Navigationsgerät und Trainingsbegleiter in einem: Mit einem leistungsstarken Fahrradcomputer hebst du dein Training ganz einfach auf ein neues Level. In unserem Fahrradcomputer Test haben wir für dich acht Modelle getestet. Zwar hat der „Wahoo Elemnt“ schon ein paar Jahre auf dem Buckel, allerdings muss er sich nicht wirklich hinter seinen Nachfolgemodellen Bolt und Roam verstecken. Seine Konnektivität und intuitive Bedienung sind im Test unschlagbar. Und so holt der robuste Wahoo Elemnt trotz des verhältnismäßig hohen Preises von knapp 280 Euro* den Testsieg.

TestsiegerVor- und Nachteile des Wahoo Elemnt

Der Pausen Bildschirm des Fahrradcomputers von Wahoo
Der Pausen Bildschirm des Fahrradcomputers von Wahoo

+ großes Display
+ intuitive Bedienung
+ einfache Datenübertragung
+ robustes Gehäuse
+ gute Konnektivität

- Preis
- etwas groß
- leise Hinweistöne 

Robust mit großem Display

Der Wahoo Elemnt beeindruckt gleich zu Beginn mit dem größten Display im Test. Das ist zwar schwarz-weiß, allerdings sehr kontrastreich und lässt sich auf der Tour jederzeit sehr gut ablesen. Auch bei gleißender Mittagssonne. Der Elemnt ist nicht nur größer sondern auch schwerer als die Konkurrenz im Test. Nicht viel, aber wenn du jedes Gramm sparen möchtest, um beim Klettern in den Bergen Ballast zu vermeiden, hat der Wahoo dir eventuell zu viel auf den Rippen. 

Das Gehäuse ist kompakt und robust verarbeitet. Auch wenn dir der Fahrradcomputer einmal runterfallen sollte, musst du keine Angst haben, dass er in seine Einzelteile zerspringt. Die insgesamt sechs Tasten verfügen über angenehme Druckpunkte, die sofort reagieren. Der Wahoo Elemnt ist mit Schutzklasse IPX7 auch gegen monsunartige Regenfälle gefeit.

Intuitive Bedienung und gute Konnektivität

Wie einfach der Wahoo Elemnt einzurichten und zu bedienen ist, hat uns regelrecht begeistert. Im Grunde ist nicht mehr zu tun, als die Wahoo Elemnt App zu installieren und den auf dem Gerät abgebildeten QR-Code mit dem Smartphone zu scannen. Das Koppeln hat bei keinem Fahrradcomputer im Test schneller geklappt. Die Steuerung des Elemnt während der Fahrt ist ebenfalls intuitiv. Mit zwei Tasten an der rechten Seite des Gerätes kannst du deine Displayanzeige anpassen. Von einem Datenfeld bis zu dreizehn Feldern ist alles möglich. Wobei die Darstellung von dreizehn Daten in Echtzeit etwas unübersichtlich wirkt – selbst auf dem großen Display. Mit den drei Tasten unten am Wahoo Elemnt schaltest du schnell von Kartennavigation zu Höhenprofil zu Echtzeit-Leistungsdaten.

Zielführende Navigation

Die App lässt sich auch mit Fitness-Websites wie Strava oder komoot verbinden, so dass du dort geplante Radtouren importieren kannst. Wählst du die Route in der App an, wird sie ruckzuck auf den Wahoo Elemnt übertragen und du kannst das Smartphone wieder wegpacken. Einmal gestartet, navigiert dich der Fahrradcomputer auf der geplanten Route. Die Strecke wird dabei gut erkennbar auf einer Straßenkarte abgebildet und zusätzlich Abbiegehinweise eingeblendet. Weichst du von der Route ab, bekommst du eine Warnmeldung inklusive roten LEDs und Warnton. Allerdings navigiert dich der Elemnt nicht zurück auf die Route. Du musst in diesem Fall den nun schwarz eingefärbten gefahrenen Weg zurückstrampeln, bis du zurück auf der geplanten Strecke bist. Unterwegs informiert dich der Wahoo Elemnt über Strava Live Segments und zeigt dir auf dem Display in Echtzeit E-Mail-Benachrichtigungen, Text-Nachrichten und Anrufalarme an. 

Starker Trainingspartner mit Satellitenunterstützung

Der Wahoo Elemnt funktioniert einwandfrei via GPS-Signal. Einzig unter dichtem Laub kann es mal vorkommen, dass das Signal kurzzeitig abbricht. Das fiel bei unseren Mountainbike Touren allerdings nicht groß ins Gewicht. Sehr positiv aufgefallen ist uns die lange Akkulaufzeit. Da sind auch lange Touren kein Problem. Zudem dauert die Synchronisierung der Daten nach der Fahrt nur einen Augenblick. Ganz anders als etwa beim M460 von Polar. Die Auswertung der Trainingsdaten in der App ist solide, auch wenn da Platzhirsch Garmin und auch Polar noch einen Tacken mehr aus deinem Training herausholen. Aufrüsten kannst du den Wahoo Elemnt mit zusätzlichen Sensoren. Neben Tritt- und Herzfrequenzsensor für jeweils 40 Euro*, ist zudem ein Sensor erhältlich, der Trittfrequenz und Geschwindigkeit gleichzeitig misst. Letzterer ist für 60 Euro* zu haben.

Fazit: Deshalb ist der Wahoo Elemnt unser Testsieger

In den Kategorien Konnektivität und Bedienkomfort macht dem Wahoo Elemnt kein anderer Fahrradcomputer im Test etwas vor. Zwar ist das robuste Gerät etwas schwerer und größer als die anderen Testkandidaten, darüber sehen wir allerdings bei dem sehr positiven Gesamteindruck gerne hinweg. Die Navigationsfunktion und die unkomplizierte und intuitive App sind ein echtes Highlight im Test. Ebenso das große und kontrastreiche Display. Bliebe einzig der gepfefferte Preis. Knapp 280 Euro* sind wahrlich kein Pappenstiel. Allerdings liefert der Wahoo Elemnt dafür auch einiges an Leistung ab.

Diese Fahrradcomputer haben uns ebenfalls überzeugt

Du möchtest lieber ein farbiges Display oder sogar ein Touchpad, willst aber keine Abstriche in Sachen Funktionsvielfalt machen? Dann sieh dir den Garmin Edge 820 Fahrradcomputer an. Ganz so teuer soll es dann doch nicht sein? Wirf einmal einen Blick auf den Garmin Edge 130 und den Polar M460. Die verfügen zwar nur über eine rudimentäre Navigationsfunktion, punkten jedoch im Bereich Smart Coaching. Herrje... viel zu viele Funktionen? Unser Preis-Leistungs-Sieger, der Sigma Pure GPS, liefert dir für schmales Geld alle Datenfelder, die du anfangs braucht. Ganz ohne Schnickschnack.

* Alle Preise Stand Juli 2019