Auf den ersten Blick sieht er wie Omas Wasserkessel aus, auf den zweiten zeigt sich: Das Teil ist alles andere als altmodisch. Der KitchenAid „5KEK1222“ überzeugt mit einer hochwertigen Verarbeitung und erstklassiger Handhabung. Er kommt ohne Zusatzfunktionen daher und ist damit ideal für designverliebte Puristen.

ÜbersichtVor- und Nachteile des KitchenAid Wasserkochers

Der Wasserkocher von KitchenAid in der Gesamtansicht
Der Wasserkocher von KitchenAid in der Gesamtansicht

+ klassisches Retro-Design

+ einfache Handhabung

+ hochwertig verarbeitet

+ langes Kabel

- hoher Preis

- Außenwand wird heiß

- keine Messskala

Der KitchenAid – hochwertig und puristisch

Zwar sieht er aus wie ein klassischer Wasserkessel – doch dieses Gefäß stellt man nicht auf den Herd, sondern auf einen Sockel: Der KitchenAid-Wasserkocher „5KEK1222“. Das Gehäuse aus Edelstahl, der Deckel aus Aluminium, der stabile Sockel aus Kunststoff – schon beim Auspacken fällt auf: Der Wasserkocher ist sehr hochwertig verarbeitet. Als Kalkfilter dient ein herausnehmbarer Netzfilter, der unter fließendem Wasser gereinigt werden kann.

Die mittelmäßige Performance enttäuscht

Eine Temperaturauswahl, Warmhaltefunktion, Schnellkocher – alle diese Funktionen hat das Gerät nicht. Für den stolzen Preis von ungefähr 78 Euro (Stand April 2019) bekommt man hier einen eher puristischen Wasserkocher. Zum Kochen drückt man einen kleinen Schalter nach unten, ein LED-Licht erscheint. Mit seinen 2200 Watt kocht das Gerät einen halben Liter in knapp zwei Minuten. Damit ist er recht langsam im Vergleich zu den anderen Wasserkochern im Test. Zudem ist er relativ laut, fast erwartet man ein schrilles Pfeifen wie bei Omas Kessel. Der bleibt (leider) aus, stattdessen schnellt der kleine Schalter mit einem Klicken nach oben, das Licht erlischt.

Kleiner Kocher mit großem Tragekomfort

Von der Größe her gehört der Wasserkocher eher zu den kleineren Gesellen. Mit 1,1 Kilo ist er recht leicht. Er hat ein Fassungsvermögen von 1,25 Litern. Eine Messskala sucht man vergeblich, im Inneren ist lediglich die Maximalmenge von 1,25 Litern gekennzeichnet.

Der Wasserkocher liegt sehr angenehm in der Hand und ist im Vergleichstest in der Hinsicht sogar unser Favorit. Im Gegensatz zu den meisten Wasserkochern sitzt sein Henkel wie bei einem klassischen Kessel oberhalb des Einfülllochs. Der Abstand ist aber so groß, dass du ihn trotzdem sehr leicht befüllen und reinigen kannst. Wer nun Angst hat, dass der Henkel beim Kochen heiß werden könnte: Das ist nicht der Fall. Beim Ausschenken berührt der heiße Wasserdampf auch nicht die Hand.

Vorsicht heiß

Heiß wird allerdings der Kessel selbst. Der Wasserkocher besteht nur aus einer Wand, er hat also keine Isolierung. Ansonsten verfügt der KitchenAid Wasserkocher über die normalen Sicherheitsstandards: Er hat eine Abschaltautomatik, die das Gerät ausschaltet, wenn das Wasser eine Temperatur von 100 Grad Celsius erreicht hat. Ist kein Wasser vorhanden, kann man ihn zwar anschalten, doch das Gerät merkt das innerhalb weniger Sekunden und schaltet sich selbst wieder aus. Der Kocher steht außerdem auf einem sehr stabilen Sockel.

Ist der KitchenAid Wasserkocher sein Geld wert?

Schlichte Optik mit einem Hauch Retro-Flair – optisch ist der KitchenAid Wasserkocher besonders für Vintage-Fans unschlagbar. Er ist ideal, wenn du kleinere Mengen Wasser brauchst. Dazu kommt ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse komplett aus Metall, das sehr einfach zu bedienen ist und ein langes Kabel hat. Einziges Manko ist sein Preis, schon günstigere Geräte bieten eine Temperaturauswahl. Wenn du das allerdings nicht brauchst, dann könnte der KitchenAid Wasserkocher deine gute Wahl sein.

Alternativen gefällig?

Du möchtest nicht ganz so viel Geld ausgeben? Wenn dir ein klassisches Design gefällt und du Wert auf eine qualitativ hochwertige Verarbeitung legst, dann ist vielleicht der WMF Wasserkocher etwas für dich. Dieser ist mit 1,2 Litern Fassungsvermögen nur minimal kleiner, bringt das Wasser aber gut 15 Sekunden schneller zum Brodeln.
Wenn dir die Retro-Optik gefällt, du aber mehr Wert auf den Punkt Sicherheit legst, dann schau dir den Wasserkocher von Stelton an. Dieser ist etwas teurer, punktet jedoch mit einer doppelwandigen Isolation. Schau doch mal in unserem großen Wasserkocher Test vorbei. 

Du bist ein KitchenAid-Fan? Wir haben auch andere Produkte der Kultmarke aus den USA getestet, unter anderem die Küchenmaschine Artisan und den Sodastream in der KitchenAid Edition.