziehen möchtest. Die Zugabe von Öl ist laut Hersteller nicht notwendig, wir haben aber einen Löffel hinzugegeben. Während des Frittierens ist die GOURMETmaxx mit 57 dB(A) ganz gut aufgestellt. Tefal und Philips sind da lauter im Vergleich.

Wenn die GOURMETmaxx Heißluftfritteuse fertig ist, klingelt sie kurz wie eine Mikrowelle. Das Ergebnis: Die Pommes werden ziemlich gleichmäßig gebräunt, sind allerdings nicht wirklich kross. Die Karottenstifte haben wir 15 Minuten bei 160 Grad, wie bei der Severin zubereitet, da es in der Anleitung kein Beispiel für Gemüse gibt. Die Karotten sind danach kaum gebräunt, aber etwas weich. Der Gitterkorb besteht komplett aus unbeschichtetem Metall und ist nicht an den Seiten geschlossen, wie bei den anderen Testmodellen. Vom Volumen her ist er nicht besonders üppig.  

Von der Standfestigkeit der GOURMETmaxx Fritteuse sind wir leider nicht überzeugt. Sie lässt sich leicht auf der Arbeitsplatte hin- und herschieben. Ihr Gewicht ist verhältnismäßig leicht. Die Kabellänge beträgt 94 Zentimeter. Die Reinigung der Heißluftfritteuse ist in Ordnung. Die Teile lassen sich allerdings recht schwer abtrocknen, vor allem die Pfanne. Die Beschichtung dieser ist nicht besonders kratzfest, erste Beschädigungen sind schon ab Werk vorhanden. 

Als optionales Zubehör kannst du einen Brotbackkorb oder ein Bratgestell mit Schaschlikspießen nachkaufen. In der Anleitung befinden sich einige Rezeptideen. 

Fazit: Die GOURMETmaxx ist mit 100 Euro* relativ preiswert, für das Geld darfst du allerdings auch kein Profigerät erwarten. Es gibt keine Automatikprogramme und die Verarbeitung ist nicht sonderlich hochwertig. Dennoch ist das Gerät brauchbar und liefert ganz gute Ergebnisse 

Kleiner Stinker: Emerio Smart Fryer AF-112828

Die Verarbeitung erscheint beim „Emerio Smart Fryer AF-112828“ auf den ersten Blick billig, ein unangenehmer Plastikgeruch erfüllt bei den ersten Testläufen die Küche. Selbst die Spülmaschine riecht nach der Reinigung nach verbranntem Plastik. In der Wohnung steht nach dem Einsatz ein Frittierdunst. Das ist sehr ungünstig bei einem kombinierten Wohn-Essbereich. An dem innenliegenden, nach dem Garen sehr heißen Rost kannst du dir beim Entnehmen der Speisen leicht die Finger verbrennen. Genau das ist uns beim Testen passiert und hat neben dem Gestank zu Punktabzügen geführt.

Die Emerio verursacht einen unangenehmen Plastikgeruch

So haben wir die Heißluftfritteusen getestet

Für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse haben wir vorwiegend festkochende Kartoffeln und handelsübliche Karotten zunächst in 10 x 10 Millimeter dicke Streifen geschnitten und anschließend für etwa 30 Minuten in ein Wasserbad gegeben, um die Stärke zu entfernen. Anschließend haben wir die Kartoffelstreifen mit Küchenkrepp trocken getupft, denn nur dann gelingen die Pommes so richtig knusprig. Die Karottenstreifen benötigen diese Behandlung übrigens nicht.

Im Test kamen pro Fritteuse 300 Gramm Pommes zum Einsatz. Ganz ohne Fett kommen die Heißluftfritteusen nicht aus. Pro Garvorgang verwenden wir etwa sieben Pumpstößen aus dem mit Pflanzenöl gefüllten Öl-Sprüher.

Einige Modelle brauchen ein paar Minuten Vorheizzeit. Ist die Betriebstemperatur erreicht, geben wir die ungesalzenen Pommes in den Frittierkorb und stellen 15 Minuten bei 180 Grad ein. Dabei haben wir uns die Handhabung angesehen. Ist die Zeit abgelaufen, werden Pommes geschüttelt, damit sie gleichmäßig bräunen. Während des Betriebes achten wir ebenfalls auf den Geräuschpegel. Wir prüfen auch, ob unangenehme Abluft austritt, oder ob die äußeren Teile heiß werden. Nach weiteren zehn Minuten haben wir die Pommes zum Testen in Schüsseln gefüllt und gesalzen. Mit den Karotten sind wir ebenso verfahren. Die Geschmacksprobe ist ein entscheidendes Kriterium. Zu guter Letzt haben wir auch die Reinigung bewertet. Bei Heißluftfritteusen, wo die Einzelteile in die Spülmaschine dürfen, gab es Pluspunkte.

Bei einigen Modellen musst du die Pommes zwischendurch schütteln

*Alle Preise Stand April 2020

Heißluftfritteusen – Häufige Fragen und Antworten

Co-Autorin: Anna Lena Gros