Wir nehmen neun eBook-Reader in unserem Test genau unter die Lupe. Darunter auch der wasserfeste „Kobo Aura H20" in der zweiten Edition. Dieser verfügt über einen Blaulichtfilter, hat eine relativ große Lesefläche und kann durch eine gute Verarbeitung überzeugen. Der Hersteller stellt ebenfalls die Technologie für die tolino Geräte zur Verfügung. Was der Reader sonst noch so kann, haben wir für dich herausgefunden.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Kobo H2O

Der E-Book Reader Kobo Aura H2O in der Gesamtansicht
Der E-Book Reader Kobo Aura H2O in der Gesamtansicht

+wasserfest
+ Verarbeitung
+ Lesestatistik
+ großes Display
+ einfache Nachschlagfunktion
+ gute Helligkeit inklusive Blaulichtfilter

- niedrigere Auflösung

Der wasserfeste eBook-Reader Kobo Aura H20 überzeugt im Test

Die Einrichtung des Kobo Aura H2O Edition 2 erfolgt ebenso spielend einfach, wie bei den anderen eReadern im Test. Sprache auswählen, WLAN Verbindung einrichten, mit Konto (Rakuten, Facebook oder Google) anmelden, fertig! Eine Anmeldung ist verpflichtend, ansonsten lässt sich der Reader nicht nutzen. Der eBook-Reader aus dem Hause Kobo ist wasserfest und verfügt nur über einen einzigen Knopf – den blauen Powerbutton auf der Rückseite. Über diesen kannst du den Kobo in den Ruhemodus versetzen oder sogar ganz ausschalten. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um die zweite Generation des Readers, der nun kompakter und auch leichter ist.

Das Displaygröße beträgt nach wie vor 6,8 Zoll und hat eine Auflösung von 1080 x 1430 Pixel. Im Vergleich: Die meisten eBook-Reader haben ein 6 Zoll Display. Mit seinem Gewicht von 210 Gramm, ist er neben dem tolino epos der schwerste eReader im Test. Dank IPX8-Zertifizierung hält er Wasser bis zu zwei Metern und einer Dauer von 60 Minuten stand. Der Bildschirm schließt nicht bündig mit dem Rahmen, sondern ist in diesen eingelassen. Die Front ist in klassischem, mattem Schwarz gehalten. Die Rückseite hat eine Art Gummierung, die mit einem Punktemuster versehen ist – das verhindert ein Abrutschen mit nassen Händen. Dank 1 GHz Prozessor reagiert der Kobo Aura genauso fix wie die tolino Geräte. Die bisherigen 265 ppi (Pixel per Inch) hat der Hersteller beibehalten. Neu ist der Blaulichtfilter. Über diesen verfügen auch die Konkurrenzmodelle von tolino. Der interne Speicher beträgt 8 GB. Der Vorgänger von 2014 hatte nur 4 GB, konnte dafür aber mit einer microSD-Karte gefüttert werden.

Dank seiner guten Haptik liegt der Kobo Aura H2O sicher in der Hand

Viele individuelle Einstellungsmöglichkeiten

Der Kobo Aura H2O passt die Beleuchtung an die Tageszeit über die Option „natürliches Licht“ an. Bei Dunkelheit sollte die Beleuchtung also möglichst niedrig sein. Wenn du die Helligkeit selbst wählen möchtest, ist es möglich diese über ein Auf- und Abwärtswischen an der linken Bildschirmhälfte zu verändern. Zudem ist deine Schlafenszeit einstellbar, damit das Licht dementsprechend langsam verringert wird. Klasse hat uns auch die Einstellung der Helligkeit bei Nacht gefallen. Hier bekommst du wirklich ein Licht, was wenig bis kein Blau enthält und daher super als Einschlafhilfe dient. Darin übertrifft er sogar die tolino Geräte, die bei weitem nicht so viel Orange ins Display bringen.

Was uns gut gefällt: Die Einstellung, wo du blättern möchtest, ist mit vier Optionen frei wählbar. Auch das Intervall für das Auffrischen der Seite lässt sich beliebig aussuchen. Schriftgröße, Zeilenabstand und die Ränder lassen sich beim Kobo Aura H20 sehr fein einstellen. Schade ist, dass du die gewählte Schriftgröße nicht sehen kannst und diese ab Werk sehr groß ist. PDFs lassen sich auch mit dem Kobo lesen. Allerdings kann er diese nicht als Text umwandeln. Wörter kannst du einfach per Klick nachschlagen. Ebenfalls vorhanden, wenn auch in den Einstellungen versteckt, ist eine Kindersicherung.

Praktisch: In den Leseeinstellungen kannst du auswählen, wie du blättern möchtest

Langwierige eBook Suche im Shop

Im Shop bekommst du immer drei Titel auf einmal angezeigt. Als Sortierfunktionen stehen dir „Bestseller“, „Am beliebtesten“ und „Neuerscheinungen“ zur Verfügung. Leider gibt es keinen Preisfilter. Die Auswahl ist gewohnt groß, wenn du allerdings wirklich stöbern möchtest, geht das am PC einfacher. Ansonsten kann es nämlich eine Weile dauern, bis du dich durch die zahlreichen Seiten gewischt hast. Die Wunschliste im Shop finden wir praktisch, wenn du ein eBook nichts sofort kaufen möchtest. Ebenfalls interessant ist die Lesestatistik, welche aufzeichnet, wie viele Stunden du gelesen hast und wie viele Seiten du pro Minute schaffst. Leseproben sind im Shop von Kobo verfügbar. Ebooks mit Adobe-DRM sind zwar auf dem Reader aufrufbar, lassen sich allerdings nur mit Adobe Digital Editions öffnen.

Shopansicht des Kobo Aura H2O

Ist der Kobo Aura H2O eine Konkurrenz für tolino und Co?

Wenn es nach uns geht absolut. Kobo hat sich seit 2017 zwar aus dem deutschen Markt zurückgezogen, ist aber dennoch konkurrenzfähig. Grund dafür ist, dass Kobo die Technologie für die tolino Reader liefert. Den von uns getesteten Kobo Aura H2O erhältst du aber problemlos über Amazon. Uns gefällt die praktische Helligkeitseinstellung über vertikales Wischen am linken Displayrand besonders gut. Zudem macht der Kobo auch in Bezug auf seine Haptik eine gute Figur. Die Lesestatistik ist bei den eBook-Readern aus unserem Test einzigartig. Lediglich die Suche im Shop ist noch verbesserungswürdig.

eBook-Reader für den kleinen und großen Geldbeutel

Du möchtest einen klassischen eReader für kleines Geld? Dann ist der Kindle (10. Generation) etwas für dich. Für gerade einmal 60 Euro* bekommst du hier einen Reader, der sogar Hörbücher von Audible abspielen kann. Du magst es lieber kompakt und leicht? Dann empfehlen wir dir die Geräte von PocketBook. Der Touch HD 3 ist wie der Kobo wasserfest und wiegt gerade einmal 155 Gramm. Wir haben ihn zu unserem Ausstattungssieger gekürt.

*Alle Preise Stand September 2019