Egal ob downhill mit dem Mountainbike oder unter Wasser mitten in einem Schwarm Fische, um spektakuläre Urlaubserinnerungen festzuhalten, brauchst du eine robuste Kamera. Eine Action-Cam liefert dir auch ansehnliche Videos, wenn es mal hektischer wird. In unserem Action-Cam Test haben wir acht Kameras für dich getestet. Die günstige „Rollei Touch 560“ räumt dabei den Titel des Preis-Leistungs-Siegers ab. Die leichte Rollei punktet mit umfangreichem Zubehör und einfachem Handling. Auch die Videoqualität ist gut.

Vor- und NachteileRollei Touch 560 Action-Cam

Das Display der Rollei Action-Cam ist solide
Das Display der Rollei Action-Cam ist solide

+ Preis
+ viel Zubehör
+ Videoqualität

- Touchdisplay etwas langsam
- Bildstabilisator
- offenliegende Anschlussports

Low-Budget Action-Cam von Rollei mit solider Verarbeitung

Die Rollei 560 Touch gehört mit knapp 140 Euro* zu den beiden günstigsten Modellen im Testfeld. Das wirkt sich auf ihre Verarbeitung jedoch nicht aus. Da haben wir nicht viel zu meckern. Uns stört etwas, dass die Anschlussports und der Steckplatz der SD-Karte offen liegen. Ohne Schutzhülle ist die Kamera draußen also nicht wirklich zu gebrauchen. Das Case brauchst du allerdings auch, um die Rollei zu befestigen. Erfreulicherweise gehört das Schutzgehäuse zum beiliegenden Zubehör. So stellen wir uns das vor! Das ist nämlich nicht bei allen Kameras im Test der Fall. Du bedienst die Rollei Action-Cam via 2 Zoll Touchdisplay. Soweit, so gut. Allerdings reagiert das Display bisweilen etwas zögerlich. Wenn du dich durch die einzelnen Menüs scrollen willst, kann es deshalb immer mal wieder vorkommen, dass du dich verklickst. Die Bedienung im Case funktioniert ganz gut. Das Touchdisplay kannst du durch die robuste Kunststoffscheibe allerdings nicht mehr bedienen. Da bist du auf die beiden Knöpfe auf der Kamera beschränkt. Die Kombination aus kurzem und längerem Drücken bei der Navigation fordert anfänglich etwas Geduld. Die Menüführung ist in Ordnung, allerdings wirkt sie optisch bereits etwas antiquiert. Nettes Gimmick ist die im Zubehör enthaltene Fernsteuerung fürs Handgelenk. Mit der kannst du Filmaufnahmen starten und stoppen, Bilder schießen und die Cam ein- und ausschalten. Ein Display hat die Fernbedienung nicht.

Gute Video- und Bildqualität mit Einschränkungen

Die Videoqualität finden wir für eine Budget Action-Cam ziemlich gut. Für die Aufnahmen stehen dir mit den Einstellungen „superweit“ für maximal 160 Grad, „weit“, „mittel“ und „schmal“ vier Winkel für Foto und Video zur Verfügung. Allerdings bleibt die für Action-Cams klassische Fischaugenoptik bei allen Einstellungen erhalten. Da musst du im Zweifelsfall das Video oder Foto im Nachhinein mit einer Software bearbeiten. Die Rollei 560 Touch filmt Videos mit maximal 4K und 60fps (Frames per Second/Bilder pro Sekunde). Bei 1080p sind es sogar 120fps. Das sieht echt gut aus. Auf den elektronischen Bildstabilisator musst du in dieser hohen Auflösung verzichten. Den kannst du erst ab 4K und 30fps zuschalten. Solange es nicht zu sehr wackelt oder vibriert, liefert dir die Rollei tolle Aufnahmen. Als es auf unserer Testfahrt mit dem Mountainbike mal etwas ruppiger zugeht, steigt der Stabilisator dann doch aus. Die starken Erschütterungen bekommt er nicht mehr ausgeglichen und das Video wackelt dementsprechend stark. Auch der Übergang von sonnigen Abschnitten in den Schatten setzt der Kamera ziemlich zu. Bei schwachen Lichtverhältnissen wird das Video sehr schnell dunkel und kontrastarm.

Unkomplizierte Konnektivität und erfreulich viel Zubehör

Auch in Sachen Konnektivität präsentiert sich die Touch 560 von Rollei solide. Das Koppeln mit der Rollei-App geht schnell. Nützlich, wenn du die Kamera am Helm oder Brustgurt trägst, wo du das Display nicht im Blick hast. Mithilfe der App kannst du die Rollei so ganz einfach ausrichten und bedienen. Die Verbindung über WiFi ist über einige Meter stabil. Die Steuerung via App funktioniert reibungslos: Im Test friert die Kamera nicht einmal ein oder hängt sich auf. Das gibt Pluspunkte! Freuen kannst du dich bei der günstigen Rollei ebenso über das umfangreiche Zubehör. Neben der erwähnten wasserdichten Schutzhülle bekommst du einen Rahmenhalter, eine Basic Halterung, die Fernbedienung fürs Handgelenk sowie zwei Klebepads für die Montage der Kamera am Helm. Taucher werden sich über die drei Filter zum Aufstecken im Zubehör freuen. Die Filter klickst du vor das Objektiv um die Kamera so an die veränderten Farbverhältnisse unter Wasser anzupassen. Es liegen ein grauer, roter und pinker Filter bei. Bei so viel Zubehör könnte sich so mancher Konkurrent im Testfeld eine dicke Scheibe abschneiden.

Fazit – darum können wir die Rollei Touch 560 empfehlen

Die Rollei Touch 560 schlägt sich ordentlich in unserem Test. Mit ihr bekommst du für kleines Geld eine unkomplizierte, gut zu bedienende und robuste Action-Cam. Wir finden die Verarbeitung dem Preis durchaus angemessen. Positiv überrascht uns die Qualität von Video und Foto. Einzig bei sehr holprigen Passagen wackeln die Aufnahmen erheblich, weil der Bildstabilisator nicht mehr mitkommt. Mit der teuren Konkurrenz von GoPro oder DJI kann sie da einfach nicht mithalten. Wenn du hin und wieder während einer Radtour oder beim Schnorcheln im Urlaub filmen möchtest, reicht dir diese günstige Action-Cam vermutlich aus.

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*Alle Preise Stand April 2020