Du hast keine Lust auf einen Vollbart und rasierst dich täglich? Dann brauchst du einen Elektrorasierer. Wir haben in unserem Rasierer Test zehn Modelle für eine gründliche Rasur ausprobiert. Der Folienrasierer „Braun Series 9 9296cc“ landet nicht nur in der Spitzengruppe, sondern ist im Internet auch das gefragteste elektrische Rasierer-Modell. Der Braun Series 9 ist wasserdicht und du kannst ihn als Nass- und Trockenrasierer verwenden. Dank intelligenter Technologie passt er sich an dein Gesicht an.

ÜbersichtVor- und Nachteile des Braun Series 9 Rasierers

Der Braun Series 9 in der Gesamtansicht
Der Braun Series 9 in der Gesamtansicht

+ Rasurergebnis Nassrasur
+ hochwertige Verarbeitung
+ flexibel gelagerter Scherkopf
+ minutengenaue Ladestandsanzeige
+ kompakte Ladestation

- Trockenrasur schafft 3-Tage-Bart oder länger nur mit Mühen
- Reinigung in der Station nicht so gründlich wie erwartet

Gut verarbeitet, allerdings aus Kunststoff: Der Braun Series 9

Der Braun Series 9 9296cc ist richtig gut verarbeitet. Da gibt es nichts. Schon beim Auspacken fällt sofort die Wertigkeit ins Auge. Der Elektrorasierer liegt sehr gut in der Hand ohne dabei zu schwer zu sein. Kleiner Wermutstropfen: Das Gehäuse des Folienrasierers ist weitestgehend aus Kunststoff. Bei einem Preis von 280 Euro* haben wir dann doch etwas mehr Metall erwartet. Das wäre dann sicherlich zu Lasten eines höheren Gewichts gegangen, aber eindeutig robuster. Insbesondere die Verarbeitung des Folienscherkopfes aus dem Hause Braun ist sehr gut. Dieser ist so gelagert, dass er sich während der Rasur deiner Gesichtshaut in zehn Richtungen anpasst. Das geschieht dank Responsive Intelligence Technologie ganz automatisch. Du kannst den Kopf bei Bedarf auch arretieren. Mit dem integrierten Trimmer lassen sich deine Koteletten präzise in Form bringen. Dazu schiebst du den Trimmer einfach mit dem Daumen aus dem Griff.

Top Nassrasur, bei der Trockenrasur noch Luft nach oben

Beim Rasurergebnis sind wir hin- und her gerissen: Die Nassrasur ist eine der gründlichsten im Test. Da bewegt sich der Braun auf Augenhöhe mit dem Testsieger von Philips. Praktisch auch, dass der Braun Series 9 wasserdicht ist und du dich unter der Dusche rasieren kannst. Mit der Nassrasur erwischst du alle Barthaare und freust dich danach über glatte rosige Wangen. Zudem lässt sich der Schaber nach der Rasur fix unter fließendem Wasser abspülen – da kannst du dir die Reinigungsstation eigentlich sparen und vermeidest so zusätzlichen Plastikabfall. 

Der elektrische Trockenrasierer ist etwas enttäuschend. Wuchert in deinem Gesicht ein 3- oder Mehr-Tage-Bart, dann tut sich der Braun Series 9 deutlich schwerer als bei der täglichen Rasur. Sind die Barthaare etwas länger, musst du bisweilen mehrmals über dieselbe Stelle fahren, um die Stoppel zu erwischen. Und selbst dann kommt es vor, dass einzelne Haare stehenbleiben. Ist der elektrische Rasierer voll aufgeladen, hast du ganze 50 Minuten Saft, um deiner Gesichtsbehaarung Herr zu werden. Die Anzeige im Griff informiert dich über den Ladestand. Sobald weniger als zehn Minuten verbleiben, erscheint auf dem Display die exakte Minutenzahl und du weißt, wie lange dir noch bleibt, bis der Braun wieder in die Ladestation muss. Mit dem Netzteil kannst du den Rasierer wie alle übrigen wasserdichten Geräte aus Sicherheitsgründen nicht verwenden.

Auch ohne Reinigungsstation wird der Braun Series 9 sauber

Die mitgelieferte Reinigungsstation für den Braun Series 9 ist hilfreich, um den Rasierer nach der Rasur gründlich zu desinfizieren. Allerdings bekommst du das auch mit einem separat erhältlichen Scherkopfreinigungsspray hin. Gleichzeitig dient sie als Ladestation. Der Reinigungseffekt ist überschaubar: So picobello sauber, wie nach einer gründlichen Reinigung des Elektrorasierers mit dem Duschkopf, wird das Gerät mit einer Sitzung in der Reinigungsstation jedenfalls nicht. Da findet sich immer noch das ein oder andere Barthaar. Hinzu kommen die Kunststoffkassetten mit dem Reinigungsmittel, die zusätzlichen Müll verursachen. Immerhin lassen die sich auch nachfüllen. Nach etwa 18 Monaten empfiehlt Braun, den Scherkopf des Rasierers zu wechseln, um die Leistung des Gerätes voll auszuschöpfen. Für das Ersatzteil fallen knapp 35 Euro* an. 

Fazit: So schafft es der Braun Series 9 in die Spitzengruppe

Der Braun Series 9 ist ein hervorragender Rasierer, mit dem du dich insbesondere nass sehr gründlich rasieren kannst. Die Trockenrasur hingegen überzeugt trotz der Responsive Technologie nicht so ganz. Insbesondere wenn du dir mal einen 3-Tage-Bart stehen lässt, dauert die anschließende Rasur länger, weil du über einige Stellen auch mal öfters drüber musst, um alle Barthaare zu erwischen. Oder aber du arbeitest mit dem Trimmer vor. Ist deine Gesichtsbehaarung nicht allzu lang, fräst sich der Braun schnell und gründlich durch den Bartschatten. Rasierst du dich also ohnehin täglich, dann könnte der Series 9 von Braun genau der richtige Rasierer für dich sein. Vorausgesetzt, du bist bereit knapp 280 Euro* für einen Elektrorasierer hinzublättern.

Auch mit diesen Alternativen rasierst du dich gründlich

Deutlich günstiger als der 9er von Braun ist das Vorgängermodell, der Braun Series 7. Im Rasierer Test schneidet der minimal besser ab als der Series 9. Denn die Trockenrasur klappt mit dem Series 7 etwas besser. Wenn du einen Rotationsrasierer für die Nass- und Trockenrasur bevorzugst, dann wirf einen Blick auf unseren Testsieger, den Philips S9000 Prestige. Der liefert eine bärenstarke Rasur und bewegt sich in der gleichen Preiskategorie wie der Braun Series 9.

* Alle Preise Stand September 2019