Reine Luft daheim: Unsere Luftreiniger Erfahrungen

In diesem Luftreiniger Test nehmen wir uns sieben Modelle vor. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihren Funktionsumfang. Das Anwendungsgebiet bei der geeigneten Raumgröße reicht bei unseren Modellen von 28 bis 106 Quadratmeter.

Drei Filter sind notwendig, um die Luft in Wohnzimmer, Schlafräumen oder der Küche perfekt rein zu halten: Ein Vorfilter für Grobes, ein Aktivkohlefilter für Gase wie Formaldehyd, Benzol oder Stickstoffdioxid und ein EPA- oder HEPA-Filter. Das sind sogenannte Efficiency-Particulate-Air-Filter oder sogar High-Efficiency-Particulate-Air-Filter. Zu Deutsch: effiziente oder hocheffiziente Partikelfilter. Über eines von beidem verfügen alle unsere Modelle im Luftreiniger Test. HEPA-Filter kommen dir besonders als Allergiker zugute.

Bei einigen Geräten kannst du außerdem separat ein ultraviolettes Licht (UV-C-Licht) zur Keimvernichtung zuschalten. Der De’Longhi AC100 und der Beurer LR200 benutzen einen sogenannten Ionisator, der Staubpartikel, Pollen, Rauch und Autoabgase aus der Luft neutralisiert und so entfernt.

Besitzt der Luftreiniger eine Automatikschaltung, kannst du ihn den ganzen Tag laufen lassen. Deine Umgebungsluft wird so permanent gereinigt. Durch die Reinigungs- oder Auswechselmöglichkeit der Systemfilter bist du eigentlich immer auf der sicheren Seite. Das bist du übrigens bei einigen Geräten auch über die Messung der angesaugten Schadstoffe. Im einfachsten Fall wird dir das durch eine sich farblich verändernde LED in meist vier Stufen angezeigt.

Sieben Luftreiniger stellen sich Manfreds Urteil

In diesen Kategorien testen wir die Luftreiniger

  • Bei der Qualität begutachten wir das Gehäuse, das Bedienpanel, den Stromanschluss und den Stromverbrauch. Letzterer liegt, je nach Intensität und Reinigungsvielfalt zwischen 22 und 65 Watt pro Stunde.
  • Die Funktionalität stellt die größte Bewertungsgruppe im Luftreiniger Test dar. Gehören dazu doch die vielfältigen Funktionen, Einstellmöglichkeiten, die Steuerung sowie die Reinigung und der Filterwechsel.
  • Die Ergonomie ist bei einem Luftreiniger sehr wichtig. Setzt sie sich doch mit der Lärmbelästigung auseinander, die bei intensiver Nutzung nicht nur durch die Lautstärke sondern auch durch die Frequenz durchaus lästig sein kann.
  • Zum Schluss bewerten wir die Reinigungsleistung. Die Note setzt sich aus der Anzahl und Leistungsstufe der Filter und dem Luftdurchsatz zusammen

Luftreiniger Testsieger: Beurer LR500 Connect

Die Qualität des Gehäuses vom „Beurer LR500 Connect“ Luftreiniger fällt beim Auspacken des Gerätes sofort ins Auge. Rund und glatt und ohne störende Kanten und Grate besticht er durch seine handschmeichelnde Oberfläche. Bedienkomfort und Funktionalität des Luftreiniger Testsiegers stehen dem in nichts nach.

Der Beurer LR 500 Connect Luftreiniger besitzt ein dreischichtiges Filtersystem inklusive hochwirksamem HEPA-Filter. Der entfernt mit einer Filterleistung von 99,95 % nahezu alles aus der Luft, was deine Gesundheit gefährden könnte. UV-Licht, das du zuschalten kannst, reinigt die Luft zusätzlich.

Mit der sowohl numerischen als auch farblichen Anzeige bist du jederzeit ganz einfach über die Luftqualität im Raum im Bilde. Durch die WLAN-Anbindung funktioniert das sogar unterwegs. In seinem superleisen Nachtmodus mit ausgeschaltetem Bedienpanel verbessert der Beurer Luftreiniger LR500 Connect die Luftqualität tatsächlich ohne den Schlaf zu stören.

Fazit: Wenn du einen Luftreiniger für höchste Ansprüche suchst, dir eine sehr gute Filterleistung und viele Zusatzfunktionen wichtig sind, dann ist der Luftreiniger Testsieger Beurer LR500 perfekt für dich geeignet.

Preis-Leistungs-Sieger: Soehnle Airfresh Clean Connect 500

Wenn du nur die Hälfte des Preises des Testsiegers ausgeben möchtest, bekommst du mit dem „Soehnle Airfresh Clean Connect 500“ Luftreiniger ein fast genauso gutes Gerät. Es sind Nuancen, in denen er sich in Bedienkomfort und Funktionalität vom Beurer LR 500 Connect unterscheidet. Das Einstellen des Timers ist nicht ganz so einfach. Mit der App-Verbindung und den Funktionen haben wir kleinere Probleme und die Anzeige der Luftqualität am unteren Rand ist nicht ganz so optimal zu erkennen. Auch der Filterwechsel ist etwas sperriger. Aber all dies ist Kritik auf hohem Qualitätsniveau.

Nach dem Test der einstellbaren Funktionen wie Betriebsdauer, Lüfter-Geschwindigkeit und UV-C-Lampe läuft der Soehnle Airfresh Clean Connect 500 seit Wochen im Automatik-Modus. Und das in der Regel völlig geräuschlos. Der Betrieb ist so entspannend, dass du ganz und gar vergisst, dass das Gerät im Raum in Betrieb ist. Nur gut, dass der Soehnle Luftreiniger selbstständig den Filterwechsel ankündigt. Sonst würden wir ihn glatt vergessen.

Dieser Wechsel geht übrigens ganz einfach. Nach Ziehen des Netzsteckers drehst du den Luftreiniger auf den Kopf, öffnest den Schraubverschluss an der Unterseite und hebst den Gehäuseboden ab. Dann entnimmst du den Kombifilter und setzt den neuen ein. Zugeschraubt und fertig. Ebenso simpel ist das Reinigen. Du löst den Klettverschluss des Vorfilters und reinigst ihn unter fließendem Wasser. EPA- und Aktivkohlefilter säuberst du einfach mit dem Staubsauger. Wenn der Aktivkohlefilter getrocknet ist, setzt du alles wieder ein, steckst den Stecker in die Steckdose und setzt durch Drücken der Reset-Taste den Betriebsstundenzähler wieder auf Null. Fertig.

Fazit: Der Soehnle Airfresh Clean Connect 500 eignet sich perfekt für dich, wenn du keine Unsummen für deinen Luftreiniger ausgeben möchtest, aber dennoch eine gute Filterleistung und einen großen Funktionsumfang benötigst.

Designsieger: Dyson Pure Cool Luftreiniger

Selbstverständlich heißt der „Dyson Pure Cool“ Luftreiniger nicht so, weil er so cool aussieht, sondern weil er die gereinigte Luft gekühlt an seine Umgebung abgeben kann. Auch sonst hat das teuerste Gerät im Test einiges zu bieten, wie etwa eine Luftfeuchtigkeitsanzeige oder eine Fernbedienung. Obwohl sich der Dyson nicht den Testsieg schnappen kann, verdient das beliebte Gerät einen ausführlicheren Testbericht. Ob der kostspielige Designsieger sein Geld wert ist verraten wir dir deshalb im ausführlichen Einzeltest zum Dyson Pure Cool.

Alle weiteren Produkte im Luftreiniger-Test

Es gibt kein schlechtes Gerät in unserem Luftreiniger Test. Alle erfüllen die von den Herstellern angegebenen Funktionen entsprechend ihrer Preisklasse. So kannst du davon ausgehen, dass du auch für kleines Geld ein akzeptables Gerät bekommst. Zwar nicht mit so vielen Features wie bei den höherpreisigen Luftreinigern, aber durchaus zufriedenstellend.

Beste Qualität: Philips AC2889/10 Luftreiniger

In der Qualität führt der „Philips AC2889/10“ Luftreiniger das Feld der Testgeräte an. Allerdings nur mit kleinem Vorsprung. Beim Bedienkomfort liegt er ebenfalls weit vorne. Nur bei der wichtigen Sonderrubrik „Lärmbelästigung“ fällt er etwas zurück. Warum sich der AC2889/10 dem Testsieger geschlagen geben muss, erklären wir dir im detaillierten Testbericht zum Philips Luftreiniger.

Kompakt: Philips AC0819 Luftreiniger

Auch der kleinere Philips Luftreiniger „AC0819“ zeigt eine respektable Leistung. Vor allem zu einem sehr fairen Preis. Hier fällt ebenfalls sofort die gute Philips Qualität ins Auge. Dieser Luftreiniger ist ein kleines, aber effektives Gerät, das saubere Luft kompakt und einfach erzeugt. Zunächst musst du dich aber mit der ungewöhnlichen Bedienung über nur eine Taste anfreunden. Mit ihr startest du den intelligenten, automatischen Luftreinigungsmodus.

Ein farbiger Ring zeigt dir die aktuelle Luftqualität an. Über das Drücken dieser Taste wählst du die diversen Modi aus. Deshalb ist es zunächst nicht verkehrt, die übersichtliche Bedienungsanleitung in der Nähe zu behalten. Den Philips AC0819 Luftreiniger kannst du problemlos über Nacht laufen lassen, weil er im sogenannten Sleep-Modus besonders leise läuft und das Licht der Anzeige dimmt.

Das Auswechseln oder Reinigen der Filtereinheit schaffst du in wenigen Minuten. Dafür drehst du das Gerät auf den Kopf und öffnest den Deckel mit einem Handgriff und tauscht die Filtereinheit aus. Wenn du sie nur säubern möchtest, wischt du die Oberfläche des Filters mit einem feuchten Tuch ab oder reinigst die Oberfläche mit einem Staubsauger. Mit nur 22 Watt hat der Philips AC0819 übrigens den geringsten Strombedarf im Luftreiniger Test.

Leichte Bedienung: De‘Longhi AC100 Luftreiniger

Den „De‘Longhi AC100“ Luftreiniger testen wir in einem Schlafraum von 4 x 5 Metern. Laut Angabe der Bedienungsanleitung soll das Gerät die doppelte Fläche schaffen, darum ist auch das angrenzende Bad Bestandteil des Testareals.

Gehäuse und Panel sind sauber verarbeitet. Die Bedienung ist sehr einfach. Es gibt vier Touch-Punkte mit denen du den Luftreiniger und die drei Geschwindigkeitsstufen für das Gebläse einschaltest. Das entspricht einer Luftumwälzung von 70, 100 oder 130 m³ pro Stunde. Den Timer bedienst du in vier Zeitintervallen von 1, 2, 4 oder 8 Stunden. Mit dem vierten Touch-Schalter setzt du den Ionisator in Betrieb. Der ist außer beim De‘Longhi AC100 nur noch im Beurer LR200 zu finden. Er soll Staubpartikel, Pollen, Rauch und Autoabgase aus der Luft neutralisieren und sie so entfernen.

Der Luftreiniger verfügt außerdem über einen waschbaren Vorfilter und einen EPA-Filter kombiniert mit einem Aktivkohlefilter. Die Filter sind hinter einer Frontabdeckung verdeckt und lassen sich leicht zum Reinigen oder zum Auswechseln entnehmen.

Platzwunder: Beurer LR200 Luftreiniger

Der kleine Beurer Luftreiniger „LR200“ braucht im Vergleich zu allen anderen Geräten am wenigsten Platz. Ihm genügen 17 x 27 Zentimeter Grundfläche und 31 Zentimeter Höhe um auf 28 m² Fläche für gesunde Raumluft zu sorgen. Die Reinigung erfolgt durch ein dreischichtiges Filtersystem (Vorfilter + Aktivkohlefilter + EPA Filter), das Hausstaub, Tierhaare, Gerüche, Pollen, diverse Bakterien und Viren sowie schädliche Gase aus der Luft filtert. Eine zusätzliche Luftreinigung erfolgt durch eine zuschaltbare Ionen-Funktion.

Du kannst die Filter des Luftreinigers leicht reinigen, indem du die Gehäuseabdeckung durch Lösen des Magnetverschlusses aushängst, den Vorfilter entnimmst um dann den Kombifilter herauszuziehst. Du solltest den kombinierten Aktivkohle-/ EPA-Filter für einen störungsfreien und hygienischen Betrieb regelmäßig einmal im Monat reinigen. Nach 4.300 Stunden Betrieb ist ein Filterwechsel angesagt. Der Beurer LR200 hat drei Lüftergeschwindigkeiten sowie eine Timer-Taste, mit der du 2, 4 oder 8 Betriebsstunden vorwählen kannst.

So haben wir die Luftreiniger getestet

Da alle Geräte nahezu funktionsbereit angeliefert werden, haben wir sie direkt in Betrieb genommen und anhand der vorher festgelegten Testkriterien überprüft. Die Verarbeitungsqualität aber auch das Aussehen sind uns dabei sehr wichtig. Das Gerät steht in Wohnräumen und beeinflusst so auch die Raumoptik. Grundsätzlich fügen sich alle sieben Geräte aufgrund ihres zurückhaltenden Designs harmonisch in ihr Umfeld ein. Lediglich der Dyson wirkt wie eine moderne Skulptur. Das gefällt uns aber gut.

Die Funktion des Bedienpanels haben wir vielfach im vierwöchigen Testzeitraum ausprobiert. Das war bei allen Geräten durchweg positiv. So weit wie möglich haben wir die Automatik-Funktionen getestet und waren damit, wenn vorhanden, sehr zufrieden. Bei der Überprüfung der Lärmbelästigung ist uns die gefühlte Lautstärke wichtiger als die gemessene. Wenn du nachts vom Ventilator geweckt wirst, spielt schließlich auch die Frequenz des Gerätes eine wesentliche Rolle.

Das Auswechseln der Filter ist ein wichtiges Kriterium im Luftreiniger Test

Worauf muss ich bei einem Luftreiniger achten?

Achte zunächst bei deiner Wahl auf die passende Raumgröße. Zu kleine Geräte sind schnell überfordert, zu große blasen nutzlos in die Gegend. Der Testsieger Beurer LR500 Connect eignet sich beispielsweise durchaus für stolze 106 Quadratmeter, während der Preis-Leistungs-Sieger für 55 Quadratmeter ausgelegt ist.

Wenn du das Gerät aus der Ferne bedienen möchtest, beachte eine gute App- und WLAN-Anbindung. Bis auf die Modelle De’Longhi AC100 und Beurer LR200 bieten alle Testkandidaten eine App-Anbindung. Den Dyson Pure Cool kannst du zusätzlich über eine Fernbedienung steuern.

Wir finden es äußerst positiv, wenn Luftreiniger einen Automatik-Modus haben. Über einen solchen verfügen alle Luftreiniger im Test bis auf De’Longhi AC100 und Beurer LR200. Sofern vorhanden funktioniert der Modus bei unseren Testkandidaten tadellos. Wir nehmen die Geräte im Dauereinsatz kaum mehr wahr, weil das ständige Umschalten entfällt.

Lies dir bei der Beschreibung des Gerätes aufmerksam die Filterreinigungs- und Wechsel-Funktion durch. Dieser sollte problemlos funktionieren.

Ein HEPA-Filter ist für Allergiker sehr sinnvoll. Dieser Hochleistungs-Schwebstofffilter filtert nachweislich feinste Stäube, Pollen, Viren, Bakterien, Milbeneier, Asbest und viele weitere schädliche Partikel aus der Raumluft. Das fällt dir später im Betrieb nicht sofort auf, macht sich aber bemerkbar, wenn du beispielsweise plötzlich weniger hustest oder niest. Über einen HEPA-Filter verfügen der Testsieger Beurer LR500 Connect sowie der Philips AC2889/10. Der Dyson Pure Cool hat sogar gleich zwei HEPA-Filter im Einsatz.

Wichtige Fragen zum Luftreiniger