Lichtdusche Test: Welche hat die beste Leuchtstärke und Farbtemperatur?

Besonders in den dunklen Monaten von Oktober bis Februar fallen viele Menschen in ein Loch. Die Stimmung sinkt, Antriebslosigkeit nimmt überhand. Manche leiden gar an einer richtigen Winterdepression, der Seasonal Affective Disorder, kurz SAD. Der Grund: zu wenig Tageslicht. Büroarbeit und nur wenige Sonnenstunden am Tag machen es schwer die nötige Dosis Sonnenlicht zu bekommen. Das hat Einfluss auf unseren Organismus.

Tageslichtlampen steuern dagegen, indem sie dich mit Helligkeit versorgen. Sie imitieren mit ihrer Leuchtkraft und der Farbtemperatur das Tageslicht. Wenn du dich jeden Tag für eine gewisse Zeit vor eine Lichtdusche setzt, kann das deine Stimmung heben.

Damit der positive Effekt auf Körper und Geist auch eintritt, braucht eine Tageslichtlampe eine bestimmte Leuchtintensität. 2.500 Lux bis 10.000 Lux gelten als ein guter Wert. Außerdem ist die Farbtemperatur wichtig. Sonnenlicht ist kaltweiß, hat also einen hohen Blauanteil. Das Licht der Lichtdusche darf also nicht zu gelblich sein. Wir haben das bei neun beliebten Tageslichtlampen in einer Preisspanne von etwa 35 bis 180 Euro getestet. Mit dabei sind kleine handliche Geräte sowie große Lichtduschen, die mit LED oder klassischer Leuchtstoffröhre arbeiten.

WichtigIm Zweifelsfall ärztlichen Rat einholen

Leidest du stark unter dunklen Gedanken oder vermutest, eine Depression zu haben? Dann such dir unbedingt professionelle Hilfe. Sprich mit deinem Arzt oder wende dich an einen Psychologen.

In diesen Kategorien testen wir die Lichtduschen

  • Qualität: In dieser Kategorie überprüfen wir die Verarbeitung und die Standsicherheit. Pluspunkte gibt es, wenn das Gerät als Medizinprodukt zertifiziert ist.
  • Bedienkomfort: Die Tageslichtlampe soll sich leicht aufstellen lassen. Die Schalter wollen wir nicht lange suchen müssen.
  • Funktionalität: Hier prüfen wir die Funktionen jeder Lampe. Ist die Farbtemperatur dem Sonnenlicht möglichst ähnlich? Wir bewerten außerdem die Leuchtdichte und den Funktionsumfang.
  • Leuchtintensität: Weil helles Licht den wichtigsten Faktor bei einer Tageslichtlampe darstellt, bewerten wir die Leuchtintensität jeder Lampe gesondert. Diese messen wir mit einem Luxmeter nach.
  • Wohlfühlfaktor: Hier bewerten wir unseren subjektiven Eindruck beim Einsatz der Tageslichtlampe. Ist es angenehm in die Lampe zu schauen? Wenn wir uns nach der Herstellerangabe 10 Zentimeter vor das Gerät beugen müssen, gibt das Punktabzüge.

Wir untersuchen die Tageslichtlampen nach den wichtigsten Kriterien

Tageslichtlampe Testsieger Beurer TL 41 – hier stimmt das Gesamtpaket

Die Beurer TL 41 ist für uns die beste Lichtdusche. Sie erzeugt im 20 Zentimeter Abstand 13.200 Lux starkes Licht. Damit ist sie die zweithellste Lampe im Test. Und das auf einer recht großen Fläche von 20 x 22 Zentimetern. Auch die Farbtemperatur entspricht dem von Herstellern empfohlenen Kaltweiß. Die Beurer hat zwar einen kleinen Funktionsumfang, aber als Lichttherapiegerät erfüllt sie ihren Zweck voll und ganz. Noch dazu ist die Leuchte im Vergleich günstig. Mehr zum Testsieger erfährst du im ausführlichen Testbericht zur Beurer TL 41.

Preis-Leistungs-Sieger Reer Mommy Line – viele Funktionen

Wir küren die Reer Mommy Line Tageslichtlampe zum Preis-Leistungs-Sieger. Sie punktet nicht nur mit dem günstigsten Preis in diesem Test. Du kannst die Leuchte auch als farbiges Stimmungslicht benutzen. Zwar ist die Verarbeitung eher einfach, jedoch bietet die Leuchte eine gute Lichtleistung. Lies im Einzeltest, ob die Reer Mommy Line Tageslichtlampe zu dir passt.

Dank Fernbedienung kannst du die Farbe deines Stimmungslichts wählen.

Alle weiteren Produkte im Test

Auch viele der anderen Tageslichtlampen im Test haben ihre Vorzüge. Etwa eine handliche Tablet-Größe oder eine besonders starke Leuchtintensität. Hier findest du die Vor- und Nachteile aller weiteren Testkandidaten im Vergleich.

Sehr guter 2. Platz: Medisana LT 460

Bei der Tageslichtlampe „Medisana LT 460“ gefällt uns als erstes die handliche Form und die schöne Haptik. Das Gerät ist sehr flach und liegt angenehm leicht in der Hand. Durch die kompakten Maße von 26 x 15 x 1,7 Zentimetern erinnert die Leuchte an ein Tablet. Die Materialoberfläche fühlt sich sehr gut an. Die Verarbeitung scheint uns hochwertig. In puncto Qualität schneidet die Medisana schon mal super ab. Auch beim Bedienkomfort liegt sie im Vergleich zu den anderen Modellen vorn. Uns gefällt der optisch in Grün hervorgehobene Schalter an der Vorderseite. Toll finden wir auch, dass es eine Aufbewahrungstasche dazu gibt. Den Standfuß kannst du an drei Positionen auf der Rückseite anbringen und damit den Neigungswinkel ändern.

Überzeugende Farbtemperatur und Leuchtfläche

Bei der Funktionalität fällt buchstäblich das kalte Licht der LEDs ins Auge. Es hat sehr viel Blauanteil. Wir messen 6.800 Kelvin. Damit entspricht die Lampe der Empfehlung vieler Experten für Tageslichtlampen, die eine Farbtemperatur ab 5.300 Kelvin vorsehen. Die Leuchtfläche ist sehr regelmäßig. So ist das Hineinschauen bei der Lichttemperatur nicht unangenehm. Ist das Licht dir dennoch zu grell, kannst du es dimmen.

Was die Lichtintensität angeht, kann die kleine Medisana nicht mit anderen Lichtduschen im Test mithalten. Wir messen 5.200 Lux im Abstand von 20 Zentimetern. Das ist weniger als vom Hersteller angegeben. Um auf die für eine 30-minütige Sitzung empfohlenen 10.000 Lux zu kommen, musst du also noch näher vor dem Gerät sitzen – das ist unpraktisch. Die Medisana Tageslichtlampe wäre ein heißer Kandidat für den Testsieg. Doch durch die etwas zu geringe Leuchtkraft verweist sie der Testsieger TL 41 von Beurer auf den zweiten Platz.

Fazit: Die Medisana LT 460 liegt bei 61 Euro* und ist eine handliche Tageslichtlampe, die du sogar in der Handtasche mit zur Arbeit nehmen kannst. Wenn du sie dort auf den Schreibtisch stellst, nimmt sie kaum Platz weg. Durch eine längere Benutzung gleichst du dann auch die etwas geringere Leuchtintensität aus.

Beste Lichtstärke: Lumie Brazil

Das Modell „Lumie Brazil“ schneidet in puncto Lichtintensität im Tageslichtlampen Test am besten ab. Bei einem Abstand von 20 Zentimetern zum Gerät messen wir stolze 19.000 Lux. Kein Wunder, dass der Hersteller einen Abstand von 35 Zentimetern empfiehlt, sonst wäre die Lampe viel zu hell. Dieser Abstand ist bei der Lichttherapie aber auch viel angenehmer. Du musst dich nicht herunterbeugen, sondern kannst dich bequem zurücklehnen.

Der Wohlfühlfaktor ist bei der Farbtemperatur dieser Tageslichtleuchte hoch. Die erscheint uns eher warmweiß. Das wirkt gemütlich, hat aber wahrscheinlich einen geringeren Effekt bei der Lichttherapie. Denn Tageslicht, das so eine Lampe ja eigentlich simulieren soll, hat viel mehr Blauanteil. Das gibt Punktabzug! Weniger gut finden wir auch das ungleichmäßige Licht. Die Leuchtstoffröhren zeichnen sich durch das Display zu sehr ab. Abstriche müssen wir auch bei der Qualität hinnehmen. Die Verarbeitung der Sonnenlicht Leuchte ist nicht sehr solide und auch die Stabilität lässt zu wünschen übrig. Das finden wir für den doch sehr stolzen Preis von derzeit 177 Euro* unangemessen.

Fazit: Die Lumie Brazil ist die richtige Tageslichtlampe für dich, wenn du trotz einer gewissen Entfernung noch sehr viel Lux abbekommen willst. Ist dir kaltes Licht unangenehm und du legst Wert auf einen hohen Wohlfühlfaktor, dann könnte sich die hohe Investition lohnen.

Warmes Licht: Lumie Vitamin L

Das Modell „Vitamin L“ von Lumie gehört zum Typ Tablet im Tageslichtlampen Test. Sie ist flach, handlich und funktioniert mit LED Lampen. Leider hat sie im Vergleich zu Beurer TL30, Medisana und Co. einige Nachteile. Zunächst bemängeln wir, dass das filternde Display eine gewellte Struktur hat. Dadurch wirkt das Licht ungleichmäßig. Zudem sehen mehrere Tester am Rand der Leuchtfläche einen grünen Schimmer.

Bei der Bedienung der Tageslichtleuchte fällt uns auf, dass das Stromkabel sehr leicht herausrutscht. Der An- und Ausschalter ist hinten am Gerät angebracht und etwas schwer zu finden. Die Lichtfarbe ist warmweiß. Das empfinden viele als angenehm, jedoch entspricht das nicht dem Farbspektrum des Tageslichtes. Die Lichtleistung ist mit 9.500 Lux bei 20 Zentimetern Abstand gut, auch wenn der von uns gemessene Wert etwas unter der Herstellerangabe von 10.000 Lux liegt. Stattlich ist die Lebensdauer der LEDs. Die gibt der Hersteller mit 30.000 Stunden an. Solche Qualität darf man bei dem stolzen Preis von circa 113 Euro* auch erwarten.

Fazit: Die Lumie Vitamin L Tageslichtlampe passt zu dir, wenn du ein handliches Gerät mit ausreichender Lichtstärke und eher warmweißer Farbe suchst. Wer auf den Preis achtet, greift zu einem anderen Produkt.

Duronic SADV1 – ungleichmäßig aber stark

Die Tageslichtlampe „Duronic SADV1“ tut sich besonders bei der Lichtleistung hervor. 11.000 Lux messen wir im Abstand von 20 Zentimetern. Das ist der drittbeste Wert im Vergleich. Damit eignet sie sich sehr gut für die Lichttherapie, selbst wenn du dich etwas weiter wegsetzt. Bei der Farbtemperatur legt die Duronic Tageslichtlampe ebenfalls einen guten Wert hin. Es ist kaltweiß, wie von Experten gefordert und hat einen hohen Blauanteil - das bewerten wir gut.

Ungünstig finden wir jedoch das ungleichmäßige Licht der zwei Leuchtstoffröhren. Durch das Display zeichnen sich die zwei Leuchtmittel deutlich ab. LED Lampen liefern hier im Vergleich ein viel gleichmäßigeres Ergebnis ab. Unser subjektiver Eindruck ist zudem, dass das Licht flackert. Damit ist der Wohlfühlfaktor bei diesem Modell nicht sehr hoch. Immerhin ist die Leuchtfläche mit 28 x 42 Zentimetern sehr großzügig bemessen, was einen höheren Effekt bei der Lichttherapie verspricht.

Weniger gut gefällt uns die Verarbeitung. Das Gehäuse ist etwas klapprig und der Standfuß macht keinen allzu stabilen Eindruck. Den kleinen Kippschalter oben auf dem Gerät mussten wir etwas suchen. Die Duronic SADV1 ist ziemlich groß und schwer. Du solltest dir deshalb einen festen Platz für deine morgendliche Lichtdusche suchen.

Fazit: Die Duronic SADV1 ist die richtige Lampe für dich, wenn du ein großes Lichttherapiegerät mit hoher Lichtleistung für eine regelmäßige Routine suchst.

Cooler Clip - Beurer TL 30

Die Tageslichtlampe „Beurer TL 30“ gleicht dem Modell von Medisana stark. Sie hat ebenfalls eine Tablet-Form und ist dadurch schön handlich. Auch die Verarbeitung gefällt uns gut. Besser als bei der Medisana finden wir jedoch den Standfuß. Der grüne Clip lässt sich überall am Rahmen befestigen, sodass du den Neigungswinkel der TL 30 individuell einstellen kannst. Zudem steht dieses Modell stabiler. Pluspunkt – der Clip lässt sich hinten in eine Halterung stecken und wird so zum Wandaufhänger. Beim Zubehör punktet der Hersteller Beurer zudem mit einer schicken Tasche.

Das durch LEDs erzeugte Licht ist sehr kaltweiß, wir messen 7.300 Kelvin. Der hohe Blauanteil entspricht den Empfehlungen für simuliertes Tageslicht. Der subjektive Eindruck ist bei uns jedoch nicht so angenehm. Die Leuchtdichte empfinden wir aber als sehr gleichmäßig. Die Lichtstärke ist recht gering. Wir messen die Leuchtkraft aller Tageslichtlampen im Vergleich bei einem Abstand von 20 Zentimetern. Bei der Beurer TL 30 kommen wir auf 4.100 Lux. Damit ist das Modell das zweitdunkelste im Vergleich. Der Hersteller empfiehlt das Gerät zwei Stunden am Stück mit einem Abstand von 20 Zentimetern zu benutzen. Auf die Dauer ist der geringe Abstand jedoch ziemlich unpraktisch.

Fazit: Bist du nicht unbedingt auf eine Tageslichtlampe mit Spitzenwerten bei der Lichtintensität angewiesen, dann könnte die Beurer TL 30 für 42 Euro* ein praktischer Begleiter im Alltag sein. Durch das handliche Format und den flexiblen Standfuß kannst du sie überall aufstellen oder aufhängen.

TaoTronics Schreibtischlampe – nicht als Lichtdusche geeignet

Die TaoTronics Tageslichtleuchte ist eigentlich eine Schreibtischlampe. Sie erzeugt zwar sehr helles und wahlweise auch kaltes Licht. Jedoch besitzt die Leuchtfläche keinen Filter wie alle anderen Tageslichtlampen im Test. So wird das Licht der LEDs nicht gleichmäßig verteilt, sondern strahlt sehr punktuell und grell. Ein direktes Hineinsehen ist daher nicht empfehlenswert. Für eine Lichttherapie ist aber genau das wichtig. Als Lichttherapiegerät ist die TaoTronics also nicht geeignet. Als Schreibtischlampe eingesetzt hat das Modell aber durchaus Vorteile. Musst du beruflich viel Zeit am Schreibtisch sitzen, schlägt das besonders im Winter aufs Gemüt. Ein durch die TaoTronics erhellter Arbeitsplatz kann da entgegenwirken.

Bei der Lichtintensität messen wir 5.000 Lux im Abstand von 20 Zentimetern, das ist heller als viele normale Stehlampen. Die Farbtemperatur kannst du variieren. Nach unserer Messung bewegt sie sich zwischen 3.000, 4.400 und 5.600 Kelvin. Der kaltweiße Modus erzeugt eine dem Tageslicht nahe Farbtemperatur. Besser als bei der Leuchtleistung schneidet die Lampe bei der Funktionalität ab. Die TaoTronics Schreibtischlampe lässt sich flach zusammenklappen. Das Touchdisplay ist sehr modern und leicht zu bedienen. Darauf kannst du die Helligkeit in sechs Stufen dimmen und drei Modi auswählen. Welchen Modus du aktuell ausgewählt hast, ist leider nicht ersichtlich. Auch die Bedienungsanleitung hilft hier nicht gerade weiter. Richtig gut finden wir den USB-Steckplatz am Standfuß, an dem du etwa dein Smartphone aufladen kannst.

Fazit: Suchst du ein Lichttherapiegerät, dann bist du bei dieser Lampe falsch. Möchtest du allerdings deinen Arbeitsplatz mit einer smarten und hellen Schreibtischlampe beleuchten, dann könnte die TaoTronics genau das Richtige für dich sein. Noch dazu bekommst du sie zum günstigen Preis von circa 40 Euro*.

Klarstein Summershine Slim

Dass die „Klarstein Summershine Slim“ auf dem letzten Platz landet, liegt vor allem an der im Vergleich zu den anderen Lampen geringsten Leuchtkraft. Wir messen 3.600 Lux in 20 Zentimetern Abstand zum Gerät. Möchtest du 10.000 Lux bei der Tageslichtlampe erreichen, muss sich dein Gesicht wenige Zentimeter davor befinden. Das ist nur in einer unbequemen Haltung zu schaffen.
Ansonsten vereint die Klarstein Tageslichtlampe die meisten Vorteile, die auch die anderen Tablet-Lampen vorweisen können: handliches Format, langlebige LEDs, wenig Stromverbrauch, gute Leuchtdichte, praktischer Standfuß. Die Farbtemperatur ist mit den von uns gemessenen 6.400 Kelvin sehr gut. Weniger gefällt uns die Verarbeitung.

Fazit: Uns leuchtet die Klarstein Summershine Slim nicht hell genug. Dafür hat sie die perfekte Farbtemperatur und ist handlich. Für den Preis von derzeit circa 60 Euro* gibt es jedoch bessere Lampen.

So haben wir die Tageslichtlampen getestet

Die neun Tageslichtleuchten im Test überprüfen wir alle nach den gleichen Kriterien. Wir bewerten die Qualität, den Bedienkomfort und die Funktionalität. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Leuchtleistung. Außerdem lassen wir unseren subjektiven Eindruck, den Wohlfühlfaktor, bei der Benutzung in das Gesamtergebnis einfließen.

Qualität

Bei der Qualität schauen wir uns die Verarbeitung und die verwendeten Materialien an. Außerdem legen wir ein Augenmerk auf die Standsicherheit und bewerten die Bedienungsanleitung. Fast alle Tageslichtlampen in diesem Test sind als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert, das bewerten wir positiv. Das bedeutet, dass sie nach der Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG) oder der neueren Medizinprodukteverordnung der EU als Medizinprodukt für den europäischen Markt zugelassen sind. Nur die Reer Mommy Line und die Taotronics Lampe sind keine zertifizierten Medizinprodukte. Diese bewerben die Hersteller aber auch nicht explizit als Lichttherapiegeräte, sondern als Wohlfühllicht und Tageslicht-Schreibtischlampe.

Bedienkomfort

Beim Bedienkomfort vergleichen wir das Gewicht und die Maße. Dabei testen wir, wie einfach sich die Lampen aufstellen lassen. Wir schauen uns die Schalter an und bewerten auch das Zubehör. Viele Testkandidaten haben praktische Extras wie eine Wandaufhängung oder eine schicke Transporttasche.

Wohlfühlfaktor

Zugegeben, diese Bewertungskategorie ist subjektiv. Aber weil die Tageslichtlampen das Wohlbefinden steigern sollen, wollen wir unseren persönlichen Eindruck bei der Benutzung der Geräte nicht unerwähnt lassen. Bei manchen Tageslichtlampen fühlen wir uns beim Hineinschauen etwas unangenehm, weil das Licht ungleichmäßig ist oder flackert. Das ist zum Beispiel bei der Duronic der Fall. Punktabzüge gibt es außerdem, wenn wir uns aufgrund der geringen Leuchtstärke sehr nah an das Gerät setzen müssen. Das ist unbequem.

Wir vergleichen den Wohlfühlfaktor der unterschiedlichen Modelle

Lichtleistung

Bei einer Tageslichtlampe kommt es in erster Linie auf die Lichtleistung an. Viele Studien weisen darauf hin, dass vor allem die Helligkeit einen Einfluss auf den Therapieeffekt von Tageslichtleuchten hat. Deshalb messen wir die Lichtstärke mit einem Luxmeter nach und überprüfen die Angaben der Hersteller. Um alle Leuchten miteinander vergleichen zu können, messen wir zunächst im Abstand von 20 Zentimetern. Anschließend überprüfen wir die Herstellerangabe, in welchem Abstand die Tageslichtlampe auf 10.000 Lux kommt.

Bei der Messung weichen die meisten Lampen von diesen Angaben ab. Nur die Lumie Brazil schafft eine Punktlandung. Teilweise liegt die Leuchtkraft deutlich über den Herstellerangaben. Statt 10.000 Lux messen wir bei der Beurer TL 41 beispielsweise 13.200 Lux. Anders sieht es bei der Medisana aus. Die soll eigentlich auch im Abstand von 20 Zentimetern auf 10.000 Lux kommen, wir messen jedoch nur 5.200 Lux. Was es mit der Einheit Lux auf sich hat, erklären wir dir im Infoartikel über Tageslicht.

Funktionalität und Farbtemperatur

In dieser Kategorie schauen wir uns die Leistung und die Funktionen jeder Lampe an. Einen Fokus legen wir auf die Farbtemperatur. Für einen Therapieeffekt raten die meisten Experten zu kaltweißem Licht mit hohem Blauanteil, weil dies am ehesten dem Tageslicht entspricht. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass blaue Lichtwellen spezielle Rezeptoren im Auge anregen, die wiederum unseren Organismus positiv beeinflussen. Die DIN-Norm EN 12.464 gibt für Tageslichtlampen 5.300 bis 6.500 Kelvin vor. Einige Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Farbtemperatur eines Lichttherapiegerätes in erster Linie über 5.300 Kelvin liegen sollte – nach oben offen. Deshalb bewerten wir alle Lampen positiv, die sich beim Farbspektrum über 5.300 Kelvin befinden.

Die Farbtemperatur messen wir selbst nach, weil die Hersteller darüber nur selten Angaben machen. In einem abgedunkelten Raum beleuchten wir eine Graukarte aus der professionellen Fotografie mit der Tageslichtlampe und machen einen sogenannten Weißabgleich. Fast alle Lampen liegen im kaltweißen Bereich und haben eine Farbtemperatur über 5.300 Kelvin. Die Lumie Vitamin L, die Reer Mommy Line und die Lumie Brazil liegen im warmweißen oder neutralen Bereich. Möchtest du mehr über Farbtemperatur von Tageslicht wissen, lies dir unseren Infoartikel zum Thema durch.

Nicht alle Tageslichtlampen weisen ein kaltweißes Licht auf

Welche Tageslichtlampe ist die beste für dich?

Welche Tageslichtlampe sich am besten für dich eignet, ist von deinen Bedürfnissen abhängig. Suchst du ein Gerät für eine langfristige Lichttherapie? Dann sollte die Leuchte sehr hell und kaltweiß sein und eine große Leuchtfläche haben. Hier empfehlen wir unseren Testsieger, die Beurer TL 41. Vorteilhaft für längere Sitzungen ist die starke Lichtleistung, denn selbst zurückgelehnt und entspannt bekommst du sehr viel Licht ab.

Möchtest du deine Tageslichtlampe auch mal mitnehmen und an verschiedenen Orten aufstellen? Dann empfehlen wir ein handliches Gerät im Tablet-Format. Besonders empfehlenswert ist da unser zweiter Platz, die Medisana LT 460.

Das Licht einer Tageslichtlampe sollte kaltweiß sein. Das empfinden manche Menschen aber als ungemütlich. Suchst du eher eine Wohlfühlleuchte, dann könnte die Reer Mommy Line zu dir passen. Ein guter Kompromiss ist die Lumie Brazil. Diese Lampe ist die hellste in unserem Test, erzeugt aber ein warmweißes Licht. Und falls du eine Schreibtischlampe zum Ausleuchten deines Arbeitsplatzes mit Tageslicht suchst, dann schau dir das Modell von TaoTronics an.

Wichtige Fragen zur Lichtdusche