Trainingsmatte für Yogis: Das muss sie können

Eine Yogamatte ist alles andere als eine einfache Sportmatte. Sie muss gewisse Kriterien erfüllen, um für das volle Wohlfühlerlebnis beim Yoga zu sorgen. Anders als reguläre Matten aus dem Studio haben Yogamatten eine Länge von 170 bis 185, eine Breit von circa 61 und eine maximale Dicke von 0,6 Zentimetern. Außerdem unterscheiden sich die verwendeten Materialien oftmals von denen einer Standard-Sportmatte, so wie man sie fast überall findet. Häufig wird PVC oder Naturkautschuk verwendet. Welches Material sich für deine Matte eignet, hängt von deinem Empfinden ab was du als angenehm erachtest.

In diesen Kategorien testen wir

  • Rutschfestigkeit: Wir führen auf den Matten unterschiedliche Asanas (Yogastellungen) durch und testen wie angenehm sich der Sonnengruß auf ihnen ausführen lässt. Haben wir einen festen Stand oder rutschen wir mit Händen oder Füßen weg?
  • Gewicht und Maße: Ist die Matte angenehm leicht oder hebst du dir an ihr einen Bruch? Die Maße sollten für eine durchschnittliche Körpergröße passen.
  • Komfort: Wie angenehm liegt es sich auf der Matte, wenn du in der Shavasana (Anfangs- und Endentspannung) zur Ruhe kommst?
  • Qualität des Materials: Wir unterziehen das Material einem Stresstest und wollen wissen, ob Gebrauchsspuren schnell auf ihm sichtbar sind. Zieht es vielleicht sogar Schmutz und Staub an?

Yogamatte Testsieger: Liforme – beste Trainingseigenschaften im Test

Die türkisblaue Matte „Liforme“ aus nachhaltigem Gummigemisch hat es uns schon auf den ersten Blick angetan. Besonders toll finden wir die auffällige Optik mit Alignforme-System. Das ist sozusagen ein „Navigationssystem“ für Asanas. Hier bekommst du die Hand- und Fußposition durch ein Muster auf der Matte angezeigt oder kannst dich mittig auf ihr ausrichten. Auch bei den Übungen, die wir auf der Matte ausführen, bestätigt sich unser erster Eindruck. Die Liforme ist eine hochwertig verarbeitete Yogamatte auf der du bei der Ausführung deiner Übungen dank dem sogenannten „GripForMe“ Material nicht rutschst. Das haben wir auch mit nassen Händen probiert. Kein Verrutschen möglich! Doch leider hatten wir an der Stelle, wo unsere nasse Hand lag, anschließend einen Wasserfleck. Es lässt sich aber sagen, dass die Matte Feuchtigkeit gut absorbiert. Gleichzeitig bremst die Matte dich aber beim Nachbessern deiner Position auch nicht unangenehm aus. Sie gibt dir den nötigen Spielraum ohne gleichzeitig zu rutschig zu sein.

Unser Testsieger bietet außerdem mit seiner Dicke von 0,5 Zentimetern einen angenehmen Komfort, wenn du auf dem Boden liegst. Die Matte besteht aus mehreren Lagen. Die Basis ist dabei Naturkautschuk mit einer darauf liegenden Filzschicht. Den krönenden Abschluss bildet die rutschfeste PU-Oberschicht. Die Maße sind mit 184,5 x 68 sehr großzügig, da finden auch etwas größere Yogis bequem drauf Platz. Doch leider schlägt sie mit 3,3 Kilogramm Gewicht zu Buche. Dank der hochwertigen Yogatasche, die im Lieferumfang enthalten ist, kannst du die Liforme aber trotzdem bequem mit zur Yogastunde nehmen. Die Tasche ist allerdings etwas knapp bemessen, da musst du die Matte schon etwas reinquetschen und fest zusammenrollen.

In unserem Test gefällt uns die Haptik des verwendeten Materials sehr gut, nur leider zieht die Matte etwas Staub und Fussel an. Ebenfalls gut finden wir, dass sie sich kaum einrollt, wenn du sie zum ersten Mal ausbreitest. Das Zusammenrollen ist hier aufgrund der Oberfläche nicht ganz so einfach wie bei anderen Modellen. Mit 135 Euro* ist sie wahrlich kein Schnäppchen, aber für gehobene Ansprüche eines Yogis sicherlich eine sehr gute Matte.

Tipp: Wenn blau nicht so dein Ding ist, bekommst du die Liforme auch in grün, schwarz oder pink. Außerdem gibt es sie auch in einer dünneren Ausführung als Travelmatte für unterwegs. Die Marke bringt auch immer wieder Limited Editions raus mit neuen Designs. Wenn du auf sowas stehst, wirst du hier fündig.

Fazit: Wir empfehlen die Liforme des Londoner Labels allen Yoga-Nerds, die gerne ihre Ausrichtung präzise kontrollieren möchten und auf der Suche nach einer besonders komfortablen, nachhaltigen und rutschfesten Yogamatte sind.

Preis-Leistungs-Sieger: Lotuscrafts Mudra Studio

Die „Lotuscrafts Mudra Studio“ Yogamatte kommt mit einem vergleichsweise leichten Gewicht von 1,45 Kilogramm daher. Auf dieser Matte trainieren wir gerne. Auch der Komfort kann sich sehen lassen. Wir vergeben die Höchstpunktzahl. Toll finden wir, dass die Matte latex- und BPA-frei ist und keinen Staub oder Schmutz anzieht. Sie besteht aus PVC und ist nach Öko-Tex Standard 100 zertifiziert. Das macht sie besonders gut geeignet für Allergiker. Die Oberfläche hat eine Waffelstruktur, die ihr eine sehr gute Haptik verleiht. Wir finden super praktisch, dass du die Matte auch kurz unter Dusche abbrausen kannst. Die Maße sind mit 183,5 x 61 x 0,5 Zentimetern ähnlich zu denen der Liforme. Sie gibt es auch in einer XL-Variante mit einer Länge von 195 Zentimetern.

Mit einem Preis von gerade einmal 25 Euro* ist sie die günstigste unter unseren Testkandidaten. Neben dem Preis-Leistungs-Sieg ist sie gleichzeitig auch die zweitbeste Yogamatte, die wir geprüft haben. Punktabzug gibt es leider für den nicht so guten Grip bei feuchten Händen. Sie hat keine Tasche und keinen Gurt im Lieferumfang. Da sie allerdings angenehm leicht ist, finden wir sie aber dennoch ganz gut zum Mitnehmen. Wenn du gerne eine Tasche für die Lotuscrafts hättest, kannst du diese für 25 Euro* in vielen Farben dazukaufen. Farbenvielfalt ahoi: Auch bei der Mudra gibt es 13 verschiedene Farben zu kaufen. Da ist sicherlich auch dein Favorit dabei.

Fazit: Die Lotuscrafts Mudra Studio ist eine sehr gute und günstige Yogamatte für Einsteiger und Fortgeschrittene. Wir sind mit der Qualität und dem Komfort äußerst zufrieden. Bei den Maßen und dem Gewicht kann sie ebenfalls punkten. Sie ist nicht umsonst die zweitbeste Yogamatte im Test.

7 weitere Yogamatten im Vergleich

Dein Favorit war bei unseren Siegern noch nicht dabei? Wir haben noch weitere Modelle auf die Probe gestellt. Von der fluffigen Matte mit zwei Metern Länge bis hin zur leichten Yogamatte für unterwegs.

Yogistar Pro: leicht und komfortabel

Ein Fliegengewicht in unserem Test ist die „Yogistar Pro“ mit einem Gewicht von unter einem Kilo. Den Transport erleichtert zusätzlich ein mitgeliefertes Band. Einfach oben und unten um die Matte legen, zuziehen, fertig! Die Yogistar hat zwei unterschiedliche Oberflächen. Während die orange Seite leicht perforiert ist, hat die graue Seite Wellen. Von der Rutschfestigkeit können wir hier allerdings keinen großen Unterschied feststellen. Beide Seiten liefern eine äußerst gute Haftung beim Ausführen des Sonnengrußes. Mit ihrer Dicke von 0,5 Zentimetern ist sie auch ausreichend komfortabel für die Shavasana. Du sinkst aber wiederum auch nicht in die Matte ein. Die Abmessungen sind ähnlich wie die der Lotuscrafts Mudra. Die Yogistar ist mit 185 Zentimetern sogar noch etwas länger. Die Matte besteht aus TPE-Schaum (thermoplastische Elastomere). Das Material ist schadstofffrei und hypoallergen – also ideal für Allergiker.

Nach dem Auspacken riecht sie noch etwas unangenehm. Der Geruch verflüchtigt sich aber ziemlich schnell. Die Oberfläche der Yogistar fühlt sich irgendwie gummiartig an, das gefällt uns nicht so gut. Beim Nachbessern der Asanas quietscht sie etwas. Die Yogistar Pro rollt sich an den Enden recht schnell ein, das liegt vermutlich an ihrem leichten Gewicht. Beim Anlegen des Gurts stellen wir fest, dass das Material nicht so belastbar ist. Schnell haben wir kleine Kerben und Dellen reingearbeitet. Zur Reinigung der Matte empfiehlt der Hersteller einen speziellen Mattenreiniger für 9 Euro*. Eine extra Tasche bekommst du im Shop gegen Aufpreis.

Fazit: Die Yogistar Pro eignet sich für alle, die auf der Suche nach einer sehr leichten Matte sind, die man gut mit ins Yogastudio nehmen kann. Den Preis von etwa 40 Euro* finden wir durchaus fair. Zudem hast du mit 11 Farben eine große Auswahl für so gut wie jeden Geschmack.

Secoroco: Recyclebare Korkmatte in schickem Gewand

Naturkautschuk ist mittlerweile ein gängiges Material für eine Yogamatte. Ein Grund mehr mal etwas Neues auszuprobieren. Die „Secoroco“ besteht aus 100 Prozent Naturkautschuk, aber mit einer Oberschicht aus 100 Prozent Kork. Das macht ihre Haptik beim Yoga besonders angenehm. Das Material wirkt sehr robust und zieht auch keinen Staub oder Fussel an. Die Yogamatte ist frei von PVC, Weichmachern, TPE und somit recyclebar. Leider leidet der Komfort der 0,4 Zentimeter dicken Yogamatte. Auf ihr liegen wir nicht so gut. Gerade Menschen, die mit den Knien Probleme haben, sollten vielleicht lieber zu einer dickeren Matte greifen. Es gibt die Secoroco auch in dünnerer oder dickerer Ausführung zu kaufen.

Die Rutschfestigkeit hat uns leider nicht wirklich überzeugt. Da punkten anderen Modelle im Test mehr. Gut finden wir aber, dass die Secoroco sich wenig bis gar nicht nach dem Ausbreiten einrollt. Das Gewicht ist mit 2,2 Kilogramm zwar nicht besonders leicht, dank der schönen Leinentragetasche kannst du dir sie aber bequem über die Schulter werfen. Ihre robuste Oberfläche macht sie resistent gegen Cremes und Sonnenmilch. Zur Reinigung kannst du sie einfach abwaschen.

Fazit: Die Secoroco ist die am besten verarbeitete Matte in unserem Test. Beim Komfort und der Rutschfestigkeit musst du hier jedoch ein paar Abstriche machen. Sie lässt sich prima mit ins Studio nehmen und du kannst sie einfach reinigen.

Yoga Design Lab Combo Mandala Sapphire: Handschmeichler für Hot Yoga

Beim Auspacken der Matte von „Yoga Design Lab“ sind wir direkt begeistert von dem schönen Mandala-Design. Sie wird mit einem Stofftragegurt geliefert und lässt sich gut aus- und einrollen. Kaum ausgebreitet, wollen wir gar nicht mehr von der Design Lab herunter, weil uns ihre Haptik so gut gefällt. Die Oberfläche besteht aus weicher Mikrofaser, was sehr angenehm ist. Die Unterseite ist aus Naturkautschuk. Sie ist laut Hersteller 100 Prozent recyclebar. Damit verfolgt der Hersteller die Kombination von Yogamatte und Handtuch in einem. Doch leider enttäuscht der erste Eindruck, als wir unsere Asanas auf ihr ausprobieren. Hier rutschen wir nämlich ordentlich weg. Je nach Yogastil ist sie aber genau die richtige Matte für dich. Sie eignet sich vor allem für Hot Yoga, wo du richtig ins Schwitzen gerätst. Dann verleiht sie dir ordentlich Grip. Wenn du vorher die Matte anfeuchtest, hast du ebenfalls einen guten Halt auf ihr.

Nach dem Training kannst du sie dann abwischen oder sogar in der Waschmaschine mit Kaltwasser reinigen. Das Material macht auf uns einen hochwertigen Eindruck. Auch diese Matte zieht in unserem Test etwas Staub und Schmutz an. Auf der Mikrofaser-Oberfläche siehst du auch schnell Fuß- oder Handabdrücke. Die Länge finden wir mit 176 Zentimetern im Vergleich etwas kurz. Mit einem Gewicht von 2,3 Kilo liegt sie eher im Mittelfeld. Im Liegen finden wir die Dämpfung ganz angenehm, obwohl die Matte nicht so dick ist wie etwa die Liforme.

Fazit: Die Yoga Design Lab Matte eignet sich für Fans von schweißtreibenden Yogastilen und Ästheten. Sie ist sehr gut verarbeitet und hat eine angenehme Haptik. Zudem kannst du sie in der Waschmaschine reinigen.

Manduka Pro Matte: hochwertig aber schwer

Die Manduka Pro ist ein echter Klassiker unter den Yogamatten. Wir haben die „Manduka Pro“ in dunkelblau getestet. Sie besteht aus PVC und ist mit 3,27 Kilogramm eine der schwersten Yogamatten aus unserem Test. Die Unterseite hat ein Wabenmuster. Dank Öko-Tex Zertifizierung ist sie schadstofffrei und daher absolut unbedenklich. Ebenfalls klasse: Es wird vom Hersteller eine lebenslange Garantie auf die Matte gegeben. Sie rollt sich nach dem Ausbreiten nicht wieder zusammen. Da ist sicher auch das hohe Eigengewicht ein Faktor. Die Länge beträgt hier 177 Zentimeter. Es gibt aber auch eine XL-Ausführung mit 215 Länge. In dieser wiegt die Matte aber auch 4 Kilogramm. Leider liegt hier kein Gurt oder eine Tasche bei. Das macht sie etwas unpraktisch zum Mitnehmen. Beim Ausführen der Asanas auf dieser Matte rutschen wir gar nicht. Das ist jedoch auch nicht wirklich wünschenswert, denn eine fließende Bewegung auf dem Modell auszuüben, sollte schon möglich sein. Sobald die Hände jedoch etwas schwitzig sind, sieht das anders aus. Hier rutschen wir schon eher.

Trotz der großzügigen Dicke von 0,6 Zentimetern finden wir die Matte nicht sehr komfortabel, da das Material sehr fest ist und eine hohe Dichte hat. Die Dämpfung bei Asanas die auf Knien ausgeführt werden, finden wir aber wiederum gut. Die Manduka ist hochwertig verarbeitet, die Haptik ist ganz in Ordnung. Die Breite von 66 Zentimetern ist etwas großzügiger als die vieler anderer Testmodelle. Mit 80 Euro* ist sie die zweitteuerste Yogamatte im Test. Es gibt die Manduka Pro in mindestens acht Farben zu kaufen. Die Pro gibt es auch noch in einer Lite und in einer Travel-Variante. Neben der Pro Serie gibt es noch vier weitere Serien mit einer großen Auswahl an Matten. Zur Reinigung bietet der Hersteller ein spezielles Mittel an. Du kannst sie aber auch einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Fazit: Die Manduka Pro eignet sich für dich, wenn dir das hohe Gewicht nichts ausmacht, du trockene Hände hast und eine sehr rutschfeste sowie hochwertige Matte suchst. Eine nicht ganz so komfortable Unterlage sollte ebenfalls kein Problem für dich darstellen. Ideal ist sie für Hatha Yoga.

Jade Yoga Harmony und Travel: zwei Matten eine Zielgruppe

Sehr beliebt sind die Matten von Jade Yoga. Wir haben gleich zwei von ihnen getestet. Die Modelle „Harmony“ und „Travel“. Mit 0,5 Zentimetern ist die dunkelblaue Harmony dicker als das Schwesternmodell mit nur 0,3 Zentimetern. Daher finden wir den Komfort bei der dickeren Matte ganz gut. Durch die hohe Materialdichte ist auch eine ausreichende Dämpfung gewährleistet. Die Modelle bestehen beide aus Naturkautschuk und haben die Abmessungen 172 x 61 Zentimeter. Wenn du dir eine längere und breitere Matte wünschst, gibt es auch diese in der XW Ausführung zu kaufen. Das Material hat einen Eigengeruch, der zwar mit der Zeit weniger wird, aber nicht ganz verfliegt. Die Jade Yogamatten sind frei von PVC, EVA und anderen synthetischen Gummiarten. In einem Test von Öko-Test wurde bei der Harmony allerdings Naphthalin und weitere PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) nachgewiesen. Diese gelten als gesundheitsbedenklich.

Uns gefällt die ausgesprochen gute Rutschfestigkeit. Die ist mit der von Liforme vergleichbar. Außerdem rollen sich die Matten beim Auslegen nicht wieder ein. Die Haptik ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Was wir an der Harmony und Travel zu meckern haben ist, dass sie sehr stark Staub und Schmutz anziehen. Einmal auf den Yogamatten geübt, schon hast du sowohl Haar als auch Fussel en masse auf ihnen. Sie lassen sich zwar abwischen, aber die Sauberkeit ist aufgrund der porösen Oberfläche nicht von langer Dauer. Gut finden wir, dass du die Modelle einfach wieder einrollen kannst. Leider bekommst du aber nicht selten nach der Benutzung eine gewischt, weil das Material sich statisch auflädt. In unserem Test schneidet die Jade Yoga Harmony bei den Trainingseigenschaften besser ab, als die Travel. Das liegt an dem höheren Komfort. Dafür kann die Travel bei den Maßen und dem Gewicht mehr punkten. Was wir richtig toll finden: Für jede verkaufte Matte, pflanzt der Hersteller einen Baum. Die Harmony gibt es in sieben verschiedenen Farben und die Travel in vier. Eine Tasche kannst du für etwa 40 Euro* dazukaufen. Zur Reinigung empfehlen wir dir ein Spray für Kautschukmatten.

Fazit: Während sich die Harmony eher für Zuhause oder das Studio eignet, kannst du die Jade Yoga Travel sehr gut mit auf Reisen nehmen. Die Travel ist dabei noch eine Ecke dünner, also solltest du besser keine empfindlichen Knie haben, wenn du auf ihr üben möchtest. Preislich ist die Harmony etwas teurer, aber dafür auch komfortabler. Die Matten eignen sich besonders gut für ruhige Yogastile.

DiMio Yogamatte: bequem aber unhandlich

Ihre Maße mit 200 x 100 Zentimeter sind alles andere als typisch für eine Yogamatte. Wir haben die „diMio Sportmatte“ in der XXL-Ausführung mit 2 Zentimeter Dicke getestet. Der Komfort ist dementsprechend sehr gut. Knie, Ellenbogen und Wirbelsäule werden gut geschützt. Es gibt sie aber auch in einer kleineren Variante mit einer Länge von 185 Zentimetern. Die Dicke fällt dementsprechend auch etwas reduziert aus. Es wird ein Tragegurt mitgeliefert, auf Grund der Abmessungen halten wir die Matte aber für zu sperrig für unterwegs.

Du kannst auf ihr gut deine Übungen ausführen ohne dabei zu rutschen. Besonders beim herabschauenden Hund zieht sich die Matte aber regelrecht in die Länge und bietet daher keinen Halt. Zudem ist das Material nicht so belastbar. Schon nach kurzer Zeit haben wir „Kerben“ in der Oberfläche hinterlassen. Sie besteht aus Nitrilkautschuk und zieht kaum Fussel und Staub an. Das Material ist frei von Phthalaten und Schwermetallen. Es gibt die diMio in 10 Farben zu kaufen. Leider rollt sie sich anfangs teilweise wieder ein und riecht stark. Die Haptik finden wir gut, aber nicht überragend. Zur Reinigung kannst du Wasser und Seife nehmen.

Fazit: Die diMio Matte ist sicherlich nicht die beste Yogamatte aus unserem Test. Mit einem Preis von noch nicht einmal 15 Euro* allerdings auch ein richtiges Schnäppchen. Insgesamt erweist sich die diMio Yogamatte als eine relativ preisgünstige Matte für Zuhause.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir alle Matten ausgepackt und nebeneinandergelegt. Dann wurden sie gewogen und gemessen. Wenn es Zubehör wie einen Tragegurt oder eine Tasche gibt, haben wir das positiv bewertet. Wir fühlten über alle Matten drüber, wie die Haptik des Materials ist. Besonders gut gefällt diese uns beim Testsieger und bei der Yoga Design Lab. Auf allen Modellen übten wir den Sonnengruß und mehrere Asanas, unter anderem den Schulterstand und den herabschauenden Hund, sowohl mit Socken als auch ohne. Damit wir auch ein Urteil über die Rutschfestigkeit mit feuchten Händen fällen konnten, wurden diese angefeuchtet und dann dieselben Übungen noch einmal durchgeführt. Bei der Shavasana konnten wir dann schlussendlich testen, wie angenehm es sich auf den Matten entspannen lässt. Dazu haben wir sie entweder mit ins Studio zu einer Yogastunde genommen oder sie zuhause erneut ausgerollt. Schnell zeigt sich, welche Matte Staub und Schmutz anzieht und welche schön sauber bleibt. Während die Jade Yoga Modelle stark verschmutzen, sehen Secoroco und Lotuscrafts fast aus wie neu.

Das solltest du bei der Kaufentscheidung für eine Yogamatte bedenken

Essentiell ist es, für welchen Yogastil du deine neue Matte verwenden möchtest. Je nachdem solltest du dich eher für eine dünnere oder rutschfestere Variante entscheiden. Während du für Yin Yoga oder Kundalini eine weiche Matte vielleicht sogar aus Schurwolle brauchst, ist beim Ashtanga oder Vinyasa Yoga eher eine dünne, rutschfeste Variante ideal. Die meisten Matten bestehen aus Naturkautschuk, einige aber auch aus PVC, Stoff oder Wolle. Wir haben ausschließlich Naturkautschuk, TPE- und PVC-Matten getestet. Je nach der Qualität des Materials richtet sich auch die Lebensdauer deiner Yogamatte. Nervig ist auch, wenn sie schnell schmutzig wird und sich nur umständlich oder mit speziellen Reinigern säubern lässt.
Achte auch auf die Dicke der Matte. Ist sie zu hoch, kann das die Stabilität bei Gleichgewichtsübungen beeinträchtigen. Wenn sie zu flach ist, bekommst du eventuell Probleme mit deinen Gelenken. Wir empfehlen Einsteigern erstmal mit einer dickeren Matte zu üben. Wenn dir ständig die Knie schmerzen, vergeht dir vielleicht schnell die Lust am Yoga.

  • Rutschfestigkeit: Das A und O einer guten Yogamatte ist, wie gut du auf ihr üben kannst und wie sicher sie auf verschiedenen Untergründen haftet. Wenn du eher zu schwitzigen Händen tendierst oder einen flotteren Yogastil präferierst, ist eine Matte mit ausreichend Grip besonders wichtig. Hier ist die Liforme oder die Jade Yoga Harmony beziehungsweise Travel eine gute Wahl.
  • Schadstoffe: Bei PVC Matten solltest du auf eine Öko-Tex 100 Zertifizierung achten, damit diese keine giftigen Inhaltstoffe oder Weichmacher hat. Ebenso gefährlich sind Phthalaten und AZO Farbstoffe.
  • Gewicht und Maße: Wenn deine Yogamatte künftig auch mit ins Yoga- oder Fitnessstudio soll, ist ein angenehmes Gewicht ebenso wichtig wie Maße, die zu deinem Körper passen. Viele Modelle gibt es in einer kleineren und größeren Variante zu kaufen.
  • Design: Du bist ein Ästhet? Die beliebtesten Yogamatten findest du in vielfältigen Farben, teilweise sogar mit schönen Mustern. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei, egal ob schlicht oder ausgefallen.

Wichtige Fragen zum Thema Yogamatte

*Alle Preise Stand Februar 2020