Wenn ein Kaffeeliebhaber von einer manuellen Kaffeemühle träumt, dann mit Sicherheit von der „Comandante C40 MK3“. Sie ist das, was man wohl als das Nonplusultra unter den Handkaffeemühlen bezeichnen könnte. Ihre Optik ist alles andere als gewöhnlich. Der Korpus mit dem Mahlwerk besteht aus hochwertigem Eichenholz, der Pulverbehälter aus Glas. Nicht umsonst geht sie in unserem Kaffeemühlen Test als Testsieger vom Platz. Damit du herausfindest, ob die teure Comandante auch die richtige Mühle für deinen morgendlichen Kaffee oder Espresso ist, haben wir hier alle wichtigen Fakten für dich zusammengetragen.

ÜbersichtVor- und Nachteile der Comandante C40 MK3 Nitro Blade

+ Verarbeitung
+ Materialauswahl
+ hochwertiges Mahlwerk
+ verschließbarer Kaffeemehlbehälter
+ kann auch Tee und Gewürze mahlen

- Preis
- Gewicht
- Holz ist anfällig für Macken

Eindrucksvolle Verarbeitung und ein tolles Mahlerlebnis

Die Comandante MK3 Kaffeemühle ist der Ferrari unter den manuellen Kaffeemühlen. Mit einem stolzen Preis von über 200 Euro* kommt die äußerst edel verarbeitete Mühle daher. Der Holzknauf und die Verkleidung des Gehäuses bestehen aus massivem Eichenholz. Die Kurbel, die am transparenten Deckel befestig ist, liegt bei der Anlieferung separat im länglichen Karton. Doppelt gelagert ermöglicht die Kurbel ein einfaches Mahlen. Sie hält dank Magnet besonders gut an der Befestigung. Neben dem transparenten Schraubglas für gemahlenen Kaffee wird ein weiterer brauner Glasbehälter mit Schraubdeckel mitgeliefert. Dieser eignet sich ideal zur Aufbewahrung deines frisch gemahlenen Kaffeepulvers. Beide Vorratsgläser fassen etwa 40 Gramm. Der Hersteller gibt an, dass es sich beim Mahlwerk um eine Nitro Blade Mahlwerk aus einem Edelstahl mit spezieller Härtung und Legierung handelt.

Die Bedienungsanleitung kommt im Stil einer Speisekarte daher. Das Nitro Blade Mahlwerk mit all seinen Eigenschaften wird hier detailliert beschrieben. Auch die restlichen Bestandteile der Mühle werden intensiv beleuchtet. In der Anleitung findest du auch eine Mahlgradempfehlung. Die Mühle eignet sich laut dieser auch für Gewürze. Das haben wir allerdings in unserem Test nicht ausprobiert.

In dem dunklen Glasbehälter mit Schraubverschluss kannst du prima dein frisch gemahlenes Kafffeemehl aufbewahren

Die Comandante im Praxistest: So schneidet sie ab

Den Mahlgrad der Kaffeemühle verstellst du an der Flügelschraube, die am innenliegenden Kegel angebracht ist. Dabei zeigen dir Pfeile an, in welcher Richtung du das Mahlgut feiner und gröber bekommst. Wir haben uns beim Mahlgrad an die Empfehlung des Herstellers gehalten und Grad 8 gewählt. Dabei wird das Pulver so fein, dass es sich erst einmal an die Wände des Glasbehälters festsetzt. Dadurch können wir leider nicht mehr sehen, wie viel Kaffeepulver das kleine Glas bereits enthält. Das statische Aufladen des Pulvers gibt daher etwas Punktabzug. Für die eingefüllten 34 Gramm erhalten wir fein pulverisierte Kaffeebohnen. Die Einstellung der Mahlgrade finden wir vergleichsweise einfach. Das Rädchen lässt sich allerdings nur mit aufgesetzter Kurbel drehen. Die Comandante überzeugt mit einem relativ gleichmäßigen Ergebnis. Mit den Konkurrenten Porlex Tall und Peugeot Nostalgie kann sie hier jedoch letztlich nicht mithalten. Das Espressopulver der Handmühle ist gut, da gibt es nicht viel zu meckern.

Schade finden wir, dass die edle Holzverkleidung recht anfällig für Macken ist. Obwohl wir beim Mahlen aufpassen, packen wir wohl etwas zu fest zu und handeln uns ein paar Kerben im Holz ein. Mit über 600 Gramm ist sie außerdem relativ schwer. Noch mehr Gewicht bringen nur die Holzmühlen von Peugeot oder Zassenhaus auf die Waage.

Praktisch: Pfeile zeigen dir an, in welche Richtung du den Verstellschraube drehen musst

Deshalb können wir die Comandante C40 MK3 Nitro Blade wärmstens empfehlen

Zugegebenermaßen waren wir auf den ersten Blick skeptisch bei einer Mühle für den Preis. Aber es stellt sich heraus, dass Kaffeeprofis, die von der Comandante schwärmen nicht unrecht haben. Sie ist eine absolute Wucht was die Optik und die Verarbeitung anbelangt. Und auch das Mahlergebnis ist durchweg überzeugend. Der Bedienkomfort hat uns während des Tests ebenfalls nicht enttäuscht. Was wir ebenfalls klasse finden: Sie kann auch Tee und Gewürze mahlen. Bleibt nur der Preis, der sich mit über 200 Euro* echt gewaschen hat.

Wenn auch etwas weniger Luxus für dich okay ist

Eine richtige Alternative zur Comandante zu finden, ist gar nicht so einfach. Optisch kommt die Zassenhaus Quito ihr schon recht nahe. Auch wenn das Metallgehäuse nicht so schick aussieht, wie das edle Holz. Die Verarbeitung ist aber ebenfalls top, genauso wie die Einstellung der Mahlgrade und das Mahlergebnis. Doch lies selbst in unserem Einzeltest zur Zassenhaus.

Du bist eher der Low-Budget-Typ? Dann ist unser Preis-Leistungs-Sieger die Groenenberg für knapp 25 Euro* bestimmt was für dich. Sie besteht komplett aus Edelstahl und liefert ebenfalls ein recht ordentliches Mahlergebnis. Zudem ist sie leicht und kann dich auch mal auf Reisen begleiten. Mehr zum Handschmeichler für den Rucksack erfährst du im Einzeltest.

*Alle Preise Stand Januar 2020