Navigationsgerät und Trainingspartner in einem: Mit einem leistungsstarken Fahrradcomputer hebst du dein Training auf ein ganz neues Level. Wir haben unserem Fahrradcomputer Test ein Update verpasst und um zwei Modelle auf ein Testfeld von neun Radcomputern aufgestockt. Dabei übernimmt der robuste „Wahoo Elemnt Bolt“ den Testsieg von seinem Vorgängermodell, dem Wahoo Elemnt. Der Bolt punktet mit intuitiver Bedienung, einer guten Navigation und vor allem einem jederzeit gut ablesbaren kontrastreichen Display. Das macht im Vergleich kein Konkurrent besser.

Vor- und NachteileElemnt Bolt Fahrradcomputer

+ gut ablesbares, übersichtliches Display
+ intuitive Bedienung
+ einfache Datenübertragung
+ robustes Gehäuse
+ gute Konnektivität

- Preis
- leise Hinweistöne

Robust mit übersichtlichem Display

Der Wahoo Elemnt Bolt übernimmt den Testsieg mühelos von seinem Vorgänger, dem nicht mehr flächendeckend erhältlichen Wahoo Elemnt. Das 2,2 Zoll LCD-Display ist zwar nur schwarz-weiß, allerdings sehr kontrastreich und lässt sich auf der Tour jederzeit sehr gut ablesen. Auch bei gleißender Mittagssonne hast du keine Probleme, die Werte zu erkennen. Der Elemnt Bolt ist erfreulich kompakt. Das ist der deutlichste Unterschied zum etwas klobigen und schweren Vorgänger. Der Radcomputer ist robust verarbeitet. Auch wenn es mal etwas ruppiger zugehen und er dir runterfallen sollte, musst du nicht befürchten, dass der Bolt in seine Einzelteile zerspringt. Auf ein Touch-Display verzichtet der Radcomputer. Die Steuerung funktioniert über insgesamt sechs Tasten mit angenehmem Druckpunkt. Der Elemnt Bolt ist mit Schutzklasse IPX7 auch gegen monsunartige Regenfälle gefeit.

Intuitive Bedienung und gute Konnektivität

Das Einrichten des Wahoo Elemnt Bolt klappt problemlos und schnell. Du musst dafür die Wahoo Elemnt App installieren und den auf dem Gerät abgebildeten QR-Code mit dem Smartphone scannen. Der Bolt wird von der Software erkannt und du kannst loslegen. Das Koppeln hat bei keinem Fahrradcomputer im Test schneller geklappt. Die Steuerung des Elemnt während der Fahrt ist ebenfalls intuitiv. Mit zwei Tasten an der rechten Seite des Gerätes kannst du deine Displayanzeige anpassen. Von einem Datenfeld bis zu neun Feldern ist alles möglich. Selbst die Darstellung von neun Daten gleichzeitig in Echtzeit lässt sich während der Fahrt gut erfassen. Mit einem Tastendruck am Rand des Wahoo Elemnt Bolt blätterst du schnell von der Kartennavigation weiter zu einer Darstellung des Höhenprofils und zu den Echtzeit-Leistungsdaten. Das ist auch während der Fahrt einfach zu bewerkstelligen, ohne dass du ins Schleudern gerätst oder den Verkehr aus dem Blick verlierst.

Zielführende Turn-by-Turn Navigation

Eine große Stärke des Element Bolt ist seine Navigation. Gesteuert wird die Navigation in erster Linie über die Wahoo Elemnt App. Dort kannst du zum Beispiel wählen, ob du mit der „Take me to“ Funktion ein bestimmtes Ziel ansteuern möchtest oder eine genau definierte Route abfahren willst. Letztere erstellst du über Online-Dienste wie Strava oder Komoot. Der Import deiner geplanten Radtour ist erfreulich unkompliziert und schnell via Synchronisierung von Smartphone App und Elemnt Bolt erledigt. Das Smartphone kannst du dann wieder wegpacken. Bist du auf einer Route unterwegs, hast du zudem die Optionen dich zurück zum Startpunkt lotsen zu lassen. Einmal gestartet, navigiert dich der Fahrradcomputer auf der geplanten Route.

Die Wegführung wird mittels Pfeilen gut erkennbar auf einer Straßenkarte abgebildet. Die Ansicht kannst du via Knopfdruck vergrößern. Gut finden wir die Turn-by-Turn Navigation, da bekommst du Abbiegehinweise übersichtlich aufs Display. Weichst du von der Route ab, bekommst du eine Warnmeldung inklusive roten LEDs und Warnton. Unterwegs informiert dich der Wahoo Elemnt über Strava Live Segments und zeigt dir auf dem Display in Echtzeit Smart Notifications von deinem Handy an. Eine weitere Funktion, die dir der Bolt bietet, ist das Live Tracking deiner Fahrten. Du kannst deine Radtouren in Echtzeit via LiveTrack Link mit deinen Freunden teilen. Die wissen dann immer, wo genau du dich auf der Strecke befindest.

 

Starker Trainingspartner mit Satellitenunterstützung

Der Wahoo Elemnt Bolt funktioniert einwandfrei via GPS-Signal. Einzig unter dichtem Laub kann es mal vorkommen, dass das Signal kurzzeitig abbricht. Das kann bei Mountainbike Touren stören. Sehr positiv aufgefallen ist uns die lange Akkulaufzeit. Knapp 15 Stunden soll der Bolt laut Hersteller durchhalten. Da sind auch lange Touren kein Problem. Benutzt du das GPS zehrt das allerdings am Akku. Übrigens ist die Beleuchtung ab Werk dauerhaft eingeschaltet. Das erhöht zwar die Ablesbarkeit des Displays, saugt aber auch Energie. Die Beleuchtung kannst du in den Einstellungen anpassen. Generell ist das LCD-Display allerdings weniger energieintensiv als zum Beispiel ein farbiges Touch-Display. Auf die Synchronisierung der Daten nach der Fahrt musst du nicht lange warten. Unsere via Strava geplante Route ist wenige Augenblicke nach Beendigung aufbereitet. Da brauchen einige Konkurrenten im Vergleich deutlich länger. Die Auswertung der Trainingsdaten in der App ist solide, auch wenn da Platzhirsch Garmin und auch Polar noch einen Tacken mehr aus deinem Training herausholen.

Unser Testmodell kommt übrigens im Set mit jeder Menge Zubehör. Neben zwei Halterungen für den Lenker beziehungsweise den Vorbau, gehören mehrere Sensoren zum Lieferumfang. Da wären zum einen ein Trittfrequenzsensor, den du an der Tretkurbel montierst. Darüber hinaus gibt es einen Brustgurt für die exakte Messung der Herzfrequenz sowie einen Fahrradgeschwindigkeitssensor. Letzteren befestigst du an der Nabe deines Vorderrades und er liefert dir exaktere Informationen über deine Geschwindigkeit. Die Sensoren sind sehr einfach zu koppeln. So gefällt uns das.

Übersichtliche Navigation auf dem kontrastreichen Display des Wahoo Elemnt Bolt

Fazit: Der Wahoo Elemnt Bolt ist ein hervorragender Testsieger

In den Kategorien Konnektivität und Bedienkomfort ist der Wahoo Elemnt Bolt im Vergleich unschlagbar. Zwar verzichtet das sehr robuste Wahoo Modell auf ein Touch-Display, das stört allerdings nicht weiter. Die Steuerung über die Tasten ist simpel und funktioniert auch bei Regen problemlos. Großer Pluspunkt ist zudem der hervorragende Kontrast des kleinen Bildschirms. Auch an sonnigen Sommertagen ist jeder Wert gut zu erkennen. Die Navigationsfunktion und die ebenso unkomplizierte wie intuitive App sind ein echtes Highlight im Test. Bliebe einzig der gepfefferte Preis. Knapp 220 Euro* für den Elemnt Bolt oder 310 Euro* für das Bolt Set mit drei Sensoren sind wahrlich kein Pappenstiel. Allerdings liefert der Wahoo Elemnt dafür auch einiges an Leistung ab.

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