Finde das richtige Modell für den perfekten Fondue-Genuss

Um die Produkte gut miteinander vergleichen zu können, haben wir uns beim Test für elektrische Fondue-Sets entschieden. Wir möchten herausfinden, wie leicht die Bedienung und die Temperaturregelung der Modelle sind. Wir achten auf die Aufheizdauer, die Qualität sowie die Verarbeitung und nehmen Heizsockel, Töpfe und Gabeln gründlich unter die Lupe. Da direkt am Tisch gekocht und gegessen wird, schauen wir uns die Sicherheit ebenfalls ganz genau an. Besonders wichtig ist uns hier, dass der Heizsockel sicher auf dem Tisch steht und nicht wackelt oder verrutscht. Natürlich überprüfen wir auch das Geschmacksergebnis von Fleisch und Gemüse. Nach einer ausgiebigen und sehr leckeren Verkostung können wir vorab schon mal verraten: Hier können alle sieben Testgeräte voll punkten.

In diesen Kategorien testen wir

  • Sicherheit: Wir überprüfen, wie sicher und stabil die Fondues stehen. Außerdem achten wir darauf, ob sich der Heizsockel oder die Griffe der Töpfe erhitzen.
  • Bedienung: Hier finden wir heraus, ob die Modelle intuitiv benutzbar sind und ob es zusätzliche Funktionen gibt. Wir achten auf die Konstruktion der Sets und auch auf eine problemlose Reinigung.
  • Qualität: Wichtig ist uns hier, wie hochwertig der Heizsockel, die Töpfe und die Gabeln verarbeitet sind.

Testen darf auch Spaß machen! Bei unserem Fondue Test haben wir 7 Modelle genau geprüft und die Ergebnisse verkostet

Der Testsieger: WMF Lono Fondue

Du planst einen Fondue-Abend und bist auf der Suche nach einem besonderen Fondue? Dann ist das „WMF Lono“ für acht Personen die richtige Wahl. Überzeugt hat uns die einfache Bedienung des Geräts und die hochwertige Verarbeitung der einzelnen Teile. Das WMF Fleischfondue ist ein Fondue-Set, bei dem wir nur sehr wenige Nachteile finden können. Für uns ein absolut verdienter Testsieg. Weitere Besonderheiten und detaillierte Testergebnisse findest du im WMF Fondue Einzeltest.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: Clatronic FD 3516

Du möchtest gute Qualität zum kleinen Preis? Dann ist das Fondue „FD 3516“ von Clatronic die beste Wahl. Das Set für acht Personen punktet durch sehr gute Qualität und eine intuitive Bedienung. Es kann locker mit unserem Testsieger mithalten.

Das Design des Clatronic ist schlicht aber schick. Der Edelstahl-Heizsockel macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ist gut verarbeitet. Er steht stabil auf dem Tisch, wackelt nicht und ist dank der Gummifüße absolut rutschfest. Der Edelstahltopf hat einen Durchmesser von 19 Zentimetern und ein maximales Füllvolumen von 1,2 Litern. Außerdem ist er antihaftbeschichtet und auch als Kochtopf auf dem Herd einsetzbar. Allerdings sitzt der Fonduetopf nicht ganz exakt auf der Heizplatte und kann verrutschen, wenn auch nur minimal. Der Spritzschutz ist sicher und verfügt über eine Gabelhalterung mit Einkerbungen. Die Fonduegabeln aus Edelstahl machen einen guten Eindruck und sind farbig markiert. So weiß jeder Gast sofort, welche Gabel ihm gehört.

Simple Bedienung und schnelle Aufheizzeit

Bei der Bedienung merken wir direkt, wie leicht die Handhabung ist. Die Temperatur lässt sich stufenlos über ein Thermostat einstellen. Toll ist hier die integrierte Beleuchtung, die sich automatisch einschaltet, wenn das Gerät aufheizt. Die kalte Fleischbrühe bringen wir somit in nur acht Minuten zum Kochen. Die Regulierung der Temperatur ist sehr einfach und die Brühe heizt sich, nach Zugabe verschiedener Zutaten, immer wieder sehr schnell auf. Was sich leider auch schnell aufheizt, ist der Heizsockel. Bei normaler Nutzung berührt man diesen zwar nicht, aber trotzdem gibt es hier Punkteabzug in der Sicherheit. Das Bedienfeld mit dem Thermostat bleibt zum Glück kalt, sodass keine Verbrennungsgefahr besteht. Die Griffe des Topfes erwärmen sich nur ganz leicht.

Nach dem Fondue-Genuss kannst du den Heizsockel mit einem feuchten Tuch abwischen. Eine Reinigung des Fonduetopfs in der Spülmaschine wird vom Hersteller nicht empfohlen. Dank der Beschichtung lässt er sich aber ganz bequem per Hand spülen. Trotz kleiner Mankos hat uns das FD 3516 von Clatronic absolut überzeugt - und der Preis ist auch unschlagbar.

Alle weiteren Fondue Modelle im Überblick

Welches Fondue-Set hat uns ebenfalls begeistert und welches ist beim Test durchgefallen? Was kann ein Gerät mit Induktion? Können alle Hersteller einhalten, was sie versprechen? Diese und noch mehr Fragen beantworten wir hier.

Der Technikstar: Caso 2282 Induktions-Fondue

Das „Caso 2282“ Fondue für acht Personen unterscheidet sich durch eine Induktionstechnik von den anderen Testprodukten. Was uns direkt auffällt, ist das moderne Design und die hochwertige Verarbeitung aller Teile.

Die Heizplatte mit Keramikkochfeld ist sehr stabil, steht sicher und ist absolut rutschfest. Zudem ist sie auch als Tischkochfeld zum Warmhalten von Saucen und Suppen nutzbar. Der extragroße Fonduetopf aus Edelstahl und Aluminium hat ein Füllvolumen von 2,5 Litern und einen Durchmesser von 23 Zentimetern. Praktisch ist auch, dass du ihn für Schokolade- oder Käsefondue verwenden kannst. Leider sitzt auch dieser Topf nicht exakt auf der Platte. Der Spritzschutz mit Gabelhalterung ist praktisch und funktional. Die Gabeln mit einem Griff aus Silikon sind zwar edel verarbeitet, jedoch nicht gut durchdacht. Als Erkennungsmerkmal dienen keine farbigen Markierungen, sondern Einkerbungen, die leider nicht gut zu sehen sind.

Dank Display präzise Einstellung möglich

Bevor wir das Caso Fondue in Betrieb nehmen, manchen wir uns mit der Gebrauchsanleitung vertraut. Diese ist sehr übersichtlich, deswegen können wir direkt loslegen. Die Nutzung ist sehr einfach: Über ein digitales Bedienfeld kannst du die Temperatur regulieren. Sie ist zwischen 60 und 240 Grad einstellbar und wird am Display angezeigt. Das Aufheizen der Brühe dauert etwa zwölf Minuten und das Nachheizen des Geräts ist unglaublich schnell. Auch bei der Sicherheit schneidet das Caso Fondue sehr gut ab. Das Gehäuse des Heizsockels bleibt während der gesamten Nutzung kalt und die Topfgriffe werden nur leicht warm. Diese sind sogar mit Silikon überzogen, was das Tragen zusätzlich erleichtert. Auch die Reinigung geht leicht von der Hand. Ein kleiner Nachteil der Induktionstechnik ist ein leises Summen des Lüfters. Dieses Geräusch kann störend sein, fällt aber in geselliger Runde nicht unbedingt auf. Der hohe Preis von 130 Euro* kann dich etwas abschrecken. Wenn du aber Wert auf Technik und Design legst, bist du mit dem Modell von Caso bestens bedient.

Unold Fondue Elegance 48645 – Glänzt mit viel Zubehör

Auf den ersten Blick macht das „Fondue Elegance“ für acht Personen von Unold einen tollen Eindruck. Die Verarbeitung der Heizplatte ist gut, sie ist rutschfest und steht stabil. Außerdem ist sie wärmeisoliert und du kannst sie auch als Tischkochfeld nutzen. Der Fonduetopf aus Edelstahl ist ein normaler Kochtopf, der auch für den Herd geeignet ist. Die Gabeln bestehen ebenfalls aus Edelstahl, sind gut verarbeitet und farbig markiert.

Bei der Bedienung sind wir dann leider etwas enttäuscht. Der Topf passt nicht exakt auf die Heizplatte und kann leicht hin und her rutschen. Die Brühe benötigt ganze 23 Minuten bis sie kocht und auch für den Temperaturwechsel braucht das Unold Fondue etwas länger als die Konkurrenz. Die Hitze lässt sich stufenlos über ein Rädchen verstellen. Allerdings war es während des gesamten Tests schwierig, die richtige Einstellung zu finden. Hier sind etwas Feingefühl und Geduld gefragt.

Auch für Schoko- und Käsefondue geeignet

Als einziges unserer Testgeräte verfügt das Unold Elegance Fondue über ein umfangreiches Zubehör. Dazu gehört ein Saucenring mit sechs Schälchen – nett, aber nicht unbedingt nötig. Die Schälchen sind sehr klein und die Saucen erwärmen sich so nah am heißen Fonduetopf. Praktisch hingegen ist der separate Keramiktopf für Schokoladenfondue und Schweizer Käsefondue – ein sinnvolles Extra, das uns sehr gut gefällt. Beide Töpfe sind zudem spülmaschinengeeignet. Obwohl die Temperatureinstellung nicht ganz einfach ist, kann das Unold Elegance mit seiner Verarbeitung, Sicherheit und dem Zubehör punkten.

Severin Fondue FO 2400 – Gut und günstig

Beim Aufstellen der Heizplatte des „Severin FO 2400 Fondues“ merken wir direkt, dass diese sehr leicht verrutscht. Obwohl der Hersteller es verspricht, sind an den Füßen keine Noppen angebracht. Deswegen solltest du hier unbedingt eine rutschfeste Unterlage verwenden. Das Gehäuse des Heizsockels besteht aus Kunststoff. Bei der Qualität und Verarbeitung ist hier allerdings noch Luft nach oben. Auch die Verarbeitung der Gabeln könnte besser sein. Positiv aufgefallen sind uns der Spritzschutz und die Gabelhalterung mit Einkerbungen. Hier ist das Material aus Kunststoff ein Vorteil, da die Gabeln nicht so leicht abrutschen können. Der Edelstahltopf macht einen soliden Eindruck und ist spülmaschinengeeignet. Ein weiterer Pluspunkt – mit dem Set für acht Personen kannst du auch Käse- und Schokofondue zubereiten.

 

Ein gutes Gerät mit leichter Bedienung ist das Fondue von Severin. Punkten können hier auf jeden Fall der Spritzschutz und die Gabelhalterung

Die Bedienung des Severin Fondues ist sehr leicht. Über ein Thermostat mit fünf Stufen lässt sich die Temperatur einstellen. Die Brühe kocht hier in zwölf Minuten. Der Temperaturwechsel während des Essens ist zwar nicht so schnell wie bei unseren Siegern, aber absolut in Ordnung. Der günstige Preis von 35 Euro* des Severin Fondues macht sich leider in der Verarbeitung und Qualität bemerkbar. Dafür schneidet es bei der Bedienung gut ab.

Tefal Fondue – Unsere Erwartungen werden nicht erfüllt

Das Set „EF 3000.10“ von Tefal für acht Personen hat als einziges Testmodell keine Heizplatte, sondern einen Kunststoffsockel mit offener Heizspirale. In puncto Verarbeitung und Qualität macht dieser jedoch keinen hochwertigen Eindruck. Außerdem steht er nicht sicher und verrutscht leicht. Auch hier solltest du unbedingt eine rutschfeste Unterlage verwenden. Die Gabeln mit Kunststoffgriff hingegen sind gut verarbeitet und farbig markiert. Der Fonduetopf aus Aluminium macht erstmal einen guten Eindruck und verspricht eine Antihaftbeschichtung. Doch hier werden wir später beim Abwasch enttäuscht. Die Brühe hat sich hartnäckig in den Topf eingebrannt und erst nach mehrstündigem Einweichen und festem Schrubben wird dieser sauber. Die Herstellerangabe, dass das Set auch für Käse- und Schokofondue geeignet ist, möchten wir hier lieber nicht ausprobieren.

 

Im Gegensatz zu den anderen Modellen im Test hat das Tefal Fondue eine Heizspirale statt einer geschlossenen Platte. Wirklich standfest ist der Sockel aber nicht

Aber auch das Tefal hat Vorteile: Die Temperatur lässt sich über ein Thermostat mit fünf Stufen ganz bequem einstellen. Es heizt schnell auf und obwohl die Wärmeverteilung nicht ganz optimal ist, können wir die Temperatur gut regulieren. Wie bei allen anderen Produkten im Test ist auch hier das Geschmacksergebnis top. Der Heizsockel und die Topfgriffe erhitzen sich außen nicht, was Punkte bei der Sicherheit bringt. Insgesamt überwiegen beim Tefal aber für uns die Nachteile - für den Preis von 60 Euro* haben wir mehr erwartet.

H.Koenig Alp 1800 – Nicht empfehlenswert

Beim Auspacken kommt uns ein unangenehmer Plastikgeruch entgegen, der aber zum Glück wieder vergeht. Laut Angabe des Herstellers ist das „H.Koenig Alp 1800“ Fondue-Set für sechs Personen gedacht. Bei dem sehr kleinen Topf schwer vorstellbar. Dieser hat ein Füllvolumen von zwei Litern. Wenn du die Brühe einfüllst, ist der Fonduetopf dann jedoch fast randvoll. Gut finden wir hingegen die Antihaftbeschichtung und die Funktion für Käse- und Schokofondue. Der Heizsockel steht trotz Gumminoppen wackelig. Das liegt vermutlich an den beiden gegenüberliegenden Standfüße, die sehr ungünstig platziert sind. Dadurch kann das Gerät leicht nach vorne oder hinten kippen.

Der Fonduetopf kommt leider ohne Griffe daher. Insgesamt kann uns das Fondue von H.Koenig im Test nicht so wirklich überzeugen

Fehlende Griffe am Topf

Am Heizsockel sind seitliche Griffe angebracht, diese vermissen wir am Fonduetopf. Das ist sehr unpraktisch! Wir raten aus Sicherheitsgründen davon ab, die Heizplatte mit aufgesetztem Topf zu tragen. Denn dieser kann leicht runterfallen oder rutschen, dadurch besteht Verbrennungsgefahr! Der Spritzschutz mit Gabelhalterung ist gut und funktional, jedoch kann das H.Koenig in Sachen Sicherheit aufgrund des unsicheren Stands und den fehlenden Griffen nicht überzeugen. Insgesamt ist die Verarbeitung aller Teil nicht sehr hochwertig, aber in Ordnung. Die Temperatur des Geräts ist stufenlos über ein Rädchen regulierbar. Wie beim Unold Fondue ist die richtige Einstellung schwer zu finden. Das Geschmacksergebnis ist trotzdem sehr gut.

Fazit: Wegen mangelnder Sicherheit und schlecht durchdachter Konstruktion unser letzter Platz im Test. Außerdem finden wir das Fondue für sechs Personen zu klein.

So haben wir die Fondues getestet

Qualität: Zuerst überprüften wir die Einzelteile wie Heizsockel, Töpfe und Gabeln. Dabei achteten wir darauf, welche Materialen verarbeitet wurden und ob diese hoch- oder minderwertig sind.

Bedienung: Nachdem wir die Gebrauchsanleitungen studiert hatten, machten wir die Fondues einsatzbereit. Wir füllten in alle Töpfe kalte Brühe bis zum maximalen Füllvolumen  und erhitzten diese auf höchster Stufe. Dabei stoppten wir die Zeit und notierten jeweils wie lange die Brühe brauchte, bis sie kocht. Dann kamen das vorbereitete Fleisch und Gemüse hinein. Hier achteten wir darauf, wie gut sich die Temperatur regeln lässt und wie leistungsfähig die Modelle sind. Auch eine sinnvolle Konstruktion, leichte Reinigung und Funktionalität waren uns beim Test wichtig.

Sicherheit: Hier überprüften wir, ob die Heizsockel sicher und stabil stehen und ob diese rutschfest sind. Zudem achteten wir darauf , ob sich das Gehäuse und die Topfgriffe während des Gebrauchs erhitzten. Dafür ließen wir die Fondues zwei Stunden lang im Dauerbetrieb laufen. Auch ein guter Spritzschutz war uns wichtig. Bei den Töpfen überprüften wir, ob diese genau auf die Heizplatte passen.

Nachdem die Brühe heiß ist, legen wir verschiedene Sorten Fleisch und Gemüse hinein, um das Geschmacksergebnis zu bewerten

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

  • Einsatzzweck: Vor dem Kauf solltest du dir überlegen, wofür du das Gerät verwenden möchtest. Wenn du es auch für Schoko- und Käsefondue nutzen möchtest, ist zum Beispiel das Modell von Unold mit dem separaten Keramiktopf eine gute Wahl.
  • Ausstattung: Möchtest du zusätzliche Funktionen wie eine Heizplatte, die auch als Tischkochfeld nutzbar ist? Hier bist du mit dem Set von WMF oder Unold bestens bedient. Stehst du auf Technik und Design? Dann können wir dir das Caso Induktions-Fondue empfehlen.
  • Rundum-Sorglos-Paket: Möchtest du ein Fondue mit hochwertiger Qualität, einfacher Bedienung und hoher Sicherheit? In diesem Fall kannst du zum WMF oder Clatronic greifen.

Was uns bei allen sieben Testgeräten gefehlt hat, ist etwas Kreativität beim Design. Ein Fondue-Abend ist immer etwas Besonderes und da möchten wir mehr als einen üblichen Kochtopf auf dem Tisch stehen haben. Aber das ist Geschmackssache und wir sind uns sicher, dass du das für dich beste Fondue findest.

Fragen rund ums Fleischfondue

* Alle Preise Stand Oktober 2019