Pastamaker – mit etwas Übung zur perfekten Nudelherstellung

Wenn du deine Nudeln selber machen willst, brauchst du zunächst einen frischen Teig aus den Zutaten: Mehl, Wasser und Ei (alternativ kannst auch Hartweizengrieß verwenden). Hat der Nudelteig die richtige Konsistenz, kannst du ihn in die Maschine einspannen. Nach wenigen Minuten ist die Nudelplatte dann in der gewünschten Stärke ausgerollt. Mit welcher Nudelmaschine das in der Praxis am besten klappt, verraten wir dir im Testbericht. Soviel vorab: Wir sind von keiner Maschine enttäuscht. 

In diesen Kategorien testen wir die Nudelmaschinen

  • Qualität: Wir prüfen, ob das Gehäuse, die Schneideaufsätze und die Handkurbel der Nudelmaschinen hochwertig verarbeitet sind.
  • Bedienkomfort: Wie leicht lässt sich der Pastateig in die Walze einspannen und wie viel Kraft brauchst du beim Walzen? Außerdem wollen wir wissen, wie einfach sich der Schneideaufsatz auf dem Gerät anbringen lässt und wie fest dieses während der Nudelherstellung steht. Die anschließende Reinigung ist uns ebenfalls wichtig.  
  • Aufbewahrung: Kannst du die Nudelmaschine anschließend inklusive Zubehör einfach unterbringen oder schlägt das Gewicht zu Buche?
  • Pastaergebnis: Ein stabiles Gerät ist zwar schön und gut, aber letztendlich kommt es darauf an, ob die Nudeln damit auch gut werden.

Nudelmaschine Testsieger: Imperia 20600

Die traditionsreiche italienische Marke Imperia liefert mit der „20600 Nudelmaschine“ aus verchromtem Stahl ein solides Modell mit einer Walzenbreite von 150 Millimetern. Die Well- und Knetwalze bietet dir insgesamt sechs verschiedene Stärken zur Auswahl. Dabei spannst du deinen selbstgemachten Pastateig bei der größten Stufe ein und walzt ihn fünf bis sechsmal, bis er eine gleichmäßige Dicke hat. Die Stufe sechs kriegen wir im Test nur mit viel Kraftaufwand eingestellt.

Das geht leider nicht so einfach wie bei den anderen Maschinen, da sich das Rad nur schwer drehen lässt und die Stufen erst einrasten müssen. Danach kannst du den Pastamaker mithilfe des Drehrades eine Stufe kleiner stellen. Alle anderen manuellen Nudelmaschinen haben einen recht einfachen Drehknopf zur Einstellung der Walzen. Es gibt einen Duplexvorsatz für 2 Millimeter feine Tagliatelle und 6,5 Millimeter breite Fettuccine. Weitere Aufsätze lassen sich nachkaufen.

Die Nudelmaschine eignet sich aber auch zur Herstellung von Lasagneblättern, Spaghetti, Engelshaar, Trenette, kleinen Lasagneplatten und Reginette. Außerdem gibt es extra Aufsätze für Ravioli oder Gnocchi, die du zusätzlich kaufen kannst. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Handkurbel besteht als einzige im Vergleich aus Holz. Sie liegt gut in der Hand, mit ihr lässt es sich allerdings nicht so einfach kurbeln wie mit der Marcato. Was uns am besten bei der Imperia Nudelmaschine gefällt: die Nudeln werden beim Schneiden schön getrennt.

Das ist nicht bei allen Modellen im Test der Fall. Der Widerstand beim Kurbeln ist bei dieser Nudelmaschine besonders hoch. Da sind schon ein paar Muckis gefragt. Die Handkurbel lässt sich durch einen Motor ersetzen. Den kannst du für circa 70 Euro* nachrüsten. Es empfiehlt sich den Teig nach dem Ausrollen circa 10 bis 20 Minuten trocknen zu lassen. Der Schneidaufsatz lässt sich nicht ganz so einfach anbringen und abnehmen. Dafür ist die Standfestigkeit des Geräts dank Tischklemme umso besser. 

Fazit: Der Testsieger Imperia kann mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und dem erstklassigen Nudelergebnis punkten. Nur das Kurbeln ist auf Dauer etwas anstrengend und das Verstellen der Stufen geht nicht so einfach von der Hand.

Preis-Leistungs-Sieger: Günstige Nudelmaschine Monzana

Die Monzana Nudelmaschine aus Edelstahl bietet dir neun verschiedene Dicken durch ihre verstellbaren Knet- und Wellwalzen. Der rutschfeste Sockel und die Tischklemme garantieren, dass die Nudelmaschine sich beim Kurbeln nicht von der Stelle bewegt. Zur Reinigung empfiehlt der Hersteller ein trockenes Tuch oder eine Bürste. Die Nudelmaschine eignet sich für Spaghetti, Tagliatelle, Cannelloni oder Lasagneplatten. Den Schaber unterhalb der Walzen kannst du auch zwischendurch mit einer Küchenrolle reinigen.

Leider fällt die Handkurbel aus Kunststoff während des Betriebs schnell ab. Sie lässt sich nicht weit genug in die Maschine schieben. Der Kurbelvorgang gestaltet sich beim Schneideaufsatz als etwas ruckelig, da brauchst du etwas mehr Kraft. Den Schneideaufsatz kannst du einfach abnehmen. Das Kurbeln der Walzen geht deutlich einfacher. Den Nudelteig kannst du hier problemlos walzen und anschließend schneiden.

Fazit: Für den günstigen Preis finden wir die Leistung der Monzana Nudelmaschine gut. Sie macht schöne Nudeln und lässt sich leicht bedienen. Nur der Schneideaufsatz könnte etwas flüssiger laufen.

Luxussieger: Philips HR2382/15 vollautomatische Nudelmaschine

Wenn es mal schnell gehen muss und du keine Lust auf langes Teigkneten hast, kannst du auch zu einer vollautomatischen Nudelmaschine greifen. Wir haben die Philips HR2382/15 getestet. Welche Vorteile sie hat und wie einfach sich damit Nudeln machen lassen, verraten wir dir im ausführlichen Philips Einzeltest.

Weitere Nudelmaschinen im Test

Wir haben uns noch zwei weitere Pastamaschine von Marcato und Fackelmann angeschaut. Was sie können und ob sie sich lohnen, verraten wir dir.

Marcato Wellness Atlas 150: Gute Nudelmaschine mit Pastabike

Was ist besser als eine Nudelmaschine? Eine mit der man auch noch seine Teigbahnen schneiden kann. Dazu liefert dir die „Marcato Wellness Atlas 150“ ein sogenanntes Pastabike mit. Wie wir die Pastamaschine ansonsten finden, verraten wir dir im ausführlichen Einzeltest.

Fackelmann #easyprepare: Leichtgewicht mit gutem Ergebnis

Die „Fackelmann #easyprepare“ eignet sich für Spaghetti, Bandnudeln und Lasagne. Du kannst die Walzen in neun unterschiedlichen Dicken einstellen. Der Anti-Rutsch Boden und die Tischhalterung sorgen dafür, dass die Nudelmaschine während des Kurbelns nicht verrutscht. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und die Walzen haben eine Aluminiumlegierung. Wie die anderen Pastamaschinen aus dem Test kannst du auch die Fackelmann nur trocken mit einem weichen Tuch reinigen. Im Lieferumfang liegen Rezeptkarten bei.

Die Handkurbel fällt wie bei der Monzana leicht ab, wirkt aber trotz Kunststoff etwas hochwertiger. Auch das Kurbeln an sich geht leichter von der Hand. Den Schneideaufsatz kannst du einfach anbringen und abnehmen. Mit 1,45 Kilogramm ist die Fackelmann Nudelmaschine die leichteste im Test.

Fazit: Für den Preis von circa 40 Euro* finden wir die Fackelmann Nudelmaschine empfehlenswert. Sie lässt sich leicht bedienen und fällt nicht so schwer ins Gewicht, wenn du sie mal aufräumen willst.

So haben wir getestet

Nachdem wir uns den Aufbau der Maschinen und die Verarbeitung des Gehäuses, der Kurbel und des Schneideaufsatzes angeschaut haben, ging es an die Zubereitung des Teiges. Wir haben mit allen manuellen Nudelmaschinen den gleichen Teig verarbeitet. Der besteht aus 5 Eiern und 500 Gramm Mehl. Auf Öl und Salz haben wir verzichtet. Den Teig haben wir mit der Hand geknetet und in fünf gleiche Teile geteilt. Davon haben wir einen Teil erstmal durch alle Nudelmaschinen laufen lassen, damit eventuelle Schmierreste von der Produktion nicht auf unseren späteren Nudelteig übergehen. Das Stück Teig war danach für die Tonne. Der Ablauf ist bei allen Pastamakern gleich. Walzen auf die größtmögliche Einstellung, den Teigklumpen etwas flachgedrückt einlegen und kurbeln. Nach dem ersten Mal schlagen wir den Teig einmal in der Mitte zusammen und bemehlen ihn nochmal ordentlich. Dann noch etwa fünf Mal auf der größten Stufe durchziehen und erst dann kannst du die Dicke verändern.

Dabei empfiehlt es sich, den Teig auf jeder Stufe einmal durchzuwalzen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Danach haben wir die Nudelplatten kurz ruhen lassen. Währenddessen testen wir, wie gut sich die Aufsätze anbringen lassen. Das klappt bei Monzana und Fackelmann am leichtesten. Bei den anderen brauchst du schon etwas mehr Kraft. Damit die Nudelmaschine beim Kurbeln auch an Ort und Stelle bleibt, kannst du sie mithilfe einer Tischklemme an deinem Küchentisch befestigen. Die Arbeitsplatte ist in unserem Test zu hoch und hat zu wenig Überstand. Nach dem Schneiden der Nudeln kannst du diese entweder sofort verarbeiten oder trocknen lassen. Praktisch ist da ein Nudeltrockner. Der sieht aus wie eine Wendeltreppe. Die Stäbe bestehen aus Holz oder Metall. Alternativ kannst du die Pasta auch auf einem Backofengitter trocknen oder sie bei 35 Grad für 24 Stunden bei leicht geöffneter Tür in den Backofen schieben.

Alle fünf Nudelmaschinen mussten im Praxistest aus frischem Nudelteig fertige Pasta walzen

Darauf solltest du beim Kauf einer Nudelmaschine achten

Als erstes gilt es sich für eine Bauart zu entscheiden. Zur Auswahl stehen manuelle Modelle, so wie wir sie größtenteils getestet haben. Die Maschinen sind nicht sonderlich teuer, recht kompakt, aber zum Teil etwas schwer. Hier musst du per Kurbel der Teigplatte die passende Dicke verpassen. Unter elektrischen Nudelmaschinen versteht man ebenfalls Geräte mit Walzen, jedoch besitzen diese statt einer Kurbel einen Motor an der Seite. Damit kannst du dir das kräftezerrende Walzen sparen.

Noch einfacher geht die Nudelherstellung mit einer vollautomatischen Pastamaschine, wie der Philips HR2382/15. Sie knetet und mixt nicht nur den Teig für dich, sondern presst ihn auch wie ein Fleischwolf in die passende Form. Alles was du machen musst, ist die Pasta auf die gewünschte Länge kürzen. Schon liegen deine frischen Nudeln auf dem Teller. Wichtig ist, wie oft du deine neue Nudelmaschine einsetzen möchtest. Für einen gelegentlichen Einsatz empfehlen wir dir ein manuelles Modell. Machst du häufig Pasta und hast genügend Platz auf der Arbeitsplatte oder in der Abstellkammer, darf es auch gerne eine vollautomatische Maschine sein. Die nimmt dir die meiste Arbeit ab und du kannst dich entspannt auf dein Essen freuen. Weitere Kaufkriterien sind:

  • Lieferumfang: Wenn du mehr als Spaghetti oder Bandnudeln mit deinem Pastamaker herstellen möchtest, achte darauf, dass der Hersteller des Modells deiner Wahl weitere Aufsätze anbietet, zum Beispiel für Ravioli oder Gnocchi.
  • Motor: Wenn du dich für ein Modell mit Kurbel entscheidest und mit der Zeit merkst, dass du doch lieber eine elektrische Nudelmaschine hättest, ist es von Vorteil, wenn sich der Motor nachrüsten lässt.
  • Material: Damit du auch lange Freude an deiner Nudelmaschine hast, sollte sie aus hochwertigen Materialien bestehen. Die Geräte aus unserem Vergleich bestehen aus Edelstahl beziehungsweise Kunststoff.
  • Herstellungsmenge: Möchtest du nur für dich oder wenige Personen Pasta herstellen, dann eignet sich eine manuelle Nudelmaschine. Brauchst du mehr Teig, bist du mit einer vollautomatischen Maschine besser beraten. Das spart dir eine Menge Arbeitsaufwand.

Wichtige Fragen zum Thema Nudelmaschine

* Alle Preise Stand Oktober 2020