Ganz schön abgebrüht: Die 11 besten Kaffeepadmaschinen im Vergleich

Kaffeepadmaschinen schließen die Lücke zwischen Filterkaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten. Während Filtermaschinen für einzelne Portionen eher ungeeignet sind, musst du für Vollautomaten meist tief in die Tasche greifen. Mit einer Padmaschine hingegen ist eine einzelne Tasse Kaffee schneller aufgebrüht als du einnicken kannst. Perfekt für die Kaffeepause! Obendrein kannst du dir den Wachmacher für wenig Geld schmecken lassen. Denn sowohl die Maschinen als auch die Kaffeepads sind verhältnismäßig günstig.

Natürlich ist der Kaffeegenuss Geschmacksache! Zudem hängt er größtenteils von der Qualität der Kaffeepads ab. Verwendest du billige Pads, deren Aroma längst verflogen ist, liefert dir selbst die beste Kaffeepadmaschine ein Gebräu, das nach eingeschlafenen Füßen schmeckt. Gleichzeitig reizen auch nicht alle Maschinen das Optimum der verwendeten Kaffeepads aus. So kann der Kaffee aus verschiedenen Geräten sehr unterschiedlich schmecken, obwohl die Pads aus ein und derselben Packung sind.

Kaffeepadmaschinen sind angenehm einfach zu bedienen. Kompakt konstruiert eignen sich die Geräte ideal für kleine Küchen. Preislich liegen die von uns getesteten Kaffeepadmaschinen zwischen 55 und 280 Euro (Stand März 2019). Allein sechs der elf getesteten Maschinen stammen vom Marktführer Philips. Wir haben uns für dich drei Kriterien bei den Testkandidaten besonders genau angesehen.

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Verarbeitung: Wie sind die einzelnen Komponenten der Maschine gefertigt? Steht sie sicher? Wie lange benötigt die Kaffeepadmaschine, bis sie aufgeheizt und betriebsbereit ist?    
  • Kaffee-Ergebnis: Wie heiß wird der Kaffee aufgebrüht? Wie lange dauert es, bis die Tasse voll ist? Und überhaupt: Schmeckt der Kaffee?
  • Funktionalität: Ist der Wassertank groß genug oder muss er ständig nachgefüllt werden? Wie einfach sind Reinigung und Wartung?

Wir haben 11 Kaffeepadmaschinen ins Rennen geschickt. Drei Geräte verwenden ESE Pads, die restlichen brühen mit Senseo Pads.

Quadrante, praktisch, gut: Der Testsieg geht an die Philips Senseo Quadrante HD7865

Die Philips Senseo Quadrante brüht sich überzeugend zum Testsieg. Sie holt geschmacklich alles aus den Pads heraus und ist dabei kinderleicht zu bedienen. Überzeugt haben uns der Regler für die Kaffeestärke, der große Wassertank sowie die höhenverstellbare Tropfschale. Gekrönt wird das Gesamtpaket von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie die Quadrante Kaffeepadmaschine genau abgeschnitten hat, erfährst du im detaillierten Einzeltest.

Es lebe der Kaffee: Preis-Leistungs-Sieger ist die Philips Senseo Viva Café HD6563

Auch der Preis-Leistungs-Sieg geht an ein Modell des Platzhirsches. Die Philips Senseo Viva Café ist etwas günstiger als der Testsieger und punktet mit einer guten Verarbeitung. Auf Knopfdruck gibt’s sehr guten Kaffeegenuss. Zudem ist sie vollkommen unkompliziert in Sachen Bedienung, Reinigung und Wartung. Den Preis finden wir absolut fair. Was die Viva Café alles kann, liest du im ausführlichen Testbericht.

Ciao Bella: Die elegante La Piccola ist die Schönste

Unseren Designpreis erhält die La Piccola. Die italienische Edelstahl-Maschine ist ein Blickfang in der Küche. Obendrein ist die ESE Kaffeepadmaschine einfach zu bedienen, hervorragend verarbeitet und macht ganz nebenbei den besten Kaffee. Den Testsieg verhindert nur der sehr hohe Preis. Im Einzeltest zur Designsiegerin erfährst du, wie sie sich im Vergleich präsentiert.

Hoch die Tassen – So schneiden die anderen Kaffeepadmaschinen im Vergleichstest ab

Wir haben elf Kaffeepadmaschinen ins Rennen um den Testsieg geschickt. Acht Kandidaten verwenden die weitverbreiteten Senseo PadsDrei Geräte arbeiten mit dem italienischen ESE (Easy Serving Espresso) System. So haben sich die einzelnen Modelle im Vergleich präsentiert.

Schnörkelloser Genuss: Die WMF Kaffepadmaschine Lono

Das Gehäuse der schicken „WMF Lono“ ist hochwertig verarbeitet und aus optisch ansprechendem Edelstahl. Dabei ist die Kaffeepadmaschine nicht übermäßig schwer und steht obendrein sicher auf der Küchenzeile. Dank des abnehmbaren Deckels lässt sich der 0,7 Liter Wassertank auch befüllen, wenn er in der Padmaschine eingesetzt ist. Du musst ihn also nicht unbedingt abnehmen, das geht aber auch. Die Schublade für die Pads lässt sich drehen, je nachdem ob dir gerade nach einem oder zwei Kaffeepads ist. Legst du zwei Pads ein, kannst du auch zwei Portionen gleichzeitig zubereiten. 

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Einlegen der Kaffeepads. Da kann es passieren, dass beim Schließen der Schublade die Pads verrutschen. Dann läuft das Wasser vorne aus der Schubladenöffnung, nicht nur aus dem Kaffeeauslauf. Zum Aufheizen benötigt die WMF bei maximal gefülltem Tank etwa 30 bis 40 Sekunden. Das ist flott! Eine 125 Milliliter Tasse füllt die WMF Testkandidatin in knapp 26 Sekunden. An dem knapp 73 Grad heißen Aufguss verbrüht man sich leicht die Zungenspitze. Also vorsichtig schlürfen! Aus den Kaffeepads holt die Lono erfreulich viel Aroma heraus. Die Crema finden wir gut!

Die WMF ist einfach, geradezu puristisch konzipiert und macht optisch deutlich mehr her als die Philips Modelle. Wer auf edles Design steht und ohne viel Kaffee-Schnickschnack wie Cappuccino oder Latte Macchiato und Kaffeestärkeregler auskommt, ist mit der WMF Lono gut beraten. Einzig den Preis finden wir mit 120 Euro (Stand April 2019) ziemlich gesalzen.

Allrounderin für alle Fälle: Die Breville Primalatte

Um es kurz zu sagen: Die „Breville Primalatte“ spielt mit ihrer hervorragenden Verarbeitung und der massiven Konstruktion in einer ganz anderen Liga als die meisten Maschinen im Test. Ihr Wassertank ist mit 1,5 Litern ausgesprochen komfortabel und für eine Portionsmaschine schon beinahe überdimensioniert. Die Breville funktioniert als Siebträger Espressomaschine und ESE Kaffeepadmaschine. Dank des Milchtanks kannst du dir auch einen Cappuccino oder Latte Macchiato mit ihr zaubern. Da hast du in der Kaffeepause die Qual der Wahl. Kleiner Wermutstropfen: Die Padmaschine ist schwer und wuchtig. Zudem bist du wegen des kurzen Kabels in der Standortwahl etwas eingeschränkt.

Die Abtropfschale ist höhenverstellbar, da geht auch bei kleinen Espressotassen nichts daneben. Sehr gut gefällt uns, dass sich die Kaffeestärke leicht regulieren lässt. Das geschieht ganz schlicht über einfaches oder doppeltes Drücken der Auswahltasten. Das Aufheizen dauert: Die Breville braucht ganze 140 Sekunden bis sie bereit ist. Das liegt unter anderem am großen Wassertank und dem Milchvorrat. Wenn die Kaffeepadmaschine allerdings einmal aufgeheizt ist, benötigt sie auch nach einer gebrühten Tasse keine neue Anlaufzeit, sondern ist kontinuierlich einsatzbereit.

Italienische Kaffeespezialitäten für zu Hause

Einen Espresso serviert die Breville in 17 Sekunden. Aufgebrüht wird das schwarze Gold auf heiße 78,5 Grad. Für einen Cappuccino benötigt sie knapp 50 Sekunden. Der Milchschaum ist sehr feinporig, das Ergebnis lecker. Optisch ein Augenschmaus, kann der auch mit dem Cappuccino vom Barista um die Ecke mithalten. Etwas unschön aber unvermeidbarDie Breville tropft. Insbesondere beim Entfernen des Siebträgers haben wir die Arbeitsfläche ordentlich vollgekleckert. 

Wer ein Multifunktionsgerät möchte, gerne Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, gleichzeitig aber die sehr hohen Kosten für einen Kaffeevollautomaten oder eine Siebträgermaschine scheut, ist mit der Breville Kaffeepadmaschine für knapp 170 Euro (Stand März 2019) gut bedient. Wie bei allen Kombimaschinen, die Milch aufschäumen, musst du auch eine Kaffeepadmaschine regelmäßig reinigen. Die Breville Primalatte ist ein heißer Kandidat für den Testsieg. Dass es dazu nicht reicht, liegt zum einen am Preis und zum anderen an den ESE Pads. Die sind nämlich im Handel nicht so einfach zu bekommen und außerdem einzeln in Aromabeutel aus Kunststoff eingeschweißt. Das bedeutet Abfall und Abzug in der Testnote.

Für Espresso-Fans: Die Didiesse „Frog“ Revolution

Eine wuchtige italienische Kaffeepadmaschine, die uns mit ihrem etwas martialischen Hebel im ersten Moment an eine Standbohrmaschine erinnert. Als wir die „Didiesse Frog Revolution“ befüllen möchten, stellen wir als erstes fest: Unser Modell verfügt über keinen eigenen Wassertank! In ein geräumiges Fach im Gehäuse müssen wir eine Wasserflasche stellen, aus der mittels eines Schlauchs das Wasser gesaugt wird. Mitgeliefert wird leider keine Flasche. Das Fach ist aber groß genug für 1,5 Liter Flaschen. Der Hersteller Didiesse führt auch eine Modellvariante mit Wassertank im Sortiment, deshalb beim Kauf genau darauf achten, welche Ausführung du orderst. 

Ebenso wie La Piccola funktioniert die Frog Revolution mit ESE Pads. Die Verarbeitung ist sehr gut - das Gerät allerdings größtenteils aus Kunststoff. Der Abstand zwischen der kleinen Abstellfläche für die Tasse und dem Kaffeeauslauf ist sehr eng bemessen. Unsere Standard-Kaffeetasse passt nur unter den Auslauf, wenn wir die Kunststoffabdeckung der Tropfschalen abnehmen. Espressotassen sind hingegen kein Problem. So gesehen ist die als „Kaffeeautomat“ angepriesene Frog Revolution eher eine Espressomaschine.

Allzeit einsatzbereit

Aufgeheizt und damit einsatzbereit ist die Kaffeepadmaschine sofort mit dem Einschalten. Das Einlegen der Pads ist recht einfach, allerdings brauchst du ordentlich Kraft, um die Kaffeepadmaschine zu verriegeln. Nur Mut, da geht nichts kaputt. Etwa eine Minute benötigt die Frog Revolution für eine Portion Kaffee, das sind etwa 120 Milliliter. Der Kaffee hat knackige 77,8 Grad und ist sehr aromatisch mit feiner Crema. Wie La Piccola hat auch die Frog Revolution keine automatische Stopp-Funktion. So kannst du zwar die Stärke des Kaffees selbst bestimmen, allerdings musst du auch dabeibleiben. Nebenher Spülmaschine ausräumen ist nicht. 

Das Entnehmen der Pads ist sehr fummelig. Uns platzen dabei mehrere Kaffeepads auf und krümeln alles voll. Zudem suppt die Kaffeepadmaschine bei der Entnahme ziemlich viel Tropfwasser in die Auffangschale. Das ist laut Hersteller eine „Reinigungsmaßnahme“, die Kaffeereste aus dem System spült. 

Kleines Manko: Die Betriebsanleitung liegt nur auf Italienisch und ... nun ja, nennen wir es mal Englisch vor. Ein deutsches Handbuch haben wir uns im Netz heruntergeladen. Größeres Manko: Bei Frog Revolution Modellen mit und ohne Dampflanze wird das gleiche Gehäuse verbaut – inklusive der Schalter für Dampftemperatur und Dampffunktion. Diese Knöpfe sind bei der von uns getesteten Frog Revolution inaktiv und sorgen beim Auspacken und der Inbetriebnahme erstmal für Stirnrunzeln und Rätselraten.

Ohne Frage, die Didiesse Frog Revolution macht einen großartigen Espresso. Bekommst du eine größere Tasse unter den Ausgießer gefummelt und lässt das Gerät länger laufen, serviert sie dir auch einen leckeren Kaffee. Und das war’s dann aber. Wir finden das etwas wenig für den verlangten Preis.

Gut aber etwas umständlich: Die Philips Senseo Latte Duo H6570

Die „Philips Senseo Latte Duo” erinnert ein wenig an die Testsiegerin. Auch die Verarbeitung ist ähnlich wertig. Das Gehäuse der Kaffeepadmaschine besteht vornehmlich aus schwarzem Kunststoff. Der Wassertank ist mit 0,75 Liter Füllmenge ausreichend. Die Tropfschale lässt sich in der Höhe verstellen. Der kombinierte Auslauf für Kaffee und Milch überzeugt uns nicht wirklich: Zwischen den beiden ineinander gesteckten Kunststoffteilen klafft ein breiter Spalt. Das gibt Abzug in der B-Note. Aufgeheizt und einsatzbereit ist die Latte Duo bei maximal gefülltem Wasserbehälter nach knapp 80 Sekunden. Eine Kaffeeportion steht nach 30 Sekunden servierfertig vor dir, kuschelig temperiert auf 72,8 Grad. Die Crema ist eher grobschaumig denn feincremig. Einen einfachen Cappuccino hast du ebenfalls nach knapp 30 Sekunden in der Tasse. Der kommt auf knapp 68 Grad und ist so aromatisch und kräftig, wie es die verwendeten Senseo Pads hergeben.

An der Oberseite der Kaffeepadmaschine findest du das Bedienpanel mit insgesamt sechs verschiedenen Wahlmöglichkeiten bestehend aus Café Latte, Latte Macchiato, Cappuccino, Café Crema, Espresso und Milchschaum. Wie mit allen Philips Senseo Maschinen kannst du 1 oder 2 Tassen Kaffee gleichzeitig zubereiten. Die entsprechenden Padhalter sind im Lieferumfang enthalten. Wenn du dir einen Cappuccino machst, achte darauf, dass die Tasse richtig unter dem Kaffee- und Milchauslauf steht – wir haben beim ersten Mal eine ziemliche Sauerei veranstaltet. Die Latte Duo arbeitet mit einem externen Kunststofftank für Milch, der über einen Schlauch mit dem Gerät verbunden ist. Das ist einerseits praktisch für die Reinigung und weil du den Milchbehälter so im Kühlschrank aufbewahren kannst, gleichzeitig aber auch umständlich in der Handhabung.

Der Klassiker: Philips Senseo Original HD6554

Die „Philips Senseo Original HD6554“ ist ebenso Klassiker wie Standard in Sachen Kaffeepadmaschine. Sie steht vermutlich in jeder Studenten-WG der nördlichen Hemisphäre. Die Verarbeitung der charakteristischen Maschine ist solide. Der 0,7 Liter Wassertank aus Kunststoff schließt leider nicht genau an der Padmaschine ab. Beim Auspacken sind uns zudem feine Kunststofffäden am Tank aufgefallen, die wir entfernen mussten. Die Senseo Original ist aber auch das günstigste Modell im Test, da verwundern die ein oder anderen Defizite bei der Verarbeitung nicht. 

Die Original ist komplett aus Kunststoff gefertigt - selbst Tropfschale und Plattform für die Tassen. Das Kabel ist wie schon bei der Quadrante recht kurz. Die Bedienung gestaltet sich kinderleicht. Nach langen 50 Sekunden ist die Senseo einsatzbereit. Eine Tasse ist innerhalb von 25 Sekunden befüllt. Mit hochsommerlichen 72,3 Grad ist der Kaffee auch ganz gut aufgebrüht. Die Crema auf dem Kaffee und der Geschmack sind ebenfalls in Ordnung. Einen Barista wird das heiße Aufgussgetränk aber sicher nicht in Jubelstürme ausbrechen lassen. Die Kaffeestärke lässt sich durch zweimaligen Druck auf die Wahltaste erhöhen. Aufgebrüht wird dann eine mit 60 Millilitern kleinere aber eben deutlich stärkere Kaffeeportion. Geschmacklich ist das die deutlich bessere Wahl. Bis zu zwei Tassen kannst du mit der Original parallel zubereiten. Die benötigten Padhalter liegen dem Gerät bei.

Du brauchst zwischendurch eine schnelle Tasse Kaffee ohne viel Zirkus? Dann ist die sehr einfach zu bedienende, günstige und puristisch konstruierte Philips Senseo Original HD 6554 eine Kaffeepadmaschine für dich. Jetzt musst du nur noch eine Pad-Sorte finden, die dir schmeckt.

Der etwas bessere Klassiker: Die Philips Senseo Original HD6556

Die „Philips Senseo Original HD6556“ ist im Grunde ein Klon der Original HD6554. Der Korpus der Senseo ist eine beinahe exakte Kopie dieses Modells. Allerdings ist die HD6556 eindeutig besser und wertiger verarbeitet. Die Platte über der Abtropfschale ist aus Metall und der Verschlussmechanismus hübsch funkelnd verchromt. Die Farbgebung in stilvollem Anthrazit wirkt ebenfalls eleganter. Das Kabel der Kaffeepadmaschine ist recht kurz, was die Standortwahl erheblich einschränkt. Die Aufheizdauer gestaltet sich gemütlich: Die Senseo Plus bummelt bei vollem Tank etwa 100 Sekunden lang, bis sie auf Betriebstemperatur ist. Erstaunlich, da die Herstellerangaben der technischen Daten bei der HD6556 und der HD6554 nahezu deckungsgleich sind.

Bei der Zubereitung einer Portion hält sie sich mit der HD6554 die Waage. Auch sie benötigt 25 Sekunden für eine Tasse Schwarzgebrühten. Der Kaffee ist kuschelige 74 Grad heiß, die Crema sehr feinporig und beständig. Das Ergebnis kommt uns aromatischer vor als beim Schwesternmodell – was an der längeren Aufheizphase liegen könnte: Der Kaffee wird heißer aufgebrüht, wodurch mehr Aromastoffe aus dem Kaffeepulver gelöst werden. 

Für die Philips Senseo Original HD6556 legst du nur ein paar Euro mehr hin als für die HD6554bekommst dafür aber einen etwas heißeren und dadurch aromatischeren Kaffee in die Tasse. Unserer Meinung lohnt sich dieser Aufpreis in jedem Fall.

Filter trifft Pad: Philips Senseo Switch HD7892 2-in-1-Kaffeemaschine

Als Hybrid-Kaffeemaschine vereint die „Philips Senseo Switch“ das Prinzip von Kaffeepadmaschine und Filterkaffeemaschine in einem Gerät. Sollten mal Freunde oder die Verwandtschaft zum Kaffeeklatsch hereinschneien, kannst du mit deiner Portionsmaschine auch mehreren Besuchern gleichzeitig einen Kaffee auftischen. Großartig! Die Senseo Switch ist sehr gut verarbeitet. Allerdings besteht der Korpus nahezu vollständig aus Kunststoff. Der transparente Wassertank fasst 0,7 Liter und ist für die Filterfunktion mit einer praktischen Skala für die Tassenanzahl versehen. Allerdings sitzt der zylindrische Tank etwas wackelig an der Rückseite und durch die schmale Form wirkt das filigrane Gerät insgesamt kippelig.

Die mitgelieferte Kaffeekanne mit abnehmbarem Filteraufsatz (Filtergröße 102) ist aus Edelstahl, Deckel und Filteraufsatz aus robustem Kunststoff. Die Padfunktion bietet dir die gewohnten Senseo Optionen für eine und zwei Tassen. Der jeweilige Padhalter liegt dem Gerät bei. Etwas störend finden wir den großen Abstand zwischen dem Kaffeeauslauf und der Abtropfschale. Da geht schon mal der eine oder andere Tropfen Kaffee daneben.

Kaffeegenuss auch in der großen Runde

Der Ablauf der Senseo Switch gestaltet sich etwas anders als bei den übrigen Senseo Maschinen im Test. Du drückst den Schalter für 1 Tasse beziehungsweise 2 Tassen und die Senseo beginnt mit dem Aufheizen. Sobald das Wasser aufgeheizt ist, startet die Switch die Kaffeezubereitung. Alles in allem dauert das bei maximal gefülltem Tank etwa 70 Sekunden. Aufgebrüht wird das Aufgussgetränk auf knapp 70 Grad. Der Kaffee ist aromatisch, die Crema schaumig, aber nicht wirklich feinporig. Das Einlegen und Herausnehmen der Kaffeepads finden wir um einiges unkomfortabler als bei den übrigen Modellen von Philips.

Die Philips Senseo Switch Kaffeepadmaschine erweist sich als ausgesprochen praktischwenn Besuch ansteht. Dann kannst du auch Kaffee servieren, ohne ständig in der Küche Portion für Portion aufzubrühen. So kannst du deine Gäste nicht nur bewirten, sondern dich sogar entspannt mit ihnen unterhalten. Wenn du die meiste Zeit eine fixe Tasse zwischendurch brauchst, aber auch regelmäßig deine Freunde bei dir zu Hause auf einen Kaffee einlädst, dann können wir dir die Senseo Switch sehr ans Herz legen.

Cappuccino mit Mehraufwand: Petra Artenso latte

Die Verarbeitung der „Petra Artenso latte KM 42.17“ ist nicht ganz so hochwertig wie bei der Breville oder den Senseo-Modellen Viva Café und Quadrante. Das Petra-Gerät ist leicht und aus Kunststoff gefertigt. Positiv fällt uns auf, dass sich der Kaffeeauslauf und die Schublade für die Pads leicht entfernen und reinigen lassen. Im Lieferumfang enthalten ist ein wiederverwendbares Kunststoff-Pad zum Befüllen mit Kaffeepulver sowie zwei Milchschaumspender zum Milchaufschäumen. Für die Milch benötigst du zusätzlich einen separaten Behälter. Das vereinfacht die Reinigung zwar, verkompliziert das Cappuccino machen allerdings erheblich. 

Der 1,3 Liter Wassertank verliert beim Einsetzen in die Kaffeepadmaschine links und rechts Wasser. Nur ein paar Tropfen, aber das gibt Abzug. Auch der abnehmbare Deckel des Tanks ist störend. Zunächst stellt uns das Entlüften vor dem Erstgebrauch der neuen Kaffeepadmaschine vor eine Geduldsprobe. Statt der im Handbuch angekündigten 25 Sekunden bedarf es bei unserem Testmodell sage und schreibe acht mal so lange bis das erste Wasser durch den Automaten fließt. 

Guter Kaffee aber trotzdem kleine Mängel

Das Schubladensystem ist ähnlich problematisch wie beim Konkurrenten von WMF: Die Kaffeepads können beim Einlegen verrutschen. Passiert das, tritt Wasser aus, verwässert den Kaffee und sorgt für eine Überschwemmung. Insbesondere wenn du zwei Pads einlegst kann das passieren. Abgefüllt ist eine Portion Kaffee in knapp 30 Sekunden, und wird dabei auf heiße 82,6 Grad erhitzt. Also pusten! Einen Cappuccino zu machen erfordert etwas logistische Planung: Zunächst musst du die Milch aus einem externen Behälter über den Schlauch des Milchschaumspenders in deine Tasse pumpen, dann den „Spender-Wähler“ der Petra Kaffeepadmaschine von Dampfmodus auf Kaffeemodus stellen und anschließend den Espresso hinzufügen – etwas kompliziert. Dafür ist der Cappuccino mit knapp 82 Grad auch super heiß. Da verbrüht man sich schon mal die Zungenspitze. Die Crema ist mehr grobporiger Schaum als feine Creme. Die Maschine tropft, trotz richtig eingesetztem Pad. Alles in allem kann uns die verhältnismäßig teure Petra Artenso latte nicht überzeugen.

So haben wir die Kaffeepadmaschinen getestet

Wir haben Kaffee gekocht. Jede Menge Kaffee. Mit jeder Maschine haben wir mehrmals jede verfügbare Funktion genutzt: Von 1 Portion und 2 Portionen in verschiedenen Stärken über Espresso bis hin zu Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato – wenn das die Testkandidaten hergaben. Verwendet haben wir handelsübliche Senseo Pads Classic. Für die ESE-Maschinen haben wir in den ersten Testläufen Caffè Borbone Miscela Nera Pads, in späteren Durchgängen auch ESE Pads von illy, eingelegt. 

Verglichen haben wir, wie lange die Padmaschinen aufheizen bis sie einsatzbereit sind, wie lange es dauertbis eine Portion Kaffee servierfertig ist und wie heiß der Kaffee aus der Maschine kommt. Anschließend beurteilten wir mit einer Gruppe abgebrühter und erfahrener Kaffeetrinker Aroma und Geschmack. War das Ergebnis wässrig, gab es Abzug. Die Konsistenz der Crema floss ebenfalls in die Bewertung ein. Durch den wiederholten Gebrauch haben wir Verarbeitung und Qualität der einzelnen Kaffeepadmaschinen im alltäglichen Gebrauch begutachtet.  

Nur drei der getesteten Maschinen bereiten Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato oder Cappuccino zu

Darauf musst du beim Kauf einer Kaffeepadmaschine achten

Zunächst solltest du dich fragen, wieviel Kaffee du trinkst? Wenn du über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen trinkst und die auch mit der gleichen Maschine aufbrühst, ist eine Kaffeepadmaschine tatsächlich die richtige Wahl für dich. Bekommst du hingegen oft Besuch und möchtest mit mehreren Freunden Kaffee genießen, kommst du mit einer Portionskaffeemaschine wahrscheinlich mit dem Aufbrühen auf Dauer nicht hinterher

Für die schnelle Tasse zwischendurch eignen sich Padmaschinen sehr gut. Die Senseo Modelle füllen eine Tasse in 25 Sekunden. Bei Maschinen ohne Auto-Stopp kannst du zwar die Kaffeestärke selbst bestimmen, musst aber neben dem Gerät Wache halten, damit nichts überläuft. Zwei Faktoren sind entscheidend dafür, ob die Modelle alles an Aroma aus den Pads herausholen. Erstens müssen die Maschinen das Wasser mit verhältnismäßig hohem Druck durch die Kaffeekissen drücken. Zweitens sollte das Wasser möglichst auf eine Temperatur von 90 Grad erhitzt werden, damit besonders viele Aromastoffe aus dem Pulver gelöst werden. Ist das Wasser beim Aufbrühen nicht heiß genug, schmeckt der Kaffee fad.  

Kompliziert zu bedienen ist keins der getesteten Modelle. Im Gegenteil, das Kaffeemachen geht leicht von der Hand. Etwas umständlich ist jedoch die Zubereitung eines Cappuccinos mit dem Modell von Petra. Die Reinigung der Padmaschinen ist ebenfalls kinderleicht. Sehr praktisch ist eine Anzeige, die dich informiert, wenn die Kaffeepadmaschine entkalkt werden sollte. 

Ist die Kapsel eine Alternative zum Pad?

Neben Padmaschinen eignen sich auch Kapselmaschinen für das portionsweise Servieren von Kaffee. Für die Kaffeepadmaschine spricht, dass du die verwendeten Pads nach Gebrauch einfach in der Biotonne oder auf dem Kompost entsorgen kannst. Bei einer Kapselmaschine fällt zusätzlicher Aluminium- oder Kunststoffabfall an. Im direkten Vergleich mit Kaffeepads sind Kapseln deutlich aromatischer, da das Kaffeepulver luftdicht versiegelt ist. Allerdings sind die Kapseln pro Portion teurer als Pads. Italienische ESE Pads können da ein Kompromiss sein: Die Pads selbst wandern nach der Kaffeepause in den Biomüll. Allerdings sind auch sie einzeln in Aromabeuteln eingeschweißt. Das garantiert zwar guten Geschmack, geht aber zu Lasten der Umwelt. Zudem sind ESE Pads nicht überall erhältlich und du wirst sie deshalb vermutlich meist online bestellen müssen. So oder so kommen laufende Kosten auf dich zu, diese sind in der Regel jedoch bei Kaffeepads erheblich niedriger als bei Kapseln.

Häufige Fragen zu Kaffeepadmaschinen