Mit einem Internetradio suchst du dir entweder genau den Sender im Web, der deine Lieblingsmusik spielt. Oder du streamst mit dem leistungsstarken Digitalradio über Bluetooth gleich deinen Spotify oder Amazon Music Account. Und nebenbei empfängt das Internetradio auch noch DAB+ und FM-Radio. Wir haben in unserem Internetradio Test elf Modelle ins Rennen geschickt. Das Hama Internetradio DIR 3500 MCBT geht mit seiner tollen Funktionsvielfalt, stabiler WLAN-Konnektivität und gutem Klang knapp hinter dem Testsieger ins Ziel.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Hama Internetradio DIR 3500 MCBT

Das Internetradio von Hama in der Gesamtansicht
Das Internetradio von Hama in der Gesamtansicht

+ Funktionsvielfalt
+ guter Klang
+ integrierter CD-Player
+ gute WLAN-Konnektivität
+ auch als Wecker zuverlässig
+ klarer DAB-Empfang

- Klang bei hoher Lautstärke
- Display flackert ein wenig
- Einstellung Weckfunktion etwas umständlich

Multitalent: Digitalradio inklusive CD-Player

Das Hama Internetradio „DIR 3500 MCBT“ ist mit das wuchtigste und schwerste Radio im Testfeld. Gewandet in schickem Schwarz und reduziert-nüchternem Design drängt es sich nicht auf. Verarbeitet ist das Multitalent sehr gut. Das Kontrollpanel in der Front ebenso wie das Farbdisplay. Die Funktionsvielfalt ist ausgezeichnet. Neben DAB+, UKW, USB, Bluetooth, AUX Klinken-Buchse, LAN- und Antennenanschluss wartet das Hama Internetradio sogar mit einem integrierten CD-Player auf, auch wenn letzterer keine High End-Komponente ist. AmazonMusic und Spotify sind via extra Schnittstelle kinderleicht anzusteuern. Da klappt dank Bluetooth alles wie am Schnürchen. So stellen wir uns die Zusammenführung unserer verschiedenen Musik-Accounts vor.

Überdimensionierter Wecker

Die Konnektivität finden wir sehr gut. Das Hama lässt sich entweder via WPS-Tastensignal verbinden oder über die manuelle Anmeldung ins WLAN. Beides klappt problemlos und schnell. Der DAB Sendersuchlauf ist ziemlich schnell erledigt. Der Netzempfang ist auch noch zwei Zimmer entfernt vom Router gut. Das Hama verliert die Verbindung zum Router auch im Standby-Betrieb nicht. Gleiches gilt, wenn das Hama via Bluetooth mit anderen Geräten verbunden ist. Während unseres Tests bleibt die Verbindung über mehrere Tage stabil. Aussetzer hat das Radio keine. Uns weckt das Hama zuverlässig und digital via gewähltem Internet-Radiosender. Allerdings finden wir das Einstellen der Eckfunktion etwas umständlich. Dazu musst du dich etwas durchs Menü klicken. Hast du das jedoch einmal gemacht, geht es leicht von der Hand. Praktisch, dass du die Displaybeleuchtung an der Rückseite des Internetradios komplett ausschalten kannst. Dann stört kein Licht deine Nachtruhe. Für den Nachttisch ist es allerdings deutlich überdimensioniert.

Bitte nicht so laut!

Der Klang ist gut! Schön satt und raumgreifend, jedoch nicht ganz so voll und knackig wie beim Roberts 67. Mit dem Equalizer kannst du ein dir genehmes Klangmuster einstellen. Bei höherer Lautstärke scheppert das Internetradio allerdings hörbar. Ein Schwachpunkt, der Punkte kostet. Glasklar ist der DAB-Empfang. So macht Digitalradio Spaß! Die mitgelieferte Fernbedienung ist solide, auch wenn die Druckpunkte der Tasten nicht so direkt reagieren wie wir uns das wünschen. Dafür ist die Oberfläche schraffiert, unschöne Fingerabdrücke werden so vermieden. Uns ist aber ohnehin digital lieber als analog. Wenn du die Steuerungs App verwendest, lässt sich das Hama DIR 3500 MCBT einfach über Bluetooth koppeln und die Steuerung mit dem Smartphone erledigen. Die Fernbedienung bleibt dann in der Schublade. Die Alarmfunktion für den Wecker musst du allerding weiterhin direkt am Radio einstellen. Das geht nicht über die App.

Viel Licht, wenig Schatten

Zwei Kleinigkeiten haben wir am Hama Radio dann doch zu bemäkeln. Erstens das Display: Zwar ist es schön groß, allerdings sind die Symbole etwa für Weckfunktion oder die aktuelle Verbindungsart am unteren Rand sehr pixelig. Dass das Symbol für die Alarmfunktion einen Wecker darstellen soll, kannst du mit viel gutem Willen erahnen. Zudem beginnt das Farbdisplay unseres Testmodells nach mehreren Tagen hin und wieder leicht zu flackern. Das gibt etwas Abzug. Zweitens die teilweise langen Lesezeiten. Legst du eine CD ein, nimmt sich das Hama erstaunlich viel Zeit beim Erfassen der Scheibe. Sei’s drum, den CD-Player nehmen wir als Bonbon mit.

Fazit: Das überzeugt uns am Hama Internetradio

Das Hama Internetradio DIR 3500 MCBT spielt in Sachen Funktionsvielfalt ganz vorne mit. Der Klang ist für ein so kompaktes Radio sehr gut, auch wenn es im Test in dieser Hinsicht am Testsieger von Teufel und den beiden Roberts Modellen Stream 67 und Stream 94i nicht vorbeikommt. Der DAB-Empfang ist klar, die Menüführung und Installation selbsterklärend und die Konnektivität zuverlässig. Tatsächlich ist es etwas groß geraten und so für den Nachttisch etwas überdimensioniert. Die Steuerung das Hama Radios mit einer Steuerungs-App via Bluetooth sehr komfortabel. Für stolze 300 Euro* bekommst du kein Klangwunder aber ein sehr gutes Internetradio, das viel kann.

Diese Internetradios sind auch nicht ohne

Ganz so viele Funktionen wie beim Hama brauchst du dann doch nicht? Gleichzeitig ist dir ein richtig guter Klang aber absolut wichtig? Dann sieh dir das Teufel 3sixty Internetradio an. Teufels kompaktes Klangwunder ist in unserem Internetradio Vergleich der Testsieger. Wenn es ruhig auch etwas mehr sein darf, dann legen wir dir unseren Luxus-Sieger ans Herz. Das Roberts Radio Stream 67 schlägt im Bereich Bedienkomfort und Klangqualität alle Konkurrenten um Längen – übertrifft sie allerdings auch deutlich im Preis.

* Alle Preise Stand Oktober 2019