7 Geräte im Test: Welcher ist der beste Milchschäumer?

Elektrische Milchaufschäumer finden sich inzwischen in vielen Küchen. Die Geräte zaubern dir schnell und einfach das krönende Milchhäubchen auf den Kaffee – perfekt für gestresste Morgenmuffel oder eine Runde Kaffeeklatsch am Nachmittag. Milchschäumer erwärmen die Milch und schäumen sie gleichzeitig mit einem integrierten Quirl auf. Das funktioniert entweder mit Induktion oder einer elektrischen Heizspirale.

Im GuteWahl.de Test nehmen wir Geräte zwischen etwa 35 bis 130* Euro unter die Lupe. Das wichtigste Kriterium ist dabei natürlich der hergestellte Milchschaum. Aber auch Punkte wie die Lautstärke, die Aufschäumdauer, die Bedienung und die Reinigung gehen in unser Testergebnis mit ein.

Darauf haben wir bei unserem Milchaufschäumer Test geachtet:

  • Verarbeitung und Optik: Sind die verwendeten Materialien hochwertig? Ist das Gerät sinnvoll konstruiert? Auch das Design spielt bei einem Milchaufschäumer eine Rolle, denn er steht meist gut sichtbar auf der Arbeitsplatte und ist oft täglich im Einsatz.
  • Wie gut ist die Qualität des Milchschaums? Er sollte etwa 65 Grad warm sein und eine feinporige, cremige Konsistenz haben.
  • Lassen sich die Milchaufschäumer leicht bedienen? Wir testen, wie einfach sich die Geräte zusammenbauen und handhaben lassen.
  • Reinigung: Milch verdirbt schnell, deshalb sollten sich die Geräte im Handumdrehen reinigen lassen. Nicht alle Milchaufschäumer dürfen in die Spülmaschine.

Milchaufschäumer Testsieger WMF LONO Milk & Choc: Für Schokifans und Luxus-Liebhaber

Die Erwartungen an den „LONO Milk & Choc“ von WMF sind groß. Er hat gute Käuferbewertungen und geht in so manchem anderen Test als Sieger hervor. Der erste Eindruck ist äußerst positiv. Der WMF Lono Milchaufschäumer hat die mit Abstand hochwertigste Verarbeitung und macht durch den großzügigen Edelstahleinsatz auch optisch einiges her. Der Induktionsaufschäumer ist zwar kompakt konstruiert, aber groß und schwer. Der WMF verfügt über ein Kännchen zum Herausnehmen, in dem er die Milch aufschäumt. Etwas kompliziert gestaltet es sich den Quirl einzubauen. Uns hat es zunächst verwirrt, dass der Quirlstab einfach in das Gefäß gestellt und erst durch den Deckel fixiert wird. Der Quirl schwebt zudem frei im Boden des Quirlstabs. An sich eine geniale Konstruktion. Ungünstig ist nur, dass der Rührstab umkippt, wenn du den Milchschaum bei geöffneter Verschlusskappe ausgießt.

Die Bedienung hat WMF bei seinem Milchaufschäumer sehr gut gelöst. Der Regler lässt sich intuitiv bedienen und ermöglicht dir, auch kalte Milch aufzuschäumen oder diese lediglich zu erwärmen. Zudem stellt der WMF Milchschäumer auch Trinkschokolade her, dank mitgeliefertem „Schokokorb“ sogar aus richtigen Schokoladenstücken.

Beim Milchschaum erzielt der WMF Aufschäumer ein exzellentes Ergebnis. Der Milchschaum für deinen Kaffee ist wunderbar cremig und sehr feinporig. Die Kanne des Milchschaumbereiters fasst im Schaummodus eine Füllmenge von 350 Millilitern. Dadurch, dass der WMF Milchaufschäumer mit Induktion funktioniert und ein herausnehmbares Gefäß hat, kannst du ihn sehr leicht reinigen. Das Edelstahl-Milchkännchen ist spülmaschinenfest und Milch backt nicht an. Der gute Milchschaum und die edle Verarbeitung machen den WMF Milchschaumbereiter zum Testsieger. Abzug gibt es allerdings für den umfallenden Quirl beim Handling und die Größe des Geräts.

Preis-Leistungs-Sieger: Vava Milchaufschäumer

Das Design des Vava Milchaufschäumers „VA-EB008“ ist recht edel, auch wenn der Griff aus Plastik die hübsche Edelstahloptik etwas zerstört. Wenn du die aufgeschäumte Milch ausschüttest, ist der Griff aber durchaus sinnvoll – etwas was wir bei den anderen elektrischen Milchaufschäumern ohne Induktion vermisst haben.

Der Milchschaum des Vava ist zwar feinporig, hat aber eine wenig sahnige Struktur und am Boden bleibt etwas ungeschäumte Milch zurück. Beim nur 115 Milliliter fassenden Gefäß erschwert festgebackene Milch am Boden die Reinigung. Alles in allem ist der Vava ein durchschnittlicher Milchaufschäumer, der uns weder begeistert noch besonders enttäuscht hat. Auffällig ist hier der ziemlich günstige Preis, deshalb ist er auch unser Preis-Leistungs-Sieger.

Design-Sieger: Philips Senseo CA6500/10 - Schönling mit hübscher Milchwolke

Der „Philips Senseo CA6500/10“ hat in unserem Milchaufschäumer Test in puncto Design die Nase ganz vorn. Er ist in verschiedenen Farben erhältlich. Unser Testgerät kommt im stylischem Pastellgrün daher. Auch die Qualität der Verarbeitung überzeugt uns. Anders als bei den meisten Milchaufschäumern sind am Gehäuse keine Fingerabdrücke sichtbar.

Im Bereich Konstruktion ist der Senseo Milchaufschäumer gut durchdacht. Der Deckel „saugt“ sich durch den magnetischen Quirl automatisch am Gerät fest. Das Milchgefäß lässt sich einfach auf den Fuß stellen und steht dort auch sehr stabil.

Bei diesem Gerät befestigst du den Rührstab oben am Deckel. Das birgt den Nachteil, dass du schnell eine kleine Sauerei anrichtest, wenn du die Kanne öffnest. Doch das ist einer der wenigen Abstriche, die du beim Senseo Milchaufschäumer hinnehmen musst. Der Milchbehälter hat keinen Ausgießer. Trotzdem kannst du die Schaumkrönung durch den gebogenen Rand ohne Kleckern direkt in die Kaffeetasse gießen oder löffeln.

Der Philips Senseo CA6500/10 ist schick und macht guten Milchschaum

Cremige Schaumkrönung mit Abzügen bei der Reinigung

In 1,5 Minuten liefert das leise arbeitende Gerät dir den fast perfekten Milchschaum – schön cremig, feinporig, sehr gleichmäßig und wohl temperiert. Schade, dass der Senseo so wenig davon herstellt. Etwas mehr als 120 Milliliter Fassungsvermögen und der Senseo Milchaufschäumer hätte dem Testsieger durchaus Konkurrenz machen können. Ein wenig schlechter schneidet der Senseo auch bei der Reinigung ab. Er ist nicht spülmaschinengeeignet, lässt sich aber leicht mit einem feuchten Spülschwamm säubern. Auch das kostet den Senseo den Sieg. Doch was das Design anbelangt, kann ihm kein anderer Aufschäumer das Wasser reichen.

Alle weiteren Kandidaten im Milchaufschäumer Test

Auf das Siegertreppchen können es nicht alle Modelle schaffen. Doch auch manch anderer Milchaufschäumer im GuteWahl.de Test hat überzeugende Vorteile. Informiere dich hier über die weiteren Testkandidaten.

Melitta Cremio: Gutes Schaumergebnis zu stolzem Preis

Der Melitta Cremio gehört zu den Milchaufschäumern, die ohne Induktion funktionieren und bei denen sich Milchgefäß und Elektrik das Gehäuse teilen. Beim Ausgießen der Milch macht sich das Gewicht negativ bemerkbar. Der Quirl ist an der Verschlusskappe verbaut, du musst also erst mit einem tropfenden Rührbesen hantieren, bevor du die Milch in die Tasse gießen kannst – das gibt Punktabzug. 

Der Milchschaum selbst hat eine gute Struktur und eine angenehme Temperatur. Das Gefäß fasst 150 Milliliter, also etwas mehr die anderen handlichen Geräte im Test. Der Milchaufschäumer des Kaffeeherstellers kann einen guten Milchschaum für sich verbuchen, die Reinigung ist in Ordnung und das Design ist auch ansehnlich. Doch all das rechtfertigt leider nicht den unangemessen hohen Preis von über 60 Euro*.

Tchibo Cafissimo Milchaufschäumer mit Induktion

Das Kaffee-Unternehmen Tchibo schickt einen Milchaufschäumer mit Induktion ins Rennen. Der Deckel sitzt uns im Test zu fest. Außerdem bleiben Fingerabdrücke auf dem dunklen Plastikgehäuse zurück. Der Aufschäumer rattert beim Betrieb laut vor sich hin. Du kannst das Milchgefäß zum Eingießen und Reinigen herausnehmen. Die Kanne lässt sich nicht gerade einfach auf dem Fuß platzieren, und vor allem beim Anheben stört der Deckel.

Zudem ist der Milchaufschäumer ziemlich klobig und schwer. Überraschenderweise liefert das teurere Tchibo Gerät nicht das bessere Schaumergebnis. Die Milch ist nicht vollständig aufgeschäumt und verfügt über kein sahniges Mundgefühl. Dafür fasst die Kanne 260 Milliliter und erwärmt die Milch auf eine ideale Temperatur von 66 Grad. Reinigen lässt sich der Milchaufschäumer von Tchibo gut. Preislich liegt er eher im Durchschnitt.

Clatronic MS 3326 – lautstark, aber praktisch

Der Milchschaumbereiter „MS 3326“ von Clatronic gehört zu den Geräten, bei denen du den Milchbehälter herausnehmen kannst. Das verschafft ihm schon mal Pluspunkte, denn die Reinigung und das Handling funktionieren so einfach besser. Optisch macht der Clatronic wenig her. Die Verarbeitung scheint billig und auch das Design überzeugt uns wenig. Leider macht dieser Milchaufschäumer sich durch ein äußerst lautstarkes Rattern bemerkbar, das auf Mängel in der Verarbeitung schließen lässt. Das schadet dem Milchschaum aus höchstens 250 Millilitern Milch allerdings wenig. Der ist durchaus in Ordnung, mit angenehm fester und feinporiger Struktur.

Neben der Milch kann der Clatronic explizit auch andere Flüssigkeiten wie Soßen erhitzen und hat dafür eine eigene Taste. Die Reinigung gestaltet sich beim Clatronic trotz separatem Kännchen weniger gut, da die Milch schnell festbackt und das Gefäß auch nicht spülmaschinenfest ist. Den recht günstigen Preis darf der Clatronic Milchaufschäumer wieder auf der Habenseite verbuchen. Insgesamt also ein durchaus solides Produkt.

Arendo milkloud – Milch wird zu heiß

Der Milchaufschäumer „Arendo milkloud 300777“ ist klein, kompakt und macht optisch einen guten Eindruck. Die Bedienung funktioniert mit zwei Tasten für warmen und kalten Milchschaum. Der Aufschäumer macht mit 72 Grad etwas zu heißen Milchschaum, dessen Struktur uns nicht überzeugen kann: Er hat kein gutes Mundgefühl, ist kaum sahnig und die Milch schäumt das Gerät nicht vollständig durch.

Der Milchaufschäumer lässt sich schwer reinigen, da die Elektronik im gleichen Gehäuse wie das Milchgefäß verbaut ist. Zudem backt die Milch am Boden an. Der Arendo gehört in unserem Test zu den günstigsten Milchaufschäumern.

Wie haben wir getestet?

Das Ergebnis beim Aufschäumen ist das A und O bei unserem Milchaufschäumer Test. Es geht zu einem Großteil in das Gesamtergebnis ein. Wir haben zum Testen also in erster Linie jede Menge Milch geschäumt. Dabei testeten wir zwar auch, wie der Schaum mit Halbfettmilch oder Sojamilch gelingt. Für eine gute Vergleichbarkeit haben wir im Test aber natürlich immer die gleiche Milch verwendet – nämlich frische kalte Vollmilch. Diese empfehlen auch viele Baristas. Der Fettgehalt sorgt dafür, dass sich die Geschmacksstoffe des Kaffees besonders gut wahrnehmen lassen. Außerdem hat frische Vollmilch gute Schaumeigenschaften. Der Milchschaum sollte feinporig, locker und sahnig sein. Ideal ist er bei einer Temperatur zwischen 60 bis 70 Grad. Viel heißer sollte der Schaum nicht werden, denn dann können sich die stabilisierenden Eiweißverbindungen lösen.

Außerdem haben wir die Bedienung und die Verarbeitung der Geräte getestet: Lassen sie sich leicht zusammenbauen und intuitiv bedienen? Beim Aufschäumen und Erhitzen der Milch haben wir zudem gemessen, wie laut und schnell die Geräte arbeiten.

Bei Milchaufschäumern ist die Reinigung ein weiteres wichtiges Bewertungskriterium. Warme Milch bietet den idealen Nährboden für Keime. Es empfiehlt sich also, die Geräte nach jedem Einsatz gut und unmittelbar zu säubern. Das sollte dann natürlich leicht und unkompliziert gehen. Ist das Gerät spülmaschinengeeignet, verschafft das dem Modell automatisch Pluspunkte.

Eine leichte Reinigung war uns im Test wichtig

Worauf soll ich bei einem Milchaufschäumer achten?

Milchaufschäumer erwärmen und schäumen entweder elektrisch oder über Induktion. Letzteres hat den Vorteil, dass sich die Energie für Quirl und Hitze auf das Milchgefäß überträgt, ohne dass darin eine Elektronik verbaut ist. Die Gefäße lassen sich dadurch leicht aus dem Gerät entfernen und reinigen. Teilweise sind die Kannen sogar spülmaschinengeeignet.

Bei einer guten Antihaftbeschichtung und einem einfach zu entfernenden Schaumbesen, geht die Reinigung aber auch bei den elektrischen Geräten leicht von der Hand, zum Beispiel beim Philips Milchaufschäumer.

Auf die Milchmenge kommt es an

Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium für dich ist die Füllmenge. Benutzt du den Milchaufschäumer alleine oder für die ganze Familie? Hast du oft Besuch, der zum Kaffeetrinken vorbeikommt? Und welche Kaffeespezialität möchtest du zubereiten? Das sind wichtige Fragen, die es vor dem Kauf zu beantworten gilt.

Für Cappuccino benötigst du weniger Milch als für Latte Macchiato. Die Geräte im Test verfügen über eine Füllmenge von 100 bis 350 Milliliter. Schaum aus 100 Milliliter Milch reicht eher nur für einen Latte Macchiato.

Achtung übrigens bei der Herstellerangabe über das Fassungsvermögen: Es gibt meist unterschiedliche Angaben für die Höchstmengen an Milch, die sich aufschäumen oder lediglich aufwärmen lässt. In unseren Angaben beziehen wir uns nur auf die Füllmenge im Aufschäummodus.

Das Fassungsvermögen unterscheidet sich meist, je nachdem ob du Milch aufschäumen oder nur erhitzen möchtest

Wissenswertes über Milchaufschäumer

* Alle Preise Stand September 2020