Diese Kategorien haben wir uns im Küchenwaagen Vergleich angeschaut

  • Qualität: Die Digitalwaage sollte hochwertig verarbeitet sein, damit du lange etwas von ihr hast und sie gerne benutzt. Außerdem ist eine gute Standfestigkeit für uns wichtig. Rutschfeste Füße oder teilweise bewegliche Füße verhindern ein Verrutschen während der Bedienung und gleichen Unebenheiten des Untergrunds aus.
     
  • Bedienkomfort: Eine gute Lesbarkeit des Displays, unterschiedliche Maßeinheiten und eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit erleichtern dir das Wiegen. Parameter wie Größe, Reinigung und die Bedienungsanleitung fließen ebenfalls mit in die Bewertung ein. Haben alle Waagen eine Tara-Funktion, womit du die Waage „nullen“ kannst?
     
  • Messergebnisse: Was bringt dir eine Küchenwaage, die nicht mal annähernd genau misst? Richtig, nichts! Wir wollen wissen, ob wirklich auf die Ergebnisse aller Waagen Verlass ist. Dazu testen wir Flüssigkeiten (Milch und Wasser), Feststoffe (Reis) und verschiedene Eichgewichte.
     
  • Design: Eine Küchenwaage ist in manchen Fällen ein schöner Blickfang. Denn nicht in jeder Küche verschwindet sie nach Gebrauch in die Schublade. Wir haben uns angeschaut, welche Digitalwaage auch gerne einmal draußen stehenbleiben darf.

Testsieger: Beurer KS19 Slate – ein echter Hingucker

Als Hingucker hat sich die Beurer Küchenwaage entpuppt. Sie wird über Sensortasten bedient und verfügt über eine hochwertige Oberfläche aus Sicherheitsglas. Flüssigkeiten und Feststoffe misst sie ziemlich genau. Auch die vielfältigen Maßeinheiten können überzeugen. Wenn du noch mehr über den Küchenwaagen Testsieger wissen möchtest, schau in unserem Beurer Küchenwaage Einzeltest vorbei.   

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Adoric – Ziemlich genaue Messung zu einem Knallerpreis

Ihre Stärken sind die kompakten Maße und die vergleichsweise große Wiegefläche. Die Adoric Küchenwaage schaltet sich allerdings relativ fix ab, was etwas nervig ist, wenn du mehrere Lebensmittel hintereinander wiegen möchtest. Durch das Loch oben in der Mitte eignet sie sich perfekt für eine Wandmontage. Unser Preis-Leistungs-Sieger hat natürlich noch mehr zu bieten. Was das ist, erfährst du im Adoric Küchenwaagen Einzeltest.

Weitere Küchenwaagen im Vergleich und was sie dir zu bieten haben

Neben unserem Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger haben wir noch sechs weitere interessante digitale Küchenwaagen getestet. Darunter auch Haushaltswaagen mit Hold-Funktion und Küchenwaagen zum Aufhängen.

Etekcity EK4352H – Genaueste Messergebnisse, umständliche Reinigung

Die „EK4352H“ Küchenwaage von Etekcity lässt sich dank Hintergrundbeleuchtung gut ablesen. Allerdings ist diese nur für wenige Sekunden aktiv. Die Waage verfügt über einen Wiegeschale auf der du die Zutaten oder ähnliches abwiegen kannst. Die Anti-Fingerprint Technologie sorgt dafür, dass nicht jeder Fingerabdruck auf der Edelstahl-Oberfläche sichtbar wird. Über einen Schalter auf der Rückseite kannst du zwischen dem metrischen und englischen Gewichtssystem umschalten. Feste Gegenstände misst die Küchenwaage in Gramm und Flüssigkeiten in Milliliter, wobei es einen Extramodus für Milch und Wasser gibt. Bei Wasser erscheint ein Tropfen im Display und bei Milch ein Tropfen mit einem M darin.

Genaue Messergebnisse und ungünstige Reinigung

Die Etekcity Waage wird über zwei Knöpfe auf der Oberseite bedient. Rechts befindet sich der An-/Ausknopf, der gleichzeitig auch als Zuwiegefunktion fungiert. Links kannst du zwischen den Gewichtsangaben umschalten. Nach zwei Minuten tritt die Abschaltautomatik in Kraft. Die Küchenwaage hat eine Tragkraft von bis zu 5 Kilogramm mit einer Feineinteilung von 1 Gramm. Bei einem Gewicht von über 5 Kilo erscheint die Fehlermeldung „Err“ im Infodisplay.

Etwas umständlich gestaltet sich die Reinigung, wenn etwas zwischen Sockel und Waagschale landet. Ansonsten wirkt die Küchenwaage gut verarbeitet und überzeugt uns vor allem durch ihre grammgenauen Messergebnisse. Diese stechen im Vergleich heraus! Etwas irritierend ist, dass die Waage beim Wiegen langsam das Gewicht „hochzählt“ und dann bei einer Zahl stehen bleibt. Sie hat ab 5 Gramm eine Feineinteilung von einem Gramm.

ADE Ladina KE 1601 – Benutzerfreundlichkeit im Großformat

Die freundliche Waage „KE 1601“ von ADE empfängt dich nach einem langen Drücken auf den Tare-Knopf mit einem „Hello“. Das Display ist schön hell und gut lesbar. Mit ihren großzügigen Maßen (26 x 20 x 1,8 Zentimeter) ist die Küchenwaage etwas sperrig. Auf der Wiegefläche lassen sich bequem auch mehrere Schüsseln oder Gegenstände gleichzeitig wiegen. Was wir etwas nervig finden, ist das Piepen beim Drücken der Tasten und wenn die Waage mit ihrem Job fertig ist.

Die Hold-Funktion, welche dir das Wiegen von großen Gegenständen erleichtert, lässt sich ein- und ausschalten. Diese muss nicht wie bei der Soehnle per Knopfdruck aktiviert werden, sondern ist von Anfang an aktiv. Die hochwertige Oberfläche aus Edelstahl ist empfindlich für Kratzer und Fingerabdrücke.

Fazit: Die große aber edle Küchenwaage gleicht mehr einer Paketwaage. Sie lässt sich gut ablesen, ist standfest und gut verarbeitet. Die ADE Ladina Küchenwaage eignet sich für dich, wenn du häufiger größere Sachen wiegst und etwas Platz in deiner Küche hast.

Tefal Optiss BC5000 – Praktischer Küchenhelfer im schicken Gewand

Die Küchenwaage vom Hersteller Tefal kommt in klassischem Weiß daher. Der Clou hier: Die Tasten und der Rahmen sind mit einer Spiegelbeschichtung ausgestattet. Das wirkt nicht nur edel, sondern sieht auch gut aus. Praktisch für die Bedienung sind die großen Sensortasten, die sich neben beziehungsweise unter dem Display befinden.

Großzügiges Display und platzsparende Unterbringung

Das Display lässt sich gut ablesen und ist standardmäßig auf Gramm eingestellt. Mit dem rechten Knopf kannst du auf Deziliter (dl) beziehungsweise Zentiliter (cl) umstellen. Hier fehlt uns eine Milliliter-Angabe. Unter dem Anzeigedisplay befindet sich die Tara-Funktion. An- und Ausschalten kannst du sie über den linken Knopf neben dem Display. Dank Abschaltautomatik schaltet sie sich nach etwa drei Minuten selbstständig ab.

Wenn du die Küchenwaage platzsparend unterbringen möchtest, kannst du sie mittels Aufhängung auf der Rückseite sprichwörtlich „an den Nagel“ hängen. Das finden wir sehr raffiniert und praktisch zugleich. Die Bedienungsanleitung ist nicht besonders schön gestaltet, geschweige denn übersichtlich.
Die Oberfläche aus Sicherheitsglas lässt sich einfach reinigen. Dank der Sensortasten gibt es auch keine Ritzen, in denen etwas hängen bleiben kann.

Fazit: Schön und praktisch ist die Tefal Küchenwaage. Die Messergebnisse bei den Eichgewichten fallen hier besonders präzise aus. Das „Spieglein an der Wand“ von Tefal bekommt von uns 8,2 von 10 Punkten.

Soehnle Page Profi – Ideal für Pakete, etwas sperrig als Küchenwaage

Die Soehnle Küchenwaage „Page Profi“ braucht ein paar Sekunden, bis sie einsatzbereit ist. Auch sie verfügt über Sensor-Touch Tasten und kann zusammen mit der ADE als einziges im Test bis zu 15 Kilogramm wiegen. Dank der Hold-Funktion kannst du mit ihr auch ganz bequem Pakete wiegen. Diese wird durch das Drücken der Hold-Taste (drei Sekunden) aktiviert. Etwas nervig ist hierbei der Piepton, der beim Aktivieren und Beenden der Hold-Funktion ertönt. Dabei bleibt das Messergebnis auch noch nach Herunternehmen des Gegenstands auf dem Infodisplay stehen. Diese Funktion haben nur die Soehnle und die ADE Küchenwaage. Auf der Rückseite findest du eine Taste mit der du auf lb:oz (Pfund zu Unze) umschalten kannst. Die schwarze Oberfläche verleiht ihr ein zeitloses Design. Der Page Profi hat eine gute Standfestigkeit. Die sogenannte Bedienungsanleitung ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Bildern.

Fazit: Als Küchenwaage ist sie etwas sperrig, als Paketwaage jedoch bestens geeignet. Gefehlt hat uns aber die Einstellung von unterschiedlichen Einheiten. Gramm und Pfund zu Unze finden wir etwas wenig.

Homever K1H – Leicht und kompakt mit hakeliger Bedienung

Uns gefallen die kompakten Maße und das leichte Gewicht der Homever Küchenwaage besonders gut. Die Tara-Taste befindet sich rechts neben dem Display. Auf dieser Taste kannst du die Waage auch manuell ausschalten. Rechts klickst du dich mit der Einheitentaste durch vier Einstellungen. Die Taste hakt jedoch manchmal etwas.

Das Display ist dunkelblau mit weißen Ziffern. Die rutschfesten Füße greifen recht gut, jedoch sind Fingerabdrücke hier schnell sichtbar. Die Oberfläche der Waage spiegelt etwas und die Beschriftung der Tasten ist nicht so gut lesbar. Die Haushaltswaage ist an der oberen und unteren Kante abgeschrägt, was das Wiegen von größeren Gegenständen schwieriger macht. Nach circa einer Minute schaltet sie sich selbstständig aus. Bei einer Überlastung wird „Err“ im Infodisplay angezeigt. Die Homever Küchenwaage gleicht optisch der Amir Waage, nur das statt schwarzer Kunststoff weißer auf der Rückseite der Amir verbaut ist.

Fazit: Die Bedienung könnte hier besser sein, dafür ist sie leicht und kompakt. Sie reagiert recht schnell und misst Flüssigkeiten ziemlich zuverlässig.
 

Amir KA7 – Ungenaue Messergebnisse, dafür viele Messeinheiten

Was uns bei der Amir KA7 Küchenwaage gut gefällt sind die vielfältigen Messeinheiten. Du kannst hier zwischen fünf Einstellungen wählen. Rein äußerlich ist sie ein Zwilling der Homever Küchenwaage. Auch hier findest du die abgeschrägte, spiegelnde Oberfläche aus Edelstahl. Das Display ist jedoch dunkler und somit schlechter ablesbar. Auch die Beschriftung der Tasten finden wir nicht optimal und schwer leserlich.

Durch den geringen Abstand zwischen Wiegeteller und Gehäuse besteht die Gefahr, dass sich langfristig dort Dreck festsetzt. Die Abschaltautomatik der Waage tritt nach drei Minuten in Kraft. Mit der Amir „KA7“ kannst du Zutaten mit bis zu fünf Kilogramm wiegen – danach macht sich die Überlastungsanzeige bemerkbar. Ab einem Gewicht von 3 Gramm fängt hier die Messung an. Leider erzielt die Amir Küchenwaage bei Feststoffen und Eichgewichten mit die ungenauesten Ergebnisse im Test. Lediglich Flüssigkeiten wie Wasser und Milch misst sie einigermaßen genau.

Fazit: Ein dunkles Display und recht ungenaue Messergebnisse machen die Amir nicht gerade zum idealen Küchenhelfer. Dafür hast du viele Messeinheiten zur Auswahl, für uns jedoch ein schwacher Trost. Aufgrund ihrer Performance erhält die Amir Küchenwaage lediglich 7,4 von 10 Punkten.

Wie haben wir die Küchenwaagen getestet?

Zunächst einmal haben wir uns alle Küchenwaagen angeschaut und die Batterien eingesetzt, sowie die Bedienungsanleitung studiert. Die Waage soll fest stehen, daher haben wir die Rutschfestigkeit der Füße auf die Probe gestellt und versucht die Küchenwaage zu verschieben. Außerdem legen wir Wert auf die Qualität der Materialien. Dabei kommen meist die Modelle mit einer Oberfläche aus Sicherheitsglas besser weg, da sie sehr hochwertig wirken. Ausnahme ist hier die ADE Küchenwaage, welche bei der Qualität mit 10 Punkten abschneidet.

Gewogen haben wir je eine Packung Reis (1 Kilo), etwa 250 Milliliter Wasser und circa 110 Milliliter Milch. Da wir es genau wissen wollen, haben wir dann noch eine Schippe draufgelegt – mit Eichgewichten. Dazu haben wir jeweils 5, 10, 20, 50 und 100 Gramm Eichgewichte drei Mal gewogen und etwaige Abweichungen notiert. Die genauesten Ergebnisse liefert die Etekcity.

Bei der Bedienung gibt es keine großen Ausreißer. Hier und da haben uns die Maße oder die Bedienungsanleitung der Küchenwaagen nicht so gut gefallen, im Großen und Ganzen passt es aber bei den meisten Modellen. Etwas ungünstig finden wir, wenn nur wenige Messmodi, wie bei der Tefal oder der ADE vorhanden sind. Dafür glänzen fast alle Haushaltswaagen bei der Ablesbarkeit des Displays. Auch eine Tara-Funktion ist bei jedem Modell vorhanden. Zusatzfunktionen, wie die Hold-Funktion, bieten dir die ADE und die Soehnle Waage.

Worauf muss ich bei einer Küchenwaage achten?

  • Einsatzzweck: Bevor es an die Kaufentscheidung geht, gilt es zunächst einmal einen Bestimmungszweck für die Küchenwaage zu finden. Was möchtest du damit wiegen? Wenn es lediglich leichte Lebensmittel sind oder du sie als Briefwaage nutzen möchtest, reicht eine herkömmliche Waage mit einem Maximalgewicht von fünf Kilo. Wenn du allerdings schwerere Pakete oder andere Gegenstände über fünf Kilo damit wiegen möchtest, eignet sich ein Modell mit bis zu 15 Kilogramm besser für dich.
     
  • Maße: Die einen mögen es eher kompakt und möchten ihre Küchenwaage schnell und gut verstaut wissen. Die anderen brauchen eine größere Wiegefläche für gleich mehrere Schüsseln oder eben ein großes Paket.
     
  • Messgenauigkeit: Eine Küchenwaage soll dir das Kochen und Backen erleichtern, indem du die Zutaten für deine leckeren Rezepte damit abwiegen kannst. Bei einer Waage denkt man zunächst einmal als erstes an die Genauigkeit. Diese ist zwar wichtig, ob du jedoch jetzt ein oder zwei Gramm Mehl mehr nimmst, wird dein Rezept in der Regel nicht kaputt machen.
     
  • Qualität: Das verwendete Material ist ebenfalls von Bedeutung, denn je stabiler und hochwertiger deine neue Küchenwaage ist, desto länger hast du Freude daran.

Im Praxistest wurden alle zehn Küchenwaagen mit Eichgewichten auf ihre Genauigkeit getestet

Wichtige Anwendungshinweise für die Benutzung deiner Küchenwaage

Was jedoch alle Modelle gemeinsam haben: Sie mögen keine Stöße, Staub, Chemikalien, starke Temperaturschwankungen und keine Nähe zu Wärmequellen. Diese Faktoren verkürzen die Lebenszeit der Küchenwaagen oder beschädigen sie im schlimmsten Fall. Wichtig ist ebenfalls kein Smartphone in der Nähe der Waage zu betreiben, da dies sonst die Messergebnisse verfälschen kann. Für die Reinigung reicht ein feuchtes Tuch, damit solltest du in der Regel alle Verschmutzungen entfernen können. Im Härtefall können auch Spülmittel und ein weicher Schwamm helfen.

Wenn die Haushaltswaage dann eines Tages doch den Geist aufgibt, gehört sie nicht in den Hausmüll, sondern muss wie „Elektroschrott“ beim Händler oder auf einem Wertstoffhof abgegeben werden.

Wissenswertes zum Thema Küchenwaagen

* Alle Preise Stand Oktober 2020