Unter den Topfsetherstellern auf dem Markt hat WMF genauso wie Fissler oder Silit schon seit Jahren einen guten Stand. Die Marke steht für Langlebigkeit, gute Verarbeitung und ein schickes Design. Aus diesem Grund haben wir es uns nicht nehmen lassen, ein WMF Topfset mit in unseren Test zu nehmen. Fünf Sets haben wir insgesamt getestet und alle machen auf dem Herd eine solide Figur. Warum das WMF Provence Plus Topfset sich leider nicht den Testsieg geholt hat, erfährst du hier im Einzeltest.

Vor-und NachteileWMF Provence Plus Topfset

+ Schüttrand
+ Griffe heizen sich nicht auf
+ ergonomisch geformte Griffe

- Verarbeitung von Griffen und Deckeln

Mittelpreisiges Topfset mit durchwachsener Verarbeitung

Das WMF Kochtopfset kommt auf den ersten Blick schick daher. Es besteht aus Edelstahl und strahlt dich schon von weitem an. Innen sind die Töpfe matt. Gut gefällt uns der breite Schüttrand für Soßen oder zum Abgießen von Wasser. Der Deckel besteht aus Glas und Edelstahl. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt – beziehungsweise Edelstahl – das beweist das Provence Plus Topfset von WMF aus unserem Test. Unter dem Griff befindet sich eine Edelstahlplatte, die sich beim Kochen stark erhitzt. Zudem sind uns sowohl die seitlichen Griffe am Kochtopf als auch der am Deckel zu klein. Die Topfgriffe sind leicht nach oben gebogen. Auf eine Skala im Inneren der Töpfe wird hier verzichtet.

5-teiliges Topfset mit Standardausstattung

Das Set Provence Plus besteht, als eines der wenigen aus unserem Test, aus fünf Töpfen:

  • Bratentopf 20 Zentimeter Durchmesser mit Deckel (2,5 Liter)
  • Fleischtopf 16 Zentimeter Durchmesser mit Deckel (2 Liter)
  • Fleischtopf 20 Zentimeter Durchmesser mit Deckel (3,5 Liter)
  • Fleischtopf 24 Zentimeter Durchmesser mit Deckel (6 Liter)
  • Stielkasserolle 16 Zentimeter ohne Deckel (1,4 Liter)

Das WMF Set gibt es aber auch mit vier Töpfen, in diesem fehlt die Stielkasserolle. Wie die anderen Topfsets aus unserem Test ist auch das von WMF spülmaschinenfest und kann ohne Deckel bei bis zu 250 Grad und mit Deckel bei bis zu 180 Grad in den Backofen. Egal ob Gasherd, Cerankochfeld oder Induktion, das Provence Plus kannst du auf allen Herdarten verwenden. Der sogenannte TransTherm-Allherdboden hat einen Aluminiumkern, der von einer Chromstahlkapsel eingeschlossen wird. Während wir die Verarbeitung des WMF Topfs selbst ganz gut finden, sind wir vom Deckel und den Griffen eher enttäuscht. Mit größeren Händen wirst du hier deine Schwierigkeiten haben, dich nicht am heißen Kochtopf zu verbrennen. Die WMF Provence Plus Töpfe haben keine besonderen Extras zu bieten und kommen daher recht minimalistisch rüber. Pluspunkt: Die Griffe bleiben bei unserem Test schön kühl. Für fast 100 Euro* Anschaffungskosten hätten wir allerdings mehr erwartet.

So schlagen sich die WMF Kochtöpfe im Praxistest

Wie mit allen Töpfen im Test haben wir auch hier jeweils ein Liter Wasser auf höchster Stufe erhitzt. Beim großen Kochtopf waren es sogar zwei Liter. Am schnellsten bringt der mittlere WMF Fleischtopf das Wasser zum Kochen. Nach 3,5 Minuten sehen wir große Blasen an der Oberfläche. Mit 4:10 Minuten ist die Stielkasserolle das nächstschnellste Modell. Eine halbe Minute dahinter liegt der kleine WMF Topf mit 2 Liter Fassungsvermögen. Am längsten braucht der große Kochtopf mit 5,5 Minuten. Mit Deckel kocht der mittlere Topf nach 2:20 Minuten. Dabei wird der Griff auf dem Deckel nicht heiß. Durch seine kleine Größe solltest du aber dennoch Vorsicht walten lassen, sonst verbrennst du dir die Hände. Im Vergleich mit den anderen Topfsets aus unserem Test schneidet das WMF Provencen Plus sehr gut ab. Bei drei der fünf Kochtöpfen hat es das schnellste und bei einem das zweitschnellste Kochergebnis.

Wahrlich kein Leichtgewicht

In Sachen Gewicht kommt das WMF Topfset dem von Silit sehr nahe. Die Stielkasserolle wiegt 710 Gramm und ist damit knapp die schwerste im Test. Danach kommt der kleine Kochtopf mit 1,2 Kilogramm, hier ist nur der Fissler schwerer. Beim mittleren Modell hebst du 1,7 Kilogramm, ziemlich viel wie wir finden. Spitzenreiter ist der 6 Liter Topf mit 2,3 Kilo. Damit zieht er mit dem von Silit gleich.

Darum können wir das WMF Provence Plus Topfset empfehlen

Das Topfset von WMF aus unserem Test bietet sich für dich an, wenn du ein WMF-Fan bist und du solide verarbeitete Töpfe suchst. Mit diesem Set wirst du vor allem dann glücklich, wenn du eher kleine Hände hast und dir die Griffe nicht zu schmal sind. Einen breiten Schüttrand und kühle Griffe hat das Set Provence Plus dir ebenfalls zu bieten. Wenn du WMF als Marke magst, haben wir auch einen WMF Schnellkochtopf und eine WMF Pfanne für dich getestet.

Ebenfalls gute Topfsets aus unserem Test

Wenn du bereit bist, mehr Geld für ein sehr hochwertiges und langlebiges Topfset auszugeben, können wir dir unseren Testsieger von Fissler empfehlen. Das vierteilige Set „original-profi collection“ ist zwar das schwerste im Test, macht aber auch den solidesten Eindruck. Die Griffe sind schön groß und der dicke Sandwichboden speichert die Wärme beim Kochen besonders lange. Mehr zum Fissler Modell erfährst du in unserem Einzeltest.

Du suchst eher ein leichtes Topfset mit mehr Raffinesse? Dann bist du mit unserem Preis-Leistungs-Sieger „Tefal Duetto“ gut beraten. Für unter 100 Euro bekommst du hier ein Topfset mit Dampfloch im Deckel, Abgießhilfe, Skala und Abseihfunktion. Also das Rundum-Wohlfühlpaket zum Kochen. Alles Weitere liest du in unserem Vergleichstest nach.