Schleifen leicht gemacht – 7 Akku Exzenterschleifer getestet

Beim Exzenterschleifer ist die runde Schleifplatte exzentrisch angebracht. Sie bewegt sich sternförmig bei hoher Drehzahl und vibriert. Deshalb erreichst du beim Schleifen mit leichtem Druck und S-förmigen Bewegungen glatte Oberflächen. Dazu ist es notwendig, dass du das Schleifgerät gut in der Hand halten kannst. Hier bietet zum Beispiel der „Bosch AdvancedOrbit 18“ Exzenterschleifer zusätzlich einen zweiten Handgriff. Außerdem ist uns wichtig, dass du vom Handgriff aus einfach an Schalter und Drehzahlsteuerung gelangst. Wir haben bei diesem Vergleich ausschließlich harte Schleifteller eingesetzt. Die eignen sich am besten für den Feinschliff eines ebenen Werkstücks. Schleifteller und Schleifpapier haben je acht Löcher zum Absaugen des Materialabtrags. Der Staub landet entweder im Staubbeutel oder durch eine Schlauchverbindung im Staubsauger. Letzteres ist sinnvoll bei umfangreichen Arbeiten, weil du sonst ständig den Beutel entleeren musst. Für den kontinuierlichen Arbeitsfortschritt ist die Akkuleistung entscheidend. Das Energiespeichervermögen der Akkus im Test liegt zwischen 27 und 108 Wattstunden (Wh).

In diesen Kategorien testen wir:

  • Qualität: Hier fängt die Beurteilung der Geräte beim Gehäuse an und geht über die Griffe, die Staubbeutel und den Schleifteller bis zur Lautstärkeermittlung und der Akku-Ladezeit.
  • Bedienkomfort & Funktionalität: Entscheidend sind neben dem Gewicht auch die Griffigkeit, der Schwerpunkt des Handgriffes sowie die Erreichbarkeit und Bedienung der Schalter. Auch die Drehzahlvorwahl oder die Entnahme und Leerung des Staubbeutels beurteilen wir.
  • Praktischer Einsatz: Im ersten Teil des Praxistest ermitteln wir das Schleifergebnis auf Holzoberflächen und im zweiten Teil des Praxistest auf einer Metalloberfläche. Hier vergleichen wir neben der Performance auch den angegebenen Vibrationswert mit den gefühlten Vibrationen beim Arbeitseinsatz.

Unser Testsieger: Makita DBO180RTJ

Die besten Schleifergebnisse aller Exzenterschleifer brachte die „Makita DBO180RTJ“ Schleifmaschine. Und das keineswegs mit unangenehmen Vibrationen bei den drei vorwählbaren Drehzahlstufen. Auch der Materialabtrag des Makita Geräts auf dem Werkstück führt zu positiven Ergebnissen im Praxistest. Alle Einzelheiten zum Makita DBO180RTJ erfährst du im detaillierten Einzeltestbericht.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Black+Decker BDCROS18 - Für kleine Einsätze das Geld wert

Der preisliche Unterschied zwischen dem „Black+Decker BDCROS18“ und dem Testsieger Makita DBO180RTJ ist schon enorm: für den Makita musst du fast zwei Drittel mehr auf den Tisch legen. Dabei ist die Schleifmaschine von Black+Decker im Gesamtergebnis aber keinesfalls zwei Drittel schlechter. Dieses Schleifgerät wiegt nur 1,3 Kilogramm und ist damit die leichteste Schleifmaschine im Test. Der Praxistest ist befriedigend ausgefallen. Obwohl die Black+Decker eine Drehzahl von 12.000 Umdrehungen erreicht, ist der Materialabtrag am Werkstück dem Preis angemessen. Du musst einfach etwas länger arbeiten, um die Schleifergebnisse der anderen Exzenterschleifer zu erreichen.

Das hält allerdings der kleine Akku, mit seinen 27 Wattstunden Energiekapazität der geringsten im Vergleich, nicht durch. Und es dauert ganze 90 Minuten, bis er wieder aufgeladen ist. Du kannst den Ladezustand des Akkus leider nur schätzen, weil es keine Anzeige gibt. Die Drehzahl des Gerätes lässt sich nicht einstellen. Der Griff liegt hingegen gut in der Hand und die Vibrationen halten sich in Grenzen. Uns gefällt auch, dass die Black+Decker BDCROS18 mit 72 Dezibel sehr leise arbeitet.

Fazit: Wenn du selten größere Oberflächen schleifen musst, ist der Black+Decker BDCROS18 für dich durchaus akzeptabel. Da spielt es auch keine Rolle, dass du zum Absaugen des Materialabtrags keinen Staubsauger anschließen kannst. Der kleine Staubbeutel sollte dir dann reichen.

Beliebt: Bosch AdvancedOrbit 18 - Zuverlässiger Arbeiter

Ginge es bei diesem Exzenterschleifer Vergleich um die Beliebtheit einer Akku Schleifmaschine im Web, hätte die „Bosch AdvancedOrbit 18“ die Nase weit vorn. Sie schneidet aber auch im Praxistest gut ab. Dazu trägt schon der sehr gute Griff bei, der mit für die geringen Vibrationen verantwortlich ist. Mehr zur Bosch AdvancedOrbit 18 erfährst du im ausführlichen Einzeltest.

Alle weiteren Produkte im Akku Exzenterschleifer Test

Wir untersuchen für dich noch vier weitere Akku Schleifmaschinen im Exenterschleifer Test. Alle erreichen ein gutes bis sehr gutes Ergebnis im Praxistest. Überraschend: Du musst kein Vermögen ausgeben, um gute Leistung zu bekommen. Dazu gehört auch eine höchst brauchbare Akkutechnik, die du in den unterschiedlichsten Maschinen einsetzen kannst.

DeWalt DCW21ONT-XJ - Nah am Testsieger

Der Akku Exzenterschleifer „DeWalt DCW21ONT-XJ“ ist ein Gerät der Spitzenklasse. Die Qualität von Gehäuse und Handgriff ist erstklassig. Die DeWalt Schleifmaschine sahnt auch eine sehr gute Benotung im praktischen Einsatz ab. Besonders bei den Schleifarbeiten auf Holz. Der Schleifteller des DeWalt Geräts läuft sehr ruhig. Vibrationen im Handgriff sind kaum zu spüren. Bei einer stufenlos einstellbaren Drehzahl von 8.000 bis 12.000 Umdrehungen spielt er seine Qualitäten beim Materialabtrag aus. Die Farboberflächen eines Vierkantrohrs entfernt er sauber. Die Leistung der DeWalt DCW21ONT-XJ erreicht fast das sehr gute Ergebnis des Testsiegers von Makita.

Der Staubbeutel lässt sich leicht abnehmen und entleeren. Der Anschlussstutzen nimmt bei Bedarf auch einen Staubsaugerschlauch auf. Der Schleifteller nimmt mit seiner Klettoberfläche das Schleifpapier gut auf. Der Austausch des starken Akkus ist etwas hakelig. Die Reinigung ist aufgrund der vielen Ecken und Kanten nicht ganz einfach. Hier ist der Kompressor gefragt. Aufbewahren und transportieren lässt sich die DeWalt Akku Schleifmaschine im stabilen Koffer. Der ist im Lieferumfang enthalten und nimmt auch Akku und Ladegerät auf.

Fazit: Der DeWalt DCW21ONT-XJ und der Testsieger von Makita nehmen sich nicht viel im Gesamtergebnis. Auch der DeWalt Akku Exzenterschleifer ist sehr zu empfehlen. Er überzeugt im Test durch seine stufenlose Drehzahlvorwahl und seine Schleifeigenschaften auf Holzoberflächen.

AEG BEX18-125 - Gehört zur Spitzengruppe

Ebenfalls zur Spitzengruppe der Akku Exzenterschleifer gehört der „AEG BEX18-125“. Er ist top ausgestattet und zeigt gute Ergebnisse im Praxistest. Das Zubehör umfasst eine große Tasche, die neben der Schleifmaschine auch Akku und Ladegerät aufnimmt. Der Akku lässt sich schnell austauschen und ist in 75 Minuten geladen. Die Drehzahl lässt sich stufenlos von 7.000 bis 11.000 Umdrehungen einstellen. Trotz eines angegebenen Vibrationsemmisionswertes von 5,7 Meter pro Quadratsekunde (m/s2) sind die gefühlten Vibrationen auch nach langem Arbeiten mit dem Gerät nicht unangenehmen.

Das Gewicht des Exzenterschleifers gehört mit 2,1 Kilogramm zu den höchsten. Verbunden mit dem nicht optimalen Schwerpunkt vom Handgriff wird der Arm schnell müde. Weil die Lautstärke des AEG Exzenterschleifers mit 81 Dezibel recht hoch ist, ist aus beiden Gründen eine Pause angebracht. 

Fazit: Die AEG Schleifmaschine gehört zur oberen Preisklasse im Testfeld. Dafür stimmt aber unsere Meinung nach auch die Leistung. Wenn du schon einige AEG Akkus in deiner Werkstatt hast, ist dieses Schleifgerät zu empfehlen.

Ryobi R18ROS - Für die kleine Werkstatt

Erst mit einiger Mühe ist es uns gelungen, den Schleifteller des „Ryobi R18ROS“ Exzenterschleifers in Gang zu bekommen. Der Abstand zwischen Teller und Gehäuse ist zu knapp bemessen. Dennoch ist das Ergebnis des Praxistests durchgängig gut. Auch das Gehäuse hat uns qualitativ sehr gut gefallen. Nicht so ganz jedoch der Handgriff in Bezug auf Schwerpunkt und Griffigkeit. Der Ein-/Ausschalter liegt zwar günstig am Griff, ist aber schwergängig. Eine Drehzahl-Einstellmöglichkeit gibt es nicht.

Die Staubbeutelaufnahme und der Staubsaugeranschluss sind bei dieser Schleifmaschine optimal gelöst, sodass der Materialabtrag über das Absaugen perfekt entsorgt wird. Die Akku Ladezeit ist mit 120 Minuten für das Energiespeichervermögen von 72 Wattstunden sehr lang. Gerät, Akku und Ladegerät musst du in eigenen Behältnissen transportieren oder lagern. Tasche oder Koffer gibt es nur separat als kostenpflichtiges Zubehör. Bei dem aufgerufenen Preis aber akzeptabel.

Fazit: Der Ryobi R18ROS ist ein Exzenterschleifer für Hobbybastler mit kleiner Werkstatt aber umfangreichem Ryobi-Sortiment. Da sind dann auch Ersatzakku und Schnellladegerät vorhanden. Außerdem hat die Schleifmaschine den Praxistest gut bewältig.

Stanley FMCW220D1-QW FatMax - Befriedigender Schleifer für Kleinflächen

Ein befriedigendes Ergebnis erzielt der „Stanley FMCW220D1-QW FatMax“ Akku Exzenterschleifer im Praxistest. Er erreicht eine Leerlaufdrehzahl von 12.000 Umdrehungen. Doch bietet Stanley bei dieser Schleifmaschine keine Drehzahlvorwahl an. So musst du eben behutsam vorgehen. Bei einem Gewicht von nur 1,4 Kilogramm sollte das kein Problem darstellen. Allerdings liegt der Stanley Handgriff nicht besonders gut in der Hand. Der Betriebsschalter ist mit mittelgroßen Händen nicht einfach zu erreichen. Da dieses Schleifgerät sehr ruhig in der Hand liegt, hast du beim Schleifen wenig Probleme.

Der Schleifteller nimmt die Schleifscheibe über die Klettoberfläche exakt auf. Der Stanley FatMax erzielt beim Materialabtrag in diesem Test ein befriedigendes Ergebnis. Die Akku-Ladezeit beträgt zudem nur 60 Minuten. Dann stehen dir wieder 36 Wattstunden Energiekapazität zur Verfügung. Den Ladezustand musst du allerdings raten, weil dir keine LED-Anzeige zur Verfügung steht.

Fazit: Das Schleifergebnis auf kleinen Flächen ist mit der Stanley FMCW220D1-QW FatMax ganz ok. Willst du häufig größere Oberflächen bearbeiten, musst du zu einem der potenteren Exzenterschleifer aus diesem Test greifen. So ein Schleifgerät kostet aber auch eine ganze Stange mehr.

So haben wir getestet

Willst du ein Schleifgerät testen, musst du schleifen. Klingt banal, ist es auch. Der Schwerpunkt beim Vergleich der Akku Exzenterschleifer liegt deshalb ganz klar beim praktischen Einsatz. Das bedeutet, Werkstücke aus Holz und Metall bereitlegen, Schleifpapier auf dem Schleifteller befestigen, Akku einsetzen, Drehzahl vorwählen und los. Danach den Materialabtrag begutachten, die Staubansammlung im Staubbeutel prüfen und das Urteil abgeben. Den praktischen Einsatz entscheidet ganz klar das Modell von Makita für sich. Die Exzenterschleifer von Black+Decker und Stanley, die nahezu baugleich sind, erreichen hier nur ein befriedigendes Ergebnis.

In der Kategorie Qualität schneiden alle Geräte beim Gehäuse gut bis sehr gut ab. Sie sind glatt ausgeformt, haben keinerlei vorstehende Kanten und die Gehäuseteile passen gut aufeinander. Beim Handgriff liegt der Bosch AdvancedOrbit 18 vorn. Er besitzt zusätzlich einen zweiten Handgriff im Frontbereich.

Das Makita Gerät punktet klar bei der Akku-Ladezeit. Das Ladegerät benötigt nur 45 Minuten bis der Akku wieder voll ist. Das Ladegerät des Bosch Advanced Orbit 18 benötigt dafür 130 Minuten.

Beim Bedienkomfort und der Funktionalität entscheiden die Akku Exzenterschleifer von Black+Decker und Stanley die Gewichtsprüfung mit 1,3 Kilogramm beziehungsweise 1,4 Kilogramm für sich. Hier schaffen AEG und Bosch mit jeweils 2,1 Kilogramm nur ein befriedigend.

Gleich drei Exzenterschleifer – AEG, Bosch und DeWalt – erreichen durch ihre stufenlose Drehzahlsteuerung in dieser Unterkategorie die Höchstpunktzahl. Die Bedienkomfort und Funktionalitäts-Krone holt sich die DeWalt Schleifmaschine. Sie punktet zum Beispiel bei Gewicht, Staubsaugeranschluss, Staubboxentnahme und -leerung, Drehzahlvorwahl, Aufbewahrung und Unterbringung im Koffer, dem Laden des Akkus oder beim Handgriff mit der Schwerpunkt- und Griffigkeitsprüfung.

Im Akku Exzenterschleifer Test haben wir mit allen 7 Modellen Metall- und Holzoberflächen geschliffen

Akku Exzenterschleifer: Das musst du bei deiner Kaufentscheidung beachten

Das Schleifen einer großen Tischplatte dauert lange. Vom groben Materialabtrag bis zum Feinschliff musst du häufig die Schleifscheibe mit unterschiedlicher Körnung wechseln. Hohes Gewicht und unangenehme Vibrationen lassen bald deinen Arm erlahmen. Eine hohe Lautstärke kann ebenfalls sehr unangenehm werden. Je nach Werkstück und Art der Bearbeitung ist eine stufenlose Einstellbarkeit der Drehzahl durchaus zu bevorzugen. 

Da beim Schleifen viel Staub entsteht, ist eine saubere Entsorgung sehr wichtig. Ein Staubbeutel ist schnell gefüllt. So ist die Möglichkeit für einen Staubsaugeranschluss optimal

Wie bei allen Akku Geräten spielen auch bei einem Schleifgerät das Energiespeichervermögen und die Ladezeit eine wichtige Rolle. Für die saubere Lagerung oder den Transport sind Koffer oder Tasche unverzichtbar.

Wichtige Fragen zum Akku Exzenterschleifer

* Alle Preise Stand August 2020