Einkochen leicht gemacht – 7 Einkochautomaten im Vergleich

Du möchtest Gemüse und Obst aus deinem Garten auch nach der Erntezeit genießen? Schon Oma kannte hierzu das Zauberwort: Einkochen. Oder auch Einwecken, denn durch die beliebten Gläser und Einkochvollautomaten des Herstellers Weck wurde "Einwecken" schlicht zum Synonym für Einkochen. Aktuell liegt es wieder voll im Trend – doch es soll bitte einfach und ohne großen Aufwand gehen. Ein Einkochautomat macht’s möglich! Wir haben sieben Geräte im Vergleich antreten lassen und getestet, welches deine Ernte auch über den Sommer hinaus am besten konserviert.

In diesen Kategorien stellen wir die Einkochautomaten auf die Probe

  • Qualität: Dabei wollen wir wissen, aus welchem Material Einkochtopf, Knöpfe, Griffe, Deckel und Einlegegitter gefertigt und wie hochwertig sie verarbeitet sind.
  • Bedienkomfort und Funktionalität: Ist der Einkocher leicht zu tragen oder zu schwer für den Transport? Was kann man mit dem Einkochautomaten  alles anstellen sprich welche Funktionen hat er? Außerdem werfen wir einen Blick in die Bedienungsanleitung und wollen wissen, wie praktisch die Handhabung der Geräte gestaltet ist. 
  • Sicherheit: Erstmal in Betrieb, wird so ein großer Kochtopf natürlich heiß. Doch wie sehr? Und startet er auch mal aus Versehen im trockenen Zustand? Das interessiert uns beim Test. Potentielle Gefahrenquellen sind auch die Griffe und der Deckel – sollten sie nicht wärmeisoliert sein.  
  • Performance: Wie schnell erreichen die Eichkochautomaten die gewünschte Hitze, wie genau halten die Präzisionsthermostate der Einkochautomaten die Temperatur und wie gut ist das Ergebnis?

Wir testen die beliebtesten Einkochautomaten und kochen Birnen und Gurken ein. Was die Geräte drauf haben und welcher uns überzeugt hat, erfährst du in diesem Testbericht

Der Klassiker hat die Nase vorn: Unser Testsieger ist der Weck WAT 15

Ein weißer Emailletopf mit einer roten Erdbeere, Deckel und Sockel aus braunem Plastik – der Weck WAT 15 sieht aus, als hätte man ihn aus Omas Küche gebeamt. Und genau wie bei Großmutters Eingemachtes handelt es sich hier um ein Wohlfühlpaket: Der Einkochautomat verfügt über knapp 30 Liter Fassungsvermögen, ist hochwertig verarbeitet, kocht leise und ist dank seiner Zeitschaltuhr der Einkochautomat, der im Test am einfachsten zu bedienen ist. Einziger Nachteil: Er hat keinen Zapfhan. Diese Funktion hat dafür ein anderer Wecktopf im Test, der „WAT 24A“.

Und weil der Hersteller Weck mit ihren Geräten einfach zur den Bestsellern gehört, lassen wir die beiden Wecktöpfe gegeneinander antreten. In unserem Weck Testbericht erfährst du detailliert, wie sie beim Einwecken abgeschnitten haben.

Preis-Leistungs-Sieger: Severin EA 3653 – solide und zuverlässig bei günstigem Preis

Zugegeben, so ein Einkochautomat kann ganz schön ins Geld gehen. Du wünschst dir gute Leistung, aber der Testsieger WAT 15 von Weck ist dir zu teuer? Der Severin „EA 3653“ Einkochtopf bietet genau das: Auch wenn er „nur“ 1.800 Watt Leistung mitbringt, erreicht er mit seinem Präzisionsthermostat die gewünschte Einkochtemperatur von 80 Grad in 15 Minuten – und ist damit genauso fix wie der leistungsstärkere Testsieger und schneller als alle anderen im Vergleich. Die im Weckglas eingekochten Gurken sind aromatisch und schön knackig. Auch die Birnen schmecken lecker und haben eine angenehme Konsistenz. Zudem ist der Severin einer der leichteren Töpfe im Test, was ihn besonders handlich für die Reinigung macht. Das Fassungsvermögen liegt dennoch bei 29 Litern.

Wie auch unser Testsieger punktet der Einkochtopf selbst mit Emaillierung. Deckel und Griffe sind aus Kunststoff. Er ist gut verarbeitet, lediglich der Regler für die Temperatureinstellung ist etwas instabil. Was uns sofort gefällt: Seine Betriebsanleitung enthält eine Einkochtabelle – denn Temperaturen und Einkochzeiten unterscheiden sich je nach Einkochgut. Besonders praktisch also für Anfänger. Kleine Pluspunkte gibt es auch für den Einlegerost. Er ist aus Metall und steht daher sicher im Wasserbad - auch ohne beschwerende Einkochgläser. Leider ist die Verarbeitung des Gitters ausbaufähig. Die Abstände zwischen den einzelnen Stäben sind so groß, dass kleinere Gläser gerne mal dazwischen rutschen.

Bei einem so günstigen Preis musst du leider auf eine Zeitschaltuhr verzichten. Ebenso auf eine Abschaltautomatik. Das kostet den Severin Punkte. Dafür bietet er dir einen Überhitzungsschutz. Eine Kontrolllampe zeigt an, wenn der Einkochautomat in Betrieb ist. Erlischt sie das erste Mal, hat der Severin Einkocher die Wunschtemperatur erreicht. Dann heißt es: Wecker stellen! Während des Kochvorgangs hält der Automat die Temperatur zuverlässig. Die ist leider auch an der Außenwand bemerkbar, bei 80 Grad Wassertemperatur, waren es 70 Grad – autsch! Dafür wird nur der Deckel warm, die Griffe bleiben kalt. Dass er kräftig arbeitet, zeigt der Severin auch mit seiner Lautstärke – mit bis zu 64 Dezibel gehört er zu den lauteren Modellen im Test.

Zum Schluss noch ein paar Punkte, die für den Severin Einkochautomaten sprechen: Er ist einer der wenigen Einkocher, die nur etwas warm werden, als wir ihn im leeren Zustand angeschaltet haben. Und dank des Zapfhahns ist er vielseitig einsetzbar. Mit ihm kannst du auch Entsaften, Suppen und Getränke wie Tee oder Glühwein warmhalten.

Fazit: Der Severin ist ein solider Einkochautomat für Sparfüchse und alle, die sich erstmal an die Thematik „Einkochen“ herantasten wollen.

Alle weiteren Einkochautomaten im Test

Insgesamt haben wir sieben Einkochautomaten getestet. Es war ein knappes Rennen. Neben dem Testsieger von Weck und dem Severin haben wir noch ein weiteres Weck Modell und Automaten von Steba, Rommelsbacher und Co. getestet. Hier erfährst du, wie die Einkochautomaten im Detail abgeschnitten haben:

Weck WAT 24 A: Klassiker im modernen Gewand

Das zweite Gerät des Herstellers Weck, das neben dem Testsieger an den Start geht. Das jüngere Modell „WAT 24A“ belegt mit seinem schönen Look – dank einem Topf aus Edelstahl – und seiner guten Isolierung den zweiten Platz. Der Einkochautomat bietet dir ein Fassungsvermögen von 30 Litern und wartet mit Abschaltautomatik und Überhitzungsschutz auf. Dank einem Auslaufhahn kannst du ihn auch als Heißgetränkeautomat für Tee oder Glühwein verwenden. Wenn du mehr über den Weck WAT 24 A erfahren willst, dann schau in unserem detaillierten Vergleichstest der Weck Einkochautomaten vorbei.

Steba ER 2: Lautstarker Performer

Der „Steba ER 2“ Einkochautomat hat es auf den dritten Platz geschafft. Mit 4,6 Kilogramm ist er das Fliegengewicht im Test – eine Eigenschaft, die sich unter anderem beim Putzen des Geräts positiv auswirkt. Sein Fassungsvermögen liegt bei 27 Litern. Wegen der verbauten Elektronik dürfen Einkochautomaten nicht in die Spülmaschine. Wobei die Kawenzmänner auch kaum in eine handelsübliche Spülmaschine passen werden. Mit dem schlichten Topf aus Edelstahl überwindet der Steba das verstaubte Image der Einkocher und passt auch in moderne Hochglanzküchen. Als einziger im Test hat er einen separaten Netzschalter, ohne dessen Betätigung startet der Einkochautomat nicht. Ein Überhitzungsschutz ist ebenfalls integriert.

Beim Einkochen war der Steba leider etwas schwieriger: Du schaltest den Einkochautomat an, die Temperatur ein und die Zeitschaltuhr auf „On“. Sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, drehst du die Zeitschaltuhr auf „0“ und dann auf die gewünschte Einkochzeit. Lange war der Steba mit seinen Eigenschaften unser Favorit, doch dann hat er seine Temperatur erreicht: Ein Signal wie ein Rauchmelder. Leider haben wir es nicht geschafft, den Ton mit den Anweisungen der Betriebsanleitung wieder auszuschalten. Wir mussten ihn also immer wieder etwas abkühlen lassen und dann erneut anheizen – unnötig umständlich. Auch in puncto Lautstärke während des Einkochens reiht sich der Steba hinter allen anderen im Vergleich ein.

Die gute Platzierung hat sich der Steba ER 2 trotzdem verdient, da er bei der Schnelligkeit im guten Mittelfeld liegt und sehr genau arbeitet: Bei den gewünschten 80 Grad hat er diese tatsächlich erreicht – einmalig in unserem Test. Auch bei der Wärmedämmung und der Sicherheit punktet er: Die Außenwände heizt er auf maximal 32 Grad auf.

Fazit: Ein modernes Leichtgewicht, das leckeres Eingekochtes zaubert – es aber leider etwas lauter mag.

Rommelsbacher KA 1804: Teurer Favorit

Weiß, braun, silber, schwarz – Einkochautomaten sind optisch etwas eintönig. Der „Rommelsbacher KA 1804“ bringt Farbe ins Spiel: er kombiniert cremiges Weiß mit dunklem Blau. Der Kocher in Retro-Optik punktet in vielen Bereichen: Er ist gut verarbeitet, man kann mit ihm Einkochen, Erwärmen, Blanchieren, Entsaften und Heißgetränke ausschenken. Durch sein 120 Zentimeter langes Kabel ist er flexibel aufstellbar. Weiterer Pluspunkt: Das Kabel kann man für den Transport am Topfboden verstauen und einstecken, so fliegt dir beim Tragen nichts zwischen den Beinen herum. Auch das Einkochen erledigt der Rommelsbacher fast von selbst. Einkochgläser und Wasser rein, Temperatur und Zeitschaltuhr an – mehr musst du nicht tun. Der Timer startet automatisch, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist und schaltet der Einkochvollautomat nach Ablauf der Zeit von alleine ab. Dabei arbeitet er leiser als jeder andere Automat im Test. Damit ist dieses Modell der Sieger in der Kategorie Bedienkomfort und Funktionalität.

Einziger Dämpfer: In Sachen Geschwindigkeit hat er nur den Einkocher von Clatronik überholt und von den Außenwänden lässt du während des Kochens lieber die Finger. Sie werden sehr heiß. In Sachen Einkochen steht er dem Testsieger allerdings in nichts nach: Alle Gläser waren dicht verschlossen, unsere eingekochten Gurken und Birnen hatten nach dem Kochbad bei ihm genau die richtige Konsistenz und waren sehr aromatisch. All das gibt es für stolze 140 Euro*, damit ist er der teuerste Einkochautomat im Test.

Fazit: Ein Gerät, das viel kann, einfach zu bedienen ist und für leckeres Eingekochtes sorgt – seine Geschwindigkeit und der Preis haben ihn den Platz auf dem Treppchen gekostet. 

Bielmeier 485127: Einkochautomat mit Abstrichen

Der „Bielmeier 485127“ funktioniert nach demselben System, wie die anderen Einkocher mit Zeitschaltuhr im Vergleich auch. Topf und Topfboden mit Emaillierung, Kunststoffdeckel und Kunststoffgriffe ordnen ihn zur Retrofraktion. Allerdings wirkt der Einkochautomat etwas klobiger als seine Mitstreiter. In den Punkten Bedienkomfort und Performance schneidet er gut ab: Der Bielmeier ist leicht zu bedienen, arbeitet leise, ist einfach zu reinigen, hat eine Einkochtabelle in der Bedienungsanleitung und ist dank seines 130 Zentimeter langen Kabels flexibel einsetzbar.

Wie das Gerät von Rommelsbacher braucht er 20 Minuten, um die gewünschten 80 Grad zu erreichen und gehört damit zu den Schlusslichtern. Dafür arbeitet der Bielmeier Einkochautomat sehr genau, beim Wasser haben wir 79 Grad gemessen. Auch das Einkochergebnis überzeugt, die Gläser waren sehr fest verschlossen, das Obst und Gemüse war lecker, knackig und nicht zu hart. Einziges Manko: Der Einlegerost aus Plastik schwimmt ohne Gewicht, das erschwert das Herausnehmen der Gläser.

Jedoch hat ihn die Kategorie Sicherheit beinahe Kopf und Kragen gekostet. Als wir den Bielmeier im trockenen Zustand starten, wird er sehr schnell extrem heiß. Während des Kochens beträgt die Temperatur der Außenwände 80 Grad – genauso heiß wie innen. Das gibt einige Minuspunkte.

Fazit: Die Bedienung und das Einkochergebnis gefallen uns sehr gut. Leider ist im Punkt Sicherheit noch Luft nach oben.

Da geht noch mehr: Clatronic EKA 3338

Auf den ersten Blick fällt beim Einkochautomat "EKA 3338" des Herstellers Clatronic der günstige Preis auf. Auf den zweiten wirkt der Topf dünnwandig, aber ordentlich verarbeitet. Der Deckel besteht aus sehr dünnem Plastik, während des Kochvorgangs wird er weich und scheint, als könne er leicht reißen. Der Clatronic Einkochautomat schneidet in vielen Punkten gut ab: er ist mit 5,5 Kilogramm recht leicht, bietet ein eher überschaubares Fassungsvolumen von 25 Litern, einfach zu bedienen und erzielt die gewünschte Temperatur genau. Auch hat er als einziger im Einkochtopf eine Anzeige für den minimalen und maximalen Wasserstand. Doch der günstige Preis macht sich bemerkbar. Ein kleiner Nachteil: es gibt keine Zeitschaltuhr, was das Einkochen umständlicher macht. Außerdem erreicht der Einkochvollautomat die gewünschten 80 Grad nach circa 21 Minuten als letzter.

Vom Einkochergebnis sind wir am wenigsten überzeugt. Die Gurken waren wabbelig, die Birnen außen weich und innen noch hart. D ist der Einkochautomat im Vergleich deutlich im Nachteil. In puncto Sicherheit hat sich der Einkochvollautomat von Clatronic selbst ausgeknockt: Als wir ihn ohne Inhalt anschalten, fängt er innerhalb weniger Minuten an zu qualmen. Und auch während des Kochvorgangs hält man lieber Abstand – die Außenwände werden sehr heiß und der Deckel wirkt instabil. 

Fazit: Der Clatronic erfüllt seinen Zweck, das Eingekochte ist lange haltbar. Leider schmeckt es nicht so köstlich wie bei der Konkurrenz. Deshalb kann er uns trotz seines günstigen Preises alles in allem leider nicht überzeugen. 

So haben wir die Einkochautomaten getestet

Erstmal haben wir die Verarbeitung der Einkochautomaten unter die Lupe genommen. Bei der Qualität gibt es keine großen Unterschiede. Wenn, wie beim Weck WAT 15, Rommelsbacher, Steba und Bielmeier, Zeitschaltuhren angebracht sind, haben wir das positiv als Vorteil bewertet. Bei allen Einkochern ist ein Einlegegitter im Lieferumfang dabei – selbst beim Gerät von Bielmeier, obwohl hier in der Betriebsanleitung steht, dass er nicht inklusive ist. Hier gab es Pluspunkte, wenn die Gitter aus Metall sind, wie beim Topf von Severin. Exemplare aus Plastik schwimmen im Wasser, was das Herausheben der fertig konservierten Gläser erschwert.

Danach haben wir den Töpfen kräftig eingeheizt – und das erstmal vier Minuten lang ohne Inhalt. So wollten wir prüfen, ob sie starten oder nicht. Die schlechte Nachricht: Jeder Topf wurde zumindest warm. Das Modell von Bielmeier sogar sehr heiß und der Einkocher von Clatronic fing an zu qualmen. Am besten schnitt der Automat von Severin ab, er wurde lediglich lauwarm. Schließe die Töpfe also nur bei Benutzung ans Stromnetz an.

Die Ergebnisse unseres Einkochautomaten Tests haben uns größtenteils sehr gut geschmeckt. Geklappt hat es bei allen Modellen

Anschließend ging’s ans noch nicht Eingemachte. In jedem Einkochautomaten haben wir erst Birnen und im zweiten Durchgang Gurken eingekocht. Währenddessen haben wir die Lautstärke der einzelnen Geräte gemessen und die Zeit gestoppt, die sie zum Aufheizen benötigen, also wie schnell sie mit dem Einkochen starten. Severin und der Testsieger von Weck sind hierbei leicht im Vorteil. Außerdem haben wir mit einem Infrarot-Thermometer gemessen, wie nah die Geräte an der gewünschten Temperatur dran sind. Hier waren alle Modelle ähnlich zuverlässig.

Vor dem Spülen waren wir natürlich nicht sicher – und haben dabei geschaut, wie gut das funktioniert. Wir hatten bei keinem Modell größere Probleme. Geräte mit Ablaufhahn sind hier jedoch etwas praktischer. Das war auch eine gute Gelegenheit, die Geräte durch die Küche zu schleppen und ihr Gewicht zu prüfen. Das Ergebnis: Sie sind vielfach schwer und klobig.

Nach zwei Wochen Wartezeit kam dann das Beste am Test - das Probieren. Dabei haben wir auf Farbe, Klarheit, Geruch und den Geschmack geachtet. Hier hat uns das Ergebnis der beiden Weck Automaten und des Rommelsbacher besonders gut gefallen.

So funktioniert ein Einkochautomat

Ein Einkochautomat ist ein großer Topf mit Stromanschluss über den ein Heizelement im Boden erhitzt wird. Damit kannst du Lebensmittel in Gläsern über einen langen Zeitraum haltbar machen. Dafür stellst du sie in ein Wasserbad im elektrischen Einkochtopf und erhitzt sie auf der für das Obst oder Gemüse benötigten Temperatur. Früher machte man das umständlich auf dem Herd. Ständig musste dabei die Temperatur kontrolliert werden. Der Einkochautomat erleichtert den Prozess enorm. Seine wichtigste Eigenschaft ist, dass er die Temperatur – hier meist einstellbar zwischen 30 und 100 Grad – durch ein Thermostat dauerhaft halten kann, bis die Lebensmittel sterilisiert sind. Ziel ist es, dass durch das anschließende Abkühlen ein Unterdruck entsteht und die Gläser so verschlossen werden.

Ganz schön praktisch so ein Einkochautomat. Er erhitzt die Gläser gleichmäßig und hält die Temperatur. Durch den entstehenden Unterdruck beim Abkühlen werden sie fest verschlossen

Worauf muss ich bei einem Einkochautomaten achten?

Wirklich viel falsch kannst du beim Kauf eines Einkochautomaten nicht machen. So kannst du dich genau darauf konzentrieren, was du dir vom Gerät versprichst – diese Fragen helfen dir dabei:

  • Wie viel Masse willst du verarbeiten? Wir haben Geräte mit bis zu 30 Litern Fassungsvermögen getestet. In diese Modelle passen etwa 14 ein-Liter-Gläser, die du aufeinanderstapelst. Damit kommst du schon sehr weit. Wenn dir das nicht reicht, gibt es auch größere Modelle.
     
  • Welches Material möchtest du? Ob du einen Einkocher aus Emaille oder Edelstahl wählst, ist erstmal reine Geschmackssache. Edelstahlgeräte sind moderner, Töpfe aus Emaille erinnern mit ihrem Retrolook an Omas Küche. Hitze transportieren beide Materialien gut. Beim Test haben wir gemerkt, dass die Exemplare aus Edelstahl schon nach einmaliger Nutzung Wasserflecken bekommen. Bei Emaillegeräte lassen sich die Topfwände und der Topfboden etwas leichter reinigen.
     
  • Wie viel Komfort darf es sein? Modelle mit einer Zeitschaltuhr haben einen deutlichen Vorteil: Gläser und Wasser rein, Zeit und Temperatur einstellen, fertig. Die Einkochzeit startet automatisch bei erreichter Temperatur und endet, wenn der Timer abgelaufen ist. Bei günstigeren Modellen ist es notwendig, dass du selbst auf die Hitze und die Uhr schaust.
     
  • Was möchtest du mit dem Einkochautomaten machen? Möchtest du auch Entsaften oder im Winter deine Freunde zum Glühwein einladen? Dann ist ein Zapfhahn wichtig. Damit kannst du entsaften, Getränke warmhalten und bequem abzapfen. Weiterer Vorteil: Nach dem Einkochen kannst du das Wasser hier einfach ablassen und musst nicht so schwer tragen.

Achte zudem auf wärmeisolierte Griffe, die außerdem groß genug sind. Das macht das Tragen einfacher. Wir empfehlen, den Kocher nie zu tragen, wenn er in Betrieb ist. Gefüllt sind alle Modelle sehr schwer, heiß und die Deckel sitzen nicht fest genug, als dass das Wasser nicht überschwappen könnte. Als sinnvolles Zubehör bieten sich ein Glasheber und ein paar dicke Ofenhandschuhe an. Damit kannst du die heißen Gläser aus dem Wasser nehmen, ohne dich zu verbrennen.

Wichtige Fragen zu Einkochautomaten

*Alle Preise Stand März 2020