Schälen von leichter Hand – 6 Sparschäler im Vergleich

Vor dem Spargel-, Gurken- oder Kartoffelgenuss kommt erst das Schälen. Aber mit welchem Sparschäler klappt das am besten? Stumpfe Universalschäler, verklebte Klingen, verkrampfte Hände – bis man seinen Liebling gefunden hat, der allzeit bereit in der Küchenschublade liegt, macht man so einiges durch. Dabei gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Modelle auf dem Markt: Universalschäler, Obstschäler, Gemüseschäler, Pendelschäler, Y-Schäler und viele Andere. Auch das Material ist unterschiedlich, von Kunststoff über Keramik bis zu Edelstahl ist alles dabei. Und ohne eine scharfe Klinge lassen sich die Schalen von Gemüse und Obst nur schwer entfernen. Für den Test nehmen wir deshalb sechs beliebte Modelle genau unter die Lupe.

 

In diesen Kategorien testen wir

  • Qualität: Wie gut sind die Sparschäler verarbeitet? Welche Materialien kommen dabei zum Einsatz? Und ganz wichtig: Wie scharf ist die Klinge?
  • Bedienkomfort: Wie gut liegen die Küchenhelfer in der Hand? Kann man sie nach dem Gebrauch leicht reinigen?
  • Praktische Anwendung: Wie gut wird die Schale von Gemüse und Obst entfernt? Wie verhält es sich mit weichen und festen Sorten? Und wie dick ist die Schale, die dabei abgeschält wird?

Unser Testsieger Kyocera CP-20-BK – der Wandelbare

Schnell und perfekt Kartoffeln & Co. schälen – mit dem Sparschäler „CP-20-BK“ von Kyocera funktioniert das reibungslos. Dank des rutschfesten Griffes aus Soft-Touch-Material liegt er auch gut in der Hand, wenn es feucht wird. Das Schälen mit der extrascharfen Keramik-Klinge macht Freude und auch große Mengen sind kein Problem. Hauchdünn werden die Schalen, damit bleibt der Bioabfall klein und die Ausbeute des Kochgutes ist groß. Als einziger Universalschäler im Test kannst du die vier Zentimeter lange Klinge mit einem Drehrad umstellen. So hast du zwei Einstellungen: quer und längs. Jeder, der den Sparschäler im Haushalt benutzt, kann so seine Lieblingsposition wählen, auch das Schälen weg vom Körper ist möglich.

Der Kyocera CP-20-BK ist für Rechts- und Linkshänder geeignet. Weitere Pluspunkte unseres Testsiegers: Er ist rostfrei, macht einen hochwertigen Eindruck und lässt sich gut unter fließendem Wasser reinigen. Die weiße Klinge verfärbte sich auch durch Möhren schälen nicht. Es gibt aber auch ein paar Wermutstropfen: In die Spülmaschine darf der CP-20-BK leider nicht. Auch besitzt er keine Aufhängöse oder einen integrierten Ausstecher. Aber er ist in Sachen Qualität, Bedienkomfort und praktische Anwendung einfach der Beste.

Fazit: Der Testsieger hat bei uns die Testnote „sehr gut“ bekommen. Er ist ideal für Koch-Profis, die auf Qualität, Funktionalität und Langlebigkeit schauen. Die verstellbare, scharfe und leichtgängige Klinge haben uns ebenso überzeugt wie die tolle Griffergonomie. Das Modell ist das teuerste unter den Test-Geräten, unserer Meinung nach aber jeden Cent wert!

Preis-Leistungs-Sieger OXO Good Grips Großer Gemüseschäler – der Breite

Das ist mal ein Hingucker, der Große Gemüseschäler von OXO Good Grips! Die extrabreite Klinge mit 8,5 Zentimetern fällt im Testfeld gleich auf. Auch das schicke Design mit schwarzem Soft-Touch-Griff, violettem Kunststoff und rostfreie Edelstahlklinge gefällt uns sehr gut. Zudem liegt der Sparschäler angenehm in der Hand und schält auch Rundungen trotz seiner breiten Klinge problemlos. Zum Reinigen darf er sogar in die Spülmaschine. Wie der Testsieger hat dieses Modell keinen Ausstecher, dafür aber eine Aufhängöse. Die scharfe Klinge schneidet eher dick ab, das gibt etwas Punktabzug. In Sachen Qualität macht der große Gemüseschäler einen guten Eindruck, nur die Klinge klappert ein bisschen.

 

Großer Vorteil dieses Y-Schälers: Er kann perfekt großes Gemüse oder Obst schälen, wie Auberginen, Kürbisse oder Mangos. Auch einen Kohl kannst du damit raspeln! Bei schlankem Gemüse wie Spargel funktioniert er auch, da ist die breite Klinge aber etwas gewöhnungsbedürftig. Da er etwas günstiger als der Testsieger ist, verdient er sich den Preis-Leistungs-Sieg.

Fazit: Der Große Gemüseschäler von OXO Good hält, was er verspricht: Er eignet sich perfekt für breites Obst und Gemüse, schafft aber auch Kartoffeln, Möhren & Co problemlos zu schälen – dank scharfer Klinge. Für Kochanfänger würden wir ihn nicht empfehlen, dafür ist er etwas zu speziell. Mit der Note „sehr gut“ ist er verdient unser Preis-Leistungs-Sieger! 

 

Alle weiteren Sparschäler im Test

Neben Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger haben wir noch vier weitere Modelle ausprobiert. Am wichtigsten ist uns dabei das gesamte Handling, ein Sparschäler muss einfach gut in der Hand liegen. Ob das die anderen Küchenwerkzeuge auch erfüllen können, erfährst du im folgenden Text.

Gemüseschäler von Fiskars – der Handschmeichler

Der Gemüseschäler von Fiskars ist ein solider Arbeiter unter den Y-Schälern. Er erledigt seine Aufgabe gut, sticht aber nicht herausragend hervor. Auch bei diesem Modell gefällt uns der schwarze Softgrip-Griff sehr gut, er ist auch für größere Hände gut geeignet. Der Sparschäler gehört mit 42 Gramm zu den leichten Modellen des Tests. Er ist ein richtiger Handschmeichler und schafft auch großes Obst und Gemüse dank sechs Zentimeter breiter Klinge mühelos. Ein Ausstecher ist bei diesem Modell vorhanden, dieser funktioniert aber leider eher schlecht als recht. Die bewegliche Klinge aus Edelstahl ist scharf, rostfrei und rückt den Schalen gut zu Leibe. Etwas zu gut, wie wir finden – es gibt wieder Punktabzug für zu dickes Abschälen!

Die Aufhängöse setzt einen orangen Akzent, bei dem sonst schwarzen Küchenhelfer. Wer auf skandinavisches Design steht, der ist hier richtig. Das Abspülen unter Wasser hat gut geklappt, dieser Sparschäler darf laut Hersteller auch in die Spülmaschine, das finden wir praktisch.

Fazit: Preislich wie funktionell liegt dieser Sparschäler im Mittelfeld des Testes mit der Note „gut“. Wer dickes Abschälen bevorzugt, ist hier richtig. Das Design konnte überzeugen, auch die Gesamt-Qualität finden wir vernünftig. Ein Kauftipp für alle, die Design zum guten Preis möchten.  

Sparschäler Universal 10093 von Lurch – der Kleine

Der Universalschäler von Lurch macht seinem Namen alle Ehre: Er schält alles, was ihm unter die scharfe, japanische Nippon-Klinge kommt. Er ist auch für Linkshänder geeignet, ist rostfrei und darf erfreulicherweise in die Spülmaschine. Die entfernten Schalenreste könnten für unseren Geschmack etwas dünner sein. Der Ausstecher funktioniert für hartes Gemüse wie Kartoffeln perfekt und entfernt schadhafte Stellen mühelos. Allerdings liegt der Lurch nicht gut in der Hand und nach einigen Stücken verkrampft unsere Hand im Test. Der Griff ist zwar mit einem schwarzem, angenehmen Soft-Touch-Kunststoff überzogen, ist aber leider sehr kurz und dafür breit gehalten. Große Männerhände könnten da Probleme bekommen.

Dafür passt er mit seinen 13 Zentimetern in jede Schublade. Die Verarbeitung an den Metallübergängen des Sparschälers gefallen uns nicht so gut, die bewegliche Klinge klappert in ihrer Aufhängung. Alles in allem kein per se schlechter Sparschäler, aber eben auch nicht unser Favorit.

Fazit: Mit der Note „gut“ ist dieser Sparschäler aus dem Rennen gegangen. Für Einsteiger und WGs ein guter Tipp: kein „Schnick Schnack“, preiswert, klein und für überschaubare Mengen ein guter Sparschäler. Nur längeres Arbeiten damit ermüdet die Hände, deshalb hat er es nicht unter die Favoriten geschafft.

Y-Sparschäler ProLine-Serie von Leifheit – der Einfache

So soll ein Sparschäler aussehen: Praktische Form, lang, mit schickem Edelstahl. Die Verpackung verspricht drei Jahre Garantie und eine bewegliche Klinge, die effizient schält. Der Ausstecher funktioniert tadellos, der lange Griff liegt ohne Gemüse oder Obst gut in der Hand. Da sollten auch große Hände gut klarkommen. Eine praktische Öse zum Aufhängen hat der Y-Sparschäler von Leifheit auch – somit kann er seinen Stammplatz an einer Hakenleiste in der Küche finden. Was uns sofort auffällt ist das Loch im „Y-Teil“. Auf einem Bild auf der Verpackung sieht man eine Gurkenschale dadurch gleiten, wäre ja schön, wenn das so funktioniert. Der Praxistest mit Gurke, Möhre, Apfel & Co zeigt aber ein anderes Bild: Die Schalen gehen nicht ins Loch, es bleibt manchmal etwas Abrieb hängen, die Schalendicke ist okay für uns.

Leider liegt der Küchenhelfer beim Schälen nicht gut in der Hand, die scharfe Klinge klappert ein wenig. Eine Kante vorne am Kunststoffgriff ist sehr unangenehm für die Finger. Das gibt leider Punktabzug. Auch beim Reinigen kann er nicht ganz überzeugen, Schalenreste bleiben hängen.

Fazit: Der ProLine Y-Schäler von Leifheit bekommt die Note „gut“. Er hat eine praktische Form, schält recht gut ab, der Griff liegt aber unangenehm in der Hand. Das Design gefällt uns gut. Für kleine Mengen in Ordnung, für „Vielschäler“ eher unpraktisch.

Gemüseschäler von Victorinox – das kompakte Leichtgewicht

Nach dem Auspacken aus der kleinen Schachtel gibt es erstmal skeptische Blicke: die kurzen Maße und der fehlende Handgriff wirken ungewohnt. Der Hersteller verspricht eine hervorragende Klinge, lebenslange Garantie und dass die Schale direkt nach hinten fällt und es so zu keinem „Schalenstau“ kommt. So sieht das im Praxistest aus: Der zarte Gemüseschäler aus Edelstahl schält hauchdünn, die Klinge ist extrem scharf und die Schalen fallen wirklich nach hinten ab. Uns gefällt das gebürstete Stahl, allerdings vermissen wir einen Ausstecher oder eine Aufhängöse. Dafür passt die Mini-Version in jede Schublade und lässt sich dank leichten 15 Gramm auch super mitnehmen. Allerdings brechen wir unseren Test bereits nach der dritten Kartoffel mit verkrampften Händen ab. Für große Hände ist dieser Sparschäler nicht geeignet, auch klappert er ein bisschen.

Während des Reinigens bleiben Reste hängen. Alles in allem ist dieser Sparschäler für uns in der Küche kein zuverlässiges Küchenutensil. Deshalb belegt der Sparschäler den letzten Platz in unserem Test. Wenn du ein nützliches Tool zum Entfernen von Obst oder Gemüseschalen für die Wanderung oder das Picknick in der freien Natur suchst, kannst du dich auf den Victorinox Sparschäler jedoch verlassen.

Fazit: Der Gemüseschäler von Victorinox bekommt die Note „gut“, das Schälergebnis ist toll, aber für den Alltag ist uns der exotische Küchenhelfer einfach zu unhandlich. Victorinox-Fans, Männer & Camper werden ihn aber trotzdem mögen!

So haben wir getestet

Vor der Durchführung des Tests haben wir alle Sparschäler ausgepackt, die Länge genau nachgemessen und die Sparschäler gewogen. Aus welchem Material ist der Sparschäler gefertigt, woraus die Klinge und wie ist das Gerät verarbeitet? Auch die Angaben auf der Verpackung haben uns interessiert, zum Beispiel erlaubt der Hersteller die Reinigung in der Spülmaschine? Können auch Linkshänder den Sparschäler unkompliziert benutzen? Extra vermerkt haben wir, wenn es eine Öse gibt, mit der der Sparschäler an einem Haken gleich über der Arbeitsfläche aufgehängt werden kann. Hilfreich finden wir auch einen Ausstecher, mit dem sich schadhafte Stellen, zum Beispiel die bräunlichen Verfärbungen oder „Augen“ in Kartoffeln entfernen lassen. Das spart dir den zusätzlichen Einsatz eines Messers. Einen praktischen Ausstecher bieten der Fiskars, Lurch und Leifheit Sparschäler. An einer Öse aufhängen kannst du den Gemüseschäler von OXO, Fiskars und Leifheit.

Dann haben wir genau das gemacht, wozu die Helfer später auch in der Küche benutzt werden: Wir haben Obst und Gemüse damit geschält. Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Spargel, Auberginen und reife Mango mussten die Hüllen fallen lassen. Dabei war uns wichtig, dass sich nicht nur feste Gemüsesorten, wie Kartoffeln und Äpfel gut schälen lassen, sondern auch die weicheren, wie Aubergine und reife Mango. Positiv wurde von uns bewertet, wenn sich die Schale ohne großen Kraftaufwand fein abziehen lies und der Schalenstreifen dabei zerriss. Besonders überzeugt hat uns dabei der Kyocera CP-20-BK mit verstellbarer Keramikklinge und sehr gut in der Hand liegendem Softgriff-Griff sowie der OXO Good Grips Großer Gemüseschäler.

Als letzten Teil unseres Praxistests haben wir die Sparschäler unter fließendem Wasser gereinigt und beurteilt, ob sich die Schalenreste dabei gut entfernen lassen oder ob wir mit einer Spülbürste oder -schwamm nacharbeiten müssen. Hierbei ist uns aufgefallen, dass alle Sparschäler, außer dem Kyocera CP-20-BK und dem Leifheit Y-Sparschäler, bei dem es keine Herstellerangabe dazu gab, auch in der Spülmaschine gereinigt werden können.

Im Praxistest haben wir mit allen sechs Sparschälern Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Spargel, Auberginen und Mangos geschält

Das solltest du bei der Entscheidung für einen Sparschäler beachten

Alle getesteten Sparschäler haben zwar ihren Zweck gut erfüllt, trotzdem finden sich Unterschiede in Qualität, Bedienkomfort und Preis. Wer täglich mit frischem Obst- und Gemüse arbeitet und dies schalenlos zubereiten und servieren möchte, für den lohnt sich ein hochwertig verarbeiteter Sparschäler. Die Klinge soll möglichst lange scharf bleiben. Besonders effektiv sind Keramikmesser, wie das unseres Testsiegers Kyocera CP-20-BK.
Möchtest du lieber einen designstarken Farbklecks in der Küche, dann sieh dir unseren Preis-Leistungs-Sieger an. Der OXO Good Grips Großer Gemüseschäler punktet mit seinem auffälligen violetten Griff.
Dein neuer Sparschäler soll durch sein ungewöhnliches Design auffallen und kompakt sein. Etwa für eine spartanisch eingerichtete Küche oder fürs Camping? Dann wirf einen Blick auf den kleinen Gemüseschäler von Victorinox. Für große Mengen Kartoffeln konnte er uns im Test nicht überzeugen, aber für Single-Portionen und kleine Küchen könnte der Raumsparer genau der Richtige sein.

Wichtige Fragen zum Sparschäler

* Alle Preise Stand November 2020