Wozu brauche ich einen Reiskocher?

Viele kennen ihn – den Reis aus dem Kochtopf. Egal ob Quell- oder Wassermethode, es geht auch einfacher, nämlich mit einem Reiskocher. In vielen Ländern der Welt gilt Reis als Grundnahrungsmittel, weil es günstig ist und in großen Mengen angebaut werden kann. In asiatischen Ländern hat jeder Haushalt einen eigenen Reiskocher. Es vergeht fast kein Tag, an dem dieser nicht im Einsatz ist. Dieser „Trend“ ist in den letzten Jahren in immer mehr Ländern angekommen. Unternehmen wie die Firma Reishunger aus Bremen haben es sich zur Aufgabe gemacht alle Arten von Reiskochern und die dazugehörigen Reissorten zu vertreiben – und das mit Erfolg! Warum du einen Reiskocher brauchst oder auch nicht, erfährst du in der folgenden Tabelle.

Vor- und Nachteile von Reiskochern

Reiskocher sind super praktisch, wenn du gerne und viel Reis isst und Wert auf eine einfache Zubereitung legst. Wir haben hier für dich die Vor- und Nachteile gegeneinander aufgewogen:

Vorteile:

  • es bleiben mehr Vitamine und Nährstoffe erhalten
  • kein Überkochen mehr
  • Gerät muss nicht ständig beaufsichtigt werden
  • bei einem Reiskocher mit Warmhaltefunktion bleibt der Reis lange heiß

Nachteile:

  • separates Gerät ist erforderlich
  • Reiskocher muss verstaut werden
  • Strom wird benötigt

Das sind unsere Reiskocher Testkategorien

  • Qualität: Wir legen Wert auf einen sicheren Stand und einen guten Verschluss. Immerhin möchten wir uns nicht die Finger beim Reiskochen verbrennen. Die Qualität von Gehäuse und Zubehör schauen wir uns ebenfalls an.
     
  • Funktionsumfang und Bedienung: Kann der Reiskocher auch Gemüse dämpfen? Ist die Handhabung intuitiv oder wird eine Bedienungsanleitung benötigt? Wie sieht es mit der Reinigung aus?
     
  • Garzeit: Wir wollen wissen, wie lange die Zubereitung von 240 Gramm ungekochtem Reis im Kocher dauert.
     
  • Geschmack: Wie ist das Ergebnis? Schmeckt der Reis aromatisch oder eher nach dem neuen Topf? Bleibt das Gemüse schön bissfest?

Testsieger: Cuckoo CR-0632 – der Koreaner weiß, wie es geht

Der „Cuckoo CR-0632“ Reiskocher kommt in seinem Weiß-Rosa Design etwas verspielt daher. Mit einem Fassungsvermögen von etwa 1,2 Litern liefert er Reis für bis zu vier Personen. In 17 Minuten hat er 240 Gramm Reis gekocht – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Verarbeitung ist top und auch die Reinigung geht leicht von der Hand. Für diese Performance vergeben wir den Testsieg. Wenn du mehr über den Kandidaten aus Korea wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Cuckoo Einzeltest.

Preis-Leistungs-Sieger: Der vielfältige Gastroback 42507

Das Gehäuse des „Gastroback 42597“ besteht aus Edelstahl und grauem Kunststoff. Anders als bei den anderen Reiskochern, verfügt dieses Modell über eine hellgraue Antihaftbeschichtung. Auch hier wird ein weißer Gareinsatz aus Kunststoff mitgeliefert. Der Innentopf aus Aluminium fasst 1 Liter beziehungsweise 5 Cups. Das Kabel ist praktischerweise abnehmbar und der Kocher vergleichsweise kompakt. Die Mindestmenge Reis beträgt hier 180 Gramm. Mitgeliefert wird wie bei allen Modellen ein Messbecher und ein Reislöffel.

Dieser Reiskocher eignet sich laut Bedienungsanleitung auch für die Zubereitung von Porridge. Hier darf jedoch nicht mehr als ein Messbecher eingefüllt werden. Es ist eine deutliche Vibration auf der Arbeitsplatte spürbar. Praktisch finden wir den Tragegriff, mit dem sich der Reiskocher bequem transportieren oder im Schrank verstauen lässt. Der Gastroback hat eine Leistung von 450 Watt.

Klasse Reis, wenn man sich traut den Deckel zu öffnen

Beim Öffnen des Deckels musst du Vorsicht walten lassen, da dir dort ein Schwall heißer Dampf entgegenkommt. Beim Test waren wir leider nicht schnell genug und haben uns die Finger verbrüht. An der Innenseite läuft im Bereich des Scharniers Kondenswasser herunter, das kann mitunter auf die Heizspirale tropfen. Generell sammelt sich auf der Innenseite des Deckels viel Kondenswasser. Der Deckel lässt sich beim Gastroback einfach per Knopfdruck öffnen. Auf der Oberseite des Gerätes befindet sich eine Öffnung, aus der beim Kochen heißer Dampf entweicht. In einer kleinen Schale sammelt sich auch an dieser Stelle Kondenswasser.

Sowohl der Reis als auch das gedämpfte Gemüse sind lecker. Das Gemüse ist nicht weichgekocht, wie etwa beim Reishunger Reiskocher. Der Reis ist jedoch am Boden des Topfes etwas angebrannt. Wie zu erwarten, hat sich auch hier der weiße Kunststoff des Gareinsatzes verfärbt.

Fazit: Ein kompakter, gut verarbeiteter Reiskocher mit praktischem Tragegriff. Der Gastroback liefert einen sehr leckeren Reis in einer durchaus akzeptablen Kochzeit von fast 19 Minuten. Dafür vergeben wir 8 von 10 Punkten und somit den zweiten Platz.

Der Reis ist heiß – Diese Modelle haben wir ebenfalls auf Herz und Nieren geprüft

Das soll schon alles gewesen sein? Keinesfalls! Wir haben noch acht weitere Reiskocher für dich getestet. Darunter auch echte Platzsparwunder und Modelle für Großfamilien.

WMF KÜCHENminis Reiskocher – schick und platzsparend

Der „WMF Reiskocher“ aus der KÜCHENminis Linie besteht aus Cromargan. Dem Lieferumfang liegt ein kleines Rezeptbuch bei. Klasse, wenn man einmal etwas Inspiration oder Abwechslung in der Küche braucht. Auch hier ist das Stromkabel praktischerweise abnehmbar. Das Gerät ist gut verarbeitet, platzsparend und ähnelt im Inneren einem kleinen Kochtopf. Der Innentopf besteht ebenfalls aus Cromargan und ist mit einer doppelten Antihaftbeschichtung versehen. Neben Cromargan-Garaufsatz, Reislöffel und Messbecher findest du hier sogar einen separaten Deckel für die „Lunch-to-go-Box“. So lässt sich der frisch gekochte Reis prima mit zur Arbeit, in die Uni oder zu Freunden transportieren. Der Warmhaltemodus beträgt hier leider nur 40 Minuten, was wir etwas knapp bemessen finden. Clever wird hier auch der Garaufsatz verwendet, den du einfach nur auf den Reistopf setzt – Deckel drauf – fertig! 

Das Fassungsvermögen wird zwar mit einem Liter angegeben, dafür ist die Markierung im Topf jedoch sehr niedrig angesetzt. Laut Hersteller kannst du mit dem Reiskocher bis zu 250 Gramm Reis garen. Wir haben 240 Gramm darin zubereitet und sind inklusive Wasser bereits an die maximale Füllhöhe des Kochers gestoßen. Somit kannst du nur für 2 Personen als Hauptgericht und 5 Personen als Beilage Reis kochen.

Etwas verwirrende Bedienung, dafür mit Timer

Der WMF Reiskocher wird per Knopfdruck eingeschaltet. Durch das Drücken des „Start-Knopfes“ beginnt das Kochprogramm. Da sich nun ein Balken auf und ab bewegt, sind wir uns zunächst nicht sicher, ob der Garvorgang überhaupt schon begonnen hat. Nachdem der Kochvorgang beendet ist, ertönt ein Signal und das Gerät schaltet in den Warmhaltemodus. Mit einer Garzeit von knapp 30 Minuten ist der WMF Reiskocher mit seinen 220 Watt der langsamste Reiskocher im Test.

Neben Reis kann dieses Gerät auch Hülsenfrüchte zubereiten und Gemüse dämpfen – das ermöglicht dir ein separater Gartopf. Hier kommt dann auch die Timerfunktion ins Spiel, welche auf bis zu neun Stunden eingestellt werden kann. Vorteil bei der Reinigung: Die abnehmbaren Teile dürfen alle in die Spülmaschine.

Fazit: Ein durch und durch edler Reiskocher, der das Zeug zum Testsieger hat. Für den cleveren Aufbau und die vielfältigen Funktionen vergeben wir Bestnoten im Test. Abzüge gibt es nur für die lange Kochzeit. Im Endeffekt macht das dann 7,7 von 10 Punkten in der Endwertung.

Reishunger Reiskocher – Klassisches Design inklusive Dampfgareinsatz

Was uns als Erstes am „Reishunger Reiskocher“ auffällt, ist sein asiatisches Reiskocherdesign. Mit diesem Gerät kannst du laut Hersteller für bis zu sechs Personen Reis kochen. Praktisch finden wir auch den Dämpfeinsatz. Dieser ist jedoch leider aus weißem Kunststoff und verfärbt sich somit relativ schnell. Dafür überzeugt uns die gute Verarbeitung sowie die einfache Reinigung und Bedienung. Im Betrieb ist der Reishunger Reiskocher extra leise und auch das Ergebnis ist vorzeigbar. Wenn du mehr über den Publikumsliebling wissen möchtest, wirf einen Blick in unseren Reishunger Einzeltest.

Russell Hobbs 19750-56 – Fixer Reiskocher für Großfamilien

Ebenso wie der Tristar ist der „Russell Hobbs 19750-56“ ein sehr geräumiger Reiskocher, der sich auch für Großfamilien eignet. Der Reislöffel und der Messbecher sind BPA-frei. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und wirkt gut verarbeitet. Er macht seinen 700 Watt alle Ehre: Nach nur 15 Minuten ist der Reis fertig. Aber leider ist auch etwas Reis am Boden angebrannt. Damit bietet dir der Russell Hobbs die schnellste Kochzeit im Test. Das Gemüse ist bissfest und schmeckt sehr gut.

Das Kabel finden wir allerdings mit nur 65 Zentimeter recht kurz bemessen. Mit 1,8 Litern Fassungsvermögen beziehungsweise 10 Cups ist hier viel Platz für Reis. Auch hier haben wir den Dämpfeinsatz getestet und mussten leider feststellen, dass sich das weiße Plastik durch Möhren und Paprika verfärbt. Überzeugt hat uns die gute Standfestigkeit und das leichte Gewicht für einen Reiskocher dieser Größe.

Fazit: Der Russell Hobbs Reiskocher eignet sich besonders gut für Großfamilien oder wenn du häufig für viele Leute Reis kochst. Er liefert schnelle Ergebnisse, die auch geschmacklich überzeugen. Das verschafft dem Russell Hobbs 7,5 von 10 Punkten.

Clatronic RK 3566 – Alu-Dämpfeinsatz und gute Performance

Pluspunkt beim „Clatronic RK 3566“ ist der Dampfaufsatz aus Aluminium. Der Kocher ist zwar optisch nicht gerade ein Hingucker, für den Preis aber absolut in Ordnung. Die Edelstahloberfläche des Gehäuse lässt sich mit etwas Druck leicht eindellen, also heißt es Vorsicht. Der An-/Ausschalter befindet sich an der Front, anders als bei anderen Modellen, wo er meist auf der Rückseite angebracht ist. Das Kabel ist abnehmbar.

Dass die Skala im Topf erst bei 0,6 Litern beziehungsweise 4 Cups anfängt, hat uns nicht so gut gefallen. Mit dem Clatronic können maximal 1,3 Kilo Reis (Rohgewicht) gekocht werden. Abzug gibt es hier auch für die Mindestmenge von 3 Cups. Beim Kochen entwickelt das Gerät trotz vorheriger Reinigung einen starken Beschichtungsgeruch. In der Bedienungsanleitung findest du eine Tabelle mit den empfohlenen Dämpfzeiten für unterschiedliche Lebensmittel.

Das Ergebnis: Der Reis ist etwas trocken und leicht pappig. Die Möhren schmecken gut, jedoch sind die Paprika uns persönlich ein bisschen zu weich geworden. Da hatten die Paprika aus dem Russell Hobbs mehr Biss. Die Kochzeit beträgt für 3 Cups nur schlappe 17 Minuten – fix also! Das wird mit 7,1 von 10 Punkten in der Endwertung honoriert.

Tristar RK-6127 – Minimalistischer Reiskocher mit großem Fassungsvermögen

Die Verarbeitung des „Tristar RK-6127“ wirkt verglichen etwa mit dem Modell von WMF nicht sehr hochwertig. Es handelt sich um ein großes Gerät mit verhältnismäßig großzügigem Fassungsvermögen. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und Edelstahl – der Deckel ist aus Glas. In den Reiskocher passen 8 Cups beziehungsweise 1,5 Liter. In der Bedienungsanleitung findest du eine Empfehlung für das Verhältnis von Reis zu Wasser für verschiedene Reissorten. Es steigt viel Dampf durch das Loch im Glasdeckel auf. Die Leistung liegt bei 500 Watt. Das Kabel ist abnehmbar und der Kocher selbst sehr leicht für seine Größe. Links hinten gibt es einen separaten Schalter zum Ein- und Ausschalten. Auch hier erfolgt die Bedienung einfach durch Herunterdrücken des Schalters am vorderen Bedienfeld.

Während des Kochens macht sich ein Plastikgeruch deutlich bemerkbar. Der Geschmack geht aber zum Glück nicht auf den Reis über. Auch hier schaltet der Kocher automatisch in den Warmhaltemodus um. Der Innentopf rutscht im Gehäuse hin und her.  Auch beim Rühren und Schöpfen hält der Kocher auf der Arbeitsfläche nicht still. Der Reis ist in circa 20 Minuten gar und schmeckt gut – nicht zu trocken und nichts brennt an.

Fazit: Dieser Reiskocher eignet sich für den kleinen Geldbeutel und wenn du Reis für mehr als vier Personen kochen möchtest. Wie vergeben dafür 6,9 von 10 Punkten.

Arendo EDO 301225 – Unzureichende Verarbeitung und mittelmäßiges Ergebnis

Der Reiskocher von Arendo ist der Zwilling des Clatronic. Er besitzt ebenfalls einen Dampfaufsatz aus Aluminium. Die Edelstahloberfläche des Gehäuses lässt sich leicht eindrücken – Qualität sieht anders aus. Die Leistung beträgt 500 Watt und der Reiskocher fasst 1,5 Liter (8 Cups). Er wechselt automatisch in den Warmhaltemodus. Der Glasdeckel schließt nicht besonders bündig mit dem Dampfeinsatz aus Aluminium ab. Der Arendo besitzt wie die anderen Reiskocher auch einen Überhitzungs- und Trockenkochschutz. Das Kabel ist abnehmbar.

Ergebnis: Das Gemüse wird beim Dämpfen etwas weich und der Reis hat den Geschmack des neuen Topfes angenommen. Beim Umrühren fällt ein leichter „Film“ auf, der sich auf der Antihaftbeschichtung abgesetzt hat. Dieser lässt sich jedoch wegscharben. Insgesamt aber keine überzeugende Performance. Im Test erhält der Arendo 6,8 von 10 Punkten.

Pars Khazar 101TSE – persischer Reiskocher

Der „Pars Khazar 101TSE“ ist ein persischer Reiskocher, der Reis für bis zu vier Personen kocht. Die Warmhaltefunktion ist für circa eine Stunde nutzbar. Das Gehäuse besteht aus poliertem Edelstahl und wirkt sehr hochwertig. Die Bedienungsanleitung ist leider in schlechtem Deutsch verfasst. Der Messbecher fasst 180 Milliliter und dem Lieferumfang liegt ein extra Reinigungsschwamm bei - dafür fehlt ein Reislöffel. Der Reiskocher hat ein Füllvolumen von 1,1 Litern und eine Leistung von 500 Watt.

Es gibt vier Bräunungsstufen für den Tahdig-Reis (knusprigen, persischen Reis). Mit zunehmender Stufe wird der Reis immer knuspriger. Wir haben daher den Reiskocher zum besseren Vergleich auf Stufe 1 gestellt. Mit dem Pars Khazar kann knuspriger orientalischer oder lockerer asiatischer Reis gekocht werden. Beim Kochen bewegt sich der Deckel etwas auf und ab. Das liegt vermutlich an dem fehlenden Dampfventil. Während des Kochvorgangs dreht sich das Bedienrad langsam Richtung „off“. Mit 26:30 Minuten Kochzeit ist er der zweitlangsamste im Test. Der Reis schmeckt lecker, ist am Topfboden aber etwas angebrannt.

Fazit: Für den Preis von fast 120 Euro (Stand: Januar 2019) haben wir mehr erwartet. Der Pars Khazar kann zwar knusprigen Reis herstellen, allerdings braucht er dafür auch fast eine halbe Stunde und je nach Bräunung noch länger. Der Regler ist eine Art Eieruhr, mit der man die ungefähre Dauer des Kochvorgangs abschätzen kann. Wir vergeben hier 6,7 von 10 Punkten.

Rosenstein & Söhne NC-3679-675 – Klein und super für 2 Personen

Der Reiskocher von Rosenstein & Söhne kommt mit einem weißen Korpus aus Metall daher. Mitgeliefert werden Messbecher und Spatel. Der Messbecher fasst allerdings nur 120 Milliliter – bei der Konkurrenz sind es meist 180 Milliliter. Das Gerät mit einer 350 Watt Leistung hat ein Fassungsvermögen von 0,6 Liter – das entspricht etwa drei Tassen Reis. Neben der Tassenskala im Topf findest du auch eine Literskala für die maximale Wassermenge von 0,6 Liter. Durch Herunterdrücken des Schalters an der Vorderseite wechselt der Reiskocher vom Warmhalte- in den Kochmodus. Der Innentopf ist antihaftbeschichtet und lässt sich entnehmen. Trotz Aufwärmphase geht ein starker Eigengeruch vom Gerät aus. Er macht kaum bis gar keine Geräusche während des Kochens.

Ohne Umrühren backt der Reis nach 20:30 Minuten Kochzeit etwas am Topfboden fest. Beim Rühren rutscht das leichte Gerät auf der Tischplatte hin und her. Das gibt Punktabzug. Nach dem Kochvorgang schaltet der Rosenstein & Söhne automatisch in den Warmhaltemodus. Dieser sollte laut Herstellerangaben jedoch nicht länger als 12 Stunden genutzt werden. Der Reis ist zwar durch, hat aber den Geschmack des neuen Topfes angenommen. Zudem ist er sehr trocken und klumpt.

Fazit: Klein und kompakt präsentiert sich der Rosenstein & Söhne. Die Verarbeitung lässt allerdings zu wünschen übrig. Als wirklich standfest können wir den kleinen Küchenhelfer auch nicht bezeichnen. Dafür lässt er sich aber leicht reinigen und arbeitet leise. Das bringt ihm immerhin 6,6 von 10 Punkten ein.

Wie haben wir die Reiskocher getestet?

  • Das Reis-zu-Wasser-Verhältnis: Wir haben unseren Test bei allen Geräten mit 240 Gramm Reis und 360 Milliliter Wasser durchgeführt. Der Reis muss vor der Zubereitung erst in einem feinmaschigen Sieb gewaschen werden, um ihn von Stärkeresten zu befreien. Das Reis-zu-Wasser-Verhältnis variiert je nach Reissorte. Bei Basmatireis etwa beträgt es 1: 1,5. Welcher Reis wie viel Wasser benötigt, erfährst du in unserem FAQ.
     
  • Kochvorgang und Geschmackstest: Nach dem Abmessen von Reis und Wasser haben wir die Geräte an den Strom angeschlossen und den Netzschalter betätigt. Nun muss ein Hebel an der Vorderseite runtergedrückt werden, um den Kochvorgang zu starten. Ist dieser beendet, springt der Schalter wieder hoch. Nun haben wir vorsichtig den Deckel abgenommen und mit dem Reislöffel einmal umgerührt. Den fertigen Reis ließen wir erst einmal abkühlen und haben dann probiert. Dasselbe gilt fürs Gemüse, sofern ein Dämpfaufsatz mitgeliefert wurde.
     
  • Zubehör: Je nach Einsatzzweck ist auch ein Dampfeinsatz oder -aufsatz praktisch, dann muss das Gemüse nicht separat in einem Dampfgarer zubereitet werden. Schade nur, dass von den fünf Geräten mit Dampfeinsatz drei aus weißem Kunststoff bestehen und sich bereits nach der ersten Benutzung verfärben. Reislöffel und Messbecher haben hingegen fast alle Modelle im Lieferumfang. Nur beim Pars Khazar fehlt der Löffel.
     
  • Reinigung: Alle Reiskocher lassen sich einfach reinigen. Selten backt etwas am Topf fest. Größere Töpfe sind etwas umständlicher auszuwischen. In den Bedienungsanleitungen finden wir fast überall den Hinweis, das Gerät ausschließlich per Hand und ohne Scheuermittel oder Chemikalien zu reinigen. Ansonsten leidet nämlich die Antihaftbeschichtung. Nur die Teile des WMF Reiskochers dürfen in die Spülmaschine. Das gab einen Pluspunkt.

Was du vor dem Kauf eines Reiskochers beachten solltest

  • Regelmäßiger Einsatz: Ein Reiskocher kann mitunter sehr praktisch sein, vorausgesetzt du nutzt ihn regelmäßig. Ansonsten nimmt er nämlich nur wertvollen Platz in deinem Küchenschrank weg.
     
  • Bauart: Es gibt viele verschiedene Modelle. Möchtest du einen Reiskocher mit Glasdeckel oder einen Deckel, der sich per Knopfdruck öffnen lässt?
     
  • Fassungsvermögen und Größe: Wie sieht es mit der Kapazität aus? Suchst du einen Reiskocher für dich alleine oder für die Großfamilie? Große Reiskocher nehmen auch dementsprechend viel Platz in deiner Küche ein, sind aber meist leichter als die kompakten Geräte wie zum Beispiel unser Testsieger von Cuckoo.
     
  • Zubehör: Wenn du auch Gemüse mit dem Reiskocher dämpfen möchtest, solltest du ein Modell mit Dämpfeinsatz wählen. Am besten eignet sich da einer aus Aluminium – die aus weißem Kunststoff verfärben sich nämlich sehr schnell.
     
  • Kochzeit: Je nachdem wie eilig du es hast, macht auch ein Reiskocher mit einer kurzen Kochzeit Sinn. Das sollte allerdings nicht das wichtigste Kriterium sein. Eine gute Antihaftbeschichtung finden wir wichtiger, damit du lange Freude an deinem Gerät hast.
     
  • Sicherheit: Reiskocher mit Glasdeckel haben wir bei der Verschlusssicherheit nicht so hoch eingestuft, weil die Gefahr droht, dass ein Kind den Deckel öffnet und sich an dem heißen Dampf verbrüht. Das erscheint uns bei den Modellen von Reishunger, Cuckoo und Gastroback etwas besser gelöst. Doch auch hier musst du dich beim Öffnen des Deckels vor heißem Dampf in Acht nehmen.

Was du sonst noch alles über Reiskocher wissen solltest