Welche Popcornmaschine poppt am besten? 8 Maschinen getestet

Es gibt eigene Popcornmaschinen für den Hausgebrauch. Meistens sehen sie auch so aus wie eine Miniatur-Ausgabe ihrer Vorbilder auf dem Jahrmarkt oder im Kino. Fünf von den insgesamt acht Popcornmaker, die wir unserem Popcornmaschinen Test unterzogen haben, funktionieren mit Öl. Den WMF Popcornmaker testen wir im Rahmen eines Updates nach. Vier der fünf Ölapparillos produzieren Popcorn auch wie die großen Apparate in den Lichtspielhäusern: In einem hängend gelagerten Topf mit Klappdeckel, in dem ein automatischer Rührstab rotiert, wird zunächst Pflanzenöl erhitzt. Kurz darauf kommen je nach Geschmack  Zucker oder Salz ins Öl, dann ein Messlöffel voll Popcornmais. Wenige Augenblicke später beginnen die Körner wild zu poppen und aus dem Popcorntopf zu quellen, wobei sie den Klappdeckel der Popcornmaschine immer wieder hochdrücken. Der automatische Rührstab im Topf soll verhindern, dass einzelne Körner vom Puffmais anbrennen.

Bei Heißluft Popcornmaschinen funktioniert die Zubereitung nach einem anderen Prinzip: Du gießt mit einem Messlöffel Puffmais auf ein Sieb in der Mitte der Popcornmaschine und schaltest es ein. Unter dem Sieb wird ein Strom Heißluft erzeugt, der den Mais schon nach wenigen Augenblicken zum Platzen bringt. Gleichzeitig schleudern die Heißluftgeräte das warme Popcorn aus der Maschine in eine bereitgestellte Auffangschüssel. Dieses Popcorn ist fettfrei, kalorienarm und knusprig. Aber auch vollkommen geschmacklos und ohne Spur von Salz oder karamellisiertem Zucker. Je nach Geschmack musst du es nachträglich mit Öl oder Sirup „behandeln“. Geschmacklich kommt das Popcorn aus dem Heißluftsystem dadurch nicht an die Zubereitung in den Geräten mit Rührtopf heran.
 

In diesen Kategorien testen wir

  • Verarbeitungsqualität: Da Popcornzubereitung nur mit großer Hitze funktioniert, interessiert uns im Test, aus welchen Materialien die einzelnen Popcornmaschinen gefertigt sind. Kommen sie gut mit der Hitze klar? Ist das Gehäuse stabil konstruiert? Erfahrungsgemäß kommen Popcornmaschinen nicht jeden Tag zum Einsatz und werden deshalb häufig nach dem Gebrauch an einem anderen Ort verstaut. Diese „Reisetätigkeit“ sollte der Popcornmaker dauerhaft verkraften. Arbeiten bei den Rührtopfgeräten die einzelnen Komponenten, die unmittelbar mit Hitze in Berührung kommen, wie etwa der Rührstab oder der Edelstahltopf, einwandfrei?
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Eine Popcornmaschine sollte rasch einsatzbereit sein, allzu langes Lesen der Bedienungsanleitung verdirbt den Spaß am Snack. Auch wichtig: Die produzierten Mengen. Wie viel Popcorn quillt pro Topfladung aus der Popcornmaschine? Also wie viele Durchgänge solltest du einplanen, um dein Heimkino-Publikum zu versorgen? Zuletzt legen wir im Test Wert darauf, wie einfach sich Fett und Popcorn-Reste aus der Maschine entfernen lassen. Kannst du zudem die Popcornmaschine insgesamt gut reinigen?
  • Design und Ausstattung: Hier ist uns wichtig zu erfahren, wie viel Mühe sich die Hersteller bei der Gestaltung ihrer Popcornmaschinen gegeben haben. Schließlich möchten wir gerne so einen Hingucker wie im Kino oder auf dem Jahrmarkt. Zusätzlich wollen wir wissen, wie leicht die Knabberei dem Popcornautomaten entnommen werden kann.
  • Popcorn-Qualität respektive der Geschmack: Zum Schluss haben wir gekostet – kommt das homemade Popcorn an den Profi-Snack im Kino heran?

Wir haben sieben Popcornmaschinen mit Rührwerk und Heißluft für dich ins Rennen geschickt

Groß und gut – den Testsieg holt sich die „Royal Catering“ Popcornmaschine

Ok, der „Royal Catering“-Apparillo ist kein Leichtgewicht. Mit 15 Kilo lädt die Popcornmaschine nicht gerade dazu ein, sie ständig hin- und herzutragen. Dafür ist sie schick und ausgezeichnet verarbeitet. Hier kam kein Kunststoff zum Einsatz, alles Metall, Edelstahl und in der Tür und in den Seitenwänden echtes Glas. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Test! Die Popcornmaschine ist rasch auf Temperatur, lässt sich easy befüllen und bietet eine fixe Zubereitungszeit sowie eine Heizplatte zum Warmhalten des Popcorns. Wie gut der Popcornmaker den Snack aus dem Kino zubereitet und in welchen Mengen liest du in unserem Einzeltest.

Preis-Leistung-Sieger: Severin PC3751 Popcorn Automat

Mit der Heißluftmaschine von „Severin“ holst du dir eine unschlagbar günstige Popcornmaschine ins Haus. Allerdings musst du für den schmalen Preis bei der Heißluftpuste auch einige Abstriche in Kauf nehmen. Die Bedienung ist denkbar einfach: Du füllst die getrockneten Maiskörner ein, drückst auf den Startknopf und wartest eine knappe Minute bis der Puffmais lospoppt - fertig! Während die Zubereitung ratzfatz von der Hand geht, bleibt der Geschmack des Popcorns allerdings auf der Strecke. Denn die Arbeitsweise des Heißluftgerates ermöglicht dir kein Würzen des Popcorns. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass die Popcornmaschine von Severin super einfach zu reinigen ist. Mehr als die Schale mit einem feuchten Lappen auszuwischen, musst du nicht machen. 

Obwohl eigentlich schön kompakt und dadurch auch gut zu verstauen macht die Severin Popcornmaschine ordentlich Wind. Und ist dabei auch recht laut. Generell sind die Heißluftmaschinen deutlich lauter als die größeren Popcornautomaten mit Ölwender. Wenn du nach einer Möglichkeit suchst, möglichst fix Popcorn für den Filmabend aufzupoppen, dann ist der Severin Popcorn Automat einen Blick wert. Allerdings ist das ungewürzte Popcorn natürlich Geschmacksache. Mit dem süßen oder salzigen Snack aus dem Kino hat es nichts gemeinsam – dafür ist es kalorienarm.

Kompaktsieger: WMF Popcorn Maker

Der "WMF Popcorn Maker" beeindruckt im Update zum Popcornmaschinen Test als kompakter Zwerg für kleine Mengen. Die Maschine funktioniert ebenfalls mit Öl, so dass du dein Popcorn nach Belieben würzen kannst. Ein kleiner Rührstab verhindert, dass der Puffmais auf der beschichteten Heizplatte anbrennt. Zudem punktet das WMF Gerät mit seiner durchdachten Konstruktion: Die Abdeckung dient gleichzeitig als Servierschale fürs Popcorn. Alle Informationen zum WMF Popcorn Maker erfährst du in unserem Einzeltest.

Diese Popcornmaschinen haben wir ebenfalls getestet

Insgesamt haben wir fünf Popcornmaschinen mit Öl-Zubereitung und drei Heißluft Popcornmaschinen getestet. Je nachdem wie du dein Popcorn genießen möchtest, hat die eine oder die andere Art der Zubereitung etwas für sich. So haben die Maschinen im Detail abgeschnitten.

Rosenstein & Söhne – Die solide Kompaktmaschine

Das rote Gehäuse der „Rosenstein & Söhne“ Popcornmaschine erinnert an die Profi-Kollegen aus dem Kino oder vom Jahrmarkt, wurde jedoch komplett aus Kunststoff gebaut. Das Heizsystem ist in 3 Minuten einsatzbereit. Beim Aufheizen des Topfs dreht sich gleich auch das Rührwerk, das akustisch eher unangenehm über den Boden des Edelstahltopfes kratzt – da gibst du dann rasch Öl hinein, schon allein um die Ohren zu schonen. Auch hier: Die kompakte Konstruktionsart lässt nicht viel Spielraum für das Befüllen des Topfes. Große Mengen liefert dir das Gerät nicht wirklich. Die Zubereitungsdauer ist allerdings recht fix. Das Popcorn, das schließlich bei der Herstellung aus dem Topf quillt und servierbereit in die spülmaschinenfeste Auffangschale fällt, schmeckt jedoch auch diesmal tadellos

Die abschließende Reinigung des Popcornautomates hält dich dank der praktischen Auffangschale nicht lange auf. Das Rührwerk ist bei Modell von Rosenstein & Söhne mit Flügelmuttern am Edelstahltopf befestigt, weshalb der Ausbau erfreulich schnell gelingt. Klar, gescheuert wird auch hier, ein paar Körner Puffmais haben sich auf dem Stahlboden festgebrannt. Solist ist die Popcornmaschine im Schalter-Bereich: Im Gegensatz zu den anderen Rührtopf-Einheiten im Vergleich verfügt die Rosenstein & Söhne  Popcornmaschine über nur einen Schalter für alles. Mit ihm steuerst du Beleuchtung, Hitzezufuhr und Rührwerk. Ist der Topf aus, liegt das Popcorn im Dunkeln, was ein paar atmosphärische Abzüge gibt. Fazit: Solide Kompaktmaschine für ein kleineres Heimkino-Publikum.

Klarstein Volcano Popcornmaschine – Feines Popcorn, mühsame Reinigung

Die Popcornmaschine "Volcano" von Klarstein ist wahrlich kein Raumwunder, so ist zum Beispiel die Topfbefüllung ziemlich umständlich. Die Verarbeitung wirkt solide, auch wenn das Gehäuse komplett aus Kunststoff besteht. Gut gefällt uns zudem die herausnehmbare Auffangschale für das Popcorn, sie lässt sich nach dem Gebrauch in der Spülmaschine reinigen. Das Heizsystem nimmt sich 3 Minuten Aufheizzeit. Bei der Popcornzubereitung im Rührtopf möchtest du dem Rührwerk manchmal etwas auf die Sprünge helfen, es müht sich hörbar durch die aufpoppende Maismasse. Der Geschmackstest nach der Herstellung fällt allerdings sehr überzeugend aus, da hat das Kinopublikum nichts zu meckern.

Nach dem Abspann muss aber auch die Klarstein Popcornmaschine gesäubert werden. Beim Gehäuse geht das gut und fix, die Auffangschale hat ja schon einen Großteil der Arbeit vermieden. Den Topf kannst du ausstecken und aus der Popcornmaschine nehmen, um ihn gründlich zu reinigen. Was auch nötig ist: Ein paar Körner sind auf dem Boden des Edelstahltopfes angebrannt und müssen rausgescheuert werden. Um vorher das Rührwerk zu entfernen, benötigst du Werkzeug, weshalb die Prozedur in einem ziemlichen Gefummel endet. Nicht gerade ein Happy-End für unseren Kino-Abend, der die Frage aufwirft: Tue ich mir das beim nächsten Mal wieder an?

Unold und Russell-Hobbs – Die Pustetiere

Soviel Einigkeit war selten, weswegen wir die beiden Heißluftmaschinen von Unold und Russell Hobbs – und eigentlich auch den Preis-Leistungs-Sieger von Severin – hier zusammenfassen: Die drei Popcornmaschinen im Test pusten allesamt und buchstäblich in Windeseile eine Schüssel knuspriges Popcorn heraus. Die Zubereitungsdauer ist wirklich fix. Dafür braucht’s jeweils nur einen Schalter. Auch die Reinigung ist nicht der Rede wert, einfach trocken auswischen – fertig. Da bei der Herstellung keinerlei Fett, Zucker oder Salz zum Einsatz kommen, bleiben so gut wie keine Rückstände in einer Heißluft Popcornmaschine zurück. Der entsprechend fettfreie Popcorn-Genuss mag weitere Anhänger finden. Im Test brachte die geschmacklose Zubereitung bei der Verkostung jedoch Abzüge, auch weil sie gegebenenfalls weitere Zubereitungsschritte erforderlich macht. Denn willst du süßes oder salziges Popcorn genießen, musst du nach der Popcornzubereitung nochmal ran und nachwürzen. Weitere Minuspunkt: Die Heißluftsysteme der drei Geräte sind sehr laut.

Einiges Dreierlei: Die Heißluft Popcornmaschinen von Severin, Russell Hobbs und Unold gleichen sich in Verarbeitung, Aufheizzeit und Popcorn-Qualität

Die einzigen minimalen Unterschiede zwischen den drei „Pustetieren“: Design, Preis und Zubereitungsdauer. Der Russell-Hobbs pustet sein Popcorn bereits nach 45 Sekunden heraus, die beiden Konkurrenten folgen fast gleichauf nur wenige Augenblicke später. Zusätzlich sind alle drei Geräte leicht, nicht größer als ein Mixer und lassen sich komfortabel verstauen. Im Vergleich zu einer wuchtigen Popcornmaschine mit Ölwanne sind die Heißluftgeräte deutlich günstiger. Auch an der Popcorn-Qualität gibt es erst einmal nichts auszusetzen. Das ist schön warm und knackig. Schmeckt aber eben auch nach nichts. Wer die kulinarische Nachbehandlung des Popcorns etwa in der Pfanne nicht scheut, ergattert mit den Heißlüftern im Test absolute Zubereitungssprinter zu Top-Preisen ohne nennenswerten Reinigungsaufwand. Das wäre doch mal eine Überlegung wert.

Emerio Popcornmaschine – die klapprige Fettschleuder

Das geht gar nicht gut los: In der Bedienungsanleitung der „Emerio“ Popcornmaschine sind die Messlöffel falsch beschrieben, sodass wir zunächst deutlich zu viel Öl und wiederum viel zu wenig Mais in den Rührtopf geben. In der Folge spritzt das heiße Öl nur so aus dem Topf, zusammen mit verbranntem Popcorn – eine mittelgroße Sauerei. Das kompakte Kunststoff-Gehäuse im hübschen Retrodesign fängt die Spritzer zwar ab, macht aber bei der anschließend notwendigen Grundreinigung keinen vertrauenserweckenden Eindruck. Die Tür schließt nicht richtig. Außerdem fällt uns auf, dass sich der Kunststoffboden bereits nach dem ersten Einsatz der Popcornmaschine wärmebedingt verzogen hat. 

Unpraktisch finden wir, dass du den Rührtopf nicht gut reinigen kannst. So ist zum Beispiel das Stromkabel nicht abnehmbar, weswegen du den Topf nur über der Spüle reinigen kannst, wenn du die gesamte Popcornmaschine nahe heranschiebst. Die Topf-Ausführung in Edelstahl sorgt zudem dafür, dass Popcorn anbrennt und nur durch hartnäckiges Scheuern entfernt werden kann. Wie schon erwähnt, weist der abschließende Popcorn-Geschmackstest zu aufdringliche Röstaromen auf – es schmeckt verbrannt. Das bedeutet den letzten Platz im Test.

So haben wir die Popcornmaschinen getestet

Indem wir mit jeder Popcornmaschine in einem Dreier-Team bergeweise Popcorn produziert, jede Menge Popcorn verkostet und die Geräte am Ende gründlich gereinigt haben. In unserem Vergleich gewannen wir umfangreiche Erkenntnisse über Verarbeitungsqualität und Bedienkomfort. Darüber hinaus haben wir sie für den Test über Treppen und Wohnungsflure geschleppt, um zu testen, wie komfortabel sie sich bewegen lassen. Denn wie gesagt, sie kommen nicht jeden Tag zum Einsatz und werden zumeist außerhalb der Küche untergebracht. Zusätzlich haben wir die Lautstärke der einzelnen Apparate während der Herstellung gemessen und die Zeit gestoppt, wie lange das Heizsystem im Vergleich benötigt, um auf Touren zu kommen, also wie schnell sie einsatzbereit sind. In Sachen Geschmack haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, den Kino-Snack ausgiebig zu kosten. Dabei haben wir das würzigere Popcorn der Rührgeräte mit Öl besser bewertet als das geschmacklich neutrale Popcorn der Popcornmaschinen mit Heißluftsystem im Test. Dafür punkteten die Heißluftmaschinen mit ihrer schnellen Herstellung.

Darauf solltest du bei einer Popcornmaschine achten

Bist du auf der Suche nach einer Popcornmaschine, die dir für deinen Filmabend Popcorn wie im Kino zaubert, dann solltest du zu einem Rührgerät mit Öl greifen. Die Maschinen von Royal Catering, Rosenstein & Söhne, Klarstein und Emerio funktionieren auf diese Weise. Auch der kleine WMF Popcornmaker arbeitet mit Öl. Um die Geräte nach dem Film vernünftig reinigen zu können, solltest du sowohl Topf als auch Rührwerk unkompliziert ausbauen können. Das funktioniert beim Testsieger von Royal Catering und bei der Rosenstein & Söhne in unserem Test am besten. Die Reinigung des WMF Popcornmakers ist im Vergleich am einfachsten. Die Heizplatte ist fix abgewischt und die Popcornschale schnell gespült. Praktisch ist zudem eine Auffangschale für das Popcorn, die du in die Popcornmaschine stellen kannst. Legst du keinen Wert darauf, das Popcorn zu würzen oder hast kein Problem damit, Salz oder Zucker in einem weiteren Arbeitsschritt hinzuzufügen, dann ist eine kompakte Popcornmaschine mit Heißluftsystem einen Blick wert. Im Test haben wir Geräte von Severin, Russel Hobbs und Unold ausprobiert. Die sind deutlich schneller als die Rührgeräte mit Öl und auch leichter zu reingen. Gleichzeitig aber auch um einiges lauter. Und das Popcorn ist wie gesagt zunächst vollkommen geschmacklos.

Wichtige Fragen zu Popcornmaschinen