Eine Mikrowelle ist praktisch, um Essen vom Vortag aufzuwärmen oder ein Getränk zu erhitzen. Doch eine Kombi-Mikrowelle kann noch viel mehr als das. Sie ist Mikrowelle und Mini-Backofen in einem. Wir haben bisher fünf Geräte getestet und jetzt in unserem Update noch einmal vier Geräte nachgelegt. Das Mikrowellengerät von Panasonic hat uns dabei am meisten überzeugt. Das liegt besonders an der intuitiven Bedienung und der guten Verarbeitung. Was uns sonst noch so gefällt, erfährst du in diesem Einzeltest.

Vor- und NachteilePanasonic NN-CD58JS Mikrowelle

+ simples Bedienfeld
+ geräumiger Garraum
+ verhältnismäßig leicht
+ großes Display
+ vielfältige Funktionen

- Türöffnungstaste etwas umständlich
- Fingerabdrücke schnell sichtbar

Panasonic NN-CD58JS Mikrowelle glänzt durch einfache Bedienung

Die Panasonic NN-CD58 hat als einziges Gerät in unserem Test eine Türöffnungstaste statt eines Griffs. Das finden wir nicht mehr ganz zeitgemäß. Die Türöffnungstaste lässt sich zudem etwas schwer drücken. Ansonsten überzeugt uns das Mikrowellengerät aber mit seiner sehr einfachen Bedienung und dem hochwertigen Zubehör. Der Innenraum und das Gehäuse bestehen aus mattem Edelstahl. Leider ist beides anfällig für Fingerabdrücke und Fettspritzer. Das Zubehör beinhaltet ein Emailleblech mit 34 Zentimeter Durchmesser und ein Grillrost mit 26 Zentimeter, den du auf das Blech stellen kannst.

Die Panasonic NN-CD58 ist eine freistehende Inverter-Mikrowelle und eignet sich nicht zum Einbau in einen Schrank. Das bedeutet, dass das Gerät nach allen Seiten Platz braucht, besonders, wenn du die Heißluft- und Grillfunktion nutzen möchtest. Die Panasonic Kombi-Mikrowelle nutzt die Inverter-Technologie, welche für eine gleichmäßigere Zubereitung der Speisen sorgen soll. Dabei wird die eingestellte Leistung kontinuierlich beibehalten und nicht wie bei anderen Mikrowellen immer wieder an- und ausgeschaltet.

Das Gehäuse, die Knöpfe und der Drehregler sind gut verarbeitet. Letzterer erleichtert dir die Bedienung. Die ist denkbar einfach: Den passenden Knopf drücken, gegebenenfalls Programm auswählen, Temperatur oder Leistung einstellen und los gehts. Der Drehregler hat allerdings nur eine Funktion, wenn du zuvor eine Taste gedrückt hast.

Die Beschriftung der Knöpfe ist leicht verständlich. Die Panasonic Mikrowelle verfügt über sechs Leistungsstufen: 100, 300, 440, 600, 270 und 1000 Watt. Dabei eignen sich die 270 Watt fürs Auftauen. Eine Auftautabelle mit Gewicht, Zeit und Ruhezeit findest du in der Anleitung. Der großzügige Innenraum fasst 27 Liter. Das entspricht den Maßen von 359 x 352 x 217 Millimeter. Mit etwas mehr als 14 Kilogramm ist die Panasonic NN-CD58JS das leichteste Gerät aus unserem Test. Der Glasdrehteller ist mit 34 Zentimetern erfreulich groß. Die Panasonic Mikrowelle hat eine gute Standsicherheit. Pluspunkte gibt es für die zahlreichen Rezeptideen in der Bedienungsanleitung.

Laufschrift verschafft gute Orientierung

Richtig gut finden wir die Laufschrift im Display, die du übrigens auf Wunsch auch deaktivieren kannst. Sie zeigt dir den nächsten Schritt oder den Namen des Programms an. Außerdem bekommst du, wenn du dich mit dem Drehregler durch die Programme klickst, das benötigte Zubehör im Display angezeigt. Die Stop-Taste hat mehrere Funktionen. Vor dem Garen setzt du damit die Einstellungen zurück. Während des Betriebs pausierst du den Vorgang. Drückst du die Taste zweimal, bricht der Garvorgang ab. Wenn du die Tür zwischendurch öffnest, musst du über die Starttaste das Programm erneut starten.

Inverter-Mikrowelle mit leistungsstarker Grill- und Heißluftfunktion

Bevor du die Grillfunktion zum ersten Mal verwendest, muss die Mikrowelle mit Quarzgrill bei 220 Grad für 5 Minuten laufen. Nutz du anschließend die Grillfunktion, brauchst du das Gerät nicht mehr vorzuheizen. Für den Betrieb benötigst du das Blech und den Rost. Es stehen dir drei Grillstufen zur Auswahl: 700, 950 oder 1.300 Watt. Die maximale Garzeit beträgt 90 Minuten. Bei der Heißluftfunktion empfiehlt der Hersteller ein Vorheizen. Im Heißluftmodus arbeitest du nur mit dem Blech. Beim Einstellen der Temperatur für den Heißluftbetrieb, fängt das Gerät mit 150 Grad an. Die niedrigste Temperatur ist 40 und die höchste 220 Grad.

Sowohl für den Grill- als auch für den Heißluftbetrieb steht dir ein separater Knopf zur Verfügung. Bei der Kombifunktion (Mikrowelle und Heißluft) stehen dir 600, 440, 300 oder 100 Watt zur Verfügung. Über den Timer kannst du die Ruhezeit oder einen verzögerten Kochbeginn einstellen. Mit der Schnellstarttaste hast du die Möglichkeit, die Mikrowelle in 30-Sekunden-Schritten bis zu 5 Minuten auf die maximale Leistung (1.000 Watt) einzustellen. Auch andere Leistungsstufen sind für den Schnellstart verfügbar, müssen allerdings vorher explizit eingestellt werden.
Die Zeit Plus Funktion ermöglicht dir eine Verlängerung der Kochzeit am Ende eines Programms.

Mehrstufiges Kochen spart Zeit und Energie

Mit der Panasonic Mikrowelle ist sogar mehrstufiges Kochen möglich. Das heißt, du kannst mehrere Programme hintereinander starten. Zum Beispiel erst Fleisch auftauen, dann in Heißluft garen und zum Schluss noch mit der Grillfunktion schön knusprig braten. Der Vorteil der aufeinanderfolgenden Programme ist die Energie- und Zeitersparnis. Dank der drei Turbo-Auftauprogramme für Brot, Hackfleisch oder große Teile, wie zum Beispiel ein Hähnchen, hast du fix dein Abendbrot oder den Sonntagsbraten parat. Eine Kindersicherung gibt es ebenfalls.

Etwas Besonderes sind die acht Junior Menu Programme. Diese eignen sich zur Zubereitung von Brei und Gerichten für Kleinkinder und etwas größere Kinder. Ebenfalls vorhanden: acht automatische Kochprogramme und zehn automatische Garprogramme.

So schlägt sich der Panasonic Mikrowellenherd im Praxistest

Wir bereiten im Pizza-Automatikprogramm einen Flammkuchen bei 220 Grad zu. Der ist nach der Laufzeit gut gebräunt, könnte allerdings noch etwas krosser sein. Außerdem testen wir einen Bratapfel mit Preiselbeer- und Mandelfüllung. Diesen geben wir für 35 Minuten bei 180 Grad Heißluft in die Mikrowelle. Das Ergebnis ist schön gleichmäßig gebräunt, allerdings ist der Apfel oben weicher als unten. Außerdem haben wir ein Stück Lachs bei 270 Watt für 4,5 Minuten aufgetaut. Das Ergebnis finden wir gut. Er ist aufgetaut ohne, dass Eiweiß austritt.

Fazit: Darum ist die Panasonic NN-CD58 unser Testsieger

Mit ihrem verhältnismäßig leichten Gewicht und dem trotzdem großen Garraum bietet dir die Panasonic Inverter-Mikrowelle viel Platz für Pizza, Auflauf und Co. Die Verarbeitung gefällt uns gut und auch das Zubehör macht einen hochwertigen Eindruck. Die freistehende Mikrowelle lässt sich leicht bedienen und durch die Laufschrift, weißt du immer, was du eingestellt hast beziehungsweise was der nächste Schritt ist. Außerdem bietet die Mikrowelle dir mit 29 Automatikprogrammen viele Möglichkeiten schnell und auf Knopfdruck dein Essen aufzutauen, zu erwärmen oder zu garen. Anstatt der Türöffnertaste würden wir uns jedoch einen Griff wünschen. Alles in Allem ist die Panasonic eine empfehlenswerte Mikrowelle, die in unserem Test sehr gute Ergebnis liefert.

Ruckzuck gekocht: Mit diesen Mikrowellen hast du schnell was auf dem Teller

Die Panasonic gefällt dir optisch nicht oder du wünschst dir eine Mikrowelle ohne Drehteller? Die Sharp R890S 4-in-1 Flatbed ist zusammen mit dem Gerät aus dem Vorjahr, der Sharp R860S, die einzige Mikrowelle ohne Drehteller im Test. Die Verarbeitung und das große Display überzeugen bei der R890S. Sie bietet dir 900 Watt Leistung. Wenn du mehr über diese außergewöhnliche Kombi-Mikrowelle wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Mikrowelle Vergleichstest.

29 Automatikprogramme reichen dir noch nicht? Dann ist vielleicht die Samsung MC28M6035CS etwas für dich. Die Mikrowelle kommt mit sage und schreibe 49 vielfältigen Automatikprogrammen und einem 28 Liter großen, leicht zu reinigenden Innenraum. Bei diesem Gerät werden dir neben dem Backblech zwei Roste in unterschiedlichen Höhen mitgeliefert. Alles Wissenswerte zur Samsung Mikrowelle mit Backfunktion erfährst du im ausführlichen Einzeltestbericht

* Alle Preise Stand Juli 2020