Kürzen ohne Kabel – Welcher Akku-Rasenmäher ist der beste?

Bis zum Horizont und noch weiter! Mit einem Akku-Rasenmäher bist du sprichwörtlich ungebunden. Keine lästigen Tankstops und schon gar kein Verlängerungskabel, das ständig irgendwo hängen bleibt. Die Geräte der neuen Generation verfügen über leistungsstarke Mähwerke und ausdauernde Akkus. Zudem haben sich die Hersteller erfreulicherweise Gedanken über das Zusammenspiel mit anderen Geräten gemacht: So kannst du die Akkus vieler Hersteller in verschiedenen Geräten verwenden. Wenn du dich mit deinem Akkumäher für eine Marke entschieden hast und bereits einen oder zwei passende Akkus besitzt, kannst du Heckenschere, Rasentrimmer oder Winkelschleifer aus der gleichen Geräteserie in der Regel auch ohne Akku kaufen. So sparst du viel Geld, denn die Lithium-Ionen-Stromspeicher machen nach wie vor den Großteil der Anschaffungskosten aus. Doch wie gut sind Akku-Rasenmäher wirklich? Im GuteWahl.de Test haben wir für dich ganz genau hingesehen. 

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Qualität
  • Bedienkomfort
  • Funktionalität
  • Ergonomie
  • Innovation

Die 9 Testkandidaten auf der grünen Wiese. Welcher Akku-Rasenmäher macht das Rennen?

Der leistungsstarke Testsieger: Gardena PowerMax Li-40/41

Der „Gardena PowerMax Li-40/41“ überflügelt die Konkurrenz. Er überzeugt uns mit seinem starken 40-V-Akku, seiner ergonomischen Fangkorbbefestigung und der einfachen Höhenverstellung. Besonders gefällt uns der energiesparende Eco-Modus. Allerdings ist auch sein Preis am oberen Ende des Testfelds angesiedelt. Wie sich der Mäher den Testsieg geschnappt hat, erfährst du in unserem Gardena PowerMax Einzeltest.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: der Black+Decker 36V 48CM Autosense

Den Preissieg ergattert der Rasenmäher „Black+Decker 36V 48CM Autosense“Er überzeugt, da er gleichmäßig seine 48 Zentimeter breiten Bahnen zieht. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Material und Stabilität der Verbindungsteile überzeugen im praktischen Einsatz. Sehr gut gelöst finden wir die Schnitthöhenverstellung. Die sogenannte Autosense-Funktion passt die Motordrehzahl automatisch an die Grashöhe und den Widerstand beim Mähen an, um so die Akkulaufzeit zu verlängern. Das ändert jedoch wenig daran, dass sich der Stromspeicher relativ schnell leert. Glücklicherweise besitzt der Mäher ein Reservefach für einen Zweitakku, sodass du nach problemlosem Akkuwechsel zügig weiterarbeiten kannst. Allerdings benötigt ein Akku nach beendeter Arbeit 90 Minuten zum Laden. Ein weiterer Nachteil ist das Gewicht, denn der Rasenmäher bringt satte 21,3 Kilogramm auf die Waage. Aber: Verglichen mit einem Benzin-Rasenmäher mit der gleichen Schnittbreite ist er immer noch ein Leichtgewicht.

Projekt „Englischer Rasen“ – Diese Akku-Rasenmäher haben wir ebenfalls getestet

Einen wirklich schlechten Akkumäher gab es im Test nicht. Jeder hatte an der ein oder anderen Stelle leichte Schwächen, aber einen sauberen Rasenschnitt haben wir mit allen problemlos hinbekommen. So schneiden die anderen getesteten Rasenmäher ab.

Wolf-Garten 72 LI-ION Power 37 – Sehr guter Mäher, allerdings schwer zu manövrieren

Als zweitplatzierter Akku-Rasenmäher reiht sich der „Wolf-Garten 72 LI-ION Power 37“ dicht hinter dem Testsieger ein. Zudem ist das Modell von Wolf-Garten etwas günstiger. Was kostet den Akkumäher also den Sieg? Den Punktabzug handelt sich das Gerät komplett in der Kategorie Bedienkomfort ein: Der Akku-Rasenmähers ist einfach zu groß – das schränkt die Manövrierfähigkeit unnötig einDie Mulchfunktion ohne Mulchkit mit der Einknopfbedienung ist sehr gut gelöst, das Mulchergebnis finden wir aber nicht überzeugend. Dass der Winterrasen beim ersten Test etwas fest und feucht ist, könnte als Argument dienen, wenn die anderen Mäher vergleichbare Ergebnisse abliefern würden. Diese sind jedoch allesamt besser und das, obwohl der Wolf-Garten mit dem neuen „Advanced Cut and Collect System“ ausgestattet ist. 

Sehr gut gefällt uns,dass die Saugwirkung des Luftstroms selbst bei hohem und feuchtem Gras die Halme aufgerichtet. So erreichst du ein gleichmäßiges Schnittbild im Grün. Gleichzeitig verhindert das übrigens ein Verstopfen des Auswurfkanals und sorgt für eine optimale Befüllung des mit 40 Litern eigentlich zu kleinen Fangkorbs

Fazit: Der Wolf-Garten 72V LI-ION Power 37 ist eine gute Wahl für alle Hobbygärtner, die einen gut zugänglichen 300 bis 500 Quadratmeter großen Rasen haben und keinen Wert auf eine tadellose Mulchfunktion legen.

Bosch Rotak 430 Li – Komfortabler Mäher mit kleinen Hängern

Mit dem guten „Bosch Rotak 430 Li“ mähst du einen 500 Quadratmeter Rasen in 90 Minuten. Allerdings musst du dazu zwischendurch den Akku wechseln. Beim von uns getesteten Modell ist das kein Problem: im Lieferumfang sind zwei Akkus enthalten. Bei der Modellvariante „Rotak 43 Li“ werden aber keine Akkus mitgeliefert. Dank der Schnellladefunktion ist der Akku nach knapp 30 Minuten wieder einsatzbereit und du kannst den Rasen zu Ende mähen. Die vom Hersteller angegebenen 600 Quadratmeter schafft der Rotak dadurch nicht ganz.

Zwei Wermutstropfen trüben den Spaß: Zum einen bleibt der Rotak mit seinem Seitenkamm gelegentlich in Zäunen oder an Pfählen hängen. Bosch nennt das zwar vorteilhaft „randnahes Mähen“, da so auch nach außen stehende Grashalme dem rotierenden Messer zugeführt werden, aber das ist so im Praxistest nicht ganz nachvollziehbar. Zum anderen wirkt der Mäher etwas instabil, was sich beim Langzeitmähen allerdings kaum negativ bemerkbar macht. 

Die ergonomischenaufrechten Griffe des Gartengerätes sehen nicht nur futuristisch aus, sondern erleichtern auch die Handhabung. Die Höhenverstellung ist leicht zu bedienen und auch der Akkuwechsel ist kein Problem. Der Fangkorb füllt sich gut, ist leicht zu entnehmen und wieder einzuhängen. Und schließlich kannst du den Rotak Mäher auch gut und schnell reinigen.

AL-KO Moweo 38.5 Li – Der Wendige für kleine Gärten

Der „AL-KO Moweo 38.5 Li“ ist wendig und mit 17 Kilogramm kein Schwertransport. Zudem kannst du den Akkumäher nach getaner Arbeit leicht sauber machen. Uns gefällt nicht, dass die Anschlusskabel vom Akku zum Motor frei zugänglich sind. Qualitativ ist der Rasenmäher einer der schwächeren im Teilnehmerfeld. Das Kunststoffgehäuse ist sehr anfällig: Im Test reißt das Plastik an der Holmverstellung ein. Das gibt Abzug! Dafür ist das Gerät aber auch das mit Abstand günstigste im Test. Im Preis-Leistungs-Verhältnis schneidet der Akku-Rasenmäher deswegen trotz einiger Schwächen ordentlich ab. Das Einsteigermodell von AL-KO ist ausgelegt für Rasenflächen bis 300 Quadratmeter - in kleinen Gärten lässt sich damit ganz entspannt arbeiten. Und sollte eine zweite Runde notwendig sein, ist der Akku in 90 Minuten wieder geladen.

Fuxtec redback E137C – Der Neue auf dem Rasen

Im Konzert der Gartengeräte Hersteller ist Fuxtec ein relativ neuer Mitspieler. Den „redback E137C“ bekommst du ohne Akku und Ladegerät zu einem echt günstigen Preis. Je nachdem was du mit dem Mäher bewältigen willst, kannst du dir ein Ladegerät und eine Batterie ganz nach Bedarf separat nachkaufen. Da kommen also Extrakosten auf dich zu. Im Test ist der Fuxtec redback aber selbst mit diesen Zusatzkosten der günstigste Akkumäher.

Auf der grünen Piste finden wir den redback etwas wackelig. Geht es über welligen Boden oder leichte Steigungen ruckelt der Mäher im Führungsgestänge. Das auf den ersten Blick ungewöhnliche Griffsystem ist schön einfach zu handhaben. Deshalb punktet der redback Rasenmäher in Sachen Ergonomie auch deutlich besser als die Konkurrenz. Mit seinem Energiespeichervermögen von 240 Wh mäht das Gerät 500 Quadratmeter ohne Probleme. Den kleinen 40-Liter-Fangkorb musst du allerdings relativ oft leeren. Das nervt ein wenig. Dank Schnellverschlüssen ist der Fuxtec redback fix zusammengeklappt und nimmt nicht viel Platz weg. Mit nur 13,5 Kilogramm ist er leicht zu transportieren

Ryobi 36V Fusion RLM18X41H240F – Solide Leistung, hoher Preis

Das Griffsystem des gundsoliden Mittelklasse-Mähers sieht zwar ungewöhnlich aus, überzeugt uns jedoch in der Handhabung. Ebenso der Teleskop-Griffauszug. Die Einstellmöglichkeiten sind aber für groß gewachsene Hobbygärtner nicht ganz ausreichend. Das Akkusystem ist dafür mit sehr vielen Geräten aus dem Programm von Ryobi nutzbar. Zum Akku-Rasenmäher gehören zwei Akkus mit je 18 Volt sowie ein Ladegerät. Da der Fusion nur einen Steckplatz hat, addiert sich die Ladezeit für beide Akkus auf zwei Stunden – das ist vergleichsweise lang.

Der Akku-Rasenmäher von Ryobi ist mit einem Rasenkamm ausgerüstet. Dieses „EasyEdge“ genannte Gimmick ragt nicht über die Seiten des Gerätes heraus. Dadurch bleibt der Mäher nicht an Zäunen und Pfählen hängen und eignet sich gut für randnahes Mähen. Das gibt Pluspunkte! Der 50 Liter fassende Textil-Grasfangsack mit Hardtop für ein besseres Fangergebnis, wird beim Rasenmähen gut gefüllt und erfordert nicht viele Unterbrechungen. Mit knapp 370 Euro inklusive Akkus und Ladegerät (Stand März 2019) ist der Mäher allerdings recht teuer.

Einhell GE-CM 43 Li M-Kit – SUV mit großem Fangkorb

Er sieht nicht nur robust und bullig aus, der „Einhell GE-CM 43“ Akkumäher bestätigt diesen Eindruck auch in der Anwendung. Er ist der SUV unter den Testkandidaten. In puncto mechanischer und elektrischer Sicherheit gibt es kaum Auffälligkeiten. Uns überzeugt das ordentliche Mähergebnis sowie ein guter Bedienkomfort. Die große Grasfangbox ist mit einer Füllstandsanzeige ausgestattet. Ein Mulchkit gehört ebenfalls zum Lieferumfang, sodass du dich entscheiden kannst, ob du das Schnittgut selbst entsorgen oder lieber auf der Rasenfläche verrotten lassen möchtest. Mit 63 Litern bietet der Einhell den mit Abstand größten Fangkorb im Testfeld

Das eingesetzte Akkusystem ist für viele Geräte aus dem Einhell Power X-Change Programm geeignet. Im Akkumäher gibt es zwei Steckplätze für 18-Volt-Akkus. Beide Stromspeicher zusammen sollen laut Hersteller für 600 Quadratmeter Rasenfläche reichen – die haben wir im Test jedoch mit je einer Ladung der beiden Akkus nicht bewältigt. Gut, dass Einhell zwei Ladegeräte mitliefert: Damit sind beide Akkus in 90 Minuten wieder geladen und es kann weitergehen. Die Steckpältze für die Akkus sind etwas schwer zu erreichen, dadurch ist das Einsetzen der Energiezellen ziemlich hakelig. So wichtig er auch ist, der Sicherheitsschlüssel ist beim Einhell GE-CM 43 im Weg. Da kannst du dir beim Akkueinsetzen durchaus mal eine Schramme einhandeln.

Makita DLM 431Z – Kein Mäher für gärtnernde Riesen

Dieser Makita-Mäher kommt stabil daher. Hat in unseren Augen jedoch eine Schwäche: Die Fangkorbentnahme und besonders das Einsetzen sind kompliziert. Wir verzweifeln jedenfalls beinahe daran. Außerdem kann das Griffgestänge nicht direkt am Mähdeck verstellt werden – da wird die Mäharbeit für kleine und große Menschen unbequem. Sehr gut gelöst finden wir die 13-stufige Höhenverstellung für einen präzisen Schnitt von 20 bis 75 Millimetern.

Kleine bis mittelgroße Rasenflächen mäht der Makita mit seinen zwei 18-V-Akkus und einer Kapazität von 180 Wh ohne zu schwächeln. Das mitgelieferte Doppelladegerät ist perfekt: Damit sind beide Akkus gleichzeitig in 60 Minuten wieder aufgeladen. Das Einsetzen und Entnehmen der Akkus ist ebenfalls sehr einfach.

Wichtig: Die Akkus sind auch für viele andere Makita-Geräte verwendbar
Im Test mussten wir die Arbeit mit diesem Modell leider des Öfteren unterbrechen, um den recht kleinen Fangkorb zu leeren. Dieser fasst nur 40 Liter. Die vielen Stops beeinträchtigen auch die Flächenleistung, denn der Motorstart verbraucht besonders viel Strom. Ein Pluspunkt: Der Akkumäher lässt sich unkompliziert reinigen.

So haben wir die Akku-Rasenmäher getestet

Wir haben alle Mäher gründlich unter die Lupe genommen. Vom Aufbau über das Aufladen und Einsetzen der Akkus bis hin zum Mähen einer größeren Fläche haben wir jedes Gerät unter Praxisbedingungen getestet. Dazu gehörte natürlich auch das Entnehmen und Entleeren des Grasfangkorbs. Auch die Reinigung des Mähgehäuses nach getaner Arbeit spielte eine Rolle und ebenso das Gewicht – falls du das Gerät nach dem Mähen zum Beispiel über eine Treppe in den Geräteschuppen bringen musst. Speziell bei Akku-Geräten ist es außerdem wichtig zu wissenwie lange es dauert, einen leeren Akku wieder aufzuladen – auch das haben wir für dich getestet.

Wir haben 9 Akku-Rasenmäher für euch ganz genau unter die Lupe genommen.

Was musst du bei deiner Entscheidung für einen Akku-Rasenmäher beachten?

Beachte bei deiner Wahl, dass dein neuer Akkumäher über einen Sicherheitsschlüssel verfügt. Dieser schützt vor unbeabsichtigtem Starten. Besitzt er diesen nicht, solltest du unbedingt vor Reinigungs- und Wartungsarbeiten den Akku herausnehmen. Der Fangkorb deines Akkumähers sollte eine Füllstandsanzeige haben. Sie informiert dich stets darüber, ob die Box geleert werden muss oder nicht. Das vermeidet ein unnötiges Verstopfen des Auswurfkanals. 

Die zentrale Höhenverstellung des Mähdecks sollte zudem leicht und mit einer Hand zu bedienen sein. Praktisch ist es, wenn du deinen Akkumäher durch Schnellverschlüsse mit zwei Handgriffen zusammenklappen kannst. So kannst du ihn platzsparend verstauen. Der Führungsholm sollte sich auf deine Körpergröße einstellen lassen.

Achte darauf, dass Akku und Ladegerät eine zweijährige Herstellergarantie haben. Es wäre wünschenswertwenn der Akku auch mit anderen Geräten des jeweiligen Herstellers kompatibel ist. Ein Muss hingegen ist, dass bei einem Akku ein Schnellladegerät und bei zwei Akkus zwei Schnellladegeräte dabei sind. Sehr praktisch ist eine Ladestandanzeige am Akku.

Wichtige Fragen zu Akku-Rasenmähern

Co-Autor: Manfred Eckermeier