5 Akku-Rasentrimmer mit genug Power zum Freischneiden im Gelände

Freischneider sind im Vergleich zu Rasentrimmer und Motorsense die leistungsstärksten Geräte. Daher kommen sie meist im professionellen Umfeld zum Einsatz, zum Beispiel bei Landschaftsgärtnern. Sowohl die Anschaffung als auch die Instandhaltung sind meist nichts für den kleinen Geldbeutel. Dafür schaffen es Freischneider sogar, kleine Bäume und störrisches Dickicht zu fräsen. Mittlerweile sind auch in dieser Kategorie schon akkubetriebene Geräte im Einsatz. 

Fünf Modelle in unserem Akku-Rasentrimmer Test mit insgesamt 13 Kandidaten fallen unter das Einsatzgebiet des Freischneiders. Vor allem die hohe Akkukapazität von 36 bis 54 Volt macht diese fünf Kandidaten zu perfekten Werkzeugen für größere Gärten, Wiesen und sogar Gebüsche.

In diesen Kategorien testen wir die Freischneider

  • Qualität: Wie gut sind Materialien und Verarbeitung?
  • Bedienkomfort: Hier testen wir zum Beispiel, wie leicht sich der Akku wechseln und die Schalter bedienen lassen.
  • Ergonomie: Wie gut ist der Tragekomfort, welche Arbeitshöhen gibt es? 
  • Praktischer Einsatz: Bei diesem Punkt bewerten wir die Schnittleistung und wie sauber der Freischneider arbeitet.

Testsieger: DeWalt DCM561PB

Der „DeWalt DCM561PB“ ist im Akku-Rasentrimmer Test der dickste Brocken. Nicht nur wegen seines Gewichts von 4,6 Kilogramm ohne Akku sondern auch wegen seines 54-Volt / 9-Ah-Akkus mit 486 Wattstunden Kapazität. In 85 Minuten lädt ihn das gebläsegekühlte Ladegerät wieder auf. Weil im Lieferumfang des Freischneiders gleich zwei von den dicken Dingern dabei sind, kannst du unterstützt durch den leistungsstarken bürstenlosen Motor quasi unbegrenzt deine Wiese vom hohen Gras befreien. Mit einem Schnittkreisdurchmesser von 38 Zentimetern ist er durchaus für das Freischneiden größerer Flächen geeignet. Dafür sorgen auch sein exzellentes Schneidsystem und seine Ausstattung mit soliden Griffen und Tragegurt. Hast du den umgeschnallt, merkst du das hohe Gewicht kaum. Was uns nicht gefällt ist die geringe Einstellmöglichkeit bei seinem hohen Preis. Das können die kleineren und preiswerteren Akku-Rasentrimmer teils besser. Allerdings lohnt sich die Anschaffung des DeWalt Freischneiders, wenn du häufig größere Fläche kurzhalten musst.

Preissieger: Husqvarna 115iL

Dass es der Husqvarna Akku-Rasentrimmer „115iL“ zum Preissieger in dieser Gruppe schafft, ist schon beim Blick in die Preisliste klar. Dass er aber zum guten Preis auch eine gute Leistung bringt, hat uns durchaus überrascht. Wir loben das qualitativ hochwertige Gehäuse und das Schneidesystem, das auch auf der Fläche gute Ergebnisse erzielt. Dazu trägt auch der recht große Schnittkreisdurchmesser von 33 Zentimetern bei. 

Nicht so gut gefallen uns die begrenzte Einstellmöglichkeit und der geringe Tragekomfort. Hier solltest du auf jeden Fall in das optional verfügbare Tragesystem investieren – auch wenn das Gewicht ohne Akku mit 3,45 Kilogramm nicht übermäßig hoch ist. Der 36-Volt-Akku erreicht mit seinen 4 Amperestunden (Ah) eine Energieleistung von146 Wattstunden. Damit lässt sich auch in größeren Gärten schon ordentlich arbeiten. Vor allem, weil der Akku durch das leistungsstarke Ladegerät in gut einer Stunde wieder aufgeladen ist. Als System-Akku ist er auch für andere Geräte in der Husqvarna-Familie nutzbar. 

Gefragtester Trimmer für große Flächen: Stihl FSA56

Stihl hat bei Gartenfreunden und Häuslebesitzern einfach einen Stein im Brett. So gefragt wie der Stihl Akku-Rasentrimmer FSA56 ist kaum ein Gerät am Markt. Auch wenn er sich nur bedingt als Freischneider eignet, haben wir ihn aufgrund seiner Akkukapazität von 36 Volt mit den anderen vier großen Trimmern getestet. Ob dieses beliebte Modell zu deinen Bedürfnissen passt, erfährst du im Einzeltest zum Stihl Rasentrimmer.

Hoher Tragekomfort: Einhell GE-CT 36/30

Ebenfalls zur Kategorie der fünf größeren Rasentrimmer im Test zählt der „Einhell CT 36/30“. Durch sein verhältnismäßig geringes Gewicht und den zum Lieferumfang gehörenden Tragegurt ist er höchst komfortabel zu nutzen. Den Zusatzhandgriff kannst du über einen Schnellverschluss in die gewünschte Position bringen. Der Alu-Führungsholm, an dessen Ende das Schneidwerk sitzt, ist am unteren Ende leicht zur Grasfläche abgewinkelt. Das bringt das Schneidwerk in eine bessere Arbeitsposition als bei geraden Holmen üblich.

Der Einhell Akku-Rasentrimmer CT 36/30 kommt mit einem Akku-Doppelpack mit 2 x 18 Volt und 5,2 Ah, das am Kopf des Trimmers untergebracht ist. Mit insgesamt 187 Wattstunden Energie-Kapazität kannst du mit einer Akkuladung viel hohes Gras abschneiden. Über den Twin-Charger sind beide Akkus zusammen in 140 Minuten wieder geladen. Akkus und Ladegerät gehören zu Einhells Power X-Change Familie und sind für viele andere Geräte einsetzbar. Das spart Kosten, wenn du in diesem System bleibst.

Für mittelgroße Gärten: Der Greenworks G40LT30

Der Greenworks Rasentrimmer „G40LT30“ ist ein 40 Volt Gerät, das von einem 2-Ah-Akku gespeist wird. Das ergibt zwar in dieser Kategorie nur 72 Wattstunden Energie. Der Akku ist aber im Gegensatz zu den anderen Testgeräten in bereits einer Stunde wieder vollgeladen. Als Mitglied einer Systemfamilie von der Kettensäge bis zur Gartenschubkarre ist der 40 Volt Akkuvielfältig einsetzbar. Es gibt ihn optional auch als 4-Ah-Batterie. Aber schon mit dem kleinen Akku ist der Trimmer recht schwer. Der ergonomische Griff bietet allerdings eine Vielzahl an Arbeitspositionen, sodass du selbst schwer erreichbare Stellen leicht bearbeiten kannst. Bei fünfeinhalb Kilogramm Gewicht inklusive Akku täte ihm und dem Nutzer für längere Arbeiten sicher ein Tragegurt gut. Der Preis würde das rechtfertigen. 

Positiv ist die Polsterung des ummantelten Zusatzgriffs. Den kannst du so als gepolsterte Stütze für Vorderarme für Komfort und Hebelwirkung nutzen. Mit einem Schnittkreisdurchmesser von 30,5 Zentimetern sorgt der Greenworks Trimmer auch in mittelgroßen Gärten für ein ordentliches Ergebnis. Der Faden lässt sich so einstellen, dass er auch senkrecht eine Rasenkante schneidet.

Ist ein Freischneider das Richtige für mich?

Die fünf Rasentrimmer in der großen Kategorie bieten dir mit ihren 36 bis 54 Volt Akkus mehr Power als die acht kleineren Akku-Rasentrimmer im Test. Jedoch eignen sich die Freischneider nicht für jedermann. Bei unseren Testkandidaten kannst du beispielsweise nicht vertikal Kantenschneiden. Möchtest du mit deinem Gerät auch die Rasenkante trimmen, dann sind unsere Freischneider nicht für dich geeignet.

Alle fünf Modelle im Freischneider Test arbeiten außerdem mit der Faden Schneidtechnik. Hier sind das Wechseln und die Wartung anspruchsvoller als bei der Schneidtechnik mit Messer. Rasentrimmer mit Messern findest du nur in der kleinen Kategorie unseres Rasentrimmer TestsEin Unterschied besteht zudem beim Schnittkreisdurchmesser. Die fünf Freischneider im Test haben einen Durchmesser von 28 bis 38 Zentimetern. Damit eignen sie sich für flächiges Arbeiten in großen Gärten oder auf Wiesen. Falls du deinen Trimmer in einen kleinen Garten einsetzen willst, passen die anderen Geräte besser zu dir. Nicht zuletzt stellt der Preis einen großen Unterschied zwischen den zwei Testgruppen dar. Die kleineren Rasentrimmer kosten zwischen 85 € und 150 €. Die Freischneider liegen bei 155 € bis 290€.