Elektrische Kaffeemühlen mit Kegelmahlwerk auf dem Prüfstand

Bei der Auswahl einer passenden Kaffeemühle kommt es in erster Linie darauf an, welches Mahlgut du überwiegend damit mahlen möchtest. Dabei kann es durchaus sein, dass die elektrische Kaffeemühle perfektes Espressopulver herstellt, aber bei dem Mahlgut für French Press nicht so gut abschneidet. Deswegen kommt es nicht gerade selten vor, dass Kaffeefans für jede Kaffeeart eine eigene Mühle besitzen, alleine schon, um nicht ständig den Mahlgrad verstellen zu müssen. Wir wollen beim Test herausfinden, welche Kaffeemühle sich einfach bedienen lässt und wie homogen die Mahlergebnisse bei verschiedenen Einstellungen ausfallen. Bei allen Modellen außer der Graef und der Baratza kannst du eine Tassenanzahl einstellen.

In diesen Kategorien testen wir

  • Qualität: Wir wollen wissen, wie gut das Gehäuse und die Behälter verarbeitet sind. Ebenso spielen eine gute Standsicherheit sowie hochwertige Knöpfe und Schalter eine Rolle.
  • Bedienung: Lassen sich die Mühlen intuitiv bedienen? Wie sieht es mit dem Aufbau und der Reinigung aus? Eine übersichtliche Bedienungsanleitung sowie ausreichende Kabellänge sind ebenfalls wichtig. Außerdem messen wir die Lautstärke beim Mahlen.
  • Mahlgrad: Wir testen vier verschiedene Mahlgrade: fein, mittel, mittel-grob und grob. Dabei gibt es Abzüge für Schalenreste und ungleichmäßige Ergebnisse.
  • Design: Da du deine elektrische Kaffeemühle in der Regel dauerhaft auf der Arbeitsplatte stehen hast, sollte diese auch entsprechend aussehen und sich gut in die Optik deiner Küche einfügen.

10 beliebte elektrische Kaffeemühlen haben sich unserem Praxistest unterzogen. Wir haben einen klaren Testsieger für unsere Ansprüche gefunden

Testsieger: Sage the Smart Grinder Pro SCG820

Unser elektrische Kaffeemühlen Testsieger Sage the Smart Grinder Pro kommt mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung und modernem Design daher. Sie ist die einzige Mühle im Test, die über ein LCD-Display verfügt. Dieses ermöglicht dir sehr präzise Einstellungen - vom Mahlgrad über die Tassenanzahl bis hin zur Mahldauer. Dabei bekommst du stets angezeigt, welche Mahlstufe sich für welche Kaffeemaschine eignet. Was das Modell sonst noch so auf Lager hat, verraten wir dir im Einzeltest zur Sage SCG820.

Preis-Leistungs-Sieger Rommelsbacher EKM 300

Die „Rommelsbacher EKM 300“ Kaffeemühle eignet sich für preisbewusste Einsteiger und glänzt vor allem durch ihre intuitive Bedienung. Hier hast du die Möglichkeit über Drehen am Bohnenbehälter 12 verschiedenen Mahlgrade einzustellen. Mit der Mühle kannst du Pulver für bis zu zehn Portionen Kaffee mahlen. Die Homogenität des feinen Mahlpulvers hat uns dabei besonders gut gefallen. Wenn du mehr über unseren Preis-Leistungs-Sieger wissen möchtest, wirf einen Blick in den Einzeltest zur Rommelsbacher EKM 300.

8 weitere elektrische Kaffeemühlen im Test

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch unsere Sieger haben so ihre Macken, wenn auch nicht viele. Falls die Rommelsbacher oder Sage nichts für dich sind, haben wir hier noch acht andere ebenfalls beliebte elektrische Kaffeemühlen für dich.

Die Präzise: Graef CM 800 elektrische Kaffeemühle

Schmal und elegant präsentiert sich die „Graef CM 800“ mit ihrem Gehäuse aus Aluminium. Diese Kaffeemühle bietet dir bis zu 40 Mahlgrade und erzielt in unserem elektrischen Kaffeemühlen Test die besten Mahlergebnisse. Lediglich das mittel-grobe Pulver wird nicht ganz so perfekt. Zudem kann die Graef mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung punkten. Mehr Details über die zweitplatzierte Mühle erfährst du im Einzeltest zur Graef CM 800.

Edel und funktional: De’Longhi Dedica KG 520.M

Ein echter Blickfang ist die „De’Longhi KG 520.M“ Kaffeemühle. Ihr Gehäuse besteht aus Aluminium und ist mit Chrom-Elementen versehen. Bei ihr kannst du wie auch bei der Graef einen Siebträger einhängen. Bei der Verarbeitung von Gehäuse und Behältern liegt sie mit dem Testsieger gleichauf. Sie bietet dir 18 Mahlgrade. Was dir das Modell sonst noch so zu bieten hat, verraten wir dir im Einzeltest zur De’Longhi Dedica Mühle.

WMF Skyline elektrische Kaffeemühle: überzeugende Espressomühle

Das Gehäuse der „WMF Skyline Kaffeemühle“ besteht aus glänzendem Cromargan. Darauf sieht man aber leider auch schnell Fingerabdrücke. Der Bohnenbehälter fasst 280 Gramm und hat einen abnehmbaren Gummistopfen am Deckel. Damit kannst du den 120 Gramm Kaffeemehlbehälter verschließen. Die Verarbeitung von Gehäuse und Behältern ist sehr gut und hochwertig. Die Standfestigkeit hat uns bei der WMF aufgrund des geringen Gewichts nicht so ganz überzeugt. Bedienung, Reinigung und Aufbau sind hier besonders einfach.

Intuitive Bedienung und Reinigung

Die elektrische Kaffeemühle von WMF bietet dir 12 Mahlgrade. Du kannst Bohnen für bis zu zehn Portionen mit ihr mahlen. Der Mahlgrad lässt sich rechts unterhalb des Bohnenbehälters durch Drehen am selbigen einstellen und ablesen. Letzteres wird aber leider durch die spiegelnde Oberfläche des Gehäuses erschwert. Den Mahlgrad solltest du nach dem Einfüllen der Bohnen nur bei laufendem Mahlwerk verstellen, da sonst langfristig das Mahlwerk beschädigt wird. Die Mühle schaltet sich nach dem Mahlen der gewünschten Menge automatisch ab. Mit dem Portionswahlschalter kannst du die Anzahl der Tassen, für die du das Kaffeemehl benötigst, wählen. Dieser wirkt allerdings nicht sehr hochwertig und ist unangenehm laut beim Verstellen. Gut erreichbar vorne an der Front befindet sich der Powerknopf. Die in der Bedienungsanleitung empfohlenen Mahlgrade passen für das feine und mittlere Kaffeemehl ganz gut. Bei den gröberen Mahlgraden sind wir nicht ganz so zufrieden mit der Gleichmäßigkeit der Mahlergebnisse.

Der runde Kaffeemehlbehälter ist im Gegensatz zum Bohnenbehälter leicht zu reinigen und abzutrocknen. Die Reinigungsbürste ist weich und eignet sich bestens, um das Mahlwerk zu säubern. Vorteil: Die Behälter dürfen in die Spülmaschine.

Fazit: Das schicke Design und die Verarbeitung der WMF Mühle gefallen uns sehr gut. In allen Bewertungskriterien schneidet die Skyline gut ab. Lediglich bei der Kabellänge, Standfestigkeit und dem mittel-groben Mahlgrad ist noch Luft nach oben.

Die Caso Barista Flavour Kaffeemühle ist angenehm leise

Die gewünschte Kaffeemenge wird bei der „Caso Barista Flavour“ über ein Drehrad an der Front eingestellt. Die Anzeige der Einstellungen erfolgt über LEDs. Die Bedeutung der einzelnen Symbole wird in der Bedienungsanleitung erläutert. Wir finden das nicht so gut gelöst, weil die Symbole missverständlich sind. Der Mahlgrad ist schwer ablesbar und wird über ein Rädchen an der rechten Seite ausgewählt. Beim Einstellen knackt es unangenehm. Die ansonsten gut verarbeitete Edelstahl-Kaffeemühle verfügt über 15 unterschiedliche Mahlgrade. Zum Entriegeln des Bohnenbehälters musst du einen Knopf drücken. Beim Aufsetzen rastet er hörbar ein. Der Kaffeemehlbehälter lässt sich nur schräg gekippt unter die Öffnung schieben und schließt dann ziemlich dicht, sodass kein Pulver danebenfallen kann. Das Entnehmen geht nicht wirklich leicht von der Hand.

Das Siebträgersymbol steht für den manuellen Modus. Etwas lästig finden wir, dass die Caso nach jeder Benutzung auf den manuellen Modus zurückspringt. Du kannst mit der Mühle bis zu zehn Portionen Kaffee mahlen. Die Mahldauer ist dabei an die Stufen geknüpft und geht von 10 bis 50 Sekunden. Die Mahlergebnisse gefallen uns bis auf den groben Mahlgrad ganz gut. Die Lautstärke während des Betriebs ist ganz angenehm.
Nachteil: Bei der Reinigung fehlt und eine Bürste im Lieferumfang. Dadurch ist das Ausbürsten des Mahlwerks nicht möglich und du brauchst extra Zubehör. Das gibt Punktabzug!

Fazit: Die Verarbeitung ist gut und der Stand solide. Das Mahlergebnis für grobes Kaffeepulver ist uns nicht homogen genug. Dafür kann aber die geringe Lautstärke der Caso Kaffeemühle durchaus überzeugen.

Solis Scala Plus: Die Mühle fürs Grobe

Anders als ein Drehrad zur Einstellung der Tassenanzahl gibt es bei der „Solis Scala Plus“ einen Timer, der auf bis zu 60 Sekunden einstellbar ist. Leider lässt sich dieser auch schnell als Tassenanzahlregler fehlinterpretieren. Beim Einstellen des Timers, der sich an der linken Seite befindet, ist ein nerviges Geräusch hörbar. Die Mahlgradeinstellung wirkt klapprig und wird wie bei den meisten Geräten über Drehen am Bohnenbehälter eingestellt. Die Nummerierung der Mahlgrade hätten wir uns etwas präziser gewünscht. Diese sind nur in 5er Schritten beschriftet. Der große 300 Gramm Kaffeebohnenbehälter ist transparent, durch den losen Deckel wirkt er allerdings nicht sonderlich hochwertig. Der verhältnismäßig kleine Kaffeemehlbehälter hat ein Loch im Deckel und eignet sich daher nicht als Vorratsbehälter. Die Maschine besteht bis auf das Edelstahl-Kegelmahlwerk vollständig aus Kunststoff und könnte besser verarbeitet sein. Eine klapprige Powertaste an der Front setzt die Solis in Gang.

Brauchbare Mahlergebnisse

Die Solis Kaffeemühle bietet dir 22 Mahlgrade. Selbst bei Mahlgrad 5 ist das Ergebnis noch ziemlich fein. Bei der Solis Scala Plus überzeugen uns noch am ehesten die Mahlergebnisse. Besonders beim mittel-groben und groben Mahlgrad fallen diese sehr gleichmäßig aus. Auch das feine Kaffeepulver ist okay, beim mittleren sind allerdings deutliche Qualitätsunterschiede zu Sage und Graef erkennbar. Das Mahlergebnis deckt sich in der gröbsten Stufe mit denen von Graef und Cloer. Als Sicherheitsmaßnahmen sind eine Steinsicherung und ein Überhitzungsschutz verbaut.

Kaffeemehlbehälter und Kaffeebohnenbehälter lassen sich aufgrund ihrer Bauart schwer abtrocknen. Es fällt außerdem viel Kaffeemehl beim „Ausbürsten“ des Mahlwerks heraus. Zur Reinigung wird ein kleiner Pinsel mitgeliefert.

Fazit: Die Solis Scala Plus kann vor allem bei den Mahlergebnissen punkten. Bedienkomfort und Qualität sind hier durchaus noch ausbaufähig.

Severin KM 3873: Preiswert mit guten Mahlergebnissen

Die „Severin KM 3873“ Mühle besteht bis auf das Mahlwerk komplett aus weißem, silbernem und transparentem Kunststoff und wirkt daher nicht besonders hochwertig. Der Bohnenbehälter lässt sich einfach aufsetzen. Mit lediglich 10 Mahlgraden liefert sie die geringsten Einstellungsmöglichkeiten. Den Mahlgrad kannst du durch Drehen am Bohnenbehälter einstellen aber nicht gut ablesen, da die Skala so weit hinten platziert ist. Vorm Einfüllen der Kaffeebohnen musst du den Mahlgrad einstellen. Immerhin ist die Tassenanzahl am rechten Drehrad von zwei bis zehn Portionen Kaffee auswählbar. Der Drehschalter für die Anzahl der Tassen wirkt nicht sehr hochwertig. Der Powerknopf ist protzig an der Front angebracht. Mit nur 100 Gramm Fassungsvermögen und einer kleinen Öffnung im Deckel kann der Kaffeemehlbehälter nicht so richtig bei uns punkten. Dieser ist zudem leider nicht luftdicht verschließbar. Also nichts mit auf Vorrat produzieren. Mit 150 Gramm hat der transparente Bohnenbehälter der Severin das geringste Fassungsvermögen.

Die Lautstärke der elektrischen Kaffeemühle erhöht sich mit zunehmendem Mahlgrad. In puncto Homogenität des frisch gemahlenen Kaffeepulvers sind wir bis auf den mittleren Mahlgrad sehr zufrieden. Nach dem Mahlen der voreingestellten Menge stoppt die Mühle automatisch. Die weiche mitgelieferte Bürste erleichtert dir die Reinigung. Der Kaffeemehlbehälter lässt sich einfach, der Bohnenbehälter jedoch schwieriger abtrocknen.

Fazit: Die Severin KM 3873 Kaffeemühle bietet überwiegend homogene Mahlergebnisse und verfügt über einen guten Stand. Ihre Optik könnte ansprechender sein, die Verarbeitung hat uns ebenfalls nicht ganz überzeugt. Für den Preis von 55 Euro* haben wir aber auch nicht wirklich mehr erwartet.

Das geht besser: Baratza Encore elektrische Kaffeemühle

Mit der „Baratza Encore“ geht es schon gut los. Wir bekommen beim Aufbau den Bohnenbehälter nur unter dem Ausüben von viel Druck auf den Sockel gedreht. Die Bedienungsanleitung hilft uns da auch nicht wirklich weiter. Vor der Inbetriebnahme musst du erst noch der Drehknopf an der Seite anbringen. Was wir verwirrend finden: In der Schnellstartanleitung bekommen wir andere Mahlgrade empfohlen, als in der ausführlichen Bedienungsanleitung im Internet. Eine präzise Mahlgradeinstellung gestaltet sich schwierig, da nur die 10er Schritte beschriftet sind. Außerdem ist nur jede zweite Stufe mit einem Strich markiert. Mit der „Pulse-Funktion“ kannst du direkt in einen Siebträger mahlen. Die Taste dafür befindet sich an der Gehäusefront über dem Kaffeemehlbehälter.

Verbesserungswürdige Verarbeitung und Bedienung

Durch die Verarbeitung und dunkle Farbgebung des Kaffeemehlbehälters sieht man schlecht, wieviel Pulver in den Behälter fällt. Die seitliche Position des On/Off-Schalters ist ungünstig. Zudem ist es verwirrend, dass je zwei Mal On und Off aufgedruckt ist. Damit hast du allerdings die Möglichkeit die Mühle in beide Richtungen an- und abzuschalten – also gar nicht so dumm. Der Kaffeemehlbehälter hat leider keinen Deckel und keine Skala, sondern lediglich eine Max Markierung. Die Koordination von Mahlgradeinstellen und Anschalten gestaltet sich schwierig. Die Mühle bietet dir 40 Mahlgrade. Bei Mahlgrad 4 klumpt das Pulver total. Obwohl der Mahlgrad 2-6 für Espresso Kaffee in der Bedienungsanleitung empfohlen wird. Mahlgrad 8 ist so fein wie 4, klumpt aber etwas weniger. Das Ergebnis beispielsweise der Graef ist bei Mahlgrad 30 deutlich feiner. Die Standfestigkeit, sowie das feine und mittlere Kaffeepulver sind hier besonders gut. Das Gehäuse wirkt gut verarbeitet, die Qualität der Behälter hat uns allerdings nicht so überzeugt.

Der Mehlbehälter lässt sich einfach abtrocknen, der Bohnenbehälter eher schwieriger. Die Reinigungsbürste ist sehr hart und grob. Mit diesem kannst du das Mahlwerk nicht so gut säubern.

Fazit: Die Baratza Encore bietet dir viele Mahlgradeinstellungen und steht fest wie ein Fels in der Brandung. Besonders der feine und mittlere Mahlgrad haben uns gut gefallen. Beim Zusammenbau musst du ein paar Muckis beweisen. Bei der Bedienungsanleitung und der Qualität der Knöpfe ist allerdings noch Luft nach oben.

Mit deutlichen Abstrichen: Cloer 7520 Kaffeemühle

Du kannst mit der „Cloer 7520“ Pulver für bis zu zwölf Portionen mahlen. Der Regler für die Tassenanzahl ist vorne am Kunststoffgehäuse angebracht, besitzt aber leider kein haptisches Feedback. Den Powerknopf findest du vor dem Regler. Die Mühle hat 18 Mahlgrade, die sich von vorne ablesen lassen. Etwas irritierend ist jedoch, dass sie nur in 2er Schritte markiert sind und lediglich die Zahlen 7 und 9 größer dargestellt sind. Das liegt laut Bedienungsanleitung daran, dass dieser Bereich für handelsübliches Kaffeepulver ideal ist. Wenn du allerdings Espressopulver oder gröberes Mahlgut brauchst, nicht gerade hilfreich.

Kräftezehrender Aufbau

Der Bohnenbehälter fasst maximal 300 Gramm. Der Kaffeemehlbehälter 110 Gramm. Die Maschine wirkt klapprig und die Deckel halten nicht richtig. Nimmst du den  Bohnenbehälter ab, entfernst du das Mahlwerk gleich mit. Der Bohnenbehälter lässt sich nur mit viel Kraft auf dem Sockel befestigen. Durch Drehen am Kaffeebohnenbehälter kannst du den Mahlgrad der Cloer 7520 verstellen. Sind bereits Bohnen im Behälter, solltest du den Mahlgrad nur bei laufendem Betrieb verstellen.

Kompakte Kaffeemühle mit mäßigem Bedienkomfort

Bevor du die Cloer verwenden kannst, musst du zunächst den Netzschalter umlegen. Nach dem Mahlen der gewünschten Tassenmenge stoppt die Mühle automatisch. Da der Kaffeemehlbehälter ein Loch im Deckel hat, eignet er sich nicht zum Aufbewahren von Kaffee. Die Kaffeemühle ist sehr leicht, dadurch steht sie nicht gerade sicher. Die Verarbeitung von Gehäuse und Behältern hat uns bei diesem Modell nicht wirklich überzeugt, weil bis auf das Mahlwerk die ganze Kaffeemühle aus Kunststoff besteht. Das führt auch zu Punktabzug beim Design.

Praktisch: Du kannst auch einen Siebträger unter die Mühle halten. Die Lautstärke während des Betriebs beträgt 81 Dezibel (dbA) und klingt ganz angenehm. Die Ausbeute beim Mahlgrad 3 ist mit 6 Gramm sehr gering. Der feine Mahlgrad ist nicht gleichmäßig, die anderen fallen jedoch recht gut aus. Selbst bei Mahlgrad 1 würden wir den Kaffee eher als mittelfein bezeichnen.

Reinigung: eine kratzbürstige Angelegenheit

Den Bohnenbehälter solltest du nur entnehmen, wenn er leer ist. Die Reinigung des Mahlwerks ist mit dem borstigen Pinsel nicht ganz so einfach, wie mit den weichen Bürsten, die teilweise den anderen Modellen beiliegen. Der Kaffeemehlbehälter ist klein und kantig, lässt sich daher schwer abtrocknen. Der Kaffeebohnenbehälter wiederum ist einfacher zu säubern.

Fazit: Im Test erreicht die Cloer nur ein Gesamtergebnis von 6,1 Punkten. Gut gefällt uns das Mahlergebnis bei den gröberen Mahlgraden, die Bedienungsanleitung sowie die intuitive Bedienung an sich. Nachholbedarf sehen wir bei der Qualität und dem Bedienkomfort.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir alle Mühlen aufgestellt und sie gereinigt. Als nächstes den Mahlgrad für Espresso eingestellt und 50 Gramm Kaffeebohnen in den Bohnenbehälter gefüllt. Die übrigen Mahlgrade haben wir, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, erst beim Laufen der Kaffeemühle eingestellt. Pro Kaffeemühle haben wir vier bis fünf Mahlproben stichprobenartig entnommen. Das gemahlene Kaffeepulver wurde in kleine Tütchen gefüllt und diese beschriftet, um die Gleichmäßigkeit des Mahlguts besser vergleichen zu können. Natürlich haben wir auch die „Fühlprobe“ gemacht und jedes Pulver zwischen zwei Fingern verrieben.

Auffällig ist, dass die wenigsten Modelle mit allen Stufen des Mahlguts klarkommen. Meist glänzen sie entweder bei den feinen oder bei den gröberen Einstellungen. Nur der Testsieger Sage the Smart Grinder und Graef CM 800 konnten uns in dieser Hinsicht wirklich überzeugen. Neben dem Mahlgrad haben wir auch nach der Verarbeitung von Gehäuse und Behältern sowie der Standfestigkeit geschaut. Bei letzterem schneiden meist die schwereren Geräte besser ab. Ausnahmen sind hier Rommelsbacher und Severin, die stehen trotz leichtem Gewicht fest auf der Arbeitsplatte. Beim Bedienkomfort kommt es uns auf die Reinigung, den Aufbau aber auch auf die Kabellänge und Lautstärke an. Spitzenreiter sind hier Rommelsbacher und De’Longhi. Bei der Reinigung konnten vor allem die Modelle mit weichen Bürsten punkten. Außerdem lassen sich runde Behälter besser reinigen und abtrocknen lassen als eckige. Dort bleiben gerne einmal Reste oder Feuchtigkeit in den Ecken zurück.

Wir entnehmen von jeder Mühle vier bis fünf Proben, packen diese in Tütchen und beschriften sie. Dann werden die Pulver anhand der Fühlprobe und anhand der Gleichmäßigkeit des Ergebnisses miteinander verglichen

Worauf muss ich bei einer elektrischen Kaffeemühle achten?

Die Kaffeemühle muss in erster Linie deinen Ansprüchen genügen. Daher gilt es im Vorfeld zu überlegen, was für dich das wichtigste Kriterium ist. Generell lässt sich aber sagen, dass es mit jeder Mühle eine gewisse „Einarbeitungszeit“ gibt. Du musst dich mit dem Gerät beschäftigen wollen und Freude am Experimentieren haben, um gute Ergebnisse zu erzielen. Denn auch wenn die elektrische Kaffeemühle von selbst mahlt, braucht sie trotzdem jemanden, der ihr die Richtung vorgibt. Achte daher auch auf gute Kaffeebohnen, die am besten erst vor wenigen Tagen geröstet wurden. Mahle außerdem immer nur so viel Kaffee, wie du tatsächlich benötigst. Denn ist die Kaffeebohne erst einmal gemahlen, verliert sie schnell an Aroma und der Kaffee schmeckt „alt“. Gemahlenes Kaffeepulver solltest du kühl, trocken und dunkel lagern und innerhalb von zwei Wochen aufbrauchen.

Wichtige Fragen zum Thema elektrische Kaffeemühle

* Alle Preise Stand September 2019