10 Fusselentferner getestet – wir finden den besten für dich

Lästige Fussel findest du leider viel zu schnell an allen Kleidungsstücken. Besonders Pullover aus Kaschmir oder Mohair sehen schnell gar nicht mehr edel aus. Aber auch Baumwolle und Synthetikfasern bekommen nach einigen Waschgängen schnell Knötchen – das sogenannte Pilling. Die unliebsamen Fusseln entstehen durch gelöste Fasern und Reibung am Stoff. Deshalb finden sich an den Ärmeln oft besonders viele Fussel.

Mit einem Fusselrasierer sehen deine Kleider im Handumdrehen nicht mehr abgetragen aus. Die Fusselentferner haben ähnlich wie der elektrische Bartrasierer einen Scherkopf mit Klingen. Davor befindet sich ein Gitter mit Löchern. Durch dieses „zieht“ der Fusselentferner die Knötchen hinein und trennt sie vom restlichen Stoff. Wir haben zehn unterschiedliche Geräte getestet und auf einen alten Wollpulli losgelassen.

Zehn Modelle haben sich unserem Fusselrasierer Test gestellt

In diesen Kategorien bewerten wir die Entfussler

  • Fusselentfernung: Das ist für uns die wichtigste Kategorie: Wie zuverlässig und wie schnell entfernen die Fusselrasierer die unschönen Knötchen?
  • Bedienkomfort: Hier bewerten wir etwa, wie leicht sich der Auffangbehälter für die Fusseln leeren und ob sich der Abstandshalter einfach abschrauben lässt.
  • Ergonomie: Da du teilweise ganz schön lang mit dem Fusselrasierer arbeitest, sollte das Gerät angenehm in der Hand liegen und nicht zu schwer sein.
  • Qualität: Haben die Hersteller hochwertige Materialien verbaut? Ist das Gehäuse stabil?

Testsieger: Der Philips Fusselrasierer ist der beste Allrounder

Schnell und sauber – so arbeitet der Philips Fusselrasierer „GC027/00“. Doch nicht nur mit der Arbeitsleistung überzeugt er im Test, auch die Bedienung und Qualität dieses Fusselentferners sind top. Besonders gefällt uns, dass du für dieses Modell keine Batterien benötigst. Du kannst den verbauten Akku einfach über ein USB-Kabel aufladen. Lies dir im ausführlichen Testbericht alle Vorteile des Philips Fusselrasierers durch.

Beim Testsieger Philips kommen schnell viele Fusseln zusammen

Preissieger: Severin Fusselrasierer CS 7976

Beim Severin Fusselrasierer „CS 7976“ bekommst du zum kleinen Preis eine gute Arbeitsleistung. Die Fusseln lassen sich in 90 Sekunden zwar nicht vollständig vom etwa 10 x 20 Zentimeter großen Pullistück entfernen. Im Vergleich zu den anderen Fusselentfernern steht er aber immer noch sehr überzeugend da.

Der Fusselrasierer wird mit zwei Batterien vom Typ C betrieben, sogenannte „Babyzellen“. Damit hat er viel Power, die sich aber auch akustisch bemerkbar macht. Mit 63 Dezibel (dbA) gehört er zu den lauteren Fusselentfernern im Test. Durch die großen Batterien ist das Gerät auch etwas schwer und der Griff klobig. Deshalb erzielt er weniger gute Noten in der Kategorie Ergonomie. Dafür kann das Modell bei der Bedienung punkten. Der Auffangbehälter für die Fusseln lässt sich leicht abnehmen und leeren.

Fazit: Auch wenn uns die Verarbeitung etwas billig erscheint, können wir den Severin Fusselrasierer weiterempfehlen. Denn das Modell ist zu einem günstigen Preis von aktuell etwa 10 Euro (Stand Mai 2019) erhältlich – Batterien inbegriffen.

Beim Severin stimmen Preis und Leistung

Mit und ohne Akku: Alle 8 weiteren Testkandidaten

Man könnte meinen, bei Fusselrasierern gibt es kaum Unterschiede. Tatsächlich hat jeder unserer zehn Testkandidaten seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Hier findest du alle weiteren Entfussler aus dem Test ausführlich beschrieben.

2. Platz: Surker 2in1 Fusselrasierer SK-680

Der Surker Fusselrasier „SK-680“, der auch unter dem Markennamen „Adkwse“ vertrieben wird, hat fast den Testsieg geholt. Sein Ergebnis beim Fusselentfernen ist ähnlich gut wie beim Testsieger. Er gleitet gut über den Stoff und entfernt in kurzer Zeit zuverlässig viele Knötchen. Weniger Spaß macht es allerdings, die vielen Flusen wieder aus dem Gerät zu entfernen. Der Surker Fusselrasierer hat keine entnehmbare Box zum Sammeln der Flusen. Du schraubst den Deckel um den Scherkopf ab und musst die Fussel rund herum heraus pulen. Auch in Sachen Ergonomie kann uns der Surker nicht ganz überzeugen. Zunächst ist der Schalter sehr klein und schwergängig. Durch das 2-in-1-Konzept mit integrierter Fusselrolle bietet das Modell keinen angenehmen Griff. Die Rolle ist oft im Weg. Praktisch ist das Konzept natürlich trotzdem, da du lose Fasern so leicht einsammeln kannst. Das ist besonders vor dem Waschen deiner Kleidungsstücke empfehlenswert, damit Knötchen gar nicht erst entstehen. Der Hersteller legt zwei Ersatzrollen bei.

Richtig gut finden wir, dass du keine Batterien brauchst. Der Fusselentferner hat einen Akku, den du mit einem USB-Kabel auflädst. Der Akku ist stark genug für eine schnelle und saubere Fusselentfernung. Dennoch arbeitet der Surker ziemlich leise. Schade, dass die Entleerung so unpraktisch ist, denn ansonsten finden wir dieses Produkt rundherum empfehlenswert.

Der Surker kombiniert Rasierer mit Fusselrolle

Solide Leistung: Tefal Fusselentferner JB1013

Vor die Wahl gestellt, würden wir uns generell eher für einen Fusselrasierer mit aufladbarem Akku entscheiden. Beim Tefal Fusselrasierer „JB1013“ setzt du immerhin nur zwei AA-Batterien ein. Die hat so gut wie jeder im Haus und sie sind in jedem Supermarkt erhältlich. Auch wenn andere batteriebetriebene Fusselentferner durch größere Batterien mehr Power haben, ist die Leistung beim Entfusseln gut. Allerdings hört man immer wieder, dass festklemmende Fasern dem Motor zu schaffen machen.

Der Auffangbehälter ist zwar etwas klein, lässt sich jedoch leicht leeren. Der Tefal Fusselrasierer liegt mit seinem geringen Gewicht gut in der Hand. Der Schalter ist gut erreichbar und leichtgängig.

Etwas verzweifelt sind wir am Abstandshalter für dicke Wollpullis. Bei diesem kannst du die Höhe verstellen, was an sich keine schlechte Idee ist. Für die volle Leistung wollten wir den Abstandshalter jedoch entfernen und drehten gleich den gesamten Scherkopf ab. Tatsächlich muss man dieses Bauteil aber abziehen und nicht drehen, was erst mit sanfter Gewalt gelingt.

Mit 61 Dezibel ist er etwas laut und das Geräusch unangenehm. Womit der Tefal diese Minuspunkte wieder aufholen kann, ist der günstige Preis.

Der Auffangbehälter ist beim Tefal knapp bemessen

Lautes Bügeleisen: SOLAC H101A4 Fusselrasierer Quita - pelusas

Der Fusselrasier „H101A4 Quita – pelusas“ von SOLAC sieht aus wie ein kleines Bügeleisen. Durch die breite Rasierfläche und den großen Auffangbehälter eignet sich dieser Fusselentferner bestens für Großeinsätze wie Bettbezüge oder Möbel. Den SOLAC Fusselrasierer kannst du im Netzbetrieb oder mit Batterien vom Typ D benutzen. Ersteres spart Geld und ist ökologischer. Allerdings schränkt das Kabel deinen Aktionsradius ein. Die riesigen Batterien machen den Entfussler hingegen sehr schwer. Außerdem hat nicht jeder Typ D Batterien zu Hause und sie sind auch nicht in jedem Geschäft erhältlich. Mit beiden Betriebsarten sind wir also nicht ganz zufrieden. Immerhin: Das Ergebnis beim Entfusseln ist gut und vor allem großflächig.

Die hohe Leistungsaufnahme des Motors macht das Gerät sehr laut. Mit 71 Dezibel (dBA) führt der SOLAC die unrühmliche Kategorie Lautstärke mit Abstand an.

Fazit: Willst du vor allem große Flächen entfusseln, dann können wir dir diesen etwas teureren Fusselrasierer empfehlen. Ansonsten finden wir den SOLAC etwas unpraktisch.

Das SOLAC kannst du auch mit Netzkabel betreiben

Quietschgelbes Handtäschchen: Confu Fusselrasierer KF-SV314

Dieses Gerät haben wir fast nicht als Fusselrasierer erkannt. Seine Form ist im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirklich mal etwas anderes. Der kleine „Confu KF-SV314“ ist klein, rund und leuchtend gelb. Statt eines Griffs besitzt er einen kleinen Henkel. Ergonomisch ist das weniger vorteilhaft, jedoch macht dieses Design den Confu Fusselrasierer sehr kompakt.

Die Knötchen entfernt er ganz gut, man muss allerdings mehrmals über einige Stellen fahren. Seine Arbeit verrichtet der Fusselentferner mit 53 Dezibel unschlagbar leise.

Ähnlich wie der Surker ist das Leeren der Fussel aus dem Gerät umständlich, weil es keine entnehmbare Box gibt.

Punkten kann der Confu Fusselrasierer damit, dass er keine Batterien braucht, sondern einen über USB-Kabel aufladbaren Akku hat.

Die Ergonomie des kompakten Confu überzeugt uns weniger

Modern: LeaderPro Fusselrasierer LP-FS02

Der Fusselrasierer „LP-FS02“ von LeaderPro hat ein modernes Design und die coole Funktion eines knickbaren Griffs. Dieser lässt sich nämlich rechtwinklig umlegen oder mit einem leichten Dreh zum aufrechten Stab umfunktionieren. Diese Wahlfreiheit bei der Bedienung gefällt uns sehr gut, ebenso wie der ergonomische An-/Ausschalter.

Das Entleeren der Fussel ist wie bei Confu und Surker unpraktisch, da es keine Auffangbox zum Abnehmen gibt. Auch die Leistung beim Entfernen der Fussel überzeugt nicht so sehr wie bei anderen Testgeräten. Der Motor stottert hörbar, wenn eingezogene Flusen die Rotation blockieren. Ansonsten verrichtet dieser Entfussler seine Arbeit schön leise. Positiv finden wir außerdem, den über USB aufladbaren Akku.

Schwergewicht für Möbel: Singer Fuzzi Wuzz BS-201

Die Fusselfräse vom Traditionsunternehmen Singer ist ähnlich konzipiert wie der Testkandidat von SOLAC. Wie dieser ähnelt das Gerät einem Bügeleisen. Im Gegensatz zum SOLAC Fusselrasierer hast du bei der Singer Fusselfräse „Fuzzi Wuzz“ jedoch nicht die Wahl zwischen Netz- und Batteriebetrieb. Zwei Batterien vom Typ D sind Pflicht und machen den Entfussler äußerst schwer. Noch dazu sind die Batterien nicht im Lieferumfang inbegriffen. Anders wäre der vergleichsweise günstige Preis sicher auch nicht machbar.

Die Leistung beim Entfusseln ist sehr gut und vor allem großflächig. Möchtest du deinen Sofabezug oder andere Heimtextilien von Knötchen befreien, dann ist dieses leistungsstarke Gerät das richtige für dich. Du musst nur aufpassen, dass dir der Arm nicht abfällt. Negativ schlägt neben dem Gewicht noch die unangenehme Lautstärke von 65 Dezibel (dbA) zu Buche.

Für die Singer Fusselfräse benötigst du schwere, große D-Mono-Batterien

Klobig: Oma Gerda Fusselrasierer OG6931

Auch wenn der Name Sympathiepunkte sammelt, kann uns der Fusselrasierer „OG6931“ von Oma Gerda nicht so recht überzeugen. Mit zwei Batterien vom Typ C hat das Gerät viel Power. Dennoch ist unser Stück vom Testpulli nach 90 Sekunden nicht so fusselfrei wie bei den anderen Testkandidaten.

Der Griff des Oma Gerda Fusselrasierers ist uns etwas zu breit und liegt nicht so gut in der Hand. Wenn wir am Abstandshalter für Wollpullis drehen, lockern wir den ganzen Scherkopf. Das spricht nicht gerade für eine gute Verarbeitungsqualität. Der Deckel des Batteriefachs könnte ebenfalls fester sitzen. Das Entleeren des Auffangbehälters gelingt uns allerdings tadellos.

Die Babyzellen machen das Oma Gerda Gerät recht schwer

Für unterwegs: Clatronic Textil-Cleaner MC 3240

Der kleinste und kompakteste Fusselrasierer im Test ist der „Textil-Cleaner MC 3240“ von Clatronic. Leider hat er durch die kleine Rasierfläche und die geringere Power des Motors auch entsprechend schlechte Entfusslungsergebnisse. Du musst mit dem Clatronic sehr häufig über die gleiche Stelle fahren, um alle Fusseln zu erwischen.

Sehr fummelig finden wir das Entfernen der Flusensammelbox und das Öffnen des Batteriefachs. Immerhin ist der Clatronic Fusselrasierer äußerst günstig und klein genug für die Handtasche.

Der Clatronic Fusselrasierer ist handlich

So finden wir den besten Fusselrasierer

Alle zehn Testkandidaten dürfen zunächst ihr Können auf dem gleichen Wollpulli unter Beweis stellen. Wir trennen auf diesem jeweils eine Fläche von etwa 10 mal 20 Zentimetern ab. Auf diesem Stück Stoff haben die Fusselrasierer dann 90 Sekunden Zeit so viele Flusen wie möglich zu entfernen. So stellen wir die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sicher. Wir testen aber ebenfalls, wie sich die Geräte auf anderen Textilien schlagen. Im Vergleich sind Kleider aus Synthetikfasern oder Kaschmir nämlich für manche Modelle schwerer oder leichter zu meistern.

Bei den zahlreichen Durchläufen haben wir genug Gelegenheit, auch den Bedienkomfort, die Qualität und die Ergonomie der Fusselrasierer zu überprüfen. Wichtig ist uns beispielsweise, dass es eine Auffangbox für die Flusen gibt und sich diese leicht leeren lässt. Auch das Einsetzen der Batterien – falls notwendig – sollte leicht von der Hand gehen. Pluspunkte gab es für alle Geräte mit integriertem Akku, den du über ein USB-Kabel am Computer oder dem Handyladegerät aufladen kannst.

Preis-Leistungs-Sieger und Testsieger auf ihrem Testabschnitt

Da du mitunter lange an einem Kleidungsstück arbeiten wirst, um es vollständig flusenfrei zu bekommen, sind das Gewicht und die Ergonomie wichtig. Geräte mit Batterien vom Typ C oder D liegen auf Dauer schwer in der Hand. Die Griffe und Knöpfe sollten ebenfalls sinnvoll gestaltet sein.

Fusselrasierer sind zu ziemlich günstigen Preisen erhältlich. Kein Wunder, dass da schnell die Qualität auf der Strecke bleibt. Deswegen haben wir uns die Verarbeitung und die verwendeten Materialien angeschaut. Dass es gleichzeitig günstig und hochwertig geht, zeigt zum Beispiel unser Testsieger von Philips.

Unser TippSo verhinderst du die Entstehung von Fusseln

Bei einigen Textilien wirst du kaum um Fussel herumkommen, wenn du sie gerne und häufig trägst. Du kannst dem Pilling-Effekt vorbeugen, wenn du deine Wäsche häufiger mal nur lüftest und nicht gleich in die Waschmaschine steckst. Der Trockner fördert das Entstehen von Pilling zusätzlich. Ein guter Rat ist außerdem, vor dem Waschen die losen Fasern mit der Fusselrolle einzusammeln. So verfilzen sie gar nicht erst zu Knötchen.

Welcher Fusselrasierer ist der beste für mich?

Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist die Art der Kleidung oder der Textilien, die du bearbeiten möchtest. Sollen nur wenige Wollpullover entfusselt werden, dann reicht ein kompaktes Gerät wie unser Testsieger oder der Preis-Leistungs-Sieger. Willst du den Knötchen auf dem Sofabezug zu Leibe rücken, dann kommen Geräte mit einer großen Rasierfläche, wie von Singer oder SOLAC, eher für dich infrage.

Wenn du dich fragst, welchen Fusselrasierer du kaufen sollst, ist sicher auch die Betriebsart von Bedeutung. Batteriebetriebene Geräte sind zwar im Schnitt in der Anschaffung günstiger, du musst jedoch Folgekosten für neue Batterien berücksichtigen. Die Motoren der Fusselrasierer mit wiederaufladbaren, integrierten Akkus sind etwas weniger leistungsstark. Dafür sind sie ökologischer und auf lange Sicht günstiger. Deswegen haben wir uns auch für den Philips Fusselrasierer als Testsieger entschieden.

Zwischen den zehn getesteten Modellen gibt es nicht nur optisch große Unterschiede

Häufige Fragen zum Fusselrasierer