Mit Heißluft fast ohne Fett garen – 10 beliebte Modelle getestet

Unsere zehn getesteten Heißluftfritteusen arbeiten bei der Zubereitung von Pommes bei maximal 180 Grad. Das schützt davor, dass sich der giftige Stoff Acrylamid bildet, was bei herkömmlich frittierten Pommes der Fall sein kann. Bei manchen Geräten wie der Tefal Actifry hält ein Rührarm die Kartoffeln ständig in Bewegung, sodass sie gleichmäßig garen. Bei Schubladen-Geräten wie dem Philips Airfryer gart das Frittiergut im Korb für etwa 25 Minuten in der Heißluft. Hier musst du den Frittierkorb mit den Pommes nach 15 Minuten schütteln, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Die Fritteusen in unserem Test arbeiten mit unterschiedlichen Wattzahlen und Umluftsystemen, darum können die Garergebnisse bei gleicher Temperatur und Zeit recht unterschiedlich ausfallen. Den Bräunungsgrad der Kartoffelstreifen solltest du daher immer gut im Auge behalten. Bei Schubladensystemen kannst du den Frittierkorb einfach herausziehen, die Maschine unterbricht so lange ihre Arbeit. Bei der Tefal Actifry und dem Testsieger De’Longhi MultiFry erleichtert ein Sichtfenster den Kontrollblick.

Das sind unsere Testkriterien

  • Verarbeitungsqualität: Wie gut sind die Geräte verarbeitet, wie hochwertig die verbauten Materialien und wie durchdacht ist die Konstruktion?
  • Handhabung: Lässt sich die Heißluftfritteuse intuitiv bedienen? Kannst du das Gerät einfach reinigen und nach dem Gebrauch verstauen, ohne dass es viel Platz wegnimmt?
  • Lärm- und Geruchsentwicklung: Die Geräte sind rund 30 Minuten im Einsatz und sollten nicht durch Lärm oder unangenehmen Geruch auffallen.
  • Frittier-Ergebnis: Sind Pommes und Gemüsestreifen knusprig und lecker?

Unser Testsieger: De’Longhi MultiFry

Der "De’Longhi MultiFry" ist Heißluftfritteuse und Multicooker in einem und hat eine großzügige Kapazität für 1,7 Kilogramm Gargut, das reicht für acht Personen. Diese Fritteuse ist eine gute Wahl für Hobbyköche, die gerne Gäste haben. Mit seinen 2.400 Watt ist er ein echtes Kraftpaket. Die Kartoffelstreifen brutzeln in kürzester Zeit leise vor sich hin. Das Design ist gut durchdacht. Mit seinem speziellen „Surround Heating System“ und dem Rührarm gelingen Pommes und Karottenstreifen richtig knusprig und rundum gut gebräunt. Durch den durchsichtigen Deckel kannst du den Bräunungsvorgang gut beobachten. Positiv aufgefallen ist uns auch, dass es im Vergleich zu vielen anderen Heißluftfritteusen kaum Geruchsentwicklung gibt. Die Multifunktions-Fritteuse kann außerdem auch backen, braten, dünsten und grillen. Einziger Negativpunkt: einzelne Pommes bleiben gerne unter dem Rührarm hängen und sind im heißen Garbehälter schwierig zu entfernen.

Die De‘Longhi MultiFry ist unser Testsieger

Unser Preissieger: Die Heißluftfritteuse von Kesser

Die mit 2,8 Litern Fassungsvermögen kleinste Maschine im Test begeistert durch eine gute Verarbeitung. Ein mitgelieferter Brotbackkorb demonstriert die Einsatzmöglichkeiten. Uns gefallen die analogen Einstellmöglichkeiten für Temperatur und Zeit. Das ist oftmals schneller und einfacher zu regeln als die digitale Variante. Der kleine Garraum der Heißluftfritteuse ist schnell auf Betriebstemperatur und verbraucht wenig Energie. Anders als die meist in schwarz gehaltenen anderen Heißluftfritteusen ist diese auch in Weiß erhältlich. Außerdem verfügt die Maschine über Luftfilter, Wärmedämmung und einen sogenannten „Cool Touch Griff“, was sie zu einem sicheren Haushaltsgerät für die ganze Familie macht. Nach Gebrauch lässt sich das Gerät im Vergleich zu größeren Exemplaren platzsparend im Schrank verstauen. Das Frittier-Ergebnis gehört zu den besten im Test und das zu einem unschlagbar kleinen Preis.

Kesser Heißluftfritteuse - bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Alle anderen Heißluftfritteusen im Test

Neben Testsieger und Preistipp haben wir noch acht weitere Modelle getestet. Vielleicht ist auch hier ein heißer Kandidat für deine Entscheidung dabei.

Passt extra viel rein: Philips Airfryer XXL

Der „Philips Airfryer XXL“ ist groß genug, um ein ganzes Hähnchen zu braten. Wir haben festgestellt, dass er einen unangenehmen Frittierdunst verbreitet und daher am besten vor einem offenen Fenster oder unter der Dunstabzugshaube stehen sollte. Dem hochpreisigen Modell scheint ein wirksamer Filter zu fehlen, der für eine geruchsneutrale Abluft sorgt. Durch seine 2.225 Watt-Power ist die Heißluftfritteuse umgehend auf Betriebstemperatur, kann jedoch recht laut werden. Beeindruckend ihre Heißluft-Technologie, die in Zusammenarbeit mit dem Fettabscheider überschüssiges Fett aus den Speisen entfernt und sie schneller gart als andere Fritteusen. Die Bedienung des Philips Airfryer XXL mit dem Drehrad zur Temperatureinstellung und einem 60-Minuten-Timer ist zudem sehr einfach.

Das Fassungsvermögen beim Philips Airfryer XXL überzeugt

Fettarm und knusprig: Tefal ActiFry 2in1 YV9601 Heißluftfritteuse

Durch einen rotierenden Rührarm macht die Tefal ActiFry die Pommes mit einem Minimum an Öl wirklich gut und knusprig. Eine aufgesteckte Grillplatte macht gleichzeitiges Braten und Frittieren auf zwei Ebenen möglich. Durch die schonende Gartemperatur von 150 Grad behalten die Zutaten ihren guten Eigengeschmack. Alles gelingt beinahe von selbst auf den Punkt, wenn du dich an die mitgelieferten Rezepte hältst und die 2in1-Technik verinnerlicht hast. Mit der Tefal ActiFry bleibt in jedem Fall genügend Zeit, um den Tisch zu decken oder schon einmal eine Flasche Wein zu entkorken. Negativpunkte: Das Gerät arbeitet mit einem hohen Pfeifton, den wir als störend empfinden. Außerdem ist die Temperatur bei dem Gerät von Tefal nicht regelbar.

Die Tefal ActiFry kommt mit sehr wenig Öl aus

Unauffällig und praktisch: Arendo Fryday - Heißluftfritteuse digital

Dieses schwarze „Ei“ aus dem preislichen Mittelfeld ist gut verarbeitet und wird mit Grillrost und Pizzablech geliefert. Die Arendo Fryday riecht kaum und arbeitet angenehm leise. Die Menüführung ist einfach, die voreingestellten Programme sind für den Anfang hilfreich. Wer eine gewisse Routine mit dem Gerät entwickelt hat, kocht sicher bald auch „freihändig“ Pommes, aber auch Steaks, Pizza und sogar Kuchen. Der Korb ist gut beschichtet, die Reinigung geht problemlos von der Hand.

Angenehm leise: Arendo Fryday

Schicke Prinzessin: Princess XL 182020

Das hochwertig wirkende Modell von Princess kommt mit einem Grillrost und macht Lust auf saftig gegrillte Steaks. Bei den Voreinstellungen reicht ein Knopfdruck, um verschiedene Gerichte perfekt zuzubereiten. Mit dem Farbdisplay informiert dich die „Princess XL 182020“ über den aktuellen Zustand deiner Speisen. Die Temperatur lässt sich intuitiv von 80 bis 200 Grad regeln, die Zeit von 0 bis 60 Minuten. Der Garraum bietet Platz für fünf Portionen. Die 1500 Watt starke Maschine erledigt ihre Arbeit mit Highspeed-Konvektionstechnologie tadellos. Auf Knopfdruck lässt sich der Behälter entnehmen und einfach reinigen.

Das Bedienfeld bei der Princess XL ist intuitiv

Tidylife AF-11A – Solides Gerät mit merkwürdiger Bedienung

Das Bedienfeld dieser Heißluftfritteuse ist gewöhnungsbedürftig, das Gerät macht aber auf den zweiten Blick einen guten Eindruck. Ein Rezeptbuch steht auf der Website des Herstellers zum Download bereit.

Das Gerät kann, wie fast alle Heißluftfritteusen, auch Sonntagsbrötchen aufbacken und wachsweiche Eier kochen. Einfach manuell auf 140 Grad und sieben Minuten einstellen. Die Maschine hat einen sicheren Stand. Die Geräuschkulisse stört kaum in der Küchenakustik, die Abluft fällt nicht unangenehm auf. Die Ummantelung ist BPA-frei. Nach Gebrauch schaltet sich die Maschine automatisch ab.

Die Steuerung bei der Tidylife AF-11A ist nicht ganz einfach

Günstig und einfach: Balter Heißluftfritteuse XL

Diese Fritteuse liefert Balter mit einem Rezeptheft, was bei einem niedrigpreisigen Modell positiv auffällt. Ansonsten funktioniert alles tadellos: Der Frittierkorb lässt sich leicht einhängen und reinigen. Der Garraum ist mit einem Volumen von 3,6 Litern vergleichsweise groß. Die analoge Bedienung mit den zwei Reglern ist kinderleicht. Die Fritteuse schaltet sich wie bei ähnlich gebauten Maschinen automatisch ab, wenn du den Garkorb entnimmst, um beispielsweise die Pommes nach der Hälfte der Zeit zu schütteln. Oberfläche und Griff kannst du im laufenden Betrieb problemlos anfassen und bedienen. Die „Balter Heißluftfritteuse XL“ ist ein solides Gerät, mit dem auch ein ungeübter Koch kaum etwas falsch machen kann.

Die Balter Heißluftfritteuse XL günstig und zuverlässig

Aigostar Dragon Egg 30JQW – Leider kein Genuss

Dieses schwarze Gerät in der gebräuchlichen Ei-Form ist der Heißluftfritteusen-Zwilling vom Emerio. Beide haben einen Grillkorb, der sich nicht einzeln entnehmen lässt, was uns negativ auffällt. Das Betriebsgeräusch des „Aigostar Dragon Egg 30JQW“ stört die Küchenakustik nicht übermäßig. Die Fritteuse ist einfach zu bedienen, aber die Pommes daraus schmecken leider nicht lecker.

Macht nicht so leckere Pommes: Aigostar Dragon Egg 30JQW

Kleiner Stinker: Emerio Smart Fryer AF-112828

Die Verarbeitung erscheint beim „Emerio Smart Fryer AF-112828“ auf den ersten Blick billig, ein unangenehmer Plastikgeruch erfüllt bei den ersten Testläufen die Küche. Selbst die Spülmaschine riecht nach der Reinigung nach verbranntem Plastik. In der Wohnung steht nach dem Einsatz ein Frittierdunst. Das ist sehr ungünstig bei einem kombinierten Wohn-Essbereich. An dem innenliegenden, nach dem Garen sehr heißen Rost kannst du dir beim Entnehmen der Speisen leicht die Finger verbrennen. Genau das ist uns beim Testen passiert und hat neben dem Gestank zu Punktabzügen geführt.

Die Emerio verursacht einen unangenehmen Plastikgeruch

So haben wir die Heißluftfritteusen getestet

Für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse haben wir vorwiegend festkochende Kartoffeln und handelsübliche Karotten zunächst in 10 x 10 Millimeter dicke Streifen geschnitten und anschließend für etwa 30 Minuten in ein Wasserbad gegeben, um die Stärke zu entfernen. Anschließend haben wir die Kartoffelstreifen mit Küchenkrepp trocken getupft, denn nur dann gelingen die Pommes so richtig knusprig. Die Karottenstreifen benötigen diese Behandlung übrigens nicht.

Im Test kamen pro Fritteuse 300 Gramm Pommes zum Einsatz. Ganz ohne Fett kommen die Heißluftfritteusen nicht aus. Pro Garvorgang verwenden wir etwa sieben Pumpstößen aus dem mit Pflanzenöl gefüllten Öl-Sprüher.

Einige Modelle brauchen ein paar Minuten Vorheizzeit. Ist die Betriebstemperatur erreicht, geben wir die ungesalzenen Pommes in den Frittierkorb und stellen 15 Minuten bei 180 Grad ein. Dabei haben wir uns die Handhabung angesehen. Ist die Zeit abgelaufen, werden Pommes geschüttelt, damit sie gleichmäßig bräunen. Während des Betriebes achten wir ebenfalls auf den Geräuschpegel. Wir prüfen auch, ob unangenehme Abluft austritt, oder ob die äußeren Teile heiß werden. Nach weiteren zehn Minuten haben wir die Pommes zum Testen in Schüsseln gefüllt und gesalzen. Mit den Karotten sind wir ebenso verfahren. Die Geschmacksprobe ist ein entscheidendes Kriterium. Zu guter Letzt haben wir auch die Reinigung bewertet.

Bei einigen Modellen musst du die Pommes zwischendurch schütteln

Heißluftfritteusen – Häufige Fragen und Antworten