Kurz und klein – 8 Zerkleinerer im Praxistest

Zerkleinerer, hin und wieder auch als Multizerkleinerer, Küchenhäcksler oder Durchlaufschnitzler bezeichnet, sind praktische Küchenhelfer, die dir lästige Schneidearbeit von Obst, Gemüse und anderen Zutaten abnehmen. Die Blitzhacker sind natürlich kein vollwertiger Ersatz für eine Küchenmaschine. Dafür sind sie jedoch in der Regel kompakter, schneller aufgebaut und gereinigt sowie deutlich günstiger in der Anschaffung. Im Test haben wir überprüft: Wie sind die Modelle verarbeitet, wie schnell einsatzbereit und wie einfach sind sie zu reinigen. Wichtige Kriterien sind außerdem die Motorleistung der Antriebseinheit und die Qualität der Klingen.

Bei der Küchenarbeit mit einem elektrischen Zerkleinerer hast du, unabhängig vom Modell, zwei Möglichkeiten Zutaten zu zerkleinern. Mit kurzen Intervallen häckselst du mit dem Durchlaufschnitzler Zwiebeln & Co. in gröbere Stücke. Dieses Intervall-Häckseln bezeichnet man auch als „pulsen“. Soll es richtig fein werden, bleibst du einfach länger auf dem Auslöser des Gerätes, dann „powerst“ du. Letztendlich haben wir im GuteWahl.de Test natürlich einen Blick auf das Preisschild geworfen. Die von uns getestet Zerkleinerer bewegen sich in einem Preisrahmen zwischen 20 und 70 Euro*.

In diesen Kategorien haben wir getestet:

  • Handhabung: Wie sind die Zerkleinerer verarbeitet? Wie schnell sind die Geräte zusammengebaut? Wie groß sind die Behälter der jeweiligen Blitzhacker.
  • Leistung von Motor und Klingen: Wie erledigen die Zerkleinerer ihre Hauptaufgabe, das Zerkleinern? Dafür haben wir Zutaten mit vier unterschiedlichen Härtegraden zerkleinert: Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Blockschokolade.
  • Reinigung: Wie gut lassen sich die Geräte reinigen? Bestenfalls sind die Einzelteile spülmaschinengeeignet. Setzt sich etwas an den Edelstahlmessern oder in den Rillen des Deckels fest?

In unserem Video siehst du, wie wir die Zerkleinerer getestet haben

Unser Testsieger: Der Kenwood CH580

Der Zerkleinerer „CH580“ von Kenwood wirft in Sachen Motorleistung mächtige 500 Watt in die Waagschale. Das merkt man auch beim Häckseln: Kein anderer Zerkleinerer im GuteWahl.de Test zerkleinert die Zutaten schneller und gleichmäßiger als unser Testsieger. Der Kenwood verfügt über zwei Geschwindigkeitsstufen, die du über einen Druckschalter stufenlos bedienen kannst. Bereits die erste Stufe des CH580 zerkleinert harte Lebensmittel wie etwa Blockschokolade oder Hartkäse innerhalb weniger Sekunden in gleichmäßig große Stückchen. Bei stärkerem Druck auf den Schalter wirft das Gerät den Turbo an und das Schnittergebnis fällt deutlich feiner aus.

Dank hochwertiger Verarbeitung sogar zum Eis crushen geeignet

Während einige Hersteller explizit darauf hinweisen, möglichst keine Eiswürfel mit dem Küchenhäcksler zu zerkleinern, um die Klingen zu schonen, kannst du mit dem Kenwood dank seines leistungsstarken Motors auch problemlos Eis crushen. Ausgerüstet ist der CH580 mit insgesamt vier Edelstahlmessern, bestehend aus zwei Messereinheiten mit sichelförmigen Doppelklingen. Der Hersteller nennt das „Quad Blade System“. Zum gröberen Zerkleinern reichen zwei Messer. Soll es etwas feiner werden, wird einfach die zweite Doppelklinge hinzugefügt. Damit kannst du Lebensmittel schon beinahe pürieren.

Die Antriebseinheit des Kenwood ist ebenso aus robustem Kunststoff gefertigt wie der Auffangbehälter mit 0,5 Liter Fassungsvermögen. Beides ist sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand, obwohl der CH580 nicht das kompakteste Gerät im Test ist. Komfortabel ist die Kabelhalterung an der Antriebseinheit. Damit lässt sich das Gerät nach dem Betrieb mit aufgewickeltem Kabel platzsparend verstauen.

Steht wie ein Fels in der Brandung, ist jedoch leider nicht ganz dicht

Hilfreich ist die praktische Skala am Behälter. Erstaunlicherweise verfügen nicht alle Geräte im Vergleich über eine solche Markierung. Auf der Arbeitsplatte oder dem Küchentisch steht der Testsieger wie festgeschraubt: Dank des gummierten Schüsselsockels rutscht und ruckelt auch auf glattem Untergrund nichts. Kleiner Wermutstropfen: Trotz des Bajonettverschlusses sitzt die Antriebseinheit während des Zerkleinerns nicht vollständig dicht auf dem Auffangbehälter. Deshalb solltest du bei der Zubereitung von Soßen oder Dips nur mit geringen Mengen arbeiten und die Schüssel nie bis zur 500-Milliliter-Markierung mit Flüssigkeiten befüllen! Da lässt selbst der Kenwood ein paar Federn beim Testergebnis.

Einfache Reinigung in der Spülmaschine und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Erfreulich einfach gestaltet sich die Reinigung – wie bei fast allen getesteten Geräten. Nachdem du alles kurz und klein geraspelt hast, packst du alle Teile des CH580 lässig in die Spülmaschine. Denn abgesehen von der Antriebseinheit mit dem Kabel für den Stromanschluss sind alle Einzelteile spülmaschinenfest. Wenn du die Messereinheit schonen willst, spül diese ebenfalls von Hand. Aber vorsichtig, die Klingen sind mördermäßig scharf. Zum Lieferumfang des Küchengerätes gehören ein Mini-Spatel sowie eine praktische Emulgierscheibe zum Mayonnaise und Sahne schlagen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns mehr als überzeugt: Für relativ kleines Geld bekommst du einen leistungsstarken und unkomplizierten Zerkleinerer.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Bosch MMR08A1 Universalzerkleinerer - günstige Alternative

Mit einer Leistung von 400 Watt erreicht der „Bosch MMR08A1 Universalzerkleinerer“ nicht ganz die Power des Testsiegers. Dennoch setzt er seine Leistung in der Küche formidabel um und zerkleinert die Zutaten mit sehr guten Ergebnissen. Startschwierigkeiten hat der Bosch bei harten Lebensmitteln, etwa Schokolade: Der Motor hat etwas zu kämpfen und das Zerkleinern dauert insgesamt etwas länger. Etwas zu groß finden wir den Abstand der beiden Edelstahlmesser zur Schüsselwand. Dieser hat zur Folge, dass das Zerkleinerungsergebnis bisweilen von größeren Stücken durchsetzt ist. Verarbeitung und Konstruktion des Universalzerkleinerers sind tadellos, das Gerät ist schnell zusammengesetzt.

Großer mikrowellengeeigneter Behälter inklusive

Die Bedienung ist unkompliziert und intuitiv: Durch einen Druck auf die charakteristische Kuppel der Antriebseinheit wird die Rotation der Messer ausgelöst. Zerkleinert wird mit einer Geschwindigkeitsstufe. Gut gefallen hat uns der 800 Milliliter große Auffangbehälter aus Kunststoff. Er hat eine übersichtliche Skala und ist darüber hinaus für Spülmaschine und Mikrowelle geeignet. Dank einer Gummidichtung ist der Mischbehälter auch im Betrieb mit Flüssigkeiten vollständig dicht. Störend finden wir allerdings, dass der Boden des Behälters über keine Antirutschbeschichtung verfügt. Auch eine Gummiunterlage fehlt. Das gibt Abzüge beim Testergebnis, denn auf glatten Oberflächen gerät der Bosch während des Zerkleinerns hin und wieder ins Rutschen.

Auch wenn der Bosch seine kleineren Mängel mit einem günstigen Preis weitestgehend wett macht, hat es nicht ganz zum Testsieg gereicht. Ein Pluspunkt hingegen ist die praktische Kabelaufwicklung. Damit verstaust du das Gerät platzsparend und ohne Kabelsalat. Das mitgelieferte Zubehör besteht aus einer Schlagscheibe für Sahne und Eiweiß.

Die weiteren getesteten Zerkleinerer im Überblick

Im Rennen um den Testsieg lieferten sich die Konkurrenten einen harten Schlagabtausch und zerhacken in der Küche Lebensmittel um die Wette. So haben sich die übrigen Zerkleinerer in unserem Vergleichstest geschlagen.

 

WMF Kult X Edition – Eleganz mit Glas und Edelstahl

Klare Linien, edles Design: Der WMF Zerkleinerer spielt in Sachen Verarbeitung und Materialqualität in der obersten Liga: Die Antriebseinheit des Küchenminis aus mattem Edelstahl (WMF nennt das ja Cromargan) ist ebenso hochwertig, wie der große Glasbehälter mit 1 Liter Fassungsvermögen. In Sachen Design und Verarbeitung beeindruckt der WMF im GuteWahl.de Test gegenüber den anderen Modellen am meisten. Zusammengesetzt ist der Zerkleinerer unkompliziert und sehr schnell.

Zerkleinern kannst du mit zwei Geschwindigkeiten. Die Motorleistung fällt aber mit 320 Watt vergleichsweise gering aus. Dafür ziehen wir ein Paar Punkte ab. Der Multizerkleinerer macht bei Gemüse wie Zwiebeln und Karotten einen guten Job. Hin und wieder setzen sich jedoch größere Karotten- oder Zwiebelstücke unter der rotierenden Doppelklinge fest. Das schlägt sich negativ im Testergebnis nieder. Lebensmittel wie Nüsse und Blockschokolade zerkleinert der WMF zu grobem Granulat. Während des Zerkleinerns der Schokolade macht sich unangenehm bemerkbar, dass die Glasschale nicht gummiert ist. Das Gerät ruckt deutlich auf der glatten Küchenplatte, deshalb Vorsicht beim Einhandbetrieb. Ebenfalls ein kleines Manko ist der Kunststoffdeckel des Glasbehälters: In den Deckelmulden setzen sich immer wieder Stückchen der zerkleinerten Zutaten fest.
Fazit: Hervorragend verarbeiteter Zerkleinerer für die Küche aber etwas schwach auf der Brust und vergleichsweise teuer.

Moulinex AT712G Multi Moulinette – Auf der Zielgeraden abgehängt

Die kompakte „Moulinette“ liefert sich im Praxis-Vergleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Testsieger. Die Verarbeitung der Antriebseinheit und des Behälters mit 500 Milliliter Fassungsvermögen ist gut, wenn auch nicht erstklassig. Die zwei Geschwindigkeiten des Zerkleinerers regulierst du über zwei separate Schalter an der Oberseite des Gerätes. Ausgestattet ist der Küchenhelfer mit vier Messern, die werden aber nicht gleichzeitig verwendet, sondern separat: Eine Doppelklinge für Obst, Kräuter oder Gemüse, die zweite Doppelklinge für härtere Zutaten. Cleveres Gimmick: Der Standfuß aus Gummi des Mischbehälters dient auch als dessen Deckel.

Wie der Testsieger schickt die Moulinette 500 Watt ins Rennen. Das Zerkleinerungsergebnis ist bei Gemüse wie Zwiebeln und Karotten ausgezeichnet. Sowohl beim „pulsen“ als auch beim „powern“ erhalten wir innerhalb weniger Sekunden das gewünschte Ergebnis. Bei den Nüssen liefert die Moulinette ebenfalls ein zufriedenstellendes Ergebnis. Auf der Zielgeraden jagt der Testsieger an der Moulinette allerdings vorbei: Bei der harten Blockschokolade geht dem Moulinex Gerät die Puste aus. Der Zerkleinerer häckselt die Schokolade zwar, hat aber deutlich Schwierigkeiten auf Touren zu kommen. Da holt das Gerät nicht alles aus seinem 500 Watt Motor heraus. Das kostet den Zerkleinerer gemeinsam mit seinem vergleichsweise hohen Preis letztlich einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Grundig CH6280 White Sense – Klein und Fein

Der bemerkenswert kompakte „Grundig CH6280“ zerkleinert mit seinen vier Edelstahlmessern auf sehr hohem Niveau. Den Vergleich mit dem Testsieger muss der Hobbit unter den Mini-Zerkleinerer Modellen nicht scheuen. Wenn du nicht viel Platz im Schrank hast, kannst du bedenkenlos zum Grundig greifen. Mit seiner 450 Watt Antriebseinheit häckselt der Messerheld Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Schokolade in Sekunden. Geschreddert wird wahlweise mit zwei beziehungsweise vier Messern.

Das hochwertig verarbeitete Gehäuse ist dank vier deutlicher Markierungsmulden schnell zusammengesetzt. Bedienen lässt sich der Grundig auch einhändig. Die gummierte Unterseite des 500 Milliliter Behälters verhindert dabei Rutschpartien über den Küchentisch. Vorsicht mit Flüssigkeiten, denn das Gerät kann das Wasser nicht ganz halten. Ein weiterer kleiner Nachteil: Hin und wieder setzen sich während des Zerkleinerns Zutatenstücke zwischen dem Behälter und der Antriebseinheit fest. Das und der etwas höhere Preis verhinderten letztendlich den Testsieg. Generell betrachtet überwiegen allerdings die Vorteile des Grundigs seine Nachteile.

Russell Hobbs Desire Mini-Zerkleinerer – Auch für einarmige Banditen

Zutaten zerkleinern, wenn nur eine Hand frei ist? Kein Problem mit dem Russell Hobbs. Der Mini-Zerkleinerer ist explizit für den Einhandbetrieb konzipiert. Das funktioniert auch soweit ganz gut, allerdings muss der Blitzhacker sicher stehen, denn der massive Glasbehälter mit 500 Milliliter Fassungsvermögen ist am Boden nicht gummiert und kann wegrutschen. Bisweilen ist das Aufsetzen der Antriebseinheit auf den Behälter etwas hakelig. Zwei kleine Nachteile, die den Russell Hobbs Zerkleinerer einige Punkte kosten.

Der 200 Watt Motor zerkleinert die Zutaten ordentlich. Die etwas härteren Haselnüsse und die Schokolade häckselt der Küchenhelfer allerdings nicht ganz so fein. Das mag jedoch weniger an der Leistung der Antriebseinheit liegen, als am Abstand der Doppelklinge zur Wand und zum Boden des Glasbehälters, der ist nämlich recht großzügig bemessen. Mit seiner guten Verarbeitung macht der Russell Hobbs wiederum Punkte gut. Der Motor könnte für den verlangten Preis allerdings mehr Power haben. Für die Zwischenlagerung im Kühlschrank oder die Zubereitung in der Mikrowelle ausgesprochen nützlich: Der mitgelieferte Deckel für den Glasbehälter.

KitchenAid – Vintage-Zerkleinerer mit Schwächen

Optisch macht der KitchenAid Zerkleinerer mit seinem Retrodesign einiges her. Allerdings müht sich der 240 Watt Antrieb bei härteren Zutaten ganz schön ab. Blockschokolade zu häckseln, gelingt erst mit der höheren der beiden verfügbaren Geschwindigkeitsstufen – und auch dann stottert der Zerkleinerer gelegentlich. Der KitchenAid mag einfach lieber Gemüse: Zwiebeln und Karotten zerkleinert das Küchengerät ohne Probleme und ist dabei zudem angenehm leise. Dafür gibt es Pluspunkte.

Nicht gut klar kommen wir mit dem Deckel des Behälters: Die filigrane Konstruktion wirkt zerbrechlich, das Öffnen und Schließen gestaltet sich sehr fummelig. Der Schalter zum Regulieren der beiden Geschwindigkeitsstufen wirkt arg grobschlächtig. Das ist sicherlich Geschmacksache aber elegant ist anders. Das machen einige Zerkleinerer im Vergleich deutlich besser.

Der großzügige Kunststoffbehälter ist mit 830 Milliliter Fassungsvermögen, Ausgießer und Griff durchaus komfortabel. Das ist ein Vorteil. Allerdings lassen sich Soßen und Dressings nur bedingt zubereiten, da der KitchenAid nicht dicht ist. Durch den Ausgießer können beim Mischen von Soßen oder Salatdressing Flüssigkeiten auslaufen. Sehr praktisch ist die Kabelaufwicklung des Gerätes, auch wenn uns das Kabel insgesamt etwas zu kurz ist. Schlucken mussten wir beim Preis: Der KitchenAid ist deutlich zu teuer - Vintage-Design hin oder her.

Philips HR7605/10 Comfort – Die Miniküchenmaschine

Dass ein elektrischer Multizerkleinerer kein vollwertiger Ersatz für eine Küchenmaschine ist, ändert auch der „Philips HR7605“ nicht. Die „Miniküchenmaschine“ benötigt mit ihrem 2,1 Liter Kunststoffbehälter mehr Platz als die meisten Modelle im GuteWahl.de Test. Die Verarbeitung der Bauteile überzeugt. Auch die 350 Watt Leistung des Motors setzt das Gerät hervorragend um und kann mit den leistungsstärkeren Maschinen locker mithalten.

Sehr gut gefällt uns die Steuerung über den Drehregler auf der Antriebseinheit. Das Zerkleinerungsergebnis von Zwiebeln und Karotten ist gut. Gemüse liegt ihm! Während des Zerkleinerns von Nüssen zeigt sich erneut, dass bei kleineren Mengen große Behälter weniger effizient sind: Es dauert dann länger, bis die Klingen die Nüsse erwischen. Mit der harten Blockschokolade kommt das Küchengerät nicht so souverän wie einige Modelle der Konkurrenz zurecht. Der Antrieb stottert deutlich.

Punktabzug gibt es für das umständliche Aufsetzen der Motoreinheit auf den Behälter und das Schließen des Behälters. Das mag zwar mit der Zeit in Fleisch und Blut übergehen, aber für gelegentliche Arbeiten birgt das hohes Frustpotenzial. Positiv ist das umfangreiche Zubehör. Neben Aufsätzen zum Reiben und Hobeln liegt dem Küchengerät eine Emulgierscheibe zur Zubereitung von Schlagsahne und Mayonnaise bei. Abschließend halten wir fest: Der Philips kann viel, überzeugt aber nicht bei allem und ist uns zu teuer.

So haben wir die Zerkleinerer getestet

Um die Leistung der elektrischen Zerkleinerer zu beurteilen, haben wir mit jedem der 8 Messerhelden jeweils die gleiche Menge Zutaten mit unterschiedlichen Härtegraden gehäckselt: Zwiebeln, Karotten, Haselnüsse und Blockschokolade. Die Zutaten haben wir vorher, wie von den Herstellern empfohlen, in etwa zwei mal zwei Zentimeter große Stücke geschnitten und die Zwiebeln geviertelt. Zerkleinert haben wir zum einen mit der „Pulse“-Funktion, also in kurzen Intervallen, um die Zutaten nur grob zu raspeln. Außerdem verwendeten wir die Geräte mehrere Sekunden lang im Dauerbetrieb („Powern“), um ein feineres Ergebnis zu erzielen.

Gereinigt haben wir jedes Gerät sowohl von Hand als auch in der Spülmaschine – soweit die Teile spülmaschinengeeignet waren. Die Qualität von Verarbeitung und Material haben wir durch wiederholten Einsatz jedes Zerkleinerers im alltäglichen Küchengebrauch begutachtet. Am hochwertigsten verarbeitet finden wir im Test die Modelle von Kenwood, Bosch, Grundig, Moulinex und den Zerkleinerer der WMF Küchenminis.

Um die Dichtigkeit zu prüfen, befüllten wir die Behälter bis zur angegebenen Maximal-Füllmenge mit Wasser. Zwar weisen mehrere Hersteller in der Gebrauchsanweisung explizit daraufhin, die Behälter nicht vollständig zu füllen. Rebellen, die wir sind, haben wir aber genau das getan. Denn wer weiß, ob wir nicht irgendwann mal ein Salatdressing, ein Glas Bananenmilch oder eine Soße mit dem Zerkleinerer zaubern möchten?

Die Klingen deines Zerkleinerers solltest du unter klarem Wasser vorsichtig abspülen

Darauf solltest du beim Kauf eines Zerkleinerers achten

Zunächst solltest du dich fragen, wozu genau du den Zerkleinerer verwenden möchtest. Planst du zum Beispiel, Pesto oder Babybrei selber zu machen, dann benötigst du ein besonders feines Zerkleinerungsergebnis. Ein solches Pürieren erreichst du am besten mit einem leistungsstarken Motor. So kommen leistungsstarke Zerkleinerer nicht nur mit Gemüse gut zurecht, sondern beißen sich auch an Fleisch nicht die Zähne aus. Insbesondere, wenn Fleisch mit Knochenstücken versetzt ist muss viel Power her. Ein 500-Watt-Antrieb sollte dir da gute Dienste leisten. Je höher die Leistung des Antriebs, desto besser kommt das Gerät meist auch mit härteren Zutaten zurecht. Bei weitem nicht alle Modelle, die sich als Powerpaket verstehen eignen sich auch zum Eis-Crushen - wie unser Test zeigt. Die besten Ergebnisse erzielen im Test die Zerkleinerer von Kenwood, Moulinex und das Modell der WMF Küchenminis. Übrigens haben wir auch Hochleistungsmixer, Smoothie Maker, Standmixer und Stabmixer für dich getestet. Je nach Einsatzzweck bist du mit solchen Modellen besser bedient.

Die Anzahl der Messer ist gar nicht mal so entscheidend. Oft wird einem Zerkleinerer mit vier rotierenden Klingen ein gleichmäßigeres Schnittbild zugeschrieben. Diesen angeblichen Vorteil können wir im Test nicht bestätigen. Im Gegenteil: Einige Küchenhelfer mit vier Messern schnibbelten unregelmäßiger als Konkurrenten mit nur zwei Klingen. Auch die Anordnung der Klingen ist zu vernachlässigen. Das Material der Messer allerdings nicht! Edelstahl ist das Nonplusultra.

Bei der Größe des Behälters kann weniger durchaus mehr sein. Im Test kommen wir mit Schüsseln im Bereich zwischen 500 und 800 Milliliter Fassungsvermögen prima zurecht. Das ist für den Küchenalltag vollkommen ausreichend. Wenn es mal mehr Zutaten sind, musst du eben mehrere Durchgänge machen. Es hat sich sogar gezeigt, dass die Zutaten in großen Behältern länger herumschleudern, bis sie von den Edelstahlklingen getroffen werden. Zudem ist das Ergebnis des Zerkleinerns in großen Schüsseln ungleichmäßige und ein großer Auffangbehälter gehört nicht unbedingt zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Wichtiger als die Behältergröße ist da schon ein geringer Abstand der rotierenden Messer zur Behälterwand. So erreichen die Klingen die Zutaten egal ob Gemüse oder Fleisch auch dann noch, wenn sich das zerkleinerte Material mal außen festsetzt. Auch der Abstand zwischen Messern und dem Boden der Zerkleinerer-Schüssel sollte nicht zu groß sein.

Neben den elektrischen Zerkleinerern, mit denen wir uns in unserem Test beschäftigt haben, gibt es auch Zerkleinerer mit Handbetrieb. Zum Beispiel den Fissler Finecut. Die Klingen des Fincut werden über ein Seilzugsystem betrieben. Um mit einem Zerkleinerer wie den Finecut Gemüse und andere Lebensmittel zu häckseln benötigst du natürlich mehr Kraftaufwand als bei einem elektrischen Zerkleinerer. Für kleine Mengen bietet sich ein Zerkleinerer mit Handbetrieb da schon eher an. Handbetriebene Gemüseschneider haben wir ebenfalls schon getestet.

Häufige Fragen zu Zerkleinerern