Damit du nicht für jede Windel vor die Tür laufen musst, ist ein geruchsdichter Windeleimer eine große Erleichterung. Darin kannst du die Windeln neben dem Wickeltisch sammeln. Im GuteWahl-Test haben wir 10 verschiedene Modelle getestet, darunter Windeleimer mit und ohne Nachfüllkassette. Der Angelcare Windeleimer „Comfort Plus“ ist das beste Modell mit Nachfüllkassette in unserem Test. Uns begeistert besonders, wie gut der Angelcare Windeleimer Gerüche abdichtet. Auch in puncto Ergonomie und Fassungsvermögen sammelt er Pluspunkte. Negativ schlagen die hohen Folgekosten zu Buche.

ÜbersichtAngelcare Windeleimer „Comfort Plus“

Windeleimer Angelcare Gesamtansicht
Windeleimer Angelcare Gesamtansicht

+ geruchsdichter Windeleimer

+ perfekte Hüfthöhe

+ leicht zu leeren

+ sehr viel Fassungsvermögen

 

- hohe Folgekosten durch Nachfüllkassetten

- Windel müssen durch Klappen „gequetscht“ werden

Wie funktioniert der Angelcare Windeleimer?

Ins Kopfteil des Angelcare Windeleimers „Comfort Plus“ setzt du die Kassette ein. Sie liefert einen schier endlosen Folienschlauch. Du verknotest das Ende und ziehst die Folie vom Deckel ins Innere des Eimers. Im Kopfteil befinden sich zwei Klappen, die den Angelcare Windeleimer zuverlässig abdichten. Mit diesem Prinzip erzielt der Angelcare Windeleimer Bestnoten im Geruchstest, und das ganz ohne künstliches Parfüm, das die Windelgerüche lediglich überdeckt. Eine antibakterielle Beschichtung auf der Folie soll zusätzlich Keime bekämpfen.

Einen Nachteil hat das sonst gute Schließsystem. Du musst die volle Windel erst durch die zwei Klappen quetschen. Das empfindet der ein oder andere Nutzer sicher als unangenehm. Vor allem einzelne benutzte Feuchttücher zu entsorgen, macht mit dem Angelcare Windeleimer keinen Spaß.

Die Öffnung dichtet gut ab

Gut durchdachte Konstruktion und Ergonomie

Der Aufbau dieses Windeleimers ist recht komplex, ein Blick in die Bedienungsanleitung ist hier auf jeden Fall angebracht. Das Entsorgen des vollen Beutels und Anbringen eines neuen Windelschlauchs hat der Hersteller allerdings gut gelöst. Der Windeleimer lässt sich leicht öffnen und ein im Inneren eingebauter Cutter hilft beim Trennen der Folie.

Die Hüfthöhe ist beim Angelcare Windeleimer perfekt. Du kannst ihn gut vom Wickeltisch aus bedienen, ohne dein Baby aus den Augen zu lassen. Auch wenn du dein Kind auf dem Arm hältst, ist die Höhe praktisch, weil du dich nicht bücken musst. Allerdings ist eine einhändige Bedienung nicht ganz einfach, weil dieses Modell keinen Trittschalter besitzt.

Die säulenartige Form macht den Stand des Windeleimers etwas unsicher. Positiv finden wir das große Fassungsvermögen. In seinem geräumigen Innenraum finden je nach Windelgröße locker 30 Windeln Platz.

Folgekosten beim Angelcare Windeleimer

Der sehr günstige Anschaffungspreis ist zwar verlockend, jedoch solltest du die Zusatzkosten nicht außer Acht lassen. Wir gehen in unserem Test von einem Verbrauch von etwa 7.500 Windeln in drei Jahren aus. Das hört sich zunächst viel an, jedoch kannst du gerade in den ersten Monaten von bis zu 14 Windeln am Tag ausgehen. Später musst du die Windel zwar seltener wechseln, jedoch dauert es meistens bis zu vier Jahre, bis dein Kind auch nachts vollständig trocken wird.

In eine Nachfüllkassette von Angelcare passen laut Hersteller 180 Windeln. Du wirst also gut und gerne 42 Kassetten nachkaufen müssen. Bei einem derzeitigen Preis von circa 5,60 € pro Kassette, musst du also etwa 233 € Folgekosten berücksichtigen. Damit steht der Angelcare Windeleimer allerdings noch weit besser da als der „Sangenic Tec“ von Tommee Tippee, der ebenfalls mit Nachfüllkassetten funktioniert.

Fazit: Ist der Angelcare Windeleimer der richtige für mich?

Alles in allem ist der Angelcare Comfort Plus ein Windeleimer mit guter Bedienung und hervorragendem Geruchsschutz. Dieses Modell ist das richtige für dich, wenn du eine angenehme Hüfthöhe bevorzugst. Wenn du nicht vor den Folgekosten für die Nachfüllkassetten zurückschreckst, dann ist der Angelcare Comfort Plus empfehlenswert.