Kennst du den Unterschied zwischen Klapp- und Gartensägen? Gartensägen, auch Säbelsägen genannt, sind deutlich größer und deshalb vor allem für stärkere Äste oder zum Fällen von kleinen Bäumen geeignet. Das Sägeblatt einer Gartensäge misst 35 bis 50 Zentimeter. Bei manchen Modellen findest du am Ende des Blattes einen nach unten gebogenen Haken. Er verhindert, dass die Astsäge aus dem Schnitt herausrutscht. Außerdem kannst du mit dem kleinen Haken auch größere abgeschnittene Äste einfach aus der Baumkrone herausziehen. In unserem Astsägen Test haben wir unterschiedliche Modelle zwischen 20 und 60 Euro (Stand Juni 2019) für dich getestet. 

In diesen Kategorien testen wir:

  • Qualität und Verarbeitung: Aus welchen Materialien ist die Gartensäge hergestellt und wie ist sie verarbeitet?
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Wie gut ist das Schnittergebnis?
  • Ergonomie: Wie handlich sind die Griffe, welches Gewicht hat die Gartensäge?
  • Design: Macht die Gartensäge auch optisch was her, stimmt das Gesamtkonzept?

Alle 10 von uns getesteten Astsägen waren gut, zwei Modelle haben uns besonders überzeugt 

Unsere Testsieger: Die Gartensäge „Felco F630“ und „Fiskars SW-330“

Bei unserem Astsäge Test haben wir uns dieses Mal für zwei Sieger entschieden: Für die Gartensäge „Felco F630“ und die Gartensäge „Fiskars SW-330“.

Die Felco F630 überzeugt in unserem Astsägen Test mit einer robusten Klinge aus verchromtem Stahl. Mit der sorgt sie für einen sauberen Schnitt – selbst im Dauereinsatz. Alle Einzelteile dieses Modells lassen sich problemlos austauschen. Uns sagt auch der gebogene Griff zu. Die Gartensäge lässt sich gut in einem Holster aufbewahren. So kannst du sie ebenso einfach wie sicher entnehmen und wieder verstauen. Durch einen Gurt lässt sich die Felco F630 am Bein befestigen. Kostenpunkt der Säge: Circa 47 Euro (Stand Juni 2019).

Auch die Fiskars SW-330 schnitt – im wahrsten Sinne des Wortes – gut in unserem Astsägen Test ab. Laut Hersteller handelt es sich bei diesem Modell um eine Profi-Handsäge. Das können wir nach unserem Test bestätigen. Dabei beeindruckte nicht nur der Schutzköcher mit seiner Stabilität. Auch das leichte Sägen und der mühelose und saubere Schnitt überzeugten auf ganzer Linie. Der rutschfeste Griff bietet sowohl für Rechts- und Linkshänder einen sicheren Halt. Im Handel kriegst du die Gartensäge für etwa 45 Euro (Stand Juni 2019).

Der Preis-Leistungssieger: Grüntek Barrakuda

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Barracuda“ Gartensäge von Grüntek. Mit etwa 14 Euro ist die Gartensäge preiswert. Uns gefällt das robuste Sägeblatt, dass optisch an die Zähne des namensgebenden Raubfisches erinnert. Die leichte und scharfe „Grüntek Barrakuda“ ist flexibel für alle Arbeiten einsetzbar, beste Ergebnisse liefert sie aber bei frischem HolzMit im Lieferumfang sind eine Schutzhülle sowie eine Gürtelschlaufe, mit der du die Gartensäge verletzungsfrei am Hosenbund tragen kannst. Die Möglichkeit, die Schutzhülle zusätzlich am Bein zu befestigen, hast du jedoch leider nicht.

Er kam, sah und sägte: Weitere Astsägen im Test

Neben der siegreichen Doppelspitze und der günstigen Alternative mit Raubfischgebiss haben wir sieben weiteren Gartensägen auf den Zahn gefühlt. Hier erfährst du, wie sie abgesägt haben.

Lange Lebensdauer: Berger Handsäge 64850

Das auswechselbare Hochleistungssägeblatt aus hartverchromten Kohlenstoffstahl der „Berger 64850“ überzeugt uns. Es garantiert eine lange Lebensdauer. Auch die restliche Qualität sowie das Handling der Gartensäge bewerten wir im Astsägen Test als gut. Insgesamt sahnt das Modell von Berger üppige 9,1 Punkte ab und landet somit nur knapp hinter unseren Testsiegern. Die dreifach geschliffenen Zahnspitzen arbeiten auf Zug und gleiten mit nur geringem Widerstand durch den Ast. Das Ergebnis ist ein präziser, sauberer Schnitt. Die Schutzhülle kannst du durch einen Klickverschluss einfach am Gürtel befestigen. Praktisch! Wir wünschen uns allerdings eine Oberschenkel-Schlaufe, um die Hülle besser am Bein zu fixieren. Mit 30 Euro liegt die Gartensäge im preislichen Mittelfeld.

Für mittelschwere Arbeiten: Wolf-Garten Power Cut SAW Pro 370

Die „Power Cut SAW Pro 370“ kannst du für mittelschwere Handsäge-Arbeiten im Garten einsetzen. Sie hat einen hervorragenden Halt, jedoch machte uns ihre Länge etwas zu schaffen: Körpernahes Arbeiten ist sehr mühsam. Ein praktischer Räumhaken sowie die spezielle Zahnung machen diese Unannehmlichkeiten allerdings wieder wett. Die Power Cut von Wolf-Garten kann als Mitglied der Wolf-Multistar-Familie an den sogenannten Vario-Stiel angebraucht werden und eignet sich dann hervorragend zum Auslichten größerer Obstbäume. Für 21 Euro gehört sie dir.

Auf den Zahn gefühlt: Welche Gartensäge säbelt am besten?

Schwarz und kampfstark: Silky 270-33 Zubat

Die schwarze „Silky 270-33 Zubat“ fällt nicht nur durch ihren japanischen Premium-Stahl auf. Sie überzeugt uns sowohl bei Präzisionsschnitten als auch beim Fällen von kleinen Bäumen – dafür lässt man schon mal die geliebte Kettensäge liegen. Preislich liegt die sehr teure Gartensäge mit knapp 60 Euro im oberen Bereich. Die Silky ist 330 Millimeter groß und wiegt 495 Gramm.

Für kraftsparende Schnitte: Gardena Combisystem-Gartensäge 300 P

Das Modell „Gardena 300 P 8739“ kriegst du für etwa 30 Euro. Die Gartensäge ist 200 Millimeter lang, hat ein gebogenes Sägeblatt und wiegt 300 Gramm. Besonders positiv bewerten wir die Leichtigkeit, mit der sich die Gartensäge durch frisches als auch trockenes Holz arbeitet. Da die Gartensäge zum Gardena Combisystem gehört, kannst du sie in die separat erhältlichen Teleskopstange einsetzen. Selbst in fünf Meter Höhe erledigt sie einen vernünftigen Job. Ein Nachteil der Gartensäge: Es gibt leider keine Schutzhülle für dieses Modell. Außerdem finden wir, dass die Säge durch ihren großen Aufnahmegriff für den Stiel unhandlicher ist als andere Geräte. Das Positive: Auf die Gardena 300 P kriegst du 25 Jahre Garantie.

Gardena Combisystem-Gartensäge 300 PP

Auch die „Gardena 300 PP 8738“ ist wie ihre Schwester, die „Gardena 300 P“, ein Teil des Gardena Combisystems. Auch dieses Modell scheint uns durch den langen Griff etwas unhandlich. Dennoch ist sie dank eines Stoppers am Griffende abrutschsicher. Die Gartensäge kann sowohl für gröbere als auch für feine Schnitte eingesetzt werden. Das heißt, sie eignet sich für das Fällen kleinerer Gehölze ebenso wie für deren Zuschnitt. Sie arbeitet sowohl auf Zug- als auch auf Druck. Die „Gardena 300 PP“ lässt sich an einen Teleksopstiel bis zu einer Höhe von 5 Metern einsetzen. Sie ist für ungefähr 23 Euro erhältlich.

Rasiermesserscharfes Sägeblatt: Connex TurboCut 320 Astsäge

Der Name ist Programm: Scharf, schärfer, „Connex TurboCut 320”!  Das rasiermesserscharfe Sägeblatt ist wirklich scharf! So scharf, dass wir uns direkt daran schneiden, als die ungeschützte Astsäge aus der Verpackung rutscht. Du solltest dieses Modell also mit Vorsicht verwenden. Dennoch schneidet die Connex TurboCut mit einer Gesamtnote von 8,1 in unserem Astsägen Test gut ab. Die Gartensäge meistert sowohl frisches als auch trockenes Holz. Das Modell gibt es für ungefähr 20 Euro.

Für Rechts- und Linkshänder: Bahco Astsäge 5128-JS

Der Hersteller der „Bahco 5128-JS“ preist die sogenannte JS-Verzahnung mit 45°-Schneidwinkel an. Die 300 Gramm schwere Gartensäge hat angeblich deswegen größere Zahnzwischenräume, damit eine Ansammlung von Holzspänen verhindert wird. Doch wir sind davon nicht vollkommen überzeugt: Bei unserem Test verkantet das 28 Zentimeter lange Sägeblatt immer wieder.

Das Holster der Bahco Gartensäge hingegen überzeugt. Du kannst es am Gürtel tragen und die Säge einfach herein- oder herauskippen. Das klappt im Test ohne Probleme. Auch der Gürtel-Clip gefällt uns gut. Durch Drehen kann er sowohl von Rechts- als auch Linkshändern einfach vom Holster gelöst werden. Als zusätzliches Zubehör gibt es einen Beinriemen mit Klettverschluss für mehr Sicherheit. Die Gartensäge kostet 44 Euro.

So haben wir die Gartensägen getestet

Gemeinsam mit einer Gruppe erfahrener Hobbygärtner haben wir den zehn Gartensägen ordentlich auf den Zahn gefühlt, indem wir die Sägen zunächst ausgepackt und ihre Verarbeitung und das Material begutachtet haben. Dabei ist uns auch gleich ein Malheur passiert: Die Connex TurboCut 320 entpuppte sich als so scharf, das wir uns beim Auspacken der ungeschützten Säge sofort geschnitten haben. Autsch! Mit jeder Säbel-Astsäge haben wir unterschiedlich starke Äste zersägt. Dabei haben wir sowohl Äste direkt vom Gehölz entfernt als auch bereits abgetrennte Äste zerkleinert. Uns kam es besonders auf die Sägeleistung an. Die ist bei den beiden Testsiegern von Felco und Fiskars ausgezeichnet und lässt keine Wünsche offen. Aber auch unter den acht weiteren Testkandidaten gab es im Grunde keine Ausfälle. Enttäuscht hat uns kein Testkandidat.

Das musst du beim Kauf einer Astsäge beachten

Je nachdem welche Pflegearbeiten in deinem Garten anstehen, solltest du dich für eine entsprechende Astsäge entscheiden. Vor allem dicke, starke Äste lassen sich mit einer Garten- oder Säbelsäge am besten schneiden. Mit einer solchen Säge kannst du notfalls sogar kleine Bäume fällen

Im Allgemeinen gilt: Eine feine Zahnung bei Astsägen bringt dir einen sauberen Schnitt. Modelle mit groben Zähnen schneiden schneller, wenn das Holz nicht zu hart ist. Frisches und feuchtes Holz solltest du am besten mit einem groben Sägeblatt bearbeiten. Eine feine Zahnung empfiehlt sich eher bei trockenem, sehr hartem Holz – so musst du weniger Kraft aufwenden.

Häufig gestellte Fragen

Co-Auto: Manfred Eckermeier