9 Pürierstäbe im Vergleich

Ein Stabmixer muss gut pürieren und mixen können, das ist das Allerwichtigste. In der Regel liefern Stabmixer mit höherer Leistung, also mehr Watt, bessere Ergebnisse. Aber nicht immer, wie du in der Tabelle sehen kannst. Unterschiede gibt es auch in der Ergonomie. Nicht jeder Pürierstab liegt angenehm und sicher in der Hand, das gibt Punktabzug im Vergleich. Lässt sich die Geschwindigkeit einfach mit einer Hand regeln gibt es mehr Punkte. Ist der Mixfuß zudem leicht mit dem Motorblock zu verbinden bewerten wir das ebenfalls besser. Bei welchem Mixstab das besonders gut klappt, siehst du in unserem Testvideo.

Wir haben bereits unterschiedliche Arten von Mixern für dich getestet. Darunter Handmixer, Standmixer, Shake Mixer und Mixer für Smothies. Weitere Tests von Mixern, etwa Hochleistungsmixer stehen ebenfalls in Kürze an.

Wir stellen dir die Top 9 Pürierstäbe im Testvideo vor

In diesen Kategorien haben wir getestet

  • Pürierleistung: Wie fein die Stabmixer das Mixgut pürieren, haben wir anhand von Milchshake, Gemüsesuppe und grünem Smoothie ausprobiert. Möchtest du etwa Babybrei machen, benötigt der Stabmixer ordentlich Leistung, damit die Konsistenz des Breis mit dem Pürieraufsatz schön fein wird. 
  • Geschwindigkeitsstufen: Gibt es nur eine einzige Geschwindigkeit oder lassen sich verschiedene Stufen beim Rührstab einstellen? Letztlich spielt dabei natürlich auch die Leistung eine entscheidende Role.
  • Bedienkomfort: Wir wollten wissen, bei welchen Stabmixern sich die Geschwindigkeit leicht mit einer Hand regeln lässt. Und ob sie einen praktischen Klickverschluss oder einen etwas umständlicheren Drehverschluss haben.
  • Ergonomie: Wie gut liegt der Mixstab in der Hand? Hat das Handstück einen rutschsicheren Soft-Touch-Griff?

Unser Testsieger: Braun Multiquick 9 Stabmixer - Das Allroundtalent

Wow! Dieser Stabmixer hat uns rundum begeistert! Mit seinen 1.000 Watt püriert der „Multiquick 9“ von Braun nicht nur grüne Smoothies und Gemüsesuppe sehr schnell und sehr fein. Er kann, im Gegensatz zu anderen Stabmixern, auch hartes Mixgut zerkleinern. Zum Beispiel Nüsse für den Kuchenteig oder gefrorene Beeren für ein schnelles Sorbet. Dank der ACTIVEBlade Technologie des Braun musst nicht viel Kraft einsetzen, denn der Mixfuß für die Aufsätze ist flexibel. Bei leichtem Druck bewegen sich die Messerklingen des Rührstabs von allein ein Stück nach unten. Dabei erwischen sie auch kleine Stücke am Boden des Püriergefäßes. So macht Pürieren Spaß! Mit seiner extra Mahlklinge, Braun nennt das POWERBell Plus System, kommt der Rührstab auch mit größeren Stücken gut zurecht. Das spart dir das Vorschneiden.

Braun Multiquick 9 mit Zubehör

Die Geschwindigkeitsregelung finden wir äußerst praktisch, sie ist bei Pürierstäben recht neu: Je stärker du die Taste vorne betätigst, desto größer ist die Power. Die Ergonomie ist top: Der mit Silikon ummantelte Motorblock liegt perfekt in der Hand, und die stufenlose Geschwindigkeitstaste befindet sich dabei bequem unten dem Zeigefinger. Der EasyClick Mixfuß lässt sich bequem aufstecken oder per Knopfdruck abziehen. Wenn du mal Sahne oder Eischnee schlagen willst - kein Problem – neben dem Pürieraufsatz ist ein Schneebesenaufsatz mit dabei. Ebenso ein Messbecher mit 600 Milliliter Fassungsvermögen. Du hast damit noch nicht genug Zubehör? Ein Zerkleinerer oder Kartoffelstampfer Aufsatz lassen sich als Erweiterungszubehör nachkaufen.

Preis-Leistungs-Sieger: Bosch ErgoMixx 600 W Stabmixer - Schön griffig

Der „Braun MSM 66110“ oder einfach ErgoMixx 600 W Stabmixer angelt sich mit einer soliden Leistung und der ordentlichen Verarbeitung und günstigem Preis den Preis-Leistungs-Sieg. Der Mixstab funktioniert ganz unkompliziert mit nur zwei Stufen, die sich bequem bedienen lassen: Normal und Turbo. Mit seinen 600 Watt Leistung gelingen dem Bosch Stabmixer Gemüsesuppe gut. Auch Smoothies und Milchshakes kann der ErgoMixx – allerdings besser ohne Grünzeug wie Spinat und Salat. Aber das solche Zutaten mag ja auch nicht jeder.

Insgesamt ist der ErgoMixx ein solider Stabmixer in der mittleren Preisklasse, mit dem sich gut arbeiten lässt. Uns haben der ergonomisch geformte, Soft-Touch-Griff und der auf Knopfdruck schnell abnehmbare Mixfuß aus Edelstahl gut gefallen.

Die weiteren getesteten Pürierstäbe im Überblick

Wir haben außer dem Testsieger und dem Preissieger noch acht weitere Pürierstäbe getestet. Auch hier sind interessante Mixstäbe dabei.

Moulinex Infiniy Force Deluxe Stabmixer – Praktischer Spritzschutz

Die meisten Pürierstäbe spritzen, vor allem, wenn sie Schlitze im Mixfuß haben. Nicht so dieser Pürierstab von Moulinex. Seine Schlitze sind so konzipiert, dass die Flüssigkeit beim Pürieren schräg nach unten in den Behälter strömt statt seitlich aus dem 800 Milliliter fassenden Messbecher des Stabmixers zu spritzen.

Auch sonst können wir gut mit ihm arbeiten: Angenehmer Griff des Handstücks, selbst das Geschwindigkeitsrädchen oben lässt sich mit der Arbeitshand drehen – vorausgesetzt man hat bewegliche Finger. Auch mit der Pürierleistung sind wir sehr zufrieden. Den Edelstahl Mixstab gibt es ausschließlich im Set mit einem Mixbecher mit 800 Milliliter Fassungsvermögen, 500 Milliliter Mini-Zerkleinerer, Schneebesen, Soßen-Mixfuß und Schlagscheibe für Mayonnaise.

Philips HR 1670/90 Speed Touch Stabmixer – Power durch Intuition

Es ist eine Freude den „Speed Touch“ anzufassen - er liegt super in der Hand. Wie unser Testsieger hat dieser Pürierstab von Philips eine einzige Taste zur Geschwindigkeitsregelung, die sich beim Pürieren perfekt unter dem Zeigefinger befindet: Je stärker du darauf drückst, desto kraftvoller mixt er – ganz intuitiv. Allerdings „knirscht“ der Schalter leicht. Auch der eigentlich praktische Steckverschluss zwischen Motorblock und Mixfuß aus Edelstahl funktioniert etwas holprig.

Und die Pürierleistung? Na ja! Bei grünen Smoothies werden die Blattfasern vom Spinat nicht gut zerkleinert, da setzt er die 800 Watt Leistung nicht so effizient um, wie manch anderer Stabmixer im Vergleich. Suppen gelingen mit dem Aufsatz allerdings ganz gut. Bei Milchshakes hat er am wenigsten Probleme. Die Gebrauchsanweisung ist übrigens mühsamer zu lesen, als die von alle anderen Testmodellen. Man muss sie entfalten, wie eine große Landkarte. Zum Lieferumfang gehört ein Messbecher mit 700 Milliliter Fassungsvermögen.

ESGE G 200 Gastro Stabmixer - Zauberstab für große Töpfe

Obwohl der „ESGE Zauberstab“ Rührstab nur 200 Watt Leistung hat, ist er ein wahres Suppentalent. Das liegt an seiner enorm hohen Umdrehungszahl von 17.000 Umdrehungen pro Minute. Der Klassiker aus der Schweiz arbeitet auch in großen Töpfen gut und püriert bis zu 20 Liter. Einfach eintauchen und rühren! Dabei kannst du bis zu 29 Zentimeter tief gehen. Denn Mixfuß aus Edelstahl und das Handstück mit Motorblock sind fest miteinander verbunden, es kann also keine Flüssigkeit eindringen.

Durch diese kompakte Konstruktion wird der ESGE Zauberstab allerdings auch etwas unhandlich. Der Mixstab lässt sich nicht bequem halten und zum Reinigen muss der ganze Stabmixer zum Wasserhahn gebracht werden. Äußerst praktisch finden wir hingegen das Spiralkabel, das sonst keiner der Pürierstäbe aufweist. Es erlaubt 150 Zentimeter Spielraum bei der Arbeit, schnurrt danach wieder auf 60 Zentimeter Kabellänge zusammen. Als Zubehör liegen dem Stabmixer eine Schlagscheibe und eine Schlagscheibe für Sahne, Eischnee, Cremes und Saucen bei.

Kenwood kMix HDX 750 WH Stabmixer – Schnell und lebt auf großem Fuß

Ein großer Topf voll Suppe ist für den „kMix“ Rührstab von Kenwood kein Problem. Die Konsistenz ist schön cremig. Er hat einen größeren Mixfuß aus Edelstahl als seine Konkurrenten und damit zerkleinert er auch größere Mengen im Nu. Cremesuppe gerät mit dem Stabmixer schön sämig. In den Kategorien Ergonomie und Handhabung hat er uns nicht so überzeugt. Um den Drehverschluss zwischen Mixfuß und Motorblock zu öffnen und zu schließen brauchst du richtig Kraft. Bei feuchten oder gar fettigen Händen wird es noch schwieriger.

Schade auch, dass er hat keine Turbotaste hat. Denn das Rad oben, um die Geschwindigkeitsstufen einzustellen, lässt sich mit den Fingern der Arbeitshand schlecht erreichen. Und noch eins solltest du wissen, falls du dir diesen Rührstab kaufen möchtest: Es ist mit 950 Gramm das schwerste Modell in unserem Test. Einerseits ist das unhandlich, aber beim Pürieren hat Gewicht auch einen Vorteil. Es drückt naturgemäß nach unten, so musst du selbst weniger Kraft anwenden.

Aigostar Speedy 30 JIL Stabmixer - Power für wenige Sekunden

Als maximale Betriebsdauer des Aigostar Stabmixers sind in der Gebrauchsanweisung „weniger als 30 Sekunden“ angegeben. Dann braucht der Motor des Aigostar laut Hersteller 3 Minuten Ruhe, da er ansonsten überhitzen könnte. Das haben wir jedoch lieber nicht ausprobiert. In dieser kurzen Zeit kann man natürlich nur kleine Mengen pürieren oder schnell mal zwei Portionen Bananen Milkshake mixen.

Der Mixfuß gleicht dem des Stabmixers von WMF. Der Stab selbst ist aber unhandlicher und nicht ergonomisch geformt. Gefertigt ist der Aigostar Stabmixer aus Edelstahl und Kunststoff. Die Leistung der einen verfügbaren Geschwindigkeitsstufe ist in Ordnung. Damit zerkleinerst du die gängigen Zutaten ohne Probleme. Ein solider Stabmixer für gelegentliches Pürieren.

WMF Kult S Stabmixer - Schlicht und solide

Der „Kult S“ von WMF ist ein alltagstauglicher Stabmixer, der Suppe zwar nicht in sehr cremiger Konsistenz püriert, aber vielleicht stören dich ja die kleinen Stückchen nicht. Der Mixfuß aus Edelstahl samt Messern ist vergleichbar mit dem von Aigostar, jedoch wirkt der WMF insgesamt wesentlich solider, lässt sich besser anfassen, bedienen und die Aufsätze besser zusammenfügen.

WMF Kult S Stabmixer

Leider gehört kein Messbecher für das Mixgut zum Lieferumfang des Stabmixers. Allerdings quellen die Küchenschränke in der Regel vor Bechern und Schüsseln über. WMF führt auch einen  etwas teureren Stabmixer im Sortiment, den WMF Lineo Edelstab. Den haben wir in unserem Test nicht berücksichtigt, da er zum Testzeitpunkt nicht lieferbar war. Das holen wir gegebenenfalls nach.

Siemens MQ5B150N Stabmixer - Preiswert für begrenzten Einsatz

Wenn du nur ab und an mal einen Pürierstab benutzt und nicht viel Geld ausgeben willst, liegst du mit dem „Siemens MQ5B150N“ genau richtig. Er hat nur eine einzige Geschwindigkeitsstufe, mit der du gleich die gesamte verfügbare Power von 300 Watt aktivierst. Das ist nicht viel, aber es reicht, um Saucen und Milkshakes zu pürieren. Auch Suppen aus weichem Mixgut wie gekochtem Gemüse und Babynahrung gelingen, allerdings nur in kleinen Mengen. Für ein befriedigendes Ergebnis, muss etwas länger püriert werden.

Siemens MQ5B150N Stabmixer mit Mixbecher

Der Mixfuß besteht aus Kunststoff, deshalb sollte er keinen kochend heißen Topfboden berühren. Saucen und Suppe also vorher umfüllen. Der Siemens Stabmixer ist das Leichtgewicht unter unseren Testgeräten, denn er wiegt nur 500 Gramm. Das macht ihn sehr handlich.

So haben wir die Stabmixer getestet

  • Die Pürierleistung unserer 9 Stabmixer haben wir an einem Milchshake aus Bananen, gekochter Gemüsesuppe und grünem Smoothie ausprobiert. Bananenmilch klappte mit jedem Mixstab wunderbar. Die Suppe aus Kartoffeln, Möhren, Lauch und Sellerie konnten immerhin einige Stabmixer sehr gut cremig pürieren. Große Unterschiede gab es beim grünen Smoothie aus Mixgut wie Apfel-, Birnen, Kiwi-, Bananenstücken, Spinat und Apfelsaft. Nur dem Multiquick 9 von Braun, unserem Testsieger, ist er hervorragend fein und cremig gelungen.
     
  • Die Ergonomie haben wir anhand des Handstücks mit der Motoreinheit beurteilt. Ist er griffig geformt und schmiegt sich bei der Arbeit richtig schön in die Hand, gab es Pluspunkte. Ideal ist eine Silikonoberfläche. Dann rutschst du selbst mit feuchten oder fettigen Händen nicht ab. Braun, Bosch, Moulinex und Philips ragen da heraus.
     
  • Mit einer Hand sollte ein Pürierstab einfach zu bedienen sein. Aber bei dem Versuch haben wir uns manchmal die Finger verrenkt. Nämlich dann, wenn es oben ein schwer zu erreichendes Drehrad für die Geschwindigkeitsstufen gibt, wie zum Beispiel beim Mixstab von Kenwood. Es geht auch bequemer: Gut bewertet haben wir die intuitive, stufenlose Regelung über eine einzige Geschwindigkeitstaste beim Braun Multiquick 9 und Philips Speed Touch.
     
  • Zusammenbau: Auch im Verschluss unterscheiden sich Stabmixer. Praktisch, wenn du den Mixfuß einfach auf den Motorblock klicken kannst, wie beim Bosch oder Braun. Per Knopfdruck lässt er sich genauso einfach wieder lösen. Ungünstiger finden wir Drehverschlüsse, da musst du immer etwas rumprobieren. Besonders schwierig war das beim kMix von Kenwood, wie du in unserem Testvideo siehst.
     
  • Für die Reinigung haben wir uns natürlich auch interessiert, immerhin soll das Mixgut nach Gebrauch möglichst einfach und restlos entfernt werden. Das Reinigen gestaltet sich bei allen Geräten einfach: Spülbürste und Wasser reichen eigentlich aus. Pluspunkte gab es dennoch für einen spülmaschinenfesten Mixfuß.

Was du beim Kauf eines Pürierstabes beachten solltest

Leistung: Geräte ab 800 Watt aufwärts haben mehr Power und pürieren in der Regel feiner als schwächere Modelle mit nur 300 oder 500 Watt. Für den häufigeren Einsatz sind die Kraftvollen besser geeignet. Stabmixer mit mehr Power fallen allerdings auch eventuell mit höherer Geräuschentwicklung auf. 

Metall oder Kunststoff? Möchtest du oft Cremesuppe zubereiten? Dann nimm auf jeden Fall einen Pürierstab mit einem Mixfuß aus Metall. Der darf ruhig den heißen Topfboden berühren – im Gegensatz zu Kunststoff.

Zubehör: Überlege dir vor dem Kauf, ob du Zubehörteile brauchst. Wenn ja, nimm gleich ein komplettes Set mit Zerkleinerer, Schlagscheibe und Schneebesen. Das ist preiswerter, als wenn du später Zubehörteile einzeln nachkaufst, was grundsätzlich bei vielen Geräten möglich ist. Komfortabel ist ein Mixstab mit ausreichend Kabellänge. Dadurch bist du in der Küche flexibler.

Wenn du aber wirklich nur einen Pürierstab brauchst, verschwendest du mit einem Set unnötig Geld und Platz im Küchenschrank.

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Wichtige Fragen rund um den Pürierstab