Du möchtest nicht lange auf deinen frischen Kaffee warten? Dann ist eine Kaffeepadmaschine eine Option für dich. Mit ihr kannst du den Muntermacher super schnell portionsweise zubereiten. Wir fügen unserem Kaffeepadmaschinen Test im Rahmen eines Updates vier weitere, eher ungewöhnliche Modelle hinzu. Mit der „Makita Akku-Kaffeemaschine“ brühst du deinen Kaffee überall frisch auf. Ganz egal, wo du gerade arbeitest oder unterwegs bist. Die Makita Kaffeemaschine ist kompakt, robust und kinderleicht zu bedienen. Allerdings hat sie auch eine große Schwäche.

Vor- und NachteileMakita DCM501Z Akku-Kaffeemaschine

+ einfache Bedienung
+ kompakt und leicht
+ praktischer Tragegriff
+ komfortable Tassenhöhe
+ für handelsübliche Kaffeepads und Kaffeepulver geeignet

- Preis
- kurze Akkulaufzeit
- kleiner Wasserbehälter
- lange Brühdauer für eine Portion

Kernige Kaffeemaschine für draußen

Mit der Makita Akku-Kaffeemaschine brühst du auch auf der Baustelle oder bei der Gartenarbeit frischen Kaffee. Und das dank der für alle Makita-Akkugeräte passenden Energiezelle völlig autark. Die Akku-Kaffeemaschine im typischen Makita Design ist überraschend kompakt. Mit dem stabilen Tragegriff kannst du die gerade einmal 1,4 Kilogramm schwere Maschine problemlos überall mit hinnehmen. Generell wirkt das gesamte Kunststoffgehäuse sehr robust. Im Lieferumfang enthalten sind ein Aluminium Kaffeebecher mit Kunststoffgriff, ein Filterhalter für Kaffeepulver (da sparst du dir das Filterpapier) und ein Halter für handelsübliche Kaffeepads sowie einem Portionslöffel für Kaffeepulver. Die beiden Halter schiebst du bestückt mit Kaffee wie eine Schublade unter die Brüheinheit. Die kabellose Makita Akku-Kaffeemaschine gibt es sowohl einzeln als auch im Set mit Akku und Ladegerät. Bist du Makita-Fan und besitzt bereits einige Elektrowerkzeuge des japanischen Herstellers, etwa Akkuschrauber, Akku-Handkreissäge oder Akku-Winkelschleifer, dann brauchst du das Set mit Ladegerät nicht unbedingt. Den Akku schiebst du in das seitliche Akkufach. Die Maschine verfügt über zwei verschiedene Akkufächer, eines für 10,8 V und 12 V Akkus, und eines für 14,4 V und 18 V Akkus. Das nicht benötigte ist durch eine Abdeckung vor Staub und Schmutz geschützt.

Mit einem Schieberegler schützt du das nicht genutzte Akkufach vor Staub und Schmutz

Einfacher kann die Kaffeezubereitung nicht sein

Die Funktionsweise der Makita Akku-Kaffeemaschine ist ausgesprochen simpel. Du befüllst den recht kleinen Wassertank mit der gewünschten Menge Wasser, drückst den Ein-Aus-Schalter und der Aufbrühzyklus beginnt. Verwendest du einen 18 V oder einen 14,4 V Akku in der Maschine, ist deine Tasse nach etwa 5 Minuten Brühdauer voll. Ist ein 10,8 V oder ein 12 V Akku im Einsatz musst du knapp 7 Minuten auf deinen Muntermacher warten. Das ist für eine Portionsmaschine eine vergleichsweise lange Brühdauer. Das Aufbrühen gleicht eigentlich eher dem Prinzip von Filterkaffee als dem einer Kaffeepadmaschine. Das heiße Wasser sickert durch den Kaffee. Mit viel Druck wird hier nicht gearbeitet. Dennoch super: der frisch aufgebrühte Kaffee ist knackig heiß. Wir messen 78 Grad Temperatur im Kaffeebecher. Also Vorsicht: nicht die Zunge verbrennen. Der Kaffee schmeckt uns gut. Ist natürlich immer die Frage, welche Kaffeepads beziehungsweise welches Pulver du verwendest. Allerdings holt die kleine Akku-Kaffeemaschine von Makita so viel Aroma wie möglich aus den Kaffeepads.

In den Tank passt Wasser für eine Tasse frischen Kaffee

Hohe Tassen aber winziger Wasserbehälter

Wie schon erwähnt liegt der Maschine eine Alu-Tasse bei. Unter den Kaffeeausgießer passen allerdings auch andere Becher bis zu einer Tassenhöhe von 9 Zentimetern. Auf den ersten Blick wirkt der Wassertank geradezu winzig – egal ob für eine Kaffeepadmaschine oder eine Maschine für Filterkaffee. Gerade einmal 240 Milliliter Fassungsvermögen stehen dir zur Verfügung. Das liegt allerdings auch an der Funktionsweise der Akku-Kaffeemaschine. Die kennt nur „Ein“ oder „Aus“. Mit der Füllmenge, die du in den Wassertank gießt, dosierst du gleichzeitig die Menge Kaffee, die dir das Gerät frisch aufbrüht. Ist der Tank geleert, schaltet sich die Maschine automatisch ab. Du hast allerdings auch die Option, den Aufbrühzyklus zu unterbrechen. Dazu musst du die Akku-Kaffeemaschine während des Aufbrühens einfach ausschalten. So kannst du auch zwei Portionen mit einer Füllung des Wasserbehälters aufbrühen.

Mit dem Powerschalter startest oder unterbrichst du den Aufbrühvorgang deines Kaffees

Ein paar Schlucke Kaffee und der Akku ist leer

Leider benachrichtigt dich die Makita Akku-Kaffeemaschine nicht, wenn sie entkalkt werden muss. Das erkennst du nur daran, dass sich die Aufbrühdauer für eine Tasse deutlich verlängert. Dann musst du ganz klassisch Zitronensäure zur Entkalkung durch die Leitungen der Makita Kaffeemaschine jagen. Eine große, wirklich große Schwäche ist die Akkulaufzeit. Vielmehr nicht unbedingt die Akkulaufzeit der Makita-Energiezelle, sondern wie schnell die Kaffeemaschine den vollgeladenen Akku leersaugt. Wir bekommen drei große Kaffeetassen mit jeweils 220 Milliliter aufgebrüht – mit dem größten verfügbaren Makita-Akku, einem 18 V Klumpen. Dann ist Schluss. Einen kompletten Bautrupp versorgst du so nicht mit Kaffee. Hast du mehrere geladene Akkus zur Verfügung oder ein Ladegerät in Reichweite ist das kein Problem, arbeitest du allerdings irgendwo draußen, ist das etwas anderes. Insbesondere, wenn du etwa vor hast mit der Energiezelle aus dem Akkuschrauber, den du brauchst, zwischendurch mal einen Kaffee aufzubrühen. Da ist anschließend nicht mehr viel mit Akkuschrauben.

Fazit: Reisekaffeemaschine mit großem Akku-Appetit

Schade, dass die Makita Akku-Kaffeemaschine den Akku quasi in Nullzeit leersaugt. Nach drei großen Tassen ist selbst bei der Ladung von Makitas größtem, dem 18 V Akku, Feierabend. Da verbietet sich der Gedanke, den Akku der benutzten Werkzeuge kurz zum Kaffeemachen umzustecken. An sich ist eine akkubetriebene Kaffeepadmaschine allerdings eine richtig gute Idee für die Baustelle, den Campingbus oder das Arbeiten im Garten oder Wald. Die Konstruktion ist erfreulich robust und die Bedienung super unkompliziert. Schön auch, dass du die Wahl zwischen Kaffeepads und Kaffeepulver hast. Angesichts eines Preises von knapp 100 Euro* greifen vermutlich dann doch einige zur guten alten Isolierflasche oder der Thermoskanne. Wenn du bereits einige Werkzeuge aus der Makita-Akku-Familie hast, ist die Kaffeemaschine vielleicht dennoch eine Überlegung wert.

Diese Kaffeepadmaschinen brühen dir auch einen schnellen Kaffee

Wenn es nicht unbedingt eine Reisekaffeemaschine für unterwegs oder ein Modell mit Akku sein muss, dann können wir dir den Testsieger aus unserem Kaffeepadmaschinen Test empfehlen. Die "Philips Senseo Quadrante" punktet mit intuitiver Bedienung, guter Verarbeitung und praktischen Details wie einem Kaffeestärkeregler und einer höhenverstellbaren Abtropfschale. Alles zum Testsieger Philips Senseo Quadrante Padmaschine gibt‘s im ausführlichen Einzeltest.

Wenn du eine Espressomaschine oder Kaffeepadmaschine für unterwegs suchst, dann sind die Modelle von Handpresso einen Blick wert. Die drei verschiedenen Modelle für ESE (Easy Serving Espresso) Kaffeepads sind hervorragend verarbeitet und eignen sich ideal für lange Autofahrten oder auch den Campingurlaub. Was die einzelnen Modelle auszeichnet, erfährst du in unserem detaillierten Handpresso Einzeltest.

Übrigens haben wir auch Isolierflaschen für dich getestet. Den Testsieg räumt da souverän die namensgebende Thermoskanne ab. Mehr im Einzeltest zur Thermoskanne.

* Alle Preise Stand Oktober 2020