Mit einem Staubsauger geht’s dem Staub und Alltagsschmutz in deinem Zuhause an den Kragen. Moderne Akkustaubsauger, hin und wieder auch als Stielstaubsauger bezeichnet, kommen dabei praktischerweise ohne Kabel aus, was sie erfreulich flexibel macht. Wir haben für dich getestet, wie wirkungsvoll dich die Akkusauger im Haushalt tatsächlich unterstützen. Jetzt verpassen wir unserem Akkustaubsauger Test ein Update mit fünf weiteren Modellen. Der äußerst beliebte „Philips SpeedPro Max Aqua“ vereint dabei solide Saugleistung mit Wischfunktion. Wie gut dieses Zusammenspiel von Luft und Wasser klappt, erfährst du in diesem Einzeltest.

Vor- und NachteilePhilips SpeedMax Pro Aqua

+ viel Zubehör
+ solide Saugleistung
+ lange Akkulaufzeit
+ Saugdüse für Hartböden mit LED-Leuchten

- Saugleistung auf Teppichboden
- Wischaufsatz nicht sehr wendig
- trotz Wischfunktion kein Nasssauger
- Staubbehälter fummelig zu öffnen

Hochwertig verarbeiteter Akkustaubsauger mit guter Akkulaufzeit

Mit dem SpeedPro Max Aqua stellt Philips einen hochwertig verarbeiteten Akkustaubsauger mit integrierter Wischfunktion vor. Punkten kann der Philips mit der Akkulaufzeit. Für die Erstaufladung nimmt sich der Staubsauger 5 Stunden Zeit. Einmal aufgeladen hält der Akku im energiesparenden Eco-Modus 80 Minuten durch. In der Saugstufe „Normal“, unserer Meinung nach das Minimum an Saugkraft für den Alltag, hält die Akkuladung noch 35 Minuten. Im Turbomodus geht der Energiezelle nach 28 Minuten die Puste aus. Das ist länger als der Turbomodus des Dyson V11. Die Digitalanzeige am Griff informiert dich über die aktuelle Akkuladung. In Zehner-Schritten zählt sie von 100 Prozent herunter.

Die Saugleistung der PowerCyclone-Technologie des Philips finden wir im Vergleich nur solide. Sie reicht bei weitem nicht an den Konkurrenten von der Insel heran. Auf Hartboden saugt der Philips ordentlich mit der Hartbodenbürste. Gut finden wir die LED-Scheinwerfer, mit denen du Ecken und Kanten ausleuchten kannst. Für Teppichboden lässt sich diese nicht verwenden. Ihre Silikonlamellen machen ein Schieben auf dem Teppich unmöglich. Für textiles Geläuf benötigst du die schmale Saugdüse des Wischaufsatzes ohne den Wassertank. Im Turbomodus saugt die kleine Bürste ordentlich. Allerdings ist sie wie gesagt sehr schmal und verfügt auch nicht über LED-Scheinwerfer. Wir stellen also fest: der SpeedPro Max ist vornehmlich für Hartböden konzipiert. Seine Lautstärke während des Saugens liegt mit 79,1 Dezibel (dBA) im Eco-Modus im Bereich des Erträglichen. Da machen andere Staubsauger mit Akku mehr Rabbatz. Im Turbomodus macht er aber mit 89,3 dBA auf sich aufmerksam.

Gut ausgeleuchtet: Mit den LEDs an der Hartbodendüse bleibt dir kein Schmutz verborgen

Mit einem Wisch ist alles weg? Leider nicht ganz

Die Wischfunktion des Philips ist ein Alleinstellungsmerkmal im Test. Allerdings ist das Wischen trotzdem nicht unbedingt seine Paradedisziplin. Wir sind enttäuscht. Mit hartnäckigen Flecken tut sich der Philips sehr schwer, denn auf den Wischaufsatz bekommst du einfach nicht ausreichend Druck, um zwischendurch einmal Verkrustetes wegzurubbeln. Bei geringer Verschmutzung des Hartbodens oder einer dünnen Staubschicht wischt der Sauger jedoch ganz gut. Wir haben uns anfangs gefreut: Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang – super, das spart Zeit. In der Praxis hält die Wischfunktion dem aber nicht Stand. Dadurch, dass Wassertank und Wischeinheit mit dem Mikrofaserpad hinter der Saugdüse liegen, funktioniert das Saug-Wischen nur vorwärts. Ziehst du den Philips zurück, schiebst du den Schmutz mit dem Wischerpad nur zusammen. Außerdem kommst du durch die Konstruktion der Saug-Wisch-Einheit mit dem feuchten Pad nicht bis ganz an die Wand, sondern wischst immer nur bis knapp 5 Zentimeter davor. Das finden wir subobtimal. Mit dem Gelenk des Saug-Wisch-Aufsatzes kannst du diesen zwar um 90 Grad drehen, dazu benötigst du allerdings ordentlich Kraft. In die Ecken kommst du so aber auch nicht.

Das Saug-Wischen klappt mit dem Philips SpeedPro Max Aqua vorwärts ganz gut. Allerdings kommst du nicht bis ganz an die Wand. Der klobige Saugkopf lässt sich am 90-Grad-Gelenk zudem schwer drehen

Leichter Akkusauger für Hartböden aber kein Nasssauger

Der 0,6 Liter große Staubbehälter ist direkt an der handlichen Akkueinheit angebracht. Schwer finden wir das Gerät nicht und es lässt sich angenehm damit arbeiten. Die Leerung finden wir allerdings ausgesprochen fummelig. Während sich der Schmutzbehälter an sich gut abnehmen lässt, musst du seinen Deckel zur Leerung von Hand öffnen. Das solltest du vorsichtig machen, denn sonst... genau: Gesundheit! Wir nießen mehrmals kräftig in die Staubwolke und kippen alles in die Tonne. Frappierender Weise macht es die Wischfunktion nicht besser: Denn der feuchte Schmutz klebt nervig im Staubbehälter zusammen und du musst ihn ausspülen und trocknen lassen. Denn ein Nasssauger zum Aufsaugen von größeren Mengen Flüssigkeit wie etwa bei einem heruntergefallenen Glas ist der Philips nicht. Richtig gut gefällt uns das üppige Zubehör. Neben der guten Hartbodendüse und der Saugdüse mit Wischaufsatz liegen dem Philips eine motorisierte Bürste für Tierhaare und Polster, eine lange Fugendüse, ein Ersatzfilter, ein Netzteil mit magnetischem Ladesystem und zwei Mikrofaserpads sowie eine Wandhalterung bei. Letztere wünschen wir uns etwas robuster.

Gute Verarbeitung mit kleinen Schwachpunkten

Die Verarbeitung der Einzelteile ist gut. Allerdings finden wir, die Steckverbindung des Saugrohrs mit der Akku-Einheit könnte etwas stabiler sein. Während des Saugens wackelt das Saugrohr etwas. Wir machen im Test die Erfahrung, dass wir recht schnell in den Turbo-Saugmodus wechseln. Zum einen ist die Power in den beiden ersten Saugstufen überschaubar, zum anderen rutschst du mit dem Schalter schnell bis zur letzten Stufe, da dessen Widerstand bei den einzelnen Saugstufen recht schwach ist. Ein praktisches Gimmick ist die umklappbare Bürstendüse des Saugrohrs. Mit der kannst du in Ecken und Nischen Spinnweben und Wollmäuse wegsaugen.

Deutlich besser als die Wischmobfunktion finden wir den Philips als Handstaubsauger. Ausgestattet mit Fugendüse oder Tierhaarbürste leistet er tolle Dienste bis in die letzte Ritze. Für das Aussaugen des Autos eignet er sich wegen seiner Saugleistung nur bedingt. Kleine Steinchen ignoriert er bisweilen ganz. Dadurch, dass das Saugrohr unten an der Motoreinheit sitzt, musst du den Akkusauger immer verhältnismäßig hoch halten, wodurch er auf Dauer schwer wird.

Umfangreiches Zubehör: Der Philips SpeedPro Max Aqua punktet mit zahlreichen Düsen

Unser Fazit zum Philips SpeedPro Max Aqua

Der Philips SpeedPro Max Aqua ist hochwertig verarbeitet und kommt mit umfangreichem Zubehör. Seine Saugleistung ist verglichen mit der Konkurrenz im Testfeld allerdings nur solide. Während er auf Hartboden wie Fliesen, Parkett oder Laminat eine echte Hilfe sein kann und den Staub locker wegzieht, enttäuscht er auf kurzflorigem Teppich. Ganz zu schweigen davon, wenn das Geläuf mal flauschiger wird. Dafür ist er aber auch nicht gedacht. Die Saugkraft kann sich dennoch mit einem Dyson oder auch dem Bosch Zoo Animal aus unserem Test nicht messen. Etwas hakelig ist die Entleerung des Schmutzbehälters. Die Wischfunktion klappt leidlich gut. Allerdings finden wir das Ergebnis auf dem Fliesenboden recht fleckig. Die erhoffte Zeitersparnis, Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang zu erledigen, liefert dir der Philips SpeedPro Max Aqua nur bedingt. Gut funktioniert der Philips allerdings als Handstaubsauger mit Fugendüse, auch wenn er auf Dauer etwas schwer wird. Pluspunkt ist auch die recht gute Akkulaufzeit mit 35 Minuten im Normalmodus. Wenn du auf der Suche nach einem hochwertig verarbeiteten Akkustaubsauger für glatte Fußböden und gelegentliches Wischen bist, dann ist der SpeedPro Max Aqua von Philips eventuell etwas für dich.

Diese Akkustaubsauger ziehen auch ordentlich was weg

Wenn du einen saugstarken Hochleistungssauger mit High Tech suchst, solltest du dir den Dyson V11 einmal genau ansehen. Dessen Saugleistung gehört zu den mit Abstand stärksten im Testfeld. Der britische Hersteller hat der neuen Baureihe des Innovationssiegers aus unserem Akkustaubsauger Test zudem ein Wechselakkusystem spendiert. Mehr Informationen zum Dyson Flaggschiff erfährst du im EinzeltestDu besitzt bereits einige Akkuwerkzeuge der Bosch „Power For All“-Familie? Dann ist der Bosch Akkustaubsauger der Unlimited Serie 6 etwas für dich. Was der kompakte Sauger mit seiner Allround-Bürste alles kann und ob er Schwächen hat, liest du in unserem Einzeltest.

* Alle Preise Stand September 2020