Volumen, Glätten oder Wellen - 8 Warmluftbürsten im Vergleichstest

Wir haben acht Warmluftbürsten bekannter Marken aus verschiedenen Preissegmenten vom günstigsten mit 25 Euro* bis zum teuersten Gerät mit 70 Euro* unter die Lupe genommen. Hierbei war uns vor allem die Verarbeitung, die verschiedenen Stylingaufsätze, die gleichzeitige Pflege während dem Styling und die einfache Handhabung der Föhnbürsten am wichtigsten. Natürlich ist auch der Preis der Bürsten ausschlaggebend, denn nur, weil ein Modell sehr günstig ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht mit den teureren Konkurrenten mithalten kann. Die Motorleistungen variieren von 400 Watt bis hin zu stolzen 1200 Watt, was sich im Gewicht sowie im Preis und auch der Lautstärke bemerkbar macht. Optisch sollten die Warmluftbürsten natürlich auch etwas hermachen, denn an einem schönen Gerät hast du gleich doppelte Freude beim Stylen.

In diesen Kategorien testen wir die Warmluftbürsten

  • Qualität: Die Warmluftbürsten sollten vom Gehäuse wie auch dem Zubehör qualitativ hochwertig sein. Billig verarbeitetes Material liegt schlechter in der Hand, heizt sich zu schnell auf und kann dadurch die Haare mehr schädigen. Eine hohe Motorleistung garantiert durch die eine schnelle Aufheizphase schöne Ergebnisse in kurzer Zeit, ist aber auch von der Lautstärke her etwas gewöhnungsbedürftig.
  • Bedienkomfort: Alle getesteten Geräte sollten ausreichend lange Kabel haben. Praktisch ist zusätzlich die Möglichkeit einer Kabelaufhängung. Je größer und schwerer die Warmluftbürste, desto unhandlicher und schwerfälliger gestaltet sich das Styling. Somit haben wir stets auf ein angenehmes Gewicht des Geräts geachtet. Nach dem Styling haben wir alle Warmluftbürsten gemäß der Bedienungsanleitung wieder gereinigt.
  • Praktische Anwendung: Trocken föhnen, glätten, Wellen, Locken oder einfach ganz viel Volumen – wir probieren die Warmluftbürsten und ihre Funktionen nach Anleitung aus. Wichtig ist uns dabei die einwandfreie Haarerfassung der abgeteilten Strähnen sowie die Begrenzung des Verhedderns wie auch des Verlusts einzelner Haare nach dem Ausdrehen.

Unser Testsieger: Beurer HT80

Sich mit der Beurer Warmluftbürste zu stylen macht einfach Spaß. Und das liegt nicht nur an ihrem tollen Look. Optisch ist die Beurer HT80 durch die Farbgebung von mattem Schwarz mit glänzendem Kupfer ein echter Hingucker und sieht sehr ansprechend aus. Das Gehäuse wie auch die zwei verschieden großen, weichen Kunststoffborstenaufsätze mit Keramikbeschichtung machen einen hochwertigen Eindruck. Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich strukturiert und die Stylingmöglichkeiten schrittweise genau erklärt. Im Vergleich fällt uns auf, dass die Föhnbürste trotz des höheren Gewichts von 322 Gramm kompakt und gut in der Hand liegt. Allerdings ist die samtige Beschichtung des Griffs leicht rutschig.

Besonders gut finden wir zudem die langsame Rotation der Auf- und Ausrollautomatik. Hier hast du das Eindrehen der Haarsträhne gut im Griff und läufst nicht Gefahr, dich durch zu schnelles, unkontrollierbares Eindrehen am Haaransatz zu verletzen. Die Bürstenaufsätze der Beurer Warmluftbürste greifen feines und dickes Haar gut, da es neben einer weichen Rundbürste auch noch einen Aufsatz mit integrierten harten Borsten gibt. Weiterer Pluspunkt: Durch die Ionenfunktion fliegen die Haare nicht und die Keramikbeschichtung schützt die Haarstruktur zusätzlich. Da die Beurer Warmlustbrüste mit 1.000 Watt leistungsstark ist und ganz schön heiß werden kann, ist es gut, dass es zwei Temperaturstufen zum Regulieren der Hitze gibt. Die Kaltstufe fixiert den Look schnell und einwandfrei.

Fazit: Volumen vom Ansatz an und wer mag bekommt schöne Wellen ins Haar gezaubert. Die Beurer HT80 überzeugt uns im direkten Vergleich in allen getesteten Kategorien und liegt dabei noch im mittleren Preissegment. Wer ein kompaktes Gerät mit schickem Design sucht, ist mit der Beurer HT80 Warmluftbürste gut beraten.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Braun Satin Hair 3 AS330 Airstyler

Die Warmluftbürste von Braun zeigt: Du musst nicht unbedingt viel Geld ausgeben, um ein gutes Produkt zu bekommen. Der Braun Satin Hair 3 AS330 Airstyler überzeugt durch seine Einfachheit. Mit gerade einmal 154 Gramm Eigengewicht ist er zudem sehr leicht im Handling. Besonders positiv fällt auf, dass er ziemlich leise ist, was mit seiner niedrigen Motorleistung von 400 Watt zusammenhängt. Natürlich dauert das Trocknen der Haare dadurch länger, ist aber auch schonender fürs Haar. Die Keramikbeschichtung der Stylingaufsätze schützt durch seine gleichmäßige Wärmeverteilung die Haarstruktur zusätzlich. Die zwei Rundbürstenaufsätze der Braun Warmluftbürste sind zwar relativ klein und hart, aber dadurch perfekt für kürzere oder dickere Haare und für kleinere Locken geeignet.

Der richtige Umgang mit der Braun Föhnbürste erfordert am Anfang etwas Übung. Im Test greifen die drei verschieden großen Kunststoffbürstenaufsätze mit Keramikbeschichtung die einzelnen Haarsträhnen teilweise schlecht auf, sodass wir händisch nachhelfen müssen. Wird die Haarsträhne dann mal gut aufgewickelt, hat sich die Strähne beim Ausdrehen so in der Rundbürste verheddert, dass sie sich schwer befreien lässt – dabei lassen wir Haare. Es braucht etwas Geschicklichkeit die Haare ohne Ein- und Ausrollfunktion einzudrehen aber hast du erstmal den Dreh raus, sind tolle Locken und mit dem Volumenaufsatz voluminöses Haar das Ergebnis! Das sich die Ausätze gut reinigen lassen, macht das Stylingglück zum Schluss dann doch noch perfekt.

Fazit: Der Braun Satin Hair 3 AS330 Airstyler ist das günstigste Modell in unserem Test. Damit ist die Warmluftbürste das perfekte Einsteigermodell.

Unser Innovationssieger: Carrera Warmluftbürste No. 535

Beim Auspacken hat uns die „Carrera Warmluftbürste No. 535“ auf den ersten Blick begeistert: Geliefert wird sie nämlich in einer Box mit aufklappbarem Deckel, in der alle Rundbürsten und Stylingaufsätze kompakt sowie übersichtlich drin liegen und sich leicht herausnehmen lassen. So kannst du die Carrera Warmluftbürste auch zu Hause gut aufbewahren und hast alles schnell vor Augen ohne Kramen oder Suchen. Möchtest du sie mit auf Reisen nehmen, ist sie in der Aufbewahrungstasche gut aufgehoben. Eine weitere Besonderheit ist die Leistung von 1.200 Watt und die separat einstellbare Kombifunktion von drei Heizstufen und zwei Geschwindigkeitsstufen. Die Keramikbeschichtung sogt außerdem für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, sodass dein Haar optimal geschützt ist. Bedeutet konkret: Trocknen ist bei voller Power mit weniger Hitze möglich. So ist die Carrera Föhnbürste wirklich für jeden Haartyp geeignet. Besser geht´s nicht! 

Gut gefällt uns im direkten Vergleich die großzügig bemessene Kabellänge von drei Metern. Diese bietet dir entweder praktische Bewegungsfreiheit, falls die nächste Steckdose weit entfernt ist oder führt in kleinen Badezimmern zu Kabelsalat. Mit 37 Zentimetern Länge ist der Carrera Airstyler zwar das längste Gerät, aber durch das geringe Gewicht von nur 267 Gramm ist die Warmluftbürste dennoch gut im Handling. Dafür sorgt unter anderem die Riffelung des Griffs. Bei der Verwendung der drei unterschiedlichen Rundbürstenaufsätze der No. 535 haben wir eigentlich eine Rotationsfunktion erwartet. Zusätzlich sind wir etwas von der kaum merkbaren Kaltstufe enttäuscht. Das Einstellen der Heizstufen und Gebläsestufen wirkt bei der Carrera Warmluftbürste auf uns etwas fummelig. Da kann dir auch die mit wenig Erklärungen knapp gehaltene Bedienungsanleitung nicht weiterhelfen. Praktisch finden wir hingegen die Stylingdüse, mit der du deine Haare vorm eigentlichen Stylen mit den Aufsätzen vortrocknen kannst, was die Stylingzeit verkürzt. Ein weiterer Pluspunkt: Dem Luftstrom werden permanent Arganöl und Keratin beigemischt, die das Haar pflegen und es zusammen mit den Ionen glänzen lassen.

Fazit: Wenn du deine Haare viel mit Hitze stylst, dann ist Haarschutz und Haarpflege für dich ein wichtiger Punkt. Die Carrera Warmluftbürste überzeugt uns in dieser Hinsicht vollkommen. Die No. 535 hat nicht nur die höchste Wattleistung, sie punktet im Test auch durch die separat einstellbaren Heiz- und Geschwindigkeitsstufen.

Mehr als nur heiße Luft: Diese Warmluftbürsten haben wir außerdem getestet

Neben den oben genannten drei Warmluftbürsten, haben wir uns noch fünf weitere Airstyler genauer angesehen und uns mit diesen die Haare schön frisiert. Hier kannst du nachlesen, wie sie in unserem Test abgeschnitten haben.

Rowenta Brush Activ CF9540: Schnell gedreht und pflegend

Die „Rowenta Brush Activ CF9540“ ist eine wertig und farblich schön gestaltete Warmluftbürste mit zwei verschieden großen, angenehm weichen Naturborstenaufsätzen. Dank der Keratin- sowie Arganölbeschichtung werden die Haare beim häufigen Stylen optimal gepflegt. Der Zwei-Ionen-Generator verhindert fliegendes Haar. Für die Naturborstenaufsätze sind passende Schutzhüllen für die schonende Aufbewahrung dieser beigelegt. Der Rowenta Brush Activ CF9540 gehört mit 1.000 Watt im Vergleich zu den hochleistungsstarken Bürsten. Mehr Leistung bedeutet leider auch, dass das Modell schon bei kleinster Stufe mit 86 Dezibel sehr laut und auch sehr schnell heiß wird. Der starke Motor macht sich auch beim Gewicht von 373 Gramm bemerkbar, denn der Arm wird beim Halten der Bürste schon nach kurzer Zeit schwer. Zusätzlich ist die Rowenta Warmluftbürste mit ihrer Gerätelänge von 34 Zentimetern etwas unhandlich. Für das Stylen der perfekten Frisur findest du im Lieferumfang eine Rundbürste mit 50 Millimeter Durchmesser für langes kräftiges Haar und eine Rundbürste mit 40 Millimeter Durchmesser für kürzere dünnere Haare.

Die Bedienungsanleitung der Rowenta Brush Activ ist ausführlich bebildert. Bei keiner anderen Warmluftbürste war die Bedienungsanleitung so genau und leicht verständlich. Die Schalter zur Einstellung des Hitzegrades lassen sich leicht bedienen. Lediglich bei der Ein- und Ausrollautomatik bedarf es etwas Übung. Die Rotation ist nämlich so schnell, dass die Haarsträhne in weniger als einer Sekunde bis zum Haaransatz aufgewickelt wird. Deshalb solltest du dir vorher gut einprägen, welcher Schalter für welche Einzugrichtung vorgesehen ist, um eine mögliche Verletzung zu vermeiden. In zwei Temperaturstufen und der Kaltstufe lassen sich Locken zaubern.

Remington Keratin Protect AS8810: Der Volumen-Zauberer

Die „Remington Keratin Protect AS8810“ rotierende Warmluftbürste sieht mit ihrer bronze-silberfarbenen Optik modern und edel aus. Im Test überzeugt uns auch die hochwertige Verarbeitung. Mit 33 Zentimetern Länge gehört die Remington AS8810 zu den kompakteren Modellen im Testfeld. Während des Hairstylings fällt mit der Zeit allerdings das hohe Gewicht von 350 Gramm auf. Mitgeliefert werden zwei große Rundbrüstenaufsätze und ein Haaransatz-Booster, der sich etwas schwer auf den Aufsatz drehen lassen. Wir würden uns noch einen kleineren Bürstenaufsatz für kürzeres Haar oder kleinere Wellen wünschen. Praktisch sind dagegen die langlebigen Hartplastikschutzhüllen, in denen die Bürstenköpfe, ohne zu verknicken oder einzustauben, sicher aufbewahrt sind.

Durch die 1.000 Watt Motorleistung hat die Remington Warmluftbürste ordentlich Power. Ist mit 85 Dezibel aber nicht viel leiser als dein Föhn. Beim Stylen mit der Remington Föhnbürste fällt uns auf, dass die Warmluftbürste dickere Haare schlecht greift, bei dünneren Haaren ist das weniger ein Problem. Mit dem sogenannten Ansatz-Booster und den Bürstenköpfen lässt sich ein gutes Volumen in den Haaransatz bringen. Allerdings können wir im Test die dabei entstehende Hitze kaum aushalten, weswegen unser Haaransatz leicht feucht bleibt. Die Rotationsgeschwindigkeit beim Ein- und Ausdrehen der Strähnen ist hingegen angenehm. Zusätzlich bietet die Remington eine Kaltluftstufe.
 

Fazit: Du willst dir im Handumdrehen einen voluminösen Look zaubern? Dann bist du mit der hochwertigen Warmluftbürste von Remington gut beraten. Mit knapp 50 Euro* liegt der Airstyler im Vergleich zu den anderen getesteten Modellen im mittleren Preissegment.

BaByliss Brush & Style Ionic AS200E: Alleskönner mit vielen Aufsätzen

Die „BaByliss Brush & Style Ionic AS200E“ ist ein wahrer Alleskönner und nicht nur auf die Erzeugung von Wellen spezialisiert. Ob normales Trocknen mit Föhnaufsatz, Glättaufsatz oder Rundbürstenaufsatz: die BaByliss kann alles. Mit 1.000 Watt gehört die BaByliss AS200E zu den leistungsstärkeren Warmluftbürsten im direkten Vergleich. Dank der satten Motorleistung wird der Airstyler sehr heiß und mit über 80 Dezibel auch sehr laut.

Im Praxistest haben wir trotz der hochwertigen Naturborsten, vermeintlicher Ionentechnologie und Anti-Fizz bei der rotierenden BaByliss Warmluftbürste mit fliegenden Haaren zu kämpfen. Auch das Greifen der Strähnen funktioniert bei dickeren Haaren wegen der weichen Borsten leider nicht ganz so gut. Trotz Rotationsfunktion ist das relativ schwere Gerät mit seinen 359 Gramm etwas unhandlich. Gut gefällt uns hingegen die Kaltstufe. Ein weiterer Pluspunkt ist die mitgelieferte Aufbewahrungstasche, in der alles beieinanderbleibt.

Fazit: Ein hochwertiges Produkt, bei dem an alles gedacht wurde. Die Brush & Style Ionic eignet sich für Alle, die gerne verschiedene Hairstylings und Looks ausprobieren. Für rund 60 Euro* erhältst du mit der rotierenden Warmluftbürste von BaByliss einen echten Allrounder mit umfangreichem Zubehör.

Wella Curl Styler: Leichter Reisebegleiter

Der kleine silberne „Wella Curl Styler“ ist mit unter 100 Gramm das Leichtgewicht unter den Warmluftbürsten im Test. Auf den ersten Blick wirkt der Airstyler auf uns nicht ganz so hochwertig wie die anderen Modelle im Testfeld. Trotzdem ist er durch seine Größe und das geringe Eigengewicht sehr handlich und damit der perfekte Reisebegleiter. Zudem ermöglicht der mitgelieferte Kabelbinder den praktischen Transport des 190 Zentimeter langen Kabels ohne Wirrwarr im Gepäck, sodass du die fehlende Aufbewahrungstasche nicht vermisst. Auch praktisch: Durch die kleinen Standbeine rollt der Wella Curl Styler beim Ablegen nicht weg

Der Wella Curl Styler wird mit vier Bürstenaufsätzen geliefert und überzeugt als ideale Warmluftbürste für Reisen

Zum Wella Curl Styler gehören insgesamt vier austauschbare Rundbürstenaufsätze, die für kleine, mittlere und großen Wellen und Locken gedacht sind. Also eine umfangreiche Bürstenauswahl. Zwei der Stylingaufsätze sind außerdem mit einer Borstenrückzugfunktion versehen. Der Vorteil davon: Die Haarsträhnen verheddern sich nicht in dem Gerät, lassen sich besser herauslösen und die Aufsätze natürlich auch leichter reinigen. Damit kann die Wella Warmluftbürste ordentlich punkten. Des Weiteren gibt es zwei Heizstufen und Gebläsestufen sowie eine zusätzliche Kaltluftstufe zur Fixierung deines Stylings. Das Ergebnis kann sich trotz 600 Watt Leistung sehen lassen. Innerhalb kürzester Zeit können wir uns im Praxistest über stabile schöne Wellen freuen.

Fazit: Das Leichtgewicht Wella Curl Styler ist für uns aufgrund von Gewicht und Größe der ideale Reisebegleiter, der in jeden Koffer passt. Uns gefällt an besonders die Borstenrückzugfunktion. Diese verhindert das unschöne, teils schmerzhafte Verheddern der Haare im Aufsatz, da die Borsten einfach durch Drücken der Taste zum Versenken der Borsten im Aufsatz verschwinden und somit die eingedrehten Haare ganz von allein freigeben.

Philips Essential Care Airstyler HP8663/00: Der Griffige

Der „Philips Essential Care Airstyler HP8663/00“ ist trotz seiner Länge von 37 Zentimetern ein gut handelbares Leichtgewicht. Im Lieferumfang ist eine 38 Millimeter Thermobürste, eine schmale Stylingbürste und eine Bürste mit einziehbaren Bürstenreihen enthalten. Das Alleinstellungsmerkmal des Philips Airstylers ist der sogenannte „Paddle Brush“ Aufsatz – ein breiter Bürstenaufsatz, mit dem du die Haare sehr schön glätten kannst. Mit vier Aufsätzen ist das Zubehörset des Philips eines der umfangreichsten aller getesteten Föhnbürsten. Drei Warmluftstufen und eine Kaltluftstufe sowie die Ionenfunktion runden den Funktionsumfang des Philips Airstyler ab. Leider sind die an der Warmluftbürste angebrachten Druckknöpfe etwas schwergängig.

Die harten, stacheligen Kunststoffborsten haben keine Beschichtung, greifen das Haar aber dennoch sehr gut auf. Leider verheddern sich die Haare im Praxistest sehr häufig und lassen sich nur schwer wieder aus dem Airstyler herauslösen. Die Bedienungsanleitung ist zwar ausführlich bebildert, aber ansonsten sehr knapp und etwas unübersichtlich. Mit 800 Watt Motorleistung liegt der Philips Airstyler im direkten Vergleich aller Warmluftbürsten nur im Mittelfeld, ist mit 84 Dezibel aber fast genauso laut wie die Modelle mit höherer Motorleistung.

So haben wir getestet

Als Erstes haben wir alle acht Warmluftbürsten aus ihrer Verpackung befreit und ihre Verarbeitung und Qualität überprüft. Zusätzlich geben wir Pluspunkte für praktische Funktionen, wie eine Kabelaufhängung, eine Tasche zur Aufbewahrung oder umfangreiches Zubehör vergeben. Besonders überzeugen können hierbei der Testsieger von Beurer und die Rowenta Brush Activ CF9540. Knapp dahinter liegt das Modell von Carrera. Danach ging’s an den praktischen Einsatz der Warmluftbürsten.

Vor dem Praxistest haben wir uns alle Bedienungsanleitungen angesehen. Nur die Gebrauchsanweisungen von Beurer, Remington und Rowenta bieten ausführliche Erklärungen zum richtigen Einsatz der Bürsten. Für den Test haben wir zuerst unsere Haare mit Pflegeshampoo gewaschen und sie danach mit dem Handtuch trockengerieben. Bevor wir den Föhnaufsatz zum Antrocknen der Haare ausprobierten, haben wir die Haare mit einer einfachen Bürste entwirrt und glattgekämmt. Zum Stylen von Locken trennten wir breite Strähnen ab und rollten diese von den Haarspitzen beginnend auf den Bürstenaufsatz auf. Nach ein paar Minuten bei höchster Temperaturstufe, haben wir die Kaltfunktion der Warmluftbürste zum Abkühlen der Lockensträhne verwendet. Wenn sie etwas abgekühlt war, haben wir die Locke gelöst.

Entscheidend neben dem Gelingen des Stylings war uns im Praxistest die Hitzeentwicklung, die Lautstärke und ein einfaches Handling. Besonders positiv aus dem Testfeld stach die Paddle Brush Bürste des Philips Essential Care Airstyler HP8663/00 hervor, da mit diesem Aufsatz das Entwirren und Kämmen der Haare wegfällt. Um mehr Volumen im Haaransatz zu bekommen, ist der Remington Keratin Protect AS8810 unser Favorit. Noch nie haben wir mit einem einfachen Föhnaufsatz so gutes Volumen erzeugen können. Nachdem Praxistest haben wir alle Warmluftbürsten von hängengebliebenen Haaren befreit und den vorher vom Gerät gelösten Aufsatz unter lauwarmem Wasser gereinigt.

Im Praxistest haben sich unsere Testerinnen mit den acht Warmluftbürsten voluminöse Locken gestylt 

Darauf solltest du beim Kauf einer Warmluftbürste achten

Wer mit Bürste und Föhn, weil beide Hände belegt sind, nicht zurechtkommt, ist mit einer Warmluftbürste gut bedient. Haare trocknen, Volumen erzeugen, aber auch Glätten oder schöne Locken drehen – nahezu jede Frisur ist mit nur einem Gerät möglich. Jedoch solltest du dir bewusst sein, dass du viel Zeit für das Drehen von Locken benötigst und das Ergebnis vielleicht nicht so gut und lange hält, wie mit einem Lockenstab. Vielmehr kannst du mit einer Warmluftbürste gutes Volumen erzeugen und das Haar optimal in Form bringen.

Tipp: Vor dem Stylen etwas Schaumfestiger ins handtuchtrockene Haar kneten, das gibt zusätzlichen Halt für langanhaltende Stylings.

Bei feinem Haar fühlt sich die Warmluftbürste schnell heiß an. Deswegen empfehlen wir hier eine Bürste, die sich gut regulieren lässt. Außerdem greifen bei dünnem Haar weiche Borsten besser, als bei dickem Haar. Auch gut zu wissen: Mehr Leistung heißt auch höheres Gewicht, hohe Lautstärke und meistens auch hohe Temperaturen. Naturborsten schädigen das Haar weniger als Kunststoffborsten, sind aber etwas schlechter zu reinigen. Unsere Erkenntnis nach diesem Test ist: Du musst nicht viel Geld ausgeben muss, um eine passable Warmluftbürste zu bekommen.

Wichtige Fragen zur Warmluftbürste

* Alle Preise Stand Juli 2020