Welcher Windeleimer ist der beste? – 10 Geruchskiller getestet

Ein Baby ist für Eltern das allergrößte Glück. Doch mit dem Nachwuchs wird auch das Windelwechseln Teil des neuen Alltags. Im Laufe ihres Lebens benötigen Babys mehrere Tausend frische Windeln. Und spätestens mit dem Beginn der Beikost kommt ein unangenehmer Geruch dazu. Um dir und deinem Baby diese Routine so angenehm wie möglich zu gestalten, brauchst du einen guten Windeleimer.

Doch welcher Windeleimer ist empfehlenswert? Er sollte praktisch und am besten einhändig zu bedienen sein. Bei der Ergonomie ist die Höhe entscheidend. So musst du dich nicht ständig bücken und dein Baby auf dem Wickeltisch im schlimmsten Fall aus den Augen lassen.

Ausschlaggebend ist natürlich, dass der Windeleimer Gerüche zuverlässig abdichtet. Gerade bei den Hightech-Windeleimern á la Sangenic oder Angelcare sind die Folgekosten zu beachten. In der Anschaffung noch günstig entstehen über die Monate bei diesen Windeleimern hohe Kosten für die Nachfüllkassette.

Diese Kriterien sind im Windeleimer Test ausschlaggebend:

  • Ergonomie und Bedienung: Lässt sich der Windeleimer leicht bedienen und hat eine angenehme Höhe? Lässt sich der Windeleimer leicht montieren? Wie kompliziert ist das Wechseln des Müllbeutels oder der Nachfüllkassette?
  • Geruchsdichte: Wie sicher dichtet der Eimer Gerüche ab und wie viel ist beim Öffnen des Windeleimer zu riechen?
  • Folgekosten: Wie viel kosten die Nachfüllkassetten über die Monate?

Windeleimer mit Drehtrommel kommen ohne Nachfüllkassette aus

Schick, geruchsdicht, praktisch: Der Kidsmill Windeleimer ist unser Testsieger

Der Windeleimer „We-Too“ von Kidsmill hat uns im Test am meisten überzeugt, denn er schafft Spitzenwerte in allen getesteten Bereichen. Der Windeleimer benötigt keine Nachfüllkassetten und das geniale Drehsystem im Deckel befördert die Windel bequem ins Innere – das schont deine Nase. Ausführliche Infos über diesen Windeleimer findest du im Einzeltest des Kidsmill Windeleimers.

Günstig und farbenfroh: Der Rotho Windeleimer Babydesign Top ist unser Preistipp

Du möchtest die volle Farbauswahl? Der Rotho Windeleimer „Babydesign Top ist in 15 hübschen Farben erhältlich. Dieses Modell ist simpel, tut aber seinen Dienst zuverlässig. Unschlagbar ist aber vor allem der Preis. Im Einzeltest erfährst du, warum der Rotho Windeleimer unser Preistipp ist.

Angelcare Comfort Plus – Kluges Prinzip mit Folgekosten

Der „Angelcare Comfort Plus“ ist der beste Windeleimer mit Nachfüllkassette in unserem Test. Er ist sehr geruchsdicht und hat die im Vergleich angenehmste Höhe. Im detaillierten Einzeltest zum Angelcare Windeleimer erklären wir dir, wie er funktioniert und mit welchen Folgekosten du rechnen musst.

Mit und ohne Kassette – Alle anderen Windeleimer im Test

Wir haben uns noch sieben weitere Windeleimer angeschaut. Im Windeleimer Test mit dabei sind auch Verkaufsschlager wie der Diaper Champ und Hightech-Produkte wie der Sangenic Tec Windeleimer. So haben sie im Test abgeschnitten:

Chicco Odour Off – Günstig mit guter Leistung

Der Windeleimer „Odour Off“ von Chicco funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie unser Testsieger. Eine drehbare Trommel befördert die volle Windel in den Behälter, ohne dass die Gerüche nach draußen kommen. In puncto Geruchsdichte leistet er also ähnlich gute Dienste wie der We-Too. Auch die Ergonomie ist gut und er hat den Vorteil, dass du keine Kassetten mit Windelbeuteln nachkaufen musst.

Der Chicco Windeleimer schneidet allerdings in puncto Verarbeitung und Bedienung etwas schlechter ab. Es ist etwas schwieriger den Deckel zu öffnen, um den Müllbeutel zu wechseln. Auch der Griff am Deckel ist nicht so leichtgängig. Zudem kostet der Windeleimer etwas mehr als der Testsieger. Insgesamt ist der Chicco Windeleimer aber ein gutes Produkt, das seinen Dienst zuverlässig tut und dir hohe Folgekosten erspart – unser Platz 3.

Die Drehtrommel beim Chicco dichtet gut ab

Diaper Champ Medium und Regular – Schwergewicht für schwere Gerüche

Auf den vierten und fünften Platz schaffen es die beiden Windeleimer von Diaper Champ. Wir haben die Größen Regular und Medium getestet. Der Diaper Champ funktioniert ähnlich wie der Chicco Windeleimer mit einem Deckel mit Hebel. Beim Umlegen des Griffs von einer Seite auf die andere, fällt die Windel in den Eimer und eine schwere Kugel dichtet den Verschluss ab. Das Ganze lässt sich einhändig gut bedienen: Windel in die Öffnung, Schalter umgelegt und weg ist das Stinkpaket. Dieser Windeleimer schneidet beim Geruchstest gut ab.

Negativ fällt der sehr umständliche Zusammenbau ins Gewicht. Der Diaper Champ kommt in seinen Einzelteilen bei uns an. Diese zusammenzubauen kostet uns im Test einige Nerven. Ist er dann mal aufgebaut, leistet dir der Windeleimer gute Dienste. In der Größe Medium schont er deinen Rücken – perfekte Hüfthöhe. Doch auch in Regular ist die einhändige Bedienung komfortabel. Das Fassungsvermögen ist ebenfalls ordentlich. In das Regular-Modell passen 30 Windeln hinein. Der Diaper Champ Medium ist mit 50 Windeln gut für mehrere Wickelkinder oder bei der Pflege von Erwachsenen geeignet.

Insgesamt sind die Diaper Champ Windeleimer empfehlenswert, haben jedoch einen zu hohen Preis.

Der Zusammenbau beim Diaper Champ ist nicht ganz einfach

Sangenic Tec Windeltwister – Hochmodern und verschwenderisch

Ist das noch ein Windeleimer? Das „Tec“ im Produktnamen kommt nicht von ungefähr, denn in puncto Funktionsweise ist der „Sangenic Tec Windeltwister“ von Tommee-Tippee schon fast übertrieben ausgeklügelt. Er verdreht jede Windel im Folienschlauch durch den Twister in ein abgetrenntes Paket. Das Ganze funktioniert so: Du öffnest den wuchtigen Deckel – das geht übrigens nur schwer einhändig – und drückst die Windel in die Öffnung. Dann drehst du am Rad an der Öffnung und der Folienschlauch wickelt sich automatisch um die Windel. So entsteht nach und nach eine lange Windelkette, die sich im Inneren des Windeleimers sammelt. Dieses System ist tatsächlich geruchsdicht. Eine Beschichtung mit Silbernitrat auf dem Inneren der Folie soll zusätzlich Bakterien beseitigen. Hinzu kommt das etwas penetrant riechende Parfüm, das die Windelgerüche übertüncht.

Die Höhe des Sangenic Tec Windeleimers ist etwas niedrig. Du kannst jedoch einen Standfuß dazu kaufen, der die Öffnung auf eine bequeme Reichweite anhebt. Aufbau und Bedienung funktionieren ansonsten einfach. Das Entfernen der langen Windelkette ist etwas umständlich. Jedoch hat Tommee-Tippee mitgedacht und eine Schere und eine Aufhängung für das Schlauchende im Inneren verbaut. Das erleichtert das Anbringen eines neuen Windelschlauchs.

Der Windeltwister verbraucht viel Plastik und Geld

Das Eindrehen jeder einzelnen Windel produziert jede Menge Müll. Auch der Korpus der Kassette selbst spart nicht gerade an Plastik – auch wenn dieser inzwischen zu 98 % aus recyceltem Material besteht. Eine Nachfüllkassette reicht für 84 Windeln. Bei 7.500 Windeln in drei Jahren benötigst du im Laufe der Zeit also etwa 81 Kassetten. Das ist ein immenser Plastikverbrauch, der in Zeiten von Müllvermeidung und Nachhaltigkeit nicht gerade angemessen erscheint. Und dann kommen noch die hohen Kosten dazu. Bei dem geschätzten Bedarf von 81 Nachfüllkassetten, die derzeit (Januar 2019) etwa 4,90 € pro Stück kosten, musst du mit 395 € Folgekosten rechnen. Der verlockend günstige Anschaffungspreis des Sangenic Tec Windeltwisters stößt einem da schnell sauer auf.

Simplee Sangenic Windeleimer – Niedrige Arbeitshöhe, simpler Aufbau

Der Windeleimer „Simplee Sangenic“ von Tommee-Tippee ist nicht ganz so ausgefeilt wie der Sangenic Tec Windeltwister. Er funktioniert auch mit einem Windelschlauch, den du vom Deckel in den inneren Korpus ziehst. Jedoch wickelt dieses Modell die Windeln nicht einzeln ein. Ziemlich geruchsdicht ist dieser Windeleimer trotzdem. Zwei Klappen dichten den Folienschlauch von oben und unten ab. Allerdings musst du die volle Windel erst durch die untere Klappe durchquetschen – das ist etwas unappetitlich. Der Simplee Sangenic Windeleimer ist etwas zu niedrig und das Entsorgen der Windel zu umständlich, um ihn einhändig zu bedienen. Die Verarbeitung ist gut, der erste Aufbau simpel und das Wechseln des Windelbeutels und der Kassette gelingt intuitiv.

Wie bei allen Windeleimern mit Nachfüllkassette kommen Zusatzkosten auf dich zu, wobei dieses Modell von Tommee-Tippee etwas sparsamer ist. Eine Kassette reicht laut Hersteller für 180 Windeln. In drei Jahren wirst du insgesamt etwa 41 Kassetten nachkaufen müssen. Bei einem Durchschnittspreis von etwa 4,60 € pro Kassette (Januar 2019) musst du also mit Folgekosten von circa 192 € rechnen.

Beim Modell Sangenic Simplee werden die Windeln nicht eingedreht

Korbell M250DS – Verschließbar und praktisch

Der Windeleimer „M250DS“ von Korbell verfügt über eine Kassette mit einem Folienschlauch. Das Prinzip ist hier jedoch recht simpel. Der Deckel dichtet den Folienbeutel im Inneren nicht ab, im Gegensatz zu den Modellen von Tommee-Tippee oder Chicco fehlt also eine Geruchsbarriere.

Im Kopfteil gibt es eine Klappe, die den Korbell Windeleimer schließt. Die Öffnung ist sehr knapp bemessen, sodass du bei der Windel eines älteren Babys durchaus etwas quetschen musst. Vorteilhaft ist, dass du die Klappe mit einem Drehrad abschließen kannst. Dein Kind hat so keine Chance, nach dem Inhalt zu angeln. Uns gefallen bei diesem Modell außerdem die angenehme Höhe und das großzügige Fassungsvermögen. Die Verarbeitung ist jedoch weniger hochwertig und der Windeleimer somit nicht so stabil.

Eine Nachfüllkassette für den Korbell Windeleimer reicht für etwa 240 Windeln und kostet zurzeit etwa 9,23 € (Januar 2019). Du musst also mit Folgekosten von circa 288 € in drei Jahren rechnen.

Der Korbell Windeleimer ist abschließbar

Einfacher geht’s nicht: Rotho Windeleimer Babydesign

Vom deutschen Hersteller Rotho haben wir auch das Modell „Babydesign“ getestet. Dieses ist ein einfacher Mülleimer mit Deckel. Er dichtet Gerüche nur unzureichend ab und bietet kaum Bedienkomfort. Hier kannst du die Windeln auch gleich zur Mülltonne rausbringen. Pluspunkte sind die große Farbauswahl und dass du ganz normale Mülltüten verwenden kannst.

Der Babydesign Windeleimer von Rotho

Wie haben wir getestet?

Testen wie geruchsdicht Windeleimer sind? Das hört sich erst mal eklig an. Wir haben uns das Testen angenehm gemacht und statt echter voller Stinkbomben Windeln mit Duftöl präpariert.

Im Windeleimer Test bauen wir die Modelle zunächst auf und machen sie einsatzbereit. Das war bei manchen Geräten gar nicht so einfach, besonders beim Diaper Champ. Dann haben wir die Ergonomie getestet und mehrere Windeln entsorgt. Dabei gefallen uns besonders die Modelle mit Trommelsystem. Anschließend geben wir dem Duftöl etwas Zeit sich im Inneren auszubreiten und platzieren jeden einzelnen Windeleimer in einem geruchsneutralen Raum. Dort haben wir dann den Geruchstest durchgeführt. Tatsächlich haben die komplexeren Windeleimer mit Nachfüllkassetten dabei etwas besser abgeschnitten. Doch auch die Produkte mit Trommelsystem dichten Gerüche wirksam ab.

Wie berechnen sich die Folgekosten im Vergleich der Windeleimer?

Bei Windeleimern mit Nachfüllkassette haben wir die Folgekosten berechnet und in das Preis-Leistungs-Verhältnis miteinbezogen. Um die Berechnung der Zusatzkosten zu vereinfachen, gehen wir von einem Windelverbrauch von circa 7.500 Windeln in drei Jahren aus. Die Hersteller geben an, wie viele Windeln du mit einer Nachfüllkassette entsorgen kannst. Daraus errechnen wir die durchschnittlichen Folgekosten in drei Jahren.

Wie viele Nachfüllkassetten du tatsächlich pro Kind benötigst ist sehr individuell. Weitere Infos dazu bekommst du im FAQ.

Die Höhe ist bei der Ergonomie wichtig

Welcher Windeleimer ist empfehlenswert?

Wenn du in erster Linie Geld sparen möchtest, solltest du auf einen Windeleimer mit Nachfüllkassette verzichten, denn hier kommen hohe Zusatzkosten auf dich zu. Auch wenn dir die Umwelt am Herzen liegt, wird dich der hohe Plastikverbrauch bei diesen Modellen sicher abschrecken. Sparsamer sind Windeleimer, bei denen du normale Müllbeutel verwenden kannst.

Ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung ist auch, wie viele Kinder du wickeln möchtest. Wenn du Zwillinge bekommst oder einen Windeleimer für eine Betreuungseinrichtung suchst, sollte es ein Windeleimer mit großem Fassungsvermögen sein – etwa der Diaper Champ Medium.

Für viele Eltern ist am wichtigsten, dass ein Windeleimer Gerüche zuverlässig einschließt und so neben dem Wickeltisch direkt im Babyzimmer stehen darf. Geruchsdicht sind vor allem die Windeleimer mit Drehsystem und Folienschlauch, etwa unser Testsieger We-Too sowie der Angelcare Windeleimer. Der Windeltwister Sangenic Tec von Tommee-Tippee arbeitet zusätzlich mit Parfüm, um den Stinkbomben Einhalt zu gebieten. Das tut der Windeleimer auch ausgezeichnet, jedoch ist dieser künstliche Duft nicht für jeden das Richtige.

Unser TippNachfüllkassetten versandkostenfrei bestellen

Wenn du dich für einen Windeleimer mit Nachfüllkassette entscheidest, dann kannst du Geld sparen, wenn du die Kassetten direkt im Vorratspack kaufst. So reduziert sich der Stückpreis. Bei Webshops wie Amazon gibt es passende Nachfüllkassetten von unterschiedlichen Herstellern. Wenn du dich für eine regelmäßige Lieferung entscheidest, kannst du noch mal mehr sparen. Das Intervall lässt sich nach deinen Bedürfnissen festlegen.

Wenn du eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft hast, musst du dir auch keine Gedanken mehr um die Versandkosten machen.

Wichtige Fragen zu Windeleimern